müd und bäh

Heut ist mal wieder so ein „Bäh“-Tag – schon grummelig aufgestanden und irgendwie zu nichts Lust und in der typischen Kleinkind-Trotz-Stimmung.

Die Nacht war ok – doch morgens schon müde aufgewacht. Dreimal überlegt ob ich jetzt weiterschlafen soll oder aufstehen – abe schlafen war irgendwie auch nicht mehr.

Ich schieb es jetzt mal auf die Erkältung die ich hab (obwohl die nichts dafür kann, die versucht nämlich nett zu mir zu sein und macht sich nur am Rande bemerkbar).

Nicht nur keine Lust, auch keine Kraft, so dass jede Kleinigkeit super anstrengend ist. Und in der Kraftlosigkeit gehen sogar die Schmerzen unter – mit Kraftlosigkeit und Schwäche kam ich schon immer deutlich schlechter klar als mit Schmerzen – die bin ich ja gewohnt.

Dabei steht eine größere Anstrengung noch an – die Aufräumaktion mit dem Betreuer.

Wobei das heute auch wieder so eine Sache ist – denn in der „Bäh“-Stimmung ist das „niedermachen“ wieder groß in Fahrt – warum krieg ich das nicht alleine hin – ist eine popelige kleine 2-Zimmerwohnung und sollte doch wohl nicht so schwer sein da Ordnung zu halten – zumal ich eh so viel zu Hause bin.

Das ist schon ein Problem wenn es mir gut geht – da hier die Schuldgefühle tief sitzen – dabei bin ich echt froh dass ich das mittlerweile mit dem Betreuer machen kann – das war vor wenigen Monaten ja noch völlig undenkbar und ging nur nach hinten los – aber seit wird das jetzt regelmäßig machen ist die Wohnung auch in einem „normalen“ Rahmen und das tut mir gut – es ist eine große Hilfe und Wohnungsangelegenheiten waren und sind von Anfang an ein großer Bestandteil der Betreuung gewesen – damit hat es doch auch angefangen – weil ich es eben nicht so hinbekam.

Wäre sinnvoller mich einfach ins Bett zu legen – die Erfahrung zeigt, dass die Welt dann gleich anders ausschaut.

Mal sehen ob wir vielleicht die Aufräumaktion verkürzen können – nur einen Teil des vorgenommenen machen – und dann entscheiden ob weiter oder schieben.

Solche „Bäh“-Tage sind – Gott sei Dank – selten – und haben auch nichts mit irgendwelchen Erkrankungen zu tun – die kennt jeder. Ich hab das Glück, dass ich darauf reagieren könnte – ich muss keine Leistung bringen oder zur Arbeit. Nur dem Stimmchen in mir gegenüber verlier ich mich in irgendwelchen Rechtfertigungen – und gebe dann im Endeffekt doch nicht nach sonder „zwing“ mein vorgenommenes Programm durch.

Solange es nur ums „Aufraffen“ geht ist das auch ok – heute ist das aber etwas kritischer, denn die Kraftlosigkeit kommt wohl eher von der Fibro – die sich gerne einschleicht wenn wegen Erkältung eh schon angeschlagen oder zu viel zugemutet in den letzten Tagen.

Beides träfe diesmal zu – das gestern war körperlich sicher zu viel – die Schmerzen machten auch mehr als deutlich, dass ich weit über die Grenze gelatscht bin. Das bisschen Erkältung das dazukommt – gibt wohl den Rest.

Nur will ich mir das nicht eingestehen – eingestehen, dass es ein weiterer Fibro-Schub sein könnte – denn das würde bedeuten, dass ich nicht nur ins Bett gehen und schlafen müsste und dann morgen wieder fit wie ein Turnschuh wäre (zwar ein sehr abgetragener und ausgelatschter – aber immerhin Turnschuh).

Und auch dieses „nicht eingestehen wollen“ gehört zur „Bäh“-Stimmung.

Also die leidigen Versuche der radikalen Akzeptanz: ist halt grad so und ich könnte mich ja auch mal schonen.

Der Betreuer kommt gleich – mal sehen wie weit wir kommen.

Ich kann mich echt nicht ausstehen wenn ich so drauf bin – trotzig, nölig, grummelig und erstmal prinzipiell „will aber nit“-denkend (ohne erstmal zu überlegen ob das was Gutes oder Schlechtes wäre, was ich da „nit will“) – wie ein Gebilde das man lieber nicht anschaut, weil es sonst zusammenkrachen könnte. Aber hey – so ein nöliger Trotzkopf sein kann ich richtig gut – da mach ich jedem sich im Einkaufsladen auf den Boden schmeissenden 2 Jährigen Konkurrenz – (und als Kind hab ich das ja nie gemacht 🙂 – also hab ich das eh nachzuholen – Galgenhumor oder so).

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