uff

Freitag, 22. August 2014 - 15:23 1 comment

Tage in denen die Zweifel zu gewinnen scheinen. Soll ich das wirklich, ist ja viel Geld – willst du das wirklich von deinem monatlichen Budget einsparen (auch wenns nur für 4 Monate erstmal ist), muss das wirklich sein, biste doch eh zu doof für und überhaupt – reicht dir Gitarre nicht mehr usw usf.

Sie hinterlassen mich müde – und zweifelnd. Wieder einmal. Da hilft auch nicht zu wissen, dass es nur Zweifel und Widersacher sind und mich mein Gefühl – so wie es da war – bisher nie getrogen hat.

Manchmal frag ich mich, ob einfach die Freude bei sowas nicht sein darf. Weil es Geld kostet, weil es nicht “überlebensnotwendig” ist und eben doch ein großes “mir was gönnen”.

 

neues Hobby

Donnerstag, 21. August 2014 - 15:59 No comments

Heute fiel die endgültige Entscheidung. Nach einem zweiten Termin, der über eine Stunde dauerte, weiß ich jetzt welches Digitalpiano hier vorerst einziehen wird. Es ist jetzt war etwas teurer als gedacht, aber mit Weihnachtsgeschenken und eben der vorläufigen Mietmöglichkeit lässt sich der Mehrpreis abfangen.

Und Zubehör wie Bank und ein anständiger Ständer usw kann ja dann später nach und nach geholt werden.

Nächste Woche Donnerstag oder Freitag kann ich es abholen. Zwar wäre es günstiger wenn ich es erst Ende September holen würde (da halt die Weihnachtsgeschenke erst Ende Dezember hier eintrudeln und ich somit 30 Euro sparen würde), aber ehrlichgesagt ist es mir diese 30 Euro jetzt auch wert es schon eher zu holen.

Jedenfalls ist es bis Dezember defintiv gemietet, ich hoffe dass ich dann schon eine Entscheidung treffen kann ob es hier bleibt oder nicht und wenn ja, wird das eben so lange gemietet, bis ich den Kaufpreis zusammen habe.

Drei – oder im Endeffekt 4 – Monate sollten reichen um mir klar zu machen ob das was dauerhaftes wird oder nicht.

Aber ich merke, dass es mir jetzt schon gut tut.

Mehrere Gründe sprachen nun für das teurere Gerät:

Die Anschlagdynamik ist ausgefeilt, was wichtig ist, da ich ja – wenn – dann auf dem der Kirche spiele und deren Anschlagdynamik ist eben recht fein. Da hilft alles üben auf einem einfacheren Gerät nichts, wenn ich dann dort nicht spielen kann, weil ich mit der Anschlagdynamik nicht klar komme.

Das Körpergefühl beim spielen, das “Fühlen” des Tons, des Anschlags, des Klangs, nicht nur hören ist so viel ausgeprägter, dass es für die Nutzung als Skill ideal ist, während das ursprünglich kein Körpergefühl vom Ton erzeugt

Der Wiederverkaufswert ist unglaublich hoch. Das ist für mich eine Art “Sicherheit”, sollte ich dann in einem halben Jahr oder Jahr merken, dass es doch nicht meins ist, ich es nicht so nutzen/lernen kann, wie ich möchte usw – also nicht ob ich überhaupt dran bleibe, sondern ob es für mich ohne Lehrer auch langfristig etwas ist. Ich würde im Endeffekt nicht sehr viel verlieren (und auch deutlich weniger als wenn ich es für 6 Monate mieten würde, was durchaus auch in der engeren Auswahl war).

