Geschafft!

Alles abgewaschen, das meiste auch schon weggeräumt. Zwei Stunden haben wir gebraucht. Aber jetzt ist es geschafft. Ich bin grad richtig glücklich.

Morgen werden wir den Rest wegräumen und da ich gestern verzweifelt etwas im Computerschrank gesucht hab, sieht es im Wohnzimmer etwas wilder aus, weil so viel rumliegt – wir werden also dann entweder den Boden freiräumen (und vielleicht auch mal misten – brauch ich wirklich die Anleitung vom Stabmixer noch? Les ich eh nie!) usw. Das wäre ideal, denn dann könnten wir am Donnerstag mal alle Böden machen, die haben es dringend nötig. Bis Donnerstag möchte ich dann das Bad nochmal auf Hochglanz bringen (damit wir dann da den Boden am Do gleich mitmachen können) und den Nachttischschrank nochmal misten (das dürfte allerdings nicht so schlimm werden, hab ich erst vor kurzem mal gemacht) – dann wären wir wirklich durch.

Wir werden uns dann am Samstag vermutlich trotzdem treffen und die Heizungen mal richtig sauber machen – doch das ist noch unklar. Es wäre sozusagen eher das Sahnehäubchen.

Eine richtig saubere und aufgeräumte Wohnung – das ist für mich was ganz besonderes. Das kann vermutlich nur jemand verstehen, der es – wie ich – eben nicht so hinbekommt mit dem Aufräumen.

In der neuen Wohnung klappt es zwar so im Großen und Ganzen, doch auch hier ist es manchmal dann eher eine Messie-Wohnung (leider nicht nur „eher“). Doch irgendwie haben wir es dann immer wieder mal geschafft – wenn auch mehr schlecht als recht. Diesmal hat der eine Betreuer hier erstmal grob Grund reingebracht – und ich bin da sehr froh drüber.

Denn nur dadurch wird es nicht nur eine einigermaßen aufgeräumte Wohnung sein, sondern eine wirklich aufgeräumte und saubere.

Wenn sie dann richtig aufgeräumt ist, schaffe ich es meist eine Weile das auch zu halten – diesmal werde ich im neuen Jahr anders verfahren:

Einmal die Woche werde ich mit dem Betreuer zusammen in der Wohnung was machen. Ob das dann ein Aufräumen von Alltagskram ist – oder mehr – wird sich zeigen. Wir werden immer etwas ausmachen – etwas, was ich bis zum nächsten Mal machen werde – und wenn ich es geschafft habe, können wir dann etwas machen, was mehr in der Tiefe aufräumt, einen Schrank neu einräumen oder so – wenn aber in der Wohnung genug zu machen ist, machen wir halt das. Aber wir werden jede Woche mind. einmal was machen.

Zeitvorgabe haben wir keine, nur die Abmachen, dass auch wenn es mir sehr schlecht geht, wir wenigstens eine Kleinigkeit machen – und wenn es nur den Müll rausbringen ist. So bleibt eine Regelmäßigkeit drin.

Und wenn ich es nicht so hinkriege, wird so wenigstens das Wichtigste gemacht. So sollte es nicht so weit kommen, dass es wieder richtig schlimm ist (und außerdem ist grade das gemeinsam machen das Problem, das ja zwischen dem Betreuer und mir war – es ist besser, aber noch nicht problemlos – damit ist das auch keine „Ausnahme“ mehr, sondern was alltägliches)

Mein Ziel wäre so weit zu kommen, dass jederzeit jemand vorbeikommen könnte, ohne das denjenigen der Schlag trifft. Es soll also sauber sein, wenn mal was rumliegt oder -steht ist das nicht so das Problem, wenn aber der Boden vollgeräumt ist, sieht es nicht gut aus.

Im Moment sieht es so aus, dass ich es schaffen könnte. Mir ist klar, dass das schwer wird, dass es nicht einfach wird und nicht alle Probleme löst – es ist einfach ein Anfang und hoffentlich wieder ein Schritt in die Richtung, dass ich es irgendwann alleine hinbekomme.

Aus dem „mehr schlecht als recht“ – soll ein einigermassen werden – damit wäre ich schon sehr glücklich.

Rücken ist immer noch am zicken, doch die vielen Schmerzmittel helfen. Auch wenn ich da heute doch viel nehmen musste (ein bisschen fehlt aber noch zum maximal verordneten), bin ich froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Sonst hätten wir heute nichts machen können. Nicht so gut ist, dass die Hand natürlich etwas zu sehr belastet wurde und daher grad mehr Probleme macht. Doch das wird wieder. Jetzt werde ich noch heiß duschen und dann ab ins Bett. Morgen früh werde ich auch ein Schmerzmittel nehmen und dann in die Tischlerei fahren (allerdings nur ein bisschen schleifen, mit vielen Pausen und auf mich achten) – dann hab ich einen Termin in der Ambulanz (Urlaubsvertretung) und dann holt mich der Betreuer ab.

Diese Woche sehe ich ihn fast jeden Tag (außer Freitag) – ab nächster Woche wird dann wieder der „normale“ Rhythmus laufen – montags kurz, mittwochs nach der Physio und am Donnerstag einen „Wohnungstermin„. Auch die anderen Termine werden nächste Woche kürzer sein, da wir ja diese Woche mehr gemacht haben.

Ich bin echt froh, dass ich ihn habe!

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