geplantes nicht planen

Immer dieses „eigentlich“ – das sich einschleicht.

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nichts planen, nur das tun worauf grade Lust ist und schauen dass ich ein Gegengewicht zu dem inneren Chaos finde – vor allem aber dieses „nichts müssen“.

Eigentlich – denn da warten noch immer die ca 3,5 Kilo Weißbrot die zu Knödel verarbeitet werden wollen (ich hab die völlig vergessen, wollte das Brot eigentlich in die Tiefkühle packen – vergessen – und jetzt hab ich sie nicht Platz) – dringend – ist eh ein Wunder, dass das Brot noch nicht schimmelig ist – ist auch erst am 8. abgelaufen.

Und dann wollte ich ja – eigentlich – noch das Sportprogramm durchziehen (und die neue DVD, die ich bekommen hab, testen).

Wenn mich jemand fragt, sag ich „eigentlich geht es ganz gut“.

Lt. Duden bedeutet „eigentlich“: direkt, echt, faktisch, grundlegend, tatsächlich, ursprünglich, wesentlich, wirklich, zentral

Nur meinen tu ich da eher ein „ja schon, aber ein kleines Hintertürchen ist da noch“ oder „ja, aber irgendwie auch nein“

Vielleicht trifft dann für mich das „faktisch“ am besten – denn für die Umstände die so da sind geht es mir wirklich sehr gut – nur anfühlen tut es sich nicht immer so.

Und ehrlich gesagt – zur Zeit muss ich da eher nachdenken und in mich hinein spüren – wie es mir geht – und dieses hinein spüren will ich nicht wirklich – denn dann könnte ich auch feststellen, dass es nicht so gut ist – dass ich wieder grad nur so in die nächste Minute hinein lebe und eigentlich mich grade vor mir selbst und der Welt verstecke.

Eigentlich brauch ich deutlich mehr Ruhe, mehr Auszeiten, mehr „mir Gutes tun“ – uneigentlich fällt grade das schwer und  ich sehe das – dieses „eigentlich“ und das „ja, aber….“ – das ich so sehr hasse – und doch ist es fast ständig mit im Raum zur Zeit.

So wird aus dem völlig ungeplanten-und-einfach-hineinleben-Wochenende eines, an dem ich die Knödel machen soll/muss und auch noch so das eine oder andere fällig wird.

Ein planendes „am Wochenende mach ich nur was ich will“ – ist kein nicht planen – und die kleinen Dinge, die dann sowieso anstehen – lassen das geplante nichts planen wieder zum nicht geplanten planen werden.

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