Ich hab ja auch so ein bisschen ein Problem mir so etwas zu leihen, die Angst dass die Katzen drauf rumturnen, es umfällt, sonst was passiert ist extrem hoch, weshalb das Mieten an sich einen hohen Stresslevel hat, den ich mit den “nur ein Quartal um zu schauen obs überhaupt was für mich ist” grade so ausgeglichen bekomme. Zumal ich ja weiß, dass ich, wenn ich drei Monate dran bleibe, auch länger dann dabei bleibe. Wenn was nervt oder dann doch nichts ist zeigt sich das spätestens nach 3 Monaten (somit hab ich dann immer noch einen Monat Luft).

Tja und nicht zuletzt geht es auch darum, dass ich üben kann, ohne die Nachbarn zu stören, das ist schon mit Gitarre manchmal schwierig, aber über Kopfhörer natürlich gut möglich.

Eher als Bonus war die Aufnahmemöglichkeit. Wenn ich eins gelernt habe in meiner Musikerkarriere, dann dass das was man beim Spielen selbst hört meist nicht viel damit zu tun hat, wie es für andere klingt. Grade wenn ich also wo anders dann spielen will, muss ich das regelmäßig gegenprüfen.

Schon als Kind wollte ich Klavier lernen, was mangels Instrument dann nicht möglich war. Später hab ich es zweimal angefangen, wollte aber eher spielen können, nicht lernen. Klavier ist eins der Instrumente, die mich wirklich von klein auf reizen, ich kann kaum an eins vorbeigehen ohne auf eine Taste zu drücken (was dann deutlich erschwert ist, wenn ich in einem Laden voller so toller Geräte stehe – seufz).

Seit es eigentlich klar ist, dass ich jetzt diesen Weg probiere, ist dieses Kribbeln da, das am liebsten gleich loslegen wollen und in den Tönen versinken. Und ja – selbst Klavierschulen hab ich mir schon aus- und angeguckt und bis auf die eine, die immer ganz oben stand, hab ich auch alle gefunden, so dass ich erstmal genauer reinschauen konnte und mich für eine entscheiden.

Interessanterweise merkte ich dadurch aber auch, wie nötig ich grad neue Skills habe, dass es nochmal was anderes ist auf vertraute zurückzugreifen, aber eben auch sich neue zu erarbeiten. Vielleicht ist es auch das “dran arbeiten”, also auch das Gefühl zu haben etwas dafür zu tun, dass ich was ändern kann. Das war ja früher auch in der Thera so – ich sah sie als meinen “Job” an, meine Aufgabe um eben an mir zu arbeiten, was zu verändern – zum besseren hin.

Da ich im letzten Jahr so viel verloren habe, verlor ich auch das Gefühl etwas zu “schaffen”. Die Buchbinderei konnte das ein bisschen abfangen.

Ich hoffe, dass das Klavier spielen etwas mehr Struktur schafft, wenn die Buchbinderei wegfällt. Dass damit auch die Unregelmäßigkeiten der Betreuung abgefangen werden können. Ob es klappt, weiß ich nicht. Aber einfach mal probieren.

Und auch wenn ich natürlich zweifel und mich frage, ob das sein muss und es ist viel Geld, dass anderswo dringender gebraucht würde und es ist doch Luxus und nicht “überlebensnotwendig” usw, spüre ich tief in mir, dass es die richtige Entscheidung ist. Und zwar genauso wie ich sie getroffen hab, auch mit dem etwas teureren Instrument. Weil es dem, was ich damit machen will, deutlich besser entgegenkommt, quasi drauf zu geschnitten ist. Und eben doch irgendwie auch machbar – grade dadurch, dass es nicht gleich gekauft werden muss.

Denn dann hätte ich es auf keinen Fall gemacht.

Somit jetzt noch ein paarmal drüber schlafen, die Zweifel, Zweifel sein und mir nicht einreden lassen, dass ichs nicht wert bin und überhaupt das Geld bloss nicht für mich ausgeben soll und mich dann nächste Woche drauf freuen, wenn ich das Leihgerät abholen darf. Bis dahin hab ich mich auch für eine Schule entschieden, wobei ich da ja erstmal die aus der Bücherei nutzen kann.

