Ruhe

… ist gar nicht so einfach.

Denn eigentlich sitze ich hier und würde einfach nur gern etwas tun – in mir eine Unruhe und Spannung.

Es ist ja nicht so, dass ich nichts machen dürfte oder könnte, nur eigentlich möchte ich nur weglaufen.

Vor mir, vor dem Denken, dem Fühlen, dem Sein.

Nicht weil das alles so schlimm wäre, sondern weil es so anstrengend ist.

Mich ärgert das – dass ich die freie Zeit die ich habe, dann nicht einfach nutzen kann, das mir „erholen“ und „zur Ruhe kommen“ so schwer fällt, das immer deutlicher wird, dass all die kleinen Aktivitäten nur ein davonlaufen sind – denn zum „zur Ruhe kommen“ gehört auch, sich mit sich selbst zu beschäftigen – auf positive Weise – und das fällt grad sehr schwer – denn lieber würd ich einfach nur aufspringen und lossprinten (wird echt Zeit dass ich eine zweite Sporteinheit die Woche wieder einplane – ab Feber! – vorher ist es finanziell nicht drin).

Zur Zeit sind die Erholungsphasen das Wochenende – denn irgendwie ist für mich da sehr wichtig dass es keine Termine gibt – ich nirgends hin und eben auch nichts tun muss.

Auch wenn ich das nicht näher erklären kann – vielleicht hat es damit zu tun, dass bei uns immer noch Schnee liegt oder es liegt an der Angst draußen oder daran, dass ich einfach niemanden treffen muss, nicht unter Menschen muss. Keine Ahnung – aber wenn ich noch weg muss – ist es was anderes – da kann auch der Vormittag frei sein – ich kann ihn nicht wirklich zum erholen nutzen. Ich komm einfach nicht zur Ruhe.

Dieser Beitrag wurde unter Leben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.