Ängste IV – Busfahren

Das Busfahren war für mich in sehr großes Problem.

Neben den Leuten im Bus, geht es auch um das ein- und aussteigen, die Geräuschkulisse und vermutlich auch die Bewegung (wobei ich das noch nicht klar habe für mich was damit gemeint ist – aber irgendwie ist die wohl in Problem)

In den letzten Jahre hat sich das auch etwas verändert, mittlerweile kann ich ohne Druck ganz gut fahren, nur wenn ich wo hin muss, also das Gefühl von „ich muss das schaffen, weil ich muss zu dem Termin“ – klappt es nicht – und es betrifft heute weniger die Busfahrt an sich, sondern fast nur noch das ein- und aussteigen.

Im Bus sind neben dem Gefühl der Panik leider auch körperliche Symptome – wir wird übel, ich muss mich übergeben, mir wird heiss und kalt, ich schwitze und so manches mal kippt dann auch der Kreislauf weg – doch diese Panik die sich körperlich äußert, war jetzt schon sehr lange nicht mehr – Gott sei Dank!

Aktuell mache ich kein aktives Bustraining, da es zu umfangreich und einfach „zu viel“ wäre.

Es hat sich gezeigt, dass es nur Sinn macht, wenn ich das dann dreimal die Woche angehe und eben auch konstant über einen längeren Zeitraum. Da bleibt dann aber kaum Kraft für anderes über – und deshalb haben wir das eingestellt.

Wir – da ich so etwas nur in Absprache mit dem Therapeuten mache – genaugenommen war es so, dass ich wieder einmal viel zu viel gemacht habe, so dass der Therapeut das Busfahren als Angsttraining bis nächstes Jahr vorerst gestrichen hat.

Das bedeutet nicht, dass ich nicht Bus fahre – aber wenn ich fahre, mach ich es nicht als Angsttraining. Ich versuche jedoch – drucklos – also ohne dass ich „muss“ – mehrmals im Monat schon zumindest mit dem Stadtbus zu fahren – und sei es nur zwei Stationen.

Der Grund ist einfach, dass ich mir das, was ich bisher erreicht habe, erhalten will. Wenn ich gar nicht fahren würde, würde es sehr schnell wieder so sein, dass ich wieder gar nicht mehr fahren kann, die Fahrt selbst auch zum Problem wird und vor allem – die Angst würde wieder mehr werden.

Wenn man das was Angst macht vermeidet, wird die Angst immer mehr – und dem kann ich so etwas entgegenwirken.

Ängste I – eine Art „Einführung“
Ängste II – Angsttraining
Ängste III – Sozialphobie
Ängste IV – Busfahren
Ängste V – Fallangst und Höhenangst
Ängste VI – Zahnarztphobie
Ängste VII – Gutachten, Behörden, Ämter

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