:)

Mittwoch, 20. August 2014 - 18:34 2 comments

Heute war ein ganz toller und wunderbarer Tag. Obwohl er nicht so toll startete, da ich bei einem Werkstück, das ich heute auch verschenken wollte, das Schmuckpapier stellenweise abgerissen hatte (war wohl noch nicht trocken beim Wegräumen und ist dann auf dem Nachbarstück hängengeblieben).

Dann noch einiges hin und her wegen des Persos (Eidstattliche Erklärung, dass ich das auf dem Bild bin, der einzige Arzt vor Ort mit abgelaufenem Arztausweis usw.)

Aber ich freute mich auf den Besuch und war Widererwarten überhaupt nicht nervös oder so.

Und die beiden Gäste waren einfach nur toll. Liebe M, schön dass ihr hier ward und ihr habt eine zuckersüße Tochter :) und ihr seid hier jederzeit willkommen.

Ich freu mich wahnsinnig euch endlich auch persönlich kennengelernt zu haben – und irgendwie war das gar nicht fremd oder so.

Danke! Nicht nur für die angespitzten Stifte ;).

Entscheidungen

Dienstag, 19. August 2014 - 15:41 No comments

Manchmal geht es ja mit Entscheidungen dann schnell, wenn mal klar ist wo es hakt und was alles so im Weg stand vorher usw.

So hatte ich heute einen Termin in einem hiesigen Klavierladen und lies mich sehr ausführlich beraten.

Das war wichtig, weil ich ja mit Klavier und Keyboard so gar keine Erfahrungen habe und im Prinzip nichts weiß. Außerdem vermieten die auch Geräte und auch da wollte ich mich erkundigen.

Fakt ist: hier wird ein Digitalpiano einziehen. Welches ist noch nicht ganz klar, aber ich werde erstmal sowieso nur eins mieten. Da ist auch schon fast klar welches es sein wird – und ich bin sehr froh, dass ich den Schritt hin zur persönlichen Beratung gewagt habe (war über eine Stunde und auch wirklich gut).

Allerdings bekommt sie das erst morgen oder übermorgen rein, so dass ich Donnerstag noch mal hinfahren werde und mir das genau anschauen.

Wichtig war mir ja zum einen, dass es von der Anschlagdynamik so ist, das ich mich auch auf dem Gemeindeklavier dann traue, aber auch, dass es – im Fall eines Kaufes – einen guten Wiederverkauswert hat. Sollte sich doch irgendwann rausstellen, dass das nichts ist.

Wobei wie gesagt die Möglichkeit erstmal zu mieten ja schon eine gute Möglichkeit ist einfach reinzuschnuppern.

Gleich geht es noch in die  Bücherei, dort haben sie einige Klavierschulen, eine von denen, die ich gern hätte auch, weshalb ich sie mir jetzt ausleihen werde (und noch ein paar andere, die ich dort finde) um einfach für mich zu schauen welche wirklich in Frage kommt.  Aber auch um zu schauen, ob mich das eher abschreckt, denn dann brauch ich auch kein Instrument zu mieten.

Es ist also eher eine Art “Testlauf” ob ich mit den Materialien zurechtkomme.

Die Entscheidung fiel, weil es sich richtig anfühlte, nach wie vor weniger als Belohnung (da hakt es immer noch gewaltig), sondern mehr als Skill. Auf dem Gebiet tut sich ja grad so einiges und wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann dass ich in solchen Momenten meinem Gefühl vertrauen soll.

Musik hat da ja schon immer gut funktioniert, das Lieder lernen beim Singen ist nach wie vor Skill Nr 1 bei mir. Klavier ist ja so ein heimlicher Traum. Wollte ich als Kind schon immer – aber eben eher können, nicht lernen.

Warum es dann jetzt doch ein anderes wird hat auch damit zu tun, dass es ein Skill ist: beim Keyboard “spüre” ich den Ton nicht beim Spielen, beim Digitalpiano spüre ich ihn auch körperlich, als übertrage sich das über die Taste in den Arm – und dann weiter.

