Therapie – aktueller Stand und wie geht’s weiter

Zur Zeit blockt da ja irgendwas. Mir ist schon lange klar, dass man da nichts erzwingen kann.

Da ich da ja in den letzten Wochen auch immer wieder mal feststellen musste, dass ich an der Grenze angelangt bin, was ich noch so handhaben kann, kann es gut sein, dass da mein Unterbewusstes jetzt einfach mal auf die Bremse tritt.

Es kann aber auch sein, dass wir das was wir mir der Art wie wir da aktuell ran gehen, einfach das was möglich ist erreicht haben. Von daher wird es am Dienstag mal darum gehen wie wir jetzt weitermachen.

Die Ziele haben sich nicht verändert – es geht immer noch darum Gefühle wahrzunehmen, zuzulassen und ihnen Raum einzuräumen – dabei auch darauf zu achten, dass dies erstmal in einem „sicheren Rahmen“ passiert.

Klarer ist auch, dass es erstmal um die Gefühle des Kindes von damals gehen sollte – denn da liegt ja die Wurzel, warum es mir heute nicht so möglich ist. Das wurde grade gestern noch mal deutlich – die Gefühle von heute, von mir als Erwachsene aufzugreifen, ist irgendwie „unvollständig“.

Mir kam ein Bild in den Sinn: ein Baum, der zwar in einen  Bottich mit Wasser gestellt wird und deshalb ein paar vereinzelte Blätter treibt, aber dem die Wurzeln abgeschnitten wurden.

Damals durfte ich nicht fühlen, denn Gefühle waren gefährlich. Sie wurden benutzt um Missbrauch zu „rechtfertigen“ oder zogen „Strafe“ nach sich. Gefühle waren hoch gefährlich, lebensgefährlich, weshalb ich schon sehr früh lernte, diese eben nicht zu zeigen und irgendwann auch nicht mehr wahrzunehmen.

Es geht also darum diesem Kind in mir, das damals nicht fühlen durfte, die Möglichkeit zu geben, das nachzuholen. Dabei geht es nicht nur ums „das darf sein“, sondern auch um das kennenlernen und erfahren was angemessen ist. Denn das ist grade in solchen Situationen sehr unklar – da ist dann nur Gefühlschaos, das aber nicht sortierbar ist – weil gar nicht klar ist, was da „normal“ wäre. In diesen Situationen bin ich so in den Maßstäben der Eltern verstrickt, in deren Vorgaben, Ansichten, dass ich in dieser alten „Realität“ festgefahren bin. Mir fehlt da eine Alternative, ein weiterer Maßstab – um mich neu orientieren zu können.

Das klingt paradox, weil mir diese Alternative im Alltag durchaus klar ist, nur wenn ich in eine Situation von damals „einsteige“ – ist das irgendwie weg. Es ist dann mehr ein fassungsloses zusehen und  feststellen: ah – so könnte man auch mit dem Kind umgehen.

Da spielt dann auch meine Ungeduld mit rein – das Unverständnis, warum das in der Situation dann so weg ist – auch wenn ich das vom Verstand her verstehe und erklären kann, weiß, was damals (und auch heute dadurch) – da im Gehirn abläuft, dass ich das nicht einfach ändern kann, weil es eher ein Reflex ist, der nur nur neue Erfahrungen veränderbar ist usw – fällt es mir sehr schwer, das einfach erstmal zu akzeptieren.

Die letzten Wochen lief wieder viel zu viel über den Kopf ab – nicht über das Fühlen, Nachspüren. Da gibt es schon wieder unzählige theoretische „Vorgaben“, denen ich gar nicht gerecht werden kann – meine Ungeduld halt.

Ob ich wirklich etwas erzwingen wollte, ist für mich noch nicht klar, das ist einer der Punkte, die es am Di zu klären gilt.

Sozusagen ein: wo steh ich grade, wo will ich hin und wie gehe ich weiter – um da hin zu kommen – aber auch: was brauche ich dafür, welche Fähigkeiten muss ich mir dazu noch erwerben, welche Hilfe brauche ich dafür und ist diese gegeben usw.

Vielleicht hab ich mich auch in diese WordPress-Sache geflüchtet – das werde ich jetzt sehen, denn das ist hier weitestgehend eingerichtet und soweit fertig, dass an den Einstellungen erstmal nichts mehr geändert werden muss.

Wieder Zeit um mich mir zu widmen – und zu schauen wie es für mich nun weiter geht.

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