Achtsamkeit

Zur Zeit versuche ich ja etwas bewusster auf meine körperlichen „Befindlichkeiten“ zu achten. Nach dem „Zwangsstop“ mit dem mir mein Körper unmissverständlich klar machte, dass ich auch die letzten Reserven restlos aufgebraucht habe, gelingt es mir nicht so richtig wieder aufzutanken.

Doch im Moment bin ich damit zufrieden, wenn ich nicht wieder so extrem ins Minus rutsche – solange ich um die 0 herum bleibe – ist es soweit ok.

Sobald wieder etwas mehr Kraft da ist, wird die dann auch wieder verbraten – mit relativ normalen Aktivitäten, die mir auch gut tun.

Doch auch da achte ich im grade mehr drauf – eben dann auch Sachen zu machen, die mir guttun, die ich machen möchte, die mir wichtig sind.

War das anfangs noch eigenartig – jede körperliche Aktivität erstmal einzuschätzen und abzuwägen. Mittlerweile geht es deutlich besser.

Auch wenn es immer noch mal vorkommt, dass es dann doch wieder zuviel war – es pendelt sich dann sehr schnell wieder ein.

Vom Gefühl her geht es auch langsam aufwärts – ich bin deutlich seltener im Minus – auch kurzzeitig und kann auch mehr machen.

Auch psychisch geht es wieder – wenn auch sehr langsam – aufwärts – es ist wieder mehr Stabilität da und vor allem wieder mehr Aktivität – es geht nicht mehr nur ums stabilisieren – sondern auch wieder darum etwas aufzugreifen und an Themen zu arbeiten. Raus aus der Passivität (weil eh alles zu viel war und es nur noch darum ging, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren, alles von Aussen wie ein Sturm wirkte, der mich umpusten will) wieder hin zur Aktivität – etwas tun, wieder darauf vertrauen können, dass ich recht stabil stehe und deshalb auch wieder ein paar Schritte wagen kann.

Das ist ein sehr gutes Gefühl.

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