Als ich verschiedene ausprobierte war das sofort der Punkt, an dem ich wusste: wenn überhaupt, dann sowas. Klar ist es nicht vergleichbar mit einem Flügel oder richtigen Klavier – da ist das “spüren” noch so viel intensiver. Aber es ist da – und diese körperliche Erfahrung für Skills auch wichtig.

Als ich da saß und zwei Töne anschlug, war dieses innere Gefühl, diese Gewissheit: das ist es. Ich hoffe nur das hält an und wird durchs “lernen müssen” nicht wieder vertrieben. Daher auch erst das mieten.

Das wann, wo und wie steht noch nicht fest. Angedacht ist jetzt erstmal September.

 

 

dies und das

Montag, 18. August 2014 - 09:54 No comments

Ich hab morgen einen Termin bei einem hiesigen Klavierladen. Die vermieten auch und ich dachte, so könnte ich erstmal rausfinden, ob das wirklich was für mich ist, ich also auch dranbleibe.

Also hatte ich dort angefragt wie das so aussieht. Im Endeffekt ist es ein Mietvertrag über 6 Monate. Ein Kauf wäre jederzeit möglich, wobei bis zu 3 Monatsmieten angerechnet werden.

Sie würden allerdings ein anderes Gerät empfehlen und hatten vorgeschlagen, dass ich unverbindlich vorbeikommen sollte, damit sie mich besser und individuell beraten können. Also werde ich da morgen nach der Buchbinderei vorbeischauen und mir das alles erklären lassen.

Wenn das klappen würde, wäre auch die Klinikzeit im Oktober “abgesichert”. Mal schauen. Im Moment bin ich ja noch ziemlich skeptisch.

*****

Die zwei freien Tage waren ok, aber auch genug. Eine neue Serie entdeckt (Perception), weiter in den Liederbüchern nach Liedern gesucht (und dummerweise muss ich das ja für mich bei allen machen, obwohl ich jetzt schon zu viele hab, aber irgendwie kann ich das grad nicht so “unvollständig” lassen), neues Eis gemacht und gelesen (28 Tage von Safier aktuell).

Aber es reicht jetzt auch, ich merkte schon gestern Nachmittag, dass es mir wieder schlechter ging – nicht viel oder schlimm, aber deutlich. Zu viel freie Zeit ist grad nicht gut für mich.

*****

Ich freu mich wahnsinnig auf Mittwoch und auf den Besuch der lieben M. und ihrer Tochter :). Zumal ich sie eh schon immer gern persönlich kennenlernen wollte.

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Vom Schnitzer hab ich leider noch nichts gehört, ich hoffe da kommt noch eine Antwort. Zumal davon ja auch einiges anderes abhängt.

*****

Um elf kommt der Betreuer – Wohnungstermin, da er ja am Mittwoch nicht kann. Eigentlich wollte ich vorher noch eine Aerobic-Einheit machen – vorgenommen hatte ich mir jeden 2. Tag und danach geht es sicher nicht mehr. Wobei das wieder so eine “Regel” für mich ist, die nicht wirklich sinnvoll, da ich eher schauen sollte, wo es auch geht und ich nicht schon viel anderes mache. Nur find ich grad keine wirkliche Lösung, die einigermaßen klar ist.

Wenn ich nur mache, wenn es halt geht – wird das dann doch nichts, weil irgendwie nicht klar ist wann und wo und wie oft usw. Zumindest zum reinkommen ist daher eine klare Vorgabe schon sinnvoll.

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Immerhin ist immer noch was von der inneren Ruhe spürbar. Das hat mir wirklich gefehlt. Es ist ein durchatmen können.

