speechless terror

In der Traumatherapie kennt man die Sprachlosigkeit auch – und diese hat nichts mit Mutismus zu tun.

Es ist der „speechless terror“ – das sprachlose Entsetzen bei dem der Betroffene die Bilder des Traumas vor Augen hat, das Sprachzentrum jedoch blockiert ist – so dass sich keine Worte finden lassen. Das erschwert das Verarbeiten von  Traumata.

Beim speechless terror bezieht sich die Sprachlosigkeit aber nur auf die Traumata und allem was da dazu gehört.

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2 Antworten auf speechless terror

  1. hexenherz sagt:

    Hallo Ilana,

    vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar! An EMDR habe ich mich bisher in Bezug auf meine Traumata noch nicht rangetraut (obwohl ich schonmal zwei Sitzungen hatte, vor Jahren in einer Klinik, zu einem anderen Thema), und dein Kommentar bestätigt mich noch darin, dass es zu früh ist. Dass man EMDR auch positiv einsetzen kann, war mir bisher gar nicht klar… auch mal interessant zu wissen. Vielleicht ist das mal ne Idee…

    Dass ich Worte finde… das ist für mich auch immer ein Kampf. Ich schreibe viel auf, aber zB die Flashbacks zu fassen zu kriegen – das kostet mich oft Monate, auch wenn man das im Blog natürlich nicht merkt. (speechless terror und so 😉 )

    Viel Zeit und Gelegenheit, hier zu lesen, hatte ich noch nicht, aber man merkt, wie wahnsinnig reflektiert du bist. So viele Jahre Therapie hinterlassen anscheinend so ihre Spuren… Ich komme sicher wieder, bei dir kann ich bestimmt noch was lernen 😉

    Liebe Grüße!

    • Ilana sagt:

      Hallo,
      ja die Jahre der Therapie hinterlassen so ihrer Spuren 🙂 – vor allem – lange merkt man die gar nicht so – nur wenn man dann zurückschaut und mal guckt was man denn so erreicht hat (und erstmal gelernt hat sich das auch zuzugestehen 😉 – merkt man es – das ist auch mit ein Grund für diesen Blog – meine Ungeduld in der aktuellen Situation of – und das „klein machen“ des Erreichten – da ist so ein notieren und nachlesen können oft ganz hilfreich.
      Aufschreiben – grade was die Flashbacks angeht – ist mir auch immer sehr wichtig – gelingt meist auch ganz gut – aber ich muss es dann auch „wegschicken“ – meist an den Thera – das ist dann für mich ein Stück „abgeben“ und für den Moment dann einen Punkt zu setzen.

      EMDR kann sehr vielseitig eingesetzt werden – wenn du z.Bsp beim Spazierengehen redest – ist das auch EMDR 😉 – da ich da ja auch an der Quelle sitze, bin ich über das „wie funktioniert das“ gut informiert – und hatte/habe den Vorteil das auch in versch. Varianten mal testen zu können.

      Da Traumata auch neurobiologische Veränderungen nach sich ziehen – gekappte Verknüpfungen z.Bsp – kann das durch EMDR neu „gebahnt“ werden – aber dafür muss man schon sehr stabil sein finde ich.

      Für mich war da auch das Vertrauen wichtig – in den Thera- dass er nicht zu weit geht, selbst ein Gefühl für hat, wieviel ich da grad aushalte und wann ein Stop angesagt ist, dass er weiß was er tut und mich da auch – egal was passiert – wieder rausholen kann.

      Vor allem letzteres war mir wichtig – erst dann konnte ich mich auch einlassen.

      Positive Verknüpfungen sind aber auch gut in instabileren Zeiten möglich – allerdings sollte da derjenige der es macht auch viel Erfahrung zu haben – damit dass nicht ins Negative kippt – denn beim EMDR lässt sich das nicht so recht steuern, was dann auftaucht. Aber da gibt es für erfahrene Therapeuten auch Möglichkeiten.

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