so sieht’s aus

Knie ist wieder fast wieder gut (zumindest wenn ich keine Extratouren oder Verrenkungen von ihm verlange) – und ich bin heilfroh darüber (zum einen, dass es tatsächlich nur eine leichte Zerrung war, aber auch, dass ich trotz Wahnsinn und Hysterie und Flashback da nicht ganz falsch lag – denn das hatte ich ja gehofft – und eben nicht nur gehofft – ich war mir wegen des Abdrehens aber nicht sicher)

Der Angst gefällt es bei mir offensichtlich auch sehr gut – denn die ist geblieben und hat sich tief eingenistet. Am WE war rausgehen gar nicht drin, selbst das aus dem Fenster schauen schon beängstigend.

Ich weiß, dass ich da wieder ziemlich von vorne anfangen muss und daher geht es dann ab heute hauptsächlich darum nicht in ein verstärktes Vermeidungsverhalten zu kommen.

Auch wenn das im Moment nicht so aussieht als würd ich das hinkriegen – ich überlege ernsthaft das Schwimmen abzusagen (gleich so viele Rutschmöglichkeiten seufz). Da hab ich ja noch Zeit mir bis dahin Mut zuzusprechen oder ähnliches.

Die Angst ist nicht nur draußen da – auch hier in der Wohnung – ich laufe nur mit Socken rum, da sämtliche Hausschuhe und ABS-Socken noch mehr zu rutschen scheinen – bei den Hausschuhen könnte das sogar stimmen. Den Badteppich meide ich – er könnte ja wegrutschen (trotz dieser Teile zum Unterlegen, dass er das eben genau nicht tut).

Ich merke es – es ist mir bewusst – und doch hat die Angst grad wieder deutlich mehr zu sagen als mir lieb ist. Es wird besser – ganz langsam und Tag für Tag – es war vorgestern um Welten schlimmer und auch gestern mehr als heute – zumindest in der Wohnung.

Was das raus gehen angeht – das wird hartes Konfrontationstraining werden. Zur Sicherheit werde ich dafür das Knie auch bandagieren, denn auf Unsicherheiten und leichte Verdrehungen reagiert es noch etwas überempfindlich – und das würde mir grade noch fehlen – Konfrontationstraining – und dabei passiert was.

Wenn ich ehrlich bin macht mich das ganze eher wütend – auf mich selbst – einfach weil ich es nicht im Griff habe. Doch die Wut nützt mir im Moment nichts – es ist einfach wieder ein dranbleiben und Schritt für Schritt weitermachen. Egal ob ich da grad Lust drauf habe oder nicht.

Vielleicht macht mich auch das wütend – dass ich jetzt wieder viel Energie und Kraft in etwas stecken muss, wo ich doch beides an anderer Stelle dringend brauchen würde – denn die Traumaexposition kostet beides mehr als genug.

Ich versuch es mit einem Mantra: hauptsächlich das Knie ist soweit ok und hat keinen schlimmeren Schaden – den Rest schaff ich auch wieder – ist ja nicht zum ersten Mal, hab ja Übung darin.

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