 

 

selektiv

Samstag, 16. August 2014 - 11:33 No comments

Zur Zeit läuft hier alles sehr selektiv ab. So habe ich einerseits Kontakt zu anderen, aber eben mehr im realen Leben, während es im Netz eher ruhig ist.

Das liegt nicht an den Leuten, sondern daran, dass ich grade versuche wieder mehr zu mir zu finden. Herauszufinden wer ich bin, wo ich bin, was fehlt und was ich auch machen kann.

Da die Skills wirklich vollautomatisch laufen, habe ich da nicht mehr so viel drin investiert. War auch nicht nötig, es lief ja. Die Erkenntnis, dass da aber jetzt was fehlt, auch um weiter zu kommen, war hart, aber auch gut, weil sie zeigt, das endlich endlich endlich wieder was in Bewegung gerät. Ich was tun kann.

So bin ich aktuell auf der Suche nach zwei Dingen: jemanden, der mir den Turm schnitzt und dann noch auf der Suche nach einem Stein.

Letzteren kann ich leider nicht beschreiben – er muss gut in der Hand liegen, sollte aber auch eine Kante haben. Eine, an der man sich nicht verletzten kann, die aber schon auch deutlich zu spüren ist.

Der Stein soll für die Felsen stehen oder für die Klippe. Ich hatte mal einen, leider ist der weg. Mein Ersatzthera hatte auch mal einen, den es leider auch nicht mehr gibt.

Ironischerweise wohne ich nur an Feld und Wald – und finde dennoch keinen in der richtigen Größe. Ehrlichgesagt hätte ich nicht gedacht, dass es so schwierig sein kann einen Stein zu finden.

Der Turm – da hab ich vielleicht jemanden gefunden. Im Harz gibt es ja “Wunder aus Holz”, die schnitzen ja Figuren von fingernagelgroß bis groß und da hab ich angefragt, da ich mit MissMutig da eh hinfahren wollte. Ich warte noch auf Antwort und hoffe einfach, dass es finanzierbar wird, wobei es irgendwie gehen muss – und wenn es dann nur Kartoffeln gibt nächsten Monat. Weil ich tief in mir spüre – wie wichtig das für mich ist. Nicht nur der Turm, sondern es auch alleine hinzukriegen.

Ich versuche mehr bei mir zu bleiben, weniger abzulenken, hinzuspüren.

Auch wenn ich mich grad wenig melde, so denke ich an viele von euch, hab euch nicht vergessen. Es ist einfach nur grad schwierig mehrere Kontakte zu pflegen.

Diese Woche war – nach dem echt heftigen Start am Montag – ziemlich gut. Es ist schön diese innere Ruhe auch mal wieder zu spüren.

Heute hatte ich Lust auf Sport – also hab ich mir eine Aerobic-Einheit angesehen. 27 Minuten – und ich hab sie bis auf die Schlussübung (vom Cooldown), die ich einfach wegen meiner Knie nicht machen konnte und es auch keinen wirklichen Ersatz dafür gab, komplet mitgemacht. War selbst überrascht wie gut es ging – bis zur 20. Minute sogar sehr gut. Auch wenn klar ist, mehr würde grade nicht gehen, hatte ich ehrlichgesagt nicht erwartet, dass ich die ganze Einheit mitmachen kann – so konditionsmäßig. Interessanterweise tun mir jetzt die Arme weh – nicht die Beine.

Ich hoffe ja, dass ich das jetzt wieder regelmäßiger schaffe. Auch wenn mir durchaus klar ist, dass ich es der Ruhe der letzten Woche verdanke, dass überhaupt Energie dafür da war.

Das Schwimmen fehlt mir wahnsinnig. Aber das ist nun mal für die nächste Zeit defintiv nicht drin. Wenn überhaupt erst wenn die Buchbinderei raus ist, dann könnte ich zumindest das Montagsschwimmen der Klinik wieder mitmachen. Mal sehen – ist ja noch eine ganze Weile hin.

