Notbremse

Heute ist wieder mal so ein Punkt, wo ich nicht mehr mag und auch nicht mehr kann.

Ich mag mich nicht mehr mit irgendwelchen Ämtern rum streiten und hoffen, dass die rechtzeitig eine Entscheidung treffen, damit ich meine Miete zahlen kann.

Ich mag mich auch nicht mehr mit dem ganzen Betreuungschaos beschäftigen.

Ich mag mich nicht mehr mit irgendwelchen Geistern aus der Vergangenheit herumschlagen.

Ich mag mich auch nicht mit den endlosen Alltagsproblemen (sowohl die anderer, als auch meiner) herumschlagen.

Und ich mag grade auch nicht mehr zuhören.

Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen – kein gestern und kein morgen – noch nichtmal ein heute – nur noch ein jetzt.

Kein Telefon, Fernsehen, Computer, keine Türklingel und selbst die Katzen werden jetzt gefüttert und nicht am Abend – dann mach ich noch was zu Essen und verkrieche mich damit und mit einem Buch für den Rest des Tages mit einer Decke in meiner Ecke (der mp3-Player darf vielleicht auch noch mit) und dann kann mich der ganze Rest der Welt mal!

Morgen lass ich die Welt dann wieder ein.

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