geschafft – Urologie

Geschafft und wieder zu Hause.

Gebeutelt und grade in Gefühlschaos gefangen.

Der Arzt – superklasse, sehr einfühlsam, sehr kompetent – sowohl als Urologe, als auch als Mensch und sogar als Psychologe. Die Praxis – klasse, sehr bemüht und auf die Umstände Rücksicht nehmend – ein riesengroßes Dankeschön dafür.

Die Antworten: tja – Wahrheiten die ich nicht unbedingt hören wollte, aber wohl hören musste, eine Sichtweise, die etwas verändert ist – jetzt – und sogar eine Option für die aktuellen Beschwerden – und zwar machbare Optionen – nicht heute, nicht morgen – aber durchaus machbare (auch in absehbarer Zeit – also die nächsten Monate – wenn ich mich dafür entscheide)

Er hat sich Zeit genommen, mich Unklares erklärt und mir Antworten gegeben.

Der Arzt damals – vor vielen vielen Jahren – hat es gesehen, hat es gewusst, hat es teilweise auch angesprochen – aber wollte nicht sehen, wollte nicht wissen, wollte dem nicht nachgehen, sondern glaubte Erklärungen, die eigentlich keine sind – nicht, wenn es so viele sind. Jede einzelne für sich – glaubwürdig, nachvollziehbar, in der Gesamtheit nur noch ein „es ist aufgefallen, aber wollte nicht gesehen werden“.

Trotz Betriebsblindheit die es sicherlich geben kann, trotz Erkrankungsbildern, die tatsächlich in dem Alter häufiger vorkommen können (das hätte also nicht auffallen müssen), trotz besorgter, bemühter, gepflegter Mutter, die immer Erklärungen fand (bei einer nach Alkohol stinkenden und ungepflegten fällt es leichter hinzuschauen, als bei einer „gut situierten“)  – hätte  ja mehr passieren müssen. Zumal es immer der selber Arzt war und die selben zwei vom Pflegepersonal. Die Summe der „nötigen Erklärungen“, die Summe der Auffälligkeiten lassen ein „nichts bemerkt haben wollen“ nicht wirklich zu.

Auch wenn es vor 25 Jahren anders war – der Umgang mit Missbrauch und Misshandlung – machen die bekannten Situationen, in denen etwas angesprochen wurde und Erklärungen geliefert – klar, dass es gesehen wurde – aber es war wohl einfacher, der Mutter zu glauben – wie kurios es auch war, nicht wegen der einzelnen Erklärungen, aber wegen der Summe.

Zumal das nur die Summe ist, die ich weiß, die ich erinner – wieviele Gespräche gab es ohne mich – denn Untersuchungsergebnisse wurden oft ohne mich besprochen.

Im Moment nur traurig – es tut einfach nur sauweh.

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