betroffen

Es macht mich sehr betroffen was ich lese.

Dabei kenne ich sie erst so kurz und nur übers Internet – und doch ist sie mir sehr nah. Und dann les ich was die Untersuchungen ergeben und spüre ihre Angst – diese unglaubliche Todesangst –

und verstehe sie so gut.

Ich seh das Krankenhaus vor mir (so wie es vor 20 Jahren war – damals arbeitete ich dort und besuchte auch häufig einen Freund von mir, der unter aplastischer Anämie litt), die Wand mit dem Kreuz, das Krankenhausbett – und sie – klein und verloren darin.

Und ich würde so gerne da sein und sie unterstützen – so wie es damals bei M. war – oftmals auch mitten in der Nacht, wenn er nicht schlafen konnte und ich grad da war.

Ich wünschte, ich könnte was tröstendes sagen, was kraftspendendes  – doch mir fehlen die Worte – außer einem „da“ sein – kann ich nichts bieten – und das „da“ sein ist so weit weg.

Ich finde sie so unglaublich tapfer – und verstehe die Leute nicht, die drauf rumhaken – es geht doch um Leben oder Tod – um die Existenz!

Wenn die so plötzlich bedroht ist – nach all dem Mist den sie bisher schon erlebt hat – ist das doch nur noch zum Verzweifeln – dieses ewige Kämpfen müssen.

Doch ich kann nur Daumen drücken, für sie beten und anbieten da zu sein, wenn sie es will.

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2 Antworten auf betroffen

  1. shekaina sagt:

    *weint so sehr*
    ach ilana, einfach nur: danke. wirklich danke. es hilft schon ganz viel, nicht „allein“ zu sein. ich denk an dich

  2. Ilana sagt:

    du weißt wie du mich erreichst 🙂

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