Zwischenstopp

Das homöopath. Notfallmittel hat nicht gegriffen – ich glaub zum ersten Mal – aber da grade Telefonsprechstunde war, hab ich eine Alternative genannt bekommen und genommen.

Eine mail und eine SMS an den Thera ging raus und eine Antwort kam vorhin.

Jetzt geht es um Skills.

Das ist ein Kampf – die Skills funktionieren, greifen, solange ich da dran bin, aber kaum lass ich da in den Anstrengungen nach, beginnt wieder das Hamsterrad der Gedanken und damit das der Verzweiflung.

Es ist jetzt nicht mehr so heftig wie vorhin – doch es wird heute Abend ein Kampf bleiben – fürchte ich.

Mittlerweile ist einfach eine Erschöpfung dazugekommen und ich hoffe, dass sie bald auch die Gedanken erreicht. Genauso wie ich hoffe, das die Kraft ausreichen wird – um den Kampf zu gewinnen – wenigstens für heute.

Und irgendwie ist auch ein Teil einfach überrascht – dass so eine Nachricht mich dermaßen aus der Bahn werfen kann.

Faktisch ist: ich hab keine Wahl – ich muss zu diesem einem Betreuungsverein wechseln und die Betreuung an sich sollte dann eigentlich recht nahtlos weiterlaufen, eine erneute Begutachtung ist unwahrscheinlich (zumindest bis Herbst) und mit dem Koordinator muss ich mich nicht herumschlagen, weil das mein Betreuer oder Thera machen werden (die kennen den beide).

Trotzdem wird es eine Unsicherheit gebe und einen Wechsel – und mein Vertrauen in den Koordinator ist äußerst gering (allerdings ist der Wechsel einfach – eine Unterschrift auf einem Schriftstück genügt – und das kann der Betreuer regeln) – es ist mehr das Alte das mich aushebelt – das wiederum macht deutlich, dass da großer Bedarf besteht, das auch mal in der Thera aufzugreifen – irgendwann – dann wenn die Betreuung erstmal wieder läuft.

Ich habe Menschen die sich darum kümmern.

Im Kopf ist mir das alles klar. Die Gefühle wollen da nur noch nicht zuhören…

Das Problem ist dieses nicht sagen können „das ist alt, du bist heute in Sicherheit“ – denn es passiert heute – ich muss mich mit dem Koordinator irgendwie auseinandersetzen, dem Koordinator, der sich meines Vertrauens nicht grade würdig erwies – nicht aus bösem Willen, sondern weil er einfach zeitlich nicht hinterherkommt – und doch ist es so.

Ich muss sehen, dass ich mich dann wieder auf die Betreuung einlassen kann – bis November ist sie genehmigt, der Wechsel des Vereins sollte kein Problem sein – doch das hab ich schon so oft gehört und der Landkreis hat dann doch ein Problem draus gemacht.

Nein – ich werde da jetzt nicht weiter nachdenken – ich geh jetzt mal wieder die Blätter meiner Pflanzen zählen.

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2 Antworten auf Zwischenstopp

  1. Hallo
    ich habe schon öfter bei Dir gelesen. Ich bin mit Deinen Problemen sehr gut vertraut. Mein Ältester Sohn hat ähnliche Diagnosen. Wo es herkommt kann man nicht so ganz genau sagen. Er hatte als Kind eine Kopfverletzung, er hat als Jugendlicher alles ausprobiert….ist ja auch egal. Nun hat er es schwer, und wir alle mit. Er ist sehr zurückgezogen, hat leider kein Internet. Dein Blog wäre was für ihn. Er ist immer auf der Suche…nach was? Weiss er es? Durch das Lesen bei Dir könnte ja ein bißchen das Gefühl kommen, doch nicht ganz allein zu sein.
    Für mich ist es ganz schön schwer mich nicht von ihm „anstecken“ zu lassen. Kannst Du Dir vorstellen, dass zu viel „miterleben“ meinem Kopf nicht mehr gut tut? Da werd ich nervös. Und helfen kann ich eh nicht. Das kann er/ihr ja nur aus Euch selber. Ich schau immer wieder bei Dir vorbei. Und wünsche Dir, dass die richtigen Menschen Dir eine Hilfe sind. Geh Schritt für Schritt. Alles auf einmal kann auch ein gesunder Mensch nicht schaffen. Lass die Zeit arbeiten. Mehr kann ich Euch nicht sagen.
    Dein Blog ist schön hell. Das Freundliche gefällt mir.
    Viele Grüße und Kraft sendet Dir
    Elisabeth

    • Ilana sagt:

      Danke. Das Helle war bewusst gewählt – mir ging es um sehr helle Farben und auch gut lesbare und damit große Schrift – grade auch so als Gegensatz zu den oft „dunklen“ Themen. Ich wünsche deinem großen Sohn dass er jemanden findet, der ihm hilft – ein Therapeut, Freund oder wer auch immer – alleine kommt man da nicht raus. Jemand der ihm Schritt für Schritt begleitet. Und ja ich verstehe dass es für dich schwer ist – grade für Angehörige ist das oft genauso schwer – da wünsch ich auch dir viel Kraft. Ich lese auch bei dir jeden Tag rein 🙂

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