Von daher wäre es super, wenn das mit der Aerobic wieder Einzug halten würde.

dies und das

Freitag, 15. August 2014 - 16:23 No comments

Es ist eindeutig besser und wäre nicht diese unglaubliche Müdigkeit, würde ich sogar sagen, dass es mir gut geht.

Schon gestern war das so. Vor der Thera merkte ich, dass es zwei Möglichkeiten gab, wie es sich entwickeln konnte. Entweder ich spüre die Ruhe und es wird eher ein “auftanken” oder eben das Gefühl, aber nicht mit einer Sturzflut, sondern auch deutlich – gemächlicher. Hat sich dann ja auch so gezeigt.

Gestern abend war ich mit MissMutig im Kino – im Rahmen des deutschen Wandertages sind wir nach Bad Harzburg gefahren und im Haus der Kirche in einen Film: den dritten Teil der “Brüder”-Reihe – Auf dem Jakobsweg.

Was soll ich sagen – es war einfach nur toll. Ich wusste ja auch nicht, dass der doch sehr dialektbehaftet ist und das war natürlich für mich eine Art “Bonus” – ich fühlte mich total wohl, verstand auch alles und verließ den Saal mit dem Ohrwurm eines Tiroler Wanderliedes:

Wenn wir hatschen, hatschen, hatschen, durch die Latschen, Latschen, Latschen, in dem schönen Land Tirol. Ja da freuet sich die Sennerin, wenn wir hatschen, hatschen, hatschen durch die Latschen.

Die anderen Strophen kamen dann irgendwann von selbst in den Sinn: Wenn wir schaun, schaun, schaun, übern Zaun, Zaun, Zaun, in dem schönen Land Tirol, Ja da freuet sich die Sennerin, wenn wir schaun, schaun, schaun übern Zaun. Und: Wenn wir gucken, gucken, gucken durch die Lucken, Lucken, Lucken, in dem schönen Land Tirol. Ja da freuet sich die Sennerin, wenn wir gucken, gucken, gucken durch die Lucken.

Es war ein toller Abend und da es mir nach der Thera auch wirklich gut ging, konnte ich ihn auch so richtig genießen. Es hat gut getan.

Heute ist die Ruhe immer noch da und die genieße ich auch nach wie vor, nur die Müdigkeit ist heute wieder sehr im Vordergrund, was auch daran liegen könnte, dass wir gestern erst spät nach Hause gekommen sind.

Entsprechend wird heute nicht mehr viel laufen: im Ofen wartet schon eine vorbreitete Auflaufform für überbackenen Karfiol, den ich nur noch einschalten muss – auf den ich mich sehr freue. Sonst noch lesen und vielleicht später noch selbstgemachtes Eis, doch das ist nicht ganz sicher heute.

Der einzige Wermutstropfen heute: das mit den Sichtbüchern dauert noch. Ich hatte die ja schon vor Wochen bestellt, bekam dann 20er- statt 40er geliefert, musste da ewig hinterhertelefonieren, erfuhr dann, dass die das gar nicht nachliefern können, da sie wegen eines Großbrandes nicht arbeitsfähig sind, dann wurde die Bestellung an eine andere Firma weitergegeben (da ja bezahlt und wir diese Sichtbücher wirklich brauchen fürs NF), da hab ich eben angerufen, wie es aussieht und vorhing kam endlich der Rückruf: die Teile sind erst in der KW 35 lieferbar von Herstellerseite und ob ich sie dann immer noch haben will.

Tja – will ich, wie gesagt – wir brauchen sie dringend, da wir mit den 20ern nicht mehr hinkommen. Jetzt hoffe ich, dass es bis zum nächsten NF dann klappt – das ist ja erst Ende September.

Wobei mir grad einfällt, dass ich die Doodle-Umfrage dafür erstellen sollte und rausschicken – das mach ich jetzt gleich noch.

