anstrengend

Wieder mal eine Phase wo kaum was geht, schon Kleinigkeiten so anstrengend sind, dass man sich dreimal überlegt ob es notwenig ist (und das fängt schon damit an, dass ich ernsthaft überlege ob ein Toilettengang wirklich so dringend nötig ist oder doch noch warten kann) und wenn man dann was tun muss (sich z. Bsp. aus der Hängematten schälen um ins Bad zu gehen) alles so zu viel ist, dass man am liebsten zu heulen anfangen möchte.

Der Lärm einer Baustelle von draussen mit dem Kreisen eines nicht identifizierten Gerätes seit zwei Stunden macht es nicht grad einfacher.

Das Gefühl alles in einem ist grad so angspannt, dass der kleinste Windhauch reicht um es reissen zu lassen, das Skills nur noch anstrengend sind (aber wenigstens noch ein bisschen funktionieren solange es dann gelingt mich vor der Welt um mich herum zu verschliessen) und eigentlich nur noch ein „will mich verkriechen und nix mehr hören oder sehen“ da ist – das ist ein leider nur allzu bekanntes Gefühl.

Idealerweise würde ich also einfach die Welt aussperren, mich auf mich konzentrieren, mir was Gutes tun und mich sozusagen um mich kümmern und sorgen.

Realistischerweise versuche ich möglichst viel Welt auszusperren (also keine Kontakte nach aussen – dann gibts auch keine weiteren – von ausserhalb ausgelösten – Krisen), mir zumindest nicht zu schafen und vielleicht schaffe ich es sogar, mir was leckeres zu Essen zu machen und mich mit einem guten Buch zurückzuziehen (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt).

Ich habe eine meiner Grenzen erreicht, die Situation ist unklar und im Moment kann ich nicht viel mehr tun als abwarten – und hoffen, dass sich alles wieder einpendelt und einrenkt.

Gestern abend hat die Vetretung des Theras angerufen – war so vereinbart – und er wird auch heute abend anrufen – morgen sehen wir uns dann und für Freitag müssen wir dann schauen. Im Moment hangel ich mich von Tag zu Tag – wobei es mehr darum geht, den Kontakt zu mir nicht ganz zu verlieren und nicht vollends abzustürzen.

Alles ausgelöst durch ein Gespräch – und einer Unachtsamkeit, die leider massiv grenzüberschreitend war.

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