Körperliches

Da sitz ich jetzt schon eine ganze Weile und weiß nicht wie anfangen.

Mir ist eigentlich ständig leicht übel, meistens so leicht, dass es nicht weiter auffällt, aber beim Autofahren oder nach dem Essen kann das schon mal heftiger werden. In wie weit die Psyche da mit spielt weiß ich nicht, die meiste Zeit denke ich eher nicht, aber ich reagiere auf Stress zur Zeit auch mit Übelkeit (und Kopfschmerzen) – was für mich eher ungewöhnlich ist.

Außerdem habe ich seit Monaten immer leichte Halsschmerzen, nie sehr schlimm, im oberen Halsbereich, aber halt ständig, eher ein Infekt, da ich da morgens auch Probleme mit Schleimpfropfen hab. Ist das dann mal wieder besser und ich denke es ist vorbei, beginnt die nächste Welle (allerdings jammern ja alle dass die Infekte diesen Winter sehr hartnäckig sind und solange es nicht schlimmer ist – soll es mir recht sein).

Was die Versuche mit versch. Medikamenten des Urologen angeht, hab ich jetzt das dritte – und das scheint auch gut zu wirken (wenn auch etwas anders als erwartet) – zumindest sind wir übereingekommen, dieses erstmal weiter zu probieren.

Tja und schmerztechnisch ist es schon eine ganze Weile nicht so gut – das fing schon vor der Krise an – ich hatte schon vor zwei Monaten oder so die regelmäßige Schmerzmitteldosis erhöht.

Und immer häufiger musste ich auch dazwischen noch was nehmen um einigermaßen über die Runden zu kommen. Zunehmend waren es nicht nur die Gelenke, sondern auch die Muskeln die schmerzen – vor allem die Beinmuskeln.

Trotz der schon recht hohen Schmerzmitteldosis ist es manchmal ziemlich schwer.  Gleichzeitig ist die Beweglichkeit zur Zeit gar nicht so schlecht (die nimmt normalerweise dann auch ab) – wie gesagt sind es weniger die Gelenke, sondern eben mehr die Muskeln selbst.

Bei der Fibro kommt es häufiger vor, dass es hormonbedingte Schwankungen der Schmerzen gibt, die merke ich die letzten Monate auch ziemlich extrem.

Morgens brauch ich ja generell länger bis die Schmerzen einigermaßen im Griff sind, das ist nach wie vor so, nur dass es statt der 2 Stunden die es bisher brauchte, mittlerweile eher drei oder mehr sind.

Wie oben schon geschrieben ist es mit der Beweglichkeit oder Gelenkstabilität aber ganz gut zur Zeit – ich laufe, solange klar ist, dass ich keine Treppen zu bewältigen habe, die meiste Zeit ohne Krücken – auch außerhalb bei Terminen nehm ich die meistens gar nicht mit (außer eben es gibt Treppen oder es ist klar, dass ich weiter laufen muss) und zwischendrin gehen sogar einzelne Treppen mal (solange ein Geländer da ist, auf das ich mich stützen kann). Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich die Schmerzen grade nicht recht einordnen kann.

Es ist nicht so, dass die Schmerzen nicht aushaltbar sind (auch wenn das in Spitzenzeiten schon so wirkt manchmal) – sie sind auf eine andere Art und Weise präsent als ich sie kenne.

Grade wenn ich so hier sitze – die Oberschenkel schmerzen ohne Ende, bis ich die Beine etwas bewege, dann geht es wieder. Es ist dieses Seiltanzen, die richtige Mischung zwischen Bewegung und Ruhe finden, das im Moment so schwer fällt. Bei Bewegung hemmt (außer morgens) weniger der Schmerz, ich kann meine Runden schwimmen und auch eine Weile laufen, doch es ist dann so plötzlich zu Ende, die Kraft aufgebraucht, deshalb fällt das Nordic Walking zur Zeit auch weg, weil ich dann ja noch zurück muss. Aber die Bewegung tut mir gut, auch wenn ich danach fertig bin und mich erstmal kaum bewegen kann, merke ich dass sie mir gut tut.

Die Schwäche die dann plötzlich da ist – zeigt die Grenze an, die Schwäche läßt sich manchmal sogar überwinden, doch dann ist es schmerztechnisch bald ganz aus. So zeigt sie mir an, dass jetzt genug ist. Das ist auch gut so.

Es ist auch erst ein Überwinden, weil der Schmerz schon da ist – doch das war für mich selten das Problem deshalb eben keinen Sport zu machen. Manchmal frag ich mich auch ob es jetzt so clever ist (z.Bsp gestern das Schwimmen) – doch ich kann dann ja jederzeit aufhören – wenn ich merke, es ist doch zu viel.

Dass ich grad mehr Schmerzmittel brauche ist etwas mit dem ich weniger gut klar komme – vor allem weil ich mich auch frage ob es vielleicht daran liegt, dass ich mit der Gastritis wieder mehr Probleme habe (ich hatte bei diesem Schmerzmittel jedoch nie Magenprobleme und nehme das schon viele Jahre).

Dieser Beitrag – ist jetzt schon seit Stunden offen – und kommt nur „kleckerhaft“ – es ist schwer über den Körper nachzudenken ohne ins Negative zu verfallen. Ich hasse es, wenn mein Körper nicht so funktioniert wie ich das gerne hätte. Im Moment ist es für mich irgendwie eigenartig. Es geht mir hier mehr darum es zu dokumentieren, es ist nicht super schlimm grade, es ist aber auch nicht sehr gut (außer die Beweglichkeit – die ist schon ganz gut).

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2 Antworten auf Körperliches

  1. Sab sagt:

    Letzten Sommer, da war ich total erschrocken, wie stark der Körper auf die Psyche reagieren kann. Habe sowas zuvor noch nie erlebt und ich habe ja selbst genug Stress. Mir war übel, hohen Puls im Ruhezustand und es war so, als hätte innerlich im Körper alles geschrien. Ja, richtig erschrocken war ich, dass die Psyche so nah mit dem Körper zusammenhängt. Hätte ich selbst nie gedacht…
    Ich wünsche dir, dass es bei dir besser wird… ob körperlich oder psychisch…

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

  2. Ilana sagt:

    Danke dir, ja das hängt sehr zusammen – immer. Für mich ist das meist auch nicht so wichtig – woher es jetzt kommt ob von der Psyche oder nicht – es ist schwer dem Körper da auch einiges zuzugestehen – vor allem die Aufmerksamkeit, wenn er die so sehr einfordert.

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