Ich hab grade die dritte Maschine Wäsche drin, die ersten beiden kamen in den Trockner, nur ein Bettbezug, ein Leintuch, ein Pulli und eine Jeans – waren aufzuhängen, der Rest nur von der Maschine in den Trockner zu schaufeln.

Und ich lieg hier – die dritte Maschine wird bald fertig sein – und muss aufgehängt werden – was ich einfach nicht hinbekomme – ich fühl mich als hätte ich einen Marathon hinter mir.

Es war nicht mal so sehr die körperliche Anstrengung, die hielt sich in Grenzen – aber die psychische Anstrengung kostet die letzten Krafreserven.

Irgendwie ist es kaum zu glauben, dass es so anstrengend sein kann – nicht zu denken, nicht zu fühlen, sich abzulenken – und dabei mach ich nicht viel – fernsehen, ein bisschen lesen, Blogrunden drehen.

Und irgendwo tief in mir ist ein bisschen Traurigkeit und Frust – es gibt so vieles was ich gerne tun würde – doch ich hab Angst mich diesen Wünschen zu stellen – denn viele werden wohl nie erfüllt werden.

Meine Vergangenheit und meine Erkrankung machen vieles nicht möglich – schränken ein – und grade jetzt ist wieder mal so ein Moment, wo ich mit meinem Leben hader.

Es ist anstrengend, es ist mühsam, es ist schmerzhaft – aber es ist auch der richtige Weg – es ist mein Leben und ich bin auf dem Weg – zu einem Leben, das nicht nur mehr so anstrengend, mühsam und schmerzhaft ist. Ich muss mich erst suchen und offensichtlich neu kennenlernen – und irgendwann werd ich mich diesen Wünschen auch mal stellen – doch heute würde das nur damit enden, dass ich alles grad ziemlich satt habe – die Mühsal, den Schmerz – auch wenn ich weiß, dass ich das richtige mache, wenn ich sehe, dass es vorwärtsgeht und spüre, dass es notwendig ist, das noch mal durchzuerleben – ist es einfach echt eine Sch…. Zeit grade.

Und dabei geht es aktuell mehr darum, dass ich heute nicht all das machen kann, was ich gerne machen würde – und nicht um den alten Mist.

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