Tischlerei

In der Tischlerei darf ich ja zur Zeit zwei Krippen machen – eine im Blockhaus-Stall-Stil – also eher bäuerlich, die andere modern (sozusagen die, die es zu meinen Artis-Figuren dazugäbe – halt selbst gemacht und ein bisschen abgewandelt). Macht Spass – muss ich sagen – der Meister quatscht mir nicht (mehr!) dazwischen und ich darf einfach rumwerkeln und schauen (und feststellen, dass ich für ein gebogenes Dach das doch ein klein wenig anders angehen muss).

Zwar tun mir die Finger, Hände und Arme weh (und der Rücken streikt auch meistens) – aber es macht dennoch Spass – ich mag es, wenn ich erst schauen und entwickeln muss, wie man das am besten macht – auch wenn ich es oft viel umständlicher dann mache als ich müsste (immer nett, wenn dann einer der Tischler mir erzählt, dass es auch viel einfacher gegangen wäre 🙂 – ich könnte ja auch fragen – doch so macht es mehr Spass)

Ich habe mir dort auch eine gewisse Bewegungsfreiheit erarbeitet – darf eigenständig an Maschinen und damit kann ich einfach auch viel rumprobieren.

Aber grad so Entwicklerphasen mag ich besonders – viel lieber als dann später das schnöde zusammenbauen oder eben dann nach Vorlage machen. Und ich liebe den Geruch von Nadelhölzern die man grade sägt oder schleift.

Zur Zeit fahre ich da wirklich gerne hin und finde es sehr schade, dass ich es nicht öfter machen kann – leider spielen da meine Kräfte nicht mit. Ich arbeite gerne, hab ich schon immer, natürlich mal mehr, mal weniger – je nachdem was man gemacht hat – aber die Arbeit in der Tischlerei macht mir wirklich sehr viel Freude. Seit wir (der Meister und ich) uns zusammengerauft haben noch viel mehr.

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