Wortfetzen

Wo bin ich?

das kleine

wirkliche

ich


irgendwo

tief in mir

vergraben

versteckt

abgeschottet

auf mich zurückgeworfen

eingelassen

vertraut

zu Fall gebracht

von Leuten

die auch den Helfenden

dem Thera, dem Betreuer

die Hände binden

ausgeliefert

an Willkür

an Sachbearbeiter

die denken

„was ich nicht verstehe gibt es nicht“

egal was Gutachten sagen

Prinzipienreiter

alles was aus der Norm fällt

lügt

gibt es nicht

verdient es nicht

ist eine Zumutung

im Stich gelassen

doch darauf angewiesen

um

zu überleben

klein

verloren

verängstigt

verzweifelt

versteckt

irgendwo

in einem dunklen Winkel

tief in mir

eingeschlossen

verschlossen

verstummt

nicht denken

nicht fühlen

nicht sein

nicht auffallen

funktionieren

aushalten

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2 Antworten auf Wortfetzen

  1. hexenherz sagt:

    es scheint, als wäre es dir nicht leicht gefallen, worte zu finden, als wäre es schwer gewesen, die gedankenfetzen einzufangen. aber du hast es geschafft und die gefühle nach außen getragen. das ist gut (: ich denk an dich.

  2. Ilana sagt:

    mehr ein um Worte ringen, das verstummen greift um sich

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