Facetten – Teil 2

Warum schreib ich das alles?

Ich habe heute die Zeitschrift „Tabu“ bekommen (vermutlich wohl gestern, da war ich aber nicht am Briefkasten). Vor einigen Wochen wurde ich angeschrieben, ob die den Beitrag  „psychisch krank?“ in ihrer Zeitschrift verwenden dürfen, da die nächste Ausgabe dem Thema „Trauma“ gewidmet ist.

Nach einigen Absicherungen hab ich zugesagt und nun kam die Zeitschrift hier also an.

Und ich las den Beitrag – und war verwirrt. Er wurde wortwörtlich gedruckt – wie vereinbart nur auf Rechtschreibfehler korrigiert – und doch kam er mir „fremd“ vor.

Nicht so, dass es nicht passen würde, aber wenn ich nicht gewusst hätte, dass das mein Artikel ist, hätte ich das wahrscheinlich nicht mal mitbekommen. Dabei identifizier ich mich durchaus damit.

Wenn ich alte Beiträge von mir lese, sehe ich viele verschiedene Puzzlestücke, viele Facetten – die nur zusammen mit all den anderen – ein Bild ergeben, das dem „Ganzen“ zumindest nahe kommt.

Dennoch frag ich mich ob es wirklich ein Ganzes gibt. Oder ob dazu auch die Kindheit als Ganzes gehört – denn da werde ich nicht alle Puzzleteile finden (möchte ich auch nicht).

Es sind immer Momentaufnahmen. Jahrelang nannte ich mein Tagebuch so – Momentaufnahmen.

Ja – ich hab sehr viele Facetten und ich lerne immer wieder neue kennen – und das ist gut so.

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