und weiter gehts mit dem Rad

Heute früh also runter gefahren, will grad das Rad los schließen – Schloss kaputt.

Lässt sich nicht öffnen – keine Chance. MissMutig half noch mit Spray nach – nichts.

Natürlich auch das Schloss, mit dem ich das Rad angeschlossen habe.

Nach kurzer Rundfrage, wer einen Bolzenschneider hat, zum Radladen gelaufen. Eher zum Frustabbau, weil telