kaum zu glauben

Da ist er also heute – der Weihnachtsmarkt des Krankenhauses – nett gemacht, gibt nette Sachen zu kaufen, natürlich zu Essen und zu Trinken – in der Mitte eine Grillbude – und dann im Kreis kleinere Buden – alles schön dekoriert.

Es ist ein psychiatrisches Krankenhaus, dass das aufzieht – mit einem der Hauptschwerpunkte in der geriatrischen Psychiatrie.

Ich bin da schon vor offiziellen Beginn hingetakelt und dachte ich sehe nicht recht: das Ganze ist auf einer Wiese aufgebaut – nun ist es ja die letzten Tage nicht trocken gewesen und der Boden auch nicht gefroren – also alles matschig. Und damit man da nicht versumpft, haben die Rindenmulch gestreut – auf die Wiese – ca 15 -20 cm dick. Soweit so gut.

Für jemanden mit zwei gesunden Beinen, der auch keine Gleichgewichtsstörungen hat oder sonstige Probleme beim Laufen ein schöner, weicher, nachgiebiger Boden – einem Waldboden nicht unähnlich. Wobei Stöckelschuhe ein Problem wären.

Für jemanden der unsicher ist mit Laufen (ältere Leute) oder mit Krücken wie ich – ein Graus (und außerdem eine Sauerei, hatte danach Thera und hab dort erstmal den ganzen Teppich eingesaut, weil Schuhe und Krücken völlig verdreckt waren nach 5 Min auf dem Weihnachtsmarkt – dabei sind da 200 Meter Asphalt dazwischen). Man muss sehr genau schauen wo man geht, weil eben auch nicht eben, mal Löcher, mal ein Huckel – das lässt sich da halt nicht vermeiden.

Für jemanden mit Rollator – völlig unmöglich – keine Chance.

Und für jemanden mit Rollstuhl – alleine gar nicht und wenn dann nur wenn jemand nach hinten kippt und dann schiebt (und dieser jemand braucht seeeehr viel Kraft).

Das finde ich echt traurig – dass selbst ein Krankenhaus, das mehrere Schwerpunktstationen für ältere Menschen hat, wo Rollator und Rollstuhl fast das wichtigste Forbewegungsmittel ist (und es gibt sogar Mitarbeiter im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung!) es nicht schafft, so weit zu denken (bzw die Einwände, die von den Technikern, die das aufbauten kamen – schlicht ignorierten, weil sie das halt an genau der Stelle wollten und nicht wie die Jahre zuvor an einer mit gepflasterten Wegen).

Das macht mich wütend und traurig. Da hilft es dann auch nichts, dass die Stände selbst nett waren und es tolle Sachen gab – sorry.

Beschwerde hab ich in einen der allgegenwärtigen Beschwerdebriefkästen des Hauses geworfen – doch das wird nichts ändern.

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