tief durchatmen

Ganz ehrlich – ich mag meine Tigerkatze – aber sie geht mir tierisch auf die Nerven.

Sie hat ein paar Eigenheiten, für die mir an Tagen wie heute schlicht die Nerven fehlen.

Wenn ich sie fütter, trägt sie das Futter laut schreiend durch die Gegend (und gerne auch ins Bett oder sonst wo hin wo ich es schon nicht ab kann wenn es mir gut geht). Sie erzählt überhaupt recht viel so über den Tag verteilt, außerdem schnurrt sie extrem laut und eigentlich ständig wenn sie in der Nähe ist. Die Nähe sucht sie auch – leider auch zu den unmöglichsten Zeiten und wenn ich grade was anderes tun möchte. Sie kann stundenlang treteln (womit ich ganz schlecht umgehen kann) – Ja sie ist eine sehr anstrengende Katze und eine sehr laute.

Das ist oft schon anstrengend wenn es mir gut geht – aber so wie jetzt – ist es einfach zu viel.

Aber sie ist auch meine besondere Katze, sie kam als verletztes und verschrecktes Wrack bei mir an – und wir überlegten tatsächlich sie einschläfern zu lassen, weil sie das erste Jahr nur unter dem Bett und auf dem Schrank in Panik lebte. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen – doch das war ein sehr langer Weg. Sie ist chron. krank – hat Asthma – schon fünf Jahren – deshalb muss sie morgens und abends inhalieren – was sie aber nahezu einfordert.

Ich möchte sie nicht missen – sie hat einen festen Platz in meinem Herzen – aber ich habe grade nicht den Nerv für ihre „Kundgebungen“ und „Schrullen“. Natürlich merkt sie das und sucht um so mehr die Nähe, die ich nicht aushalten kann, weil diese eben sehr laut ist.

Die Piratenkatze ist da anders – ruhiger – deren Nähe kann ich dann auch ertragen. Sie ist auch bei weitem nicht so fordernd wie die Tigerkatze.

Das alles macht mir große Mühe da nicht ungerecht zu werden – denn die Tigerkatze kann nichts dafür. Und natürlich hab ich ein schlechtes Gewissen deswegen – eh klar – wär ja sonst auch zu einfach.

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