es geht …

…. gut. Soweit.

Zur Zeit blende ich sehr viel aus – ähm – eigentlich alles.

Viele Themen die aufrühren: die Betreuungssituation, die körperliche Verfassung (Schmerzen und Co), das „Eigenleben“ des Körpers, Körpererinnerungen – die dazu führen, dass ich den Körper grade wieder sehr ausblende (was einerseits gut ist, weil ich die Schmerzen damit auch weniger wahrnehme, andererseits fällt es damit auch schwerer entsprechend Ruhe zu geben), viele Gefühle (im Moment eine Traurigkeit aber auch dieses „ich hab es so satt“-Gefühl im Vordergrund, aber auch noch eine ganze Menge die nicht so klar fassbar sind) – eigentlich blend ich grad alles aus.

Teilweise macht mir das Angst – es ist etwas, was meine Mutter machte – ausblenden – nur dass sie noch weiter ging und die Dinge die passierten einfach „anpasste“, sich ihre eigene Welt aufbaute, mit eigener Realität.

Das mache ich nicht – ich sage nicht, dass das alles nicht so sein darf und deshalb anders sein muss. Trotzdem ist dieses Ausblenden etwas, das ich schon kritisch sehe.

Ausblenden ist auch ein Davonlaufen, bloß nicht hinsehen, sich nicht damit auseinander setzen.

Offensichtlich bin ich grad in einer „Verweigerungsphase“ oder so – mag nicht, will nicht, hab es satt, lasst mich bloß alle in Ruhe.

Doch damit geht es mir dann ganz gut – ich kann den Moment genießen, freue mich darauf gleich Schwimmen zu gehen.

Ich bin bei mir, nicht dissoziiert oder „weit weg von mir“. Von daher ist es für den Moment auch in Ordnung so.

Es gibt sicher Momente am Tag, in denen all das Ausgeblendete sich in Erinnerung ruft, doch die sind meist nicht lang.

Zur Zeit ist noch unklar was ich dann morgen in der Thera zum Thema machen werde, auf jeden Fall nicht die Betreuungssituation – und da ich grade eher in der „will nicht“-Phase bin – werde ich das morgen ohne konkreten Themenvorschlag angehen – das sind meist eh die besten Theratermine.

So – und jetzt werd ich noch schnell was essen bevor es zum Schwimmen geht.

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