schwarz und weiß

Der Schnee ist ja so eine Sache – auf der einen Seite bereitet er mir Panikattacken ohne Ende, auf der anderen zaubert er wunderbare Landschaften.

Heute ist es wieder extrem – ich kann nicht raus und er beschert mir eine Menge Probleme und Ängste, aber wenn ich dann am offenen Fenster stehe und rausschaue – wie er sich wie eine weiche Decke über alles legt und in der Sonne glitzert und funkelt und es dieses besondere Licht gibt – entlockt er mir ein verzücktes Seufzen.

Wenn wie gestern viele dicke Flocken fallen, wünschte ich mir, dass ich das einfach genießen könnte – es hat einen besonderen Zauber und es wäre wunderschön nur diesen Zauber spüren zu können. Die Vielfalt der Schneeflocken – ich träume davon wie ich dann einfach da stehe, mit ausgebreiteten Armen und dem Tanz der Schneeflocken zusehe. Einfach nur eintauchen in diese wunderbare Welt und in diese Stille, die sie uns bescheren können.

Manchmal gelingt mir das – so in Ansätzen, aber da ist immer auch die Angst mit bei, wenn ich draußen stehe und die Flocken auf mich fallen ist immer auch das Wissen, dass ich mit jedem Schritt ausrutschen könnte, hinfallen und meine eh schon kaputten Knie das gar nicht abfangen können. Und es steigen die Erinnerungen hoch, an die vielen Male wo ich eben ausgerutscht und gefallen bin, die Knie verdreht und dann nicht mal nur vor Schmerz die Tränen in die Augen schießen, sondern vor Verzweiflung, weil das halb genesende Knie, das nach fast einem Jahr immer noch so Probleme macht, aber eben wenigstens ganz langsam besser wurde – nun wieder im A… ist.

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