viereckige Augen

Ich lese sehr viel – jeden Abend in einem Buch, aber auch sonst recht viel.

In den letzten Tagen habe ich Informationen zu best. Themen zusammengesucht, viel gelesen und heute noch eine ganze Menge ausgedruckt – ca 800 Seiten (Schriftgröße 10).

Die muss ich noch durchgehen und schauen was ich davon nutzen kann.

Das ist jetzt nicht so neu für mich – schwierig finde ich dann eher das „Ausmisten“ und eben entscheiden was wird verarbeitet und was eben nicht.

Meistens geht das auch nicht zu lange – einige Zeit kann ich mich drauf konzentrieren und da macht es dann auch Spass und dann ist es wieder mal sehr schwierig, weil ich das was ich lese nicht aufnehmen kann. Es kommt einfach nicht an.

Aktuell geht es mehr darum, die ganzen Sachen themenmässig zu sortieren – es hat zwar alles irgendwie miteinander zu tun, sind aber schon eben eigenständige Themen.

Wenn ich dran denke, dass ich es in der Schule geliebt habe Referate zusammenzustellen (auch einstündige), teilweise für andere Referate gemacht hab – ist das für mich heute kaum vorstellbar.

Gehalten hab ich sie nie gerne, aber ich war wohl tatsächlich eine der Wenigen, die im Referat tatsächlich nur 10 Prozent des Wissens zu dem Thema verarbeitet haben.

Wenn ich mich mit einem Thema beschäftigte, wollte ich alles wissen – vor ein paar Jahren war klar, meine Katze braucht Kortison – da reichte es nicht zu wissen, wieviel, was für Nebenwirkungen, was für Alternativen usw – nein auch wie der Körper eigenes Cortisol bildet und eben alles was es darum und dazu zu wissen gibt.

Damals wusste ich das auch alles, heute weiß ich die grundlegenden Sachen davon noch, doch den Rest muss ich wieder nachlesen. Es ist heute nicht mehr so wichtig – der Katze geht es mit der Behandlung gut und anderen, die da Hilfe suchen, reicht das Grundlegende.

So war das immer – ich wollte immer alles im Detail wissen – nur damals merkte ich mir das auch länger als ein paar Monate oder Wochen.

Aktuell beschäftige ich mich wieder mit einem Themenkomplex – und zwar mit einem, mit dem ich mich schon vor vielen Jahren mal beschäftigt habe. Gedacht war eher ein „Auffrischen“.

Doch dann stellte ich fest, dass ich zwar wieder das Grundlegende weiß, aber mehr auch nicht. Und durch das alles wissen wollen verzettel ich mich hoffnungslos.

Das Lesen von themenbezogenen Artikeln ist deutlich anstrengender als die doppelte Menge eines Romanes – vor allem die Aufnahmefähigkeit ist deutlich niedriger.

Nach ein paar Tagen bin ich da jetzt irgendwie „dicht“ – es geht einfach nichts mehr rein.

Deshalb werde ich die nächsten Tage mal die 800 Seiten durchgehen und versuchen anzustreichen, wenn mir was unterkommt, was mir verwendbar erscheint.

Dann mach ich eine Pause und in ein paar Tagen oder auch Wochen (drängt mich ja niemand) und werde das ganze nochmal durchlesen – mit einer anderen Markerfarbe dann nochmal schauen was ich davon nun wirklich verwenden kann (und dazu werde ich morgen erstmal Marker kaufen – hab nämlich nur Fasermaler).

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