An die Leser

Im Schnitt hab ich zwischen 30 und 50 Seitenaufrufe am Tag.

Für mich ist das richtig viel. Ich war lange unschlüssig ob es so die richtige Entscheidung war, alles so offen zu schreiben, manches ist mir peinlich (wie die Probleme die ich in der Wohnung hab), vieles ist einfach schwer zu erklären – aber meistens frag ich mich einfach nur, wie andere das alles interessieren kann.

Im realen Leben gehe ich mit meinen Problemen recht offen um (wobei die Wohnung da eher weniger offen ist) – einfach auch, weil es anders nicht geht: ich bin nun mal einfach anders und grade die Ängste machen vieles für mich halt schwierig. Dann lauf ich auch noch mit Krücken rum, was grade im Winter deutlich mehr aufzufallen scheint als im Sommer. Ich falle auf und werde beäugt und habe für mich da herausgefunden, dass es einfacher ist, wenn ich dann einfach sage, was los ist – da sind auch die anderen meist froh darum – sie können mich dann eher einordnen (auch wenn ich dann oft in Schubladen lande, in die ich eigentlich nicht will, doch hier erspar ich mir dann auch eine Menge Ärger, denn mit diesen Leuten muss ich mich ja nicht abgeben).

Da ich schon viele viele Jahre online Tagebuch schreibe (und noch länger eben für mich) – ist das Schreiben selbst nicht so das Neue – aber ich hatte immer sehr darauf geachtet, dass es eben niemand lesen kann. Diesen Schritt zu gehen und das eben sozusagen für jederman zugänglich zu schreiben – ist für mich ein großer gewesen.

Ich dachte auch, dass ich dann sehr zensieren würde – und stelle fest: mach ich nicht. Natürlich gibt’s keine großen Details aus der Therapie, doch die kann ich – wenn es mir wichtig ist – an anderer Stelle notieren.

Dieser Blog – es fühlt sich richtig an – und ich bin überrascht, dass es doch so viele gibt, die hier mitlesen. Für andere mögen das kleine Zahlen sein, aber hey – für mich ist die Vorstellung von 30 Leuten echt viel. Ich hätte nicht gedacht, dass überhaupt jemand hier lesen wird (weil was soll an mir schon interessant sein? 😉 ) – es war ein Versuch – und wie gesagt: es fühlt sich richtig an.

Deshalb möchte ich mich heute bei euch bedanken – und hoffe ihr schaut wieder mal rein :-)!

Danke!
Kommt gut ins neue Jahr – möge es besser sein als das letzte – und wenn es nur ein kleines bisschen ist!

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