zuviel?

Eigentlich wollte ich nur die Sachen in die Garage bringen. Dann haben wir hier die Wohnung umgestellt – und plötzlich war da so viel Platz – und die Lampen wieder angebracht (und festgestellt, dass ich dringen eine weitere brauche, da wir das Regal nicht so hinstellen konnten wie ich wollte, weil dann das mit dem Lampen aufhängen nicht klappt – ich hab da nämlich auf 30 cm breite eine etwa 25 cm tiefere Decke).

Es war viel – auch etwas zu viel, was ich auch merkte, doch es überwog das „wow ich hab Platz und kann jetzt Sport machen“ oder so.

Dann hab ich vom Nachbarn den Besen (für draußen um den Schnee wegzufegen) kaputt gemacht – der Stil brach – und das ist nicht gut – der Nachbar nämlich ist etwas eigen und eher so der typische Preuse (er hat mein Beichten dann aber ohne Kopf abreissen abgenommen – war sogar erstaunlich nett und ich versprach in der Tischlerei nächsten Di Ersatz zu besorgen).

Ja und jetzt sitz ich hier und gucke verspätet diese Psychologin die im Nachmittagsprogramm läuft – weil es da um Fresssucht ging und ich beim Zappen drüber gestolpert bin kurz bevor der Betreuer kam (auch wenn ich jetzt nicht weiß ob das was mit dem aktuellen Zustand zu tun hat – mehr der vollständigkeithalber erwähnt).

Der Betreuer ist schon eine Stunde weg – und ich sitze hier und klapper mit den Zähnen.

Mir ist nicht kalt oder sonst was – und doch zitter ich und klapper mit den Zähnen, kann es kaum unterdrücken – und wenn dann nur kurz.

Und ich versteh es nicht.

Als ich vor vielen Jahren noch als Sanitäter meine Nachtdienste versah, kannte ich das – wenn ich dann aus dem Bett geklingelt wurde und zu einem Einsatz musste – anfangs hat mir das nie was ausgemacht, aber dann gegen Ende hin – als es mir einfach nicht mehr gut ging, da war das dann oft die Kombination der Aufregung, der Müdigkeit und der Anspannung. Doch es war nur kurz und dann war ich wieder im „Sanimodus“ und gut war.

In den letzten Jahren kam es selten vor – vor allem wenn eine große Anspannung da war, weil es schlecht ging und ich funktionieren musste um nach Hause zu kommen.

Doch warum das heute ist – weiß ich nicht.

Für den Körper war die Räumerei mit Sicherheit zuviel, ich hatte ja davor schon zusätzlich Schmerzmittel genommen – immer noch unter dem Limit, aber sonst wäre es ja nicht gegangen.

Ich hatte nicht das Gefühl dass es zuviel war – sondern nur ein – war viel, aber ok.

Doch warum dann das Zähneklappern jetzt? Das durchaus gekoppelt ist mit dem Gefühl des „zuviels“ und einer Anspannung- gleichzeitig auch das Gefühl dass da Tränen sind, die raus wollen – ohne zu wissen warum oder so.

Der Körper reagiert – und im Moment weiß ich nicht auf was – irgendwas passiert und es äußert sich in Reaktionen, die ich so nicht kenne, die ich auch nicht einschätzen kann – weil sie nicht zu dem passen was grade war.

In der Art kenne ich es nur nach außergewöhnlich großen und massiven Anspannung – mehr psychischer Art, physischer eigentlich gar nicht – da ist dann wenn immer eher die Kraftlosigkeit oder der Schmerz – von daher kenn ich das nur als Reaktion auf  sehr massiver psychischer Termine.

Doch da war heute nichts – und deshalb versteh ich es nicht.

Und ich muss jetzt die Kurve kriegen – weg vom verstehen wollen (weil das grad noch mehr Druck macht und eh zu nichts führt) und hin zum handeln, zum reagieren – zur Auszeit, mich auf Skills konzentrieren und zur Ruhe kommen. Für mich immer noch sehr schwierig – besonders wenn es um einen Zustand geht, den ich grad nicht verstehe, wo ich keine Ursache für finde.

Dabei macht der Körper doch grad sehr deutlich, dass etwas nicht passt, es zu viel war und nicht gut ist – durch unkontrollierbares Zittern und Zähneklappern.

Und für den Fall das es doch mit Kälte zu tun haben sollte werde ich die Auszeit mit einer heißen Dusche einleiten und zum Abendessen gibt es dann eine Suppe (aber erst in etwa einer dreiviertel Stunde – die Knödel müssen nämlich noch gemacht werden).

Es ist offensichtlich zuviel – ich hab keine Ahnung was zuviel sein könnte, aber eine andere Erklärung hab ich grad nicht.

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