Kochen – oder so

Eigentlich kann ich ganz gut kochen – vor allem Hausmannskost.

Irgendwann mal hatte ich Fertigspätzle mitgenommen – weil ich an Kässpätzle dachte. Und heute hatte ich da Lust drauf – nur nicht auf Fertigspätzle – nein größenwahnsinnig wie ich bin, wollte ich die Spätzle selber machen.

„Hast ja noch so viel Eier – die müssen eh weg“ – war mein Gedanke. „So schwer kann’s ja nicht sein, Nudelteig kriegste ja auch hin und Internet liefert sicher ein Rezept“ ging es weiter.

Also ran – die Küche sieht zwar aus wie ein Schlachtfeld – doch man kann ja den Bereich erstmal aufräumen, den man braucht.

Hätte mir mal jemand deutlich sagen können, was das für eine Sauerei ist? (Ja eigentlich weiss ich ja – alles mit Teig ist Sauerei, aber irgendwie hab ich so weit nicht gedacht).

Natürlich wurde der Teig erst zu fest, dann zu flüssig und den Teig ins kochende Wasser zu kriegen – und zwar möglichst in gleichmäßiger Größe – ähm – ohne irgendwelche Hilfsmittel ?

Die Kartoffelpresse eignete sich nicht (ist dafür jetzt auch vollgeschmiert mit dem Zeug – und das lässt sich nicht einfach abwaschen – nein!), so wie man das früher machte, vom Schneidebrett mit Messer – dafür war mein Teig ungeeignet (und das Schneidebrett und das Messer und offensichtlich ich auch), einfach reintropfen lassen – dafür war der Teig zu fest.

Also nochmal etwas Wasser dazu und dann diese „in dünnem Strahl reinfliessen/-tropfen lassen“-Methode versucht.

Jedenfalls habe ich jetzt eine Art Matschepampe (Salz hab ich auch vergessen, doch das kann man im Wasser nachholen), die zwar nach Spätzle schmecken (die halt zu lange im Wasser waren), aber Konsistenz und Aussehen sind eher – fragwürdig.

Nun ist es ja so, dass ich ganz ganz schlecht Essen wegwerfen kann (das Problem hatte ich schon mit den übrigen Eigelb beim Nussbusserl backen) – ist diese komische Matschepampe ist jetzt erstmal im Ofen (vielleicht trocknet das ja ein bisschen) – wenn ja kommen später Zwiebel und Käse dazu und es gibt Kässpätzle.

Wenn nicht – werde ich das ganze in eine Art „Einbrennsuppe“ umfunktionieren.

PS: das mit dem Ofen hat funktioniert – schmeckte dann sogar recht gut, auch wenn es optisch nicht das Highlight war.

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