Schluss jetzt!

Irgendwie komm ich da grad nicht raus, weshalb ich mir jetzt selbst in den Hintern trete und das „Notprogramm“ starte:

  • massenweise Eis und Leckerkram
  • ein vorgewärmtes Bett mit einem guten Buch
  • ein heißer „echter“ Kakao (vielleicht sogar mit Schlag(sahne) – mal sehen was ich hier noch so habe)
  • vorbereitete Knödel für eine Knödelsuppe, weil mir bald er ganze Süßkram zu heftig wird und ich dann was herzhaftes brauche
  • tiefgefrorene Sauerkirschen
  • eine meiner süßen Katzen als zusätzliche Wärmflasche (und das Schnurren beruhigt auch immer sehr)
  • ein Aufstampfen mit dem Fuß um den Widersachern wieder deutlich den Kampf anzusagen
  • sich hineinsteigern in ein „Trotz“-Gefühl – ein „jetzt erst recht“ – und „euch lass ich sicher nicht gewinnen!“
  • und damit wieder ein aktiv werden und der Passivität (die immer die wunderbarste Grundlage für Widersacher, Geister und Dämonen sind) den gar aus machen

Irgendwann werde ich diese verhaltene Wut, die ich gegen mich richte – an die Stelle richten wo sie hingehört – meine Eltern.

Irgendwann werde ich diese verhaltene Traurigkeit über die Kindheit, die ich nicht hatte, trauern können, ohne mich in der verhaltenen Wut und den Schuldgefühlen zu verheddern.

Irgendwann wird der Schmerz nicht mehr so groß sein, dass ich ihn nicht zulassen kann und deshalb stattdessen auf destruktive Verhaltensweisen zurückgreifen muss.

Doch dieses Irgendwann ist in der Zukunft – und ich muss mich jetzt um mich kümmern – und nicht nur die realen Eltern aussperren, sondern auch die, die ich in mir trage – so wie jedes Kind ihre Eltern/Bezugspersonen in sich trägt.

Ein Re-Orientieren ins Hier und Jetzt – ich bin in einer sicheren Wohnung, niemand kann mich zu etwas zwingen, niemand erwartet oder will etwas von mir (na gut – die Katzen wollen ihr Futter und ein sauberes Katzenklo – aber das will ich ja auch 😉 ) und das Aufräumen kann warten (ein kleiner „Notruf“ an den Betreuer ist raus – und wir werden Montag Abend hier mal das Nötigste machen – es ist eigentlich nicht viel – würde schon reichen das Altpapier und die Kartons zu entsorgen – aber ich schaff es nicht – und jetzt muss ich das auch nicht mehr, weil ich das am Montag Abend mit ihm machen kann (und eben nicht erst in zwei Wochen wie ursprünglich geplant)).

Schade dass ich nicht rauskann – aber das ist wegen Schnee hier nicht möglich (würde dann doch eher an destruktives Verhalten gelten – da Angsttraining aktuell sicher nicht angesagt ist), das schränkt die körperliche Aktivität sehr ein – doch ich werde das auch so hin kriegen!

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