Thera heute

Donnerstag, 14. August 2014 - 16:47 No comments

Wir starteten gleich mal mit einem Missverständnis. Er wollte Stühlearbeit machen, ich dachte ich hätte in der mail schon klar gemacht, dass wir das erstmal nicht machen. So klar war es dann doch nicht formuliert und ich geriet erstmal in Panik.

Einfach weil Stühlearbeit für mich schon mal im Chaos endete, ich nicht damit gerechnet hatte, nicht wirklich erklären konnte warum nicht usw.

Immerhin, wir konnten es klären, was mich sehr erleichterte. Das schlechte Gewissen blieb jedoch.

Wir probierten es dann übers Turmzimmer.

Ich ging ja davon aus, dass es heute eher klappen könnte, weil nicht so eine Sturzflut dahinter stand. Dadurch, dass ich am WE ziemlich durchgedreht hatte, war ja ab Dienstag viel Müdigkeit da – und eben auch Ruhe.

Und für einen kurzem Moment konnte ich dann einfach sein. Es war angekommen – auch im Gefühl. Einfach nur zu sein. Und auch wenn es nur sehr kurz war, war das für mich sehr ergreifend, denn das letzte Mal liegt schon weit über ein Jahr zurück.

Schnell wechselte es zum “ist es wirklich zu viel verlangt, wenn ich einfach nur sein will?” Im wahrsten Sinne des Wortes – es geht um meine Existenz, um mein “sein”.

 

Das löste natürlich Traurigkeit aus, aber wir konnten auch drüber sprechen.

Was ich ihm nicht wirklich erklären konnte ist, warum ich das im Alltag nicht machen kann. Wenn mir der Kampf zu viel wird, sollte ich einfach für ein paar Minuten hinspüren und nur “sein”.

Dass der Alltag aber geprägt davon ist eben nicht zu “sein”, sondern zu funktionieren und zu überleben und von daher das “Hinspüren” nicht Oase, sondern reale Gefahr bedeuten würde, das konnte ich ihm nicht wirklich erklären.

Es hat was mit dem “innersten Kern” zu tun, der immer noch versucht nicht ganz einzugehen, der zerbrochen ist, immer wieder mal einen Tritt abkriegt und einfach nur zu überleben versucht, in dem er sich verkriecht. Dass der erst gestärkt werden muss, Zeit braucht um sich zu kitten und sich nicht noch zusätzlichen Stürmen stellen wird, weil er mit den aktuellen schon genug zu kämpfen hat um zu überleben.

Entsprechend bekam er vorhin ein sehr sehr lange mail. Weil mir klar wurde, dass er gar nicht wirklich wissen kann, was ich damit meine, weil er von mir keine Definition von mir bekommen hat. Nicht wissen kann, was ich mit “sein können” mein oder mit dem “innersten Kern” usw.

Nächste Woche ist er nicht da, aber übernächste haben wir Mo und Do, wobei der Montag wirklich nur zu Klärungszwecken dient, also schauen wie wir weitermachen, warum wir das so oder so machen, auch das Tappen anzusprechen und schauen ob wir da was finden usw.

Für all das wird vermutlich ein Termin nicht reichen, der Do soll dann aber wieder dem Gefühl gehören.

 

Alles in allem war es heute ein für mich guter Termin, in dem wir auch einen wichtigen Schritt weiterkamen.

Categories: Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

Heute

Mittwoch, 13. August 2014 - 14:53 No comments

Im Moment nicht so gut. Einfach grad alles zuviel. Aber das ist nach einem Wohnungstermin auch eher normal.

Ansonsten geht es. Buchbinderei ist ok, da wir da zur Zeit nur sehr wenige sind und ich kann so vor mich hin wursteln. Diese extreme Unruhe und fast manische Phase scheint vorbei, was gut ist. Dafür bin ich unendlich müde.

