Sehnsucht

SEHNSUCHT

Einsamkeit –
du sprichst mit dir selbst
denn niemand anderer ist da
dein Schmerz
deine Trauer
deine Verzweiflung
deine Angst
und auch deine Freude
deine Hoffnung

Es gibt niemanden, mit dem du das teilen kannst.
Du umarmst dein Kopfkissen
und das Kissen ist es, dass deine Tränen trocknet
– weil es nicht weglaufen kann.

Und tief in dir drinnen schmerzt die Sehnsucht danach
nicht so einsam zu sein.

vor ca 5 Jahren entstanden


Damals gab es keine Freunde, die gibt es heute – und für die bin ich sehr dankbar. Heute habe ich Menschen an die ich mich wenden kann, wo ich einfach anrufen kann (auch wenn ich das nur bei D. – ab und an – auch wirklich schaffe). Manchmal wünschte ich mir einen Partner, jemand an den ich mich anlehnen kann, der mich einfach in den Arm nimmt oder einfach da ist. Doch gleichzeitig weiß ich, dass ich das nicht zulassen kann, nicht bereit bin Kompromisse einzugehen, die für ein miteinander unumgänglich sind und es auch nicht annehmen könnte – die Liebe und Zuneigung – noch nicht.

Und so ist dieses Gedicht immer noch aktuell – grade in Momenten wie jetzt, wie in den letzten Tagen – tut es immer noch so unglaublich weh.

Dieser Beitrag wurde unter Gedichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.