Thera

War schon im Vorfeld schwierig, da in der Ambulanz so viel los war – es gibt da eine Patientin, die mich wahnsinnig macht, weil sie immer so hysterisch ist – auch nach außen hin – damit kann ich immer ganz schlecht umgehen. Die war wieder mal am „durchdrehen“ und dann waren auch sonst noch so viele Leute da – so dass ich da ein echtes Problem mit hatte und erstmal die Flucht ergriff.

Entsprechend durcheinander starteten wir den Termin – wobei ich Zeit hatte mich zu fangen, als er die letzte e-mail (vom Freitag noch) las – die war nämlich ziemlich lang.

Dann waren heute eher die Zweifel Thema – die Angst, dass ich wie meine Mutter, mir meine eigene Realität zusammenbastel und diese so anpasse wie es passt und das dann auch glaube.

Ich muss mich da erstmal weiter informieren über Münchhausen-Syndrom, schizoider Persönlichkeitsstörung – und was sich sonst noch so finden lässt – vor allem in die Richtung, dass jemand eine „eigene Realität“ zusammenbastelt die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.

Mir ist schon klar, dass das eher aus der Widersache-Ecke kommt – mein Hintertürchen, damit ich die Schuldgefühle nicht dorthin packen muss wo sie hingehört – sondern bei mir suchen kann – aber ich brauch da ein Stück mehr Objektivität – dazu muss ich mich mit dem Thema theoretisch mal genauer auseinandersetzen.

Das Problem ist, es gibt nicht das „eine“ Krankheitsbild der Mutter, es ist so ein Mischmasch und schwer zu fassen.

Grade das lässt ja so viel Spielraum für eigene Zweifel.

Ansonsten wird es am Freitag dann wieder um die Gefühle gehen – mit dem Versuch diese Zweifel auch bewusst außen vor zu lassen. Mal sehen ob das funktioniert.

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