Aber im Großen und Ganzen ist es ok. Trotzdem bin ich froh, dass morgen Thera ist und ich hoffe, dass ich an den Gefühlen nah genug dran bin, damit wir damit auch arbeiten können, einfach weil es echt nötig ist, da wieder Platz zu schaffen.

heute

Dienstag, 12. August 2014 - 15:47 No comments

Ein bisschen besser, glaub ich.

Das gestern hat mir echt Angst gemacht. Heute ist es eher so, als hätte ich gestern die Energie der nächsten Tage schon verbraucht. Ich bin so unendlich ausgelaugt. Der Physiotherapeut sprach mich gleich mehrfach an, dass er mich noch nie so müde erlebt hat, was schon einiges heißen soll, denn er hat mich schon sehr müde und auch mitten im Schub erlebt.

Das war heute auch mehrfach seine Frage, ob ich vielleicht grad mitten im Schub stecke. Keine Ahnung, denke eher nicht.

Es ist einfach zu viel in mir passiert, zu wenig Zeit, das auch zu sortieren und setzen zu lassen.

Ich bin immer noch nahe am Gefühl, so schossen mir gleich Tränen in die Augen, als ich von der lieben M. ein Päckchen sah – mit neuen Gitarrensaiten.

Mir war auch erst gestern klar geworden, warum ich mir nicht einfach andere Saiten geholt habe – oder die alten wieder aufgezogen. Der Klang ist ja super, nur zum spielen sind sie wirklich “hartes Brot”, wie ein Rezensent (schreibt man das so?) so treffend beschrieb.

Aber der Klang allein reicht nicht. Wenn selbst tägliches üben eben nur kurzes sauber Spielen ermöglicht. Ich hatte gehofft, dass es sich geben wird. Dabei war das utopisch. An diesen Saiten scheitern auch Profimusiker und ich mit meinen eh schon eingeschränkten Händen erwarte da Wunder?

Ich glaub das war dann auch der Grund, dass ich mir was vorgemacht habe (und vielleicht immer noch vormachen wollte), nicht wieder eine Einschränkung, aber eben auch das “selbst schuld”, weil es einfach wirklich nicht durchdacht war.

Zumal ich mir beim Kauf damals ganz klar gesagt habe, dass es nur ein Versuch ist.

Ich hader im Moment sehr mit meinen Einschränkungen, physisch wie psychisch. Die Schmerzen nerven sehr viel mehr und ich bin tierisch genervt, wenn jemand rumjammert, was meist auch nur dann ist, wenn ich wieder mal damit hader.

Dadurch, dass mir das gestern klar geworden ist, traf das Geschenk auch so – im positiven. Weil ich es jetzt auch annehmen konnte, die Saiten wechseln konnte, das wär vor ein paar Tagen noch undenkbar gewesen.

Und vor allem: mich an den neuen Saiten erfreuen, die auch einen tollen Klang haben, aber sich eben auch gut greifen lassen. Vermutlich wären diese schon nach den ursprünglichen eine Herausforderung gewesen, aber jetzt nach dem 12er-Satz davon ist der 11 nahezu “easy”. Und vom Klang er ebenfalls toll.

Im Ofen ist grad ein Turm aus Salzteig. Ein Provisorium. Im Endeffekt wird es einer aus Holz werden. Ich hoffe ja noch drauf dass aus der Schnitzwerkstatt ein finanzierbares Angebot kommt. Wenn nicht hab ich aber vielleicht schon einen Ersatz (da muss ich nur noch die Größe klären – der Mehlsack aus Regensburg, den gibt es in versch. Größen aus Holz)

Am Donnerstag werde ich abends mit MissMutig im Rahmen des “Deutschen Wandertages” den Film “3 Brüder auf dem Jakobsweg” anschauen. Ich freu mich drauf. Hoffe nur, dass es klappt, dass ich nach der Thera auch fit genug dafür bin. Gehe jetzt aber einfach mal davon aus.

Alles in allem ist es heute – im Verhältnis zu den letzten Tagen – ein guter Tag.