„mag nicht“

Heute schon mit einem chronischen „mag nicht“ aufgestanden – egal um was es geht. Komm mir vor wie ein trotziges Kleinkind, das erstmal auf jeden Fall „nein“ sagt.

Das irritierende dabei ist, es ist nicht mal mit schlechter Laune gekoppelt (das ist dann nämlich nur noch unausstehlich – schon allein für mich – da schau ich immer, dass ich mich von sämtlichen Menschen fern halte) – sondern irgendwie isoliert.

Erstmal einfach ein „hmm – mag nicht“ – auch bei so ganz alltäglichen Sachen wie: muss zur Toilette, Zähneputzen, was zu essen machen, duschen, anziehen, fernsehen, Musik hören, lesen, usw. usf.

Dabei ist es dann nicht das Problem – also wenn ich es dann mache – auch ok. Trotzdem ist da erstmal dieses „mag nicht“ – so mit dem trotzigen Schmollmund – den man eben von den lieben Kleinen kennt.

Ja ich bin müde (obwohl die Nacht gut war, aber da fehlen ja noch ein paar Nächte der letzten Tage) und ja ich bin etwas gefrustet, dass die Schmerzen wieder da sind – naja weg waren sie ja nicht, aber so gut war es schon lange nicht mehr – vor allem so lange.

Es ist nicht schön sich eingestehen zu müssen, dass es halt doch nicht die so dieses „ich werd wieder mal schmerzfrei sein?“ war.

Dazu kommen die Einschränkungen – die große Freude, dass einzelne Stufen ohne Krücken gehen – und jetzt selbst die Ebene wieder welche brauchen – das trifft mich grad wieder mal mehr.

Heute ist ja Phyiso – es war schön die Termine tatsächlich nutzen zu können um mehr Stabilität in die Gelenke rein zu kriegen, es war schön, dass ich bei der Beinpresse mehr Gewicht stemmen konnte – ohne groß Schmerzen zu haben – und der Fall tut dann einfach mehr weh.

Es sind aktuell ja nicht nur die Knie – sondern auch die Fuß- und Handgelenke, Ellenbogen, Schultern (die haben sich in den letzten Monaten „dazugestohlen“) – und sogar die Finger. So ein typ. „Schub“ – alles tut weh, als hätte ich eine Ganzkörper-Sehnenscheidenentzündung.

Und die Angst – denn manchmal folgen auf diese Schmerzen die Kraftlosigkeit – wenn dann selbst die Bettdecke zu schwer ist um sie anzuheben und jeder Schritt einem Marathonlauf gleicht. Damit komm ich nämlich deutlich weniger klar.

Aber ich hoffe, dass es so weit nicht kommt – dass es bei den Schmerzen bleibt und die Müdigkeit wirklich nur vom Schlaf oder Schlafmangel kommt.

So – und jetzt werd ich dem „mag nicht“ mal den Kampf ansagen und irgendwas machen.

Und mir klar machen, dass ich immerhin drei gute Wochen hatte und auch jetzt der Schmerz in einem Rahmen ist, der für frühere Verhältnisse immer noch gut ist.

Zumindest könnte ich mal schauen ob ich meinen schiefen Turm von Pisa (der Kratzbaum) etwas stabilisieren kann – bevor er endgültig um fällt (ein Neuer steht auf der Liste, der Dinge, die hier nötig sind – wenn denn mal das Geld für da ist). Vielleicht kann ich den ja erstmal an die Wand binden oder so.

Dieser Beitrag wurde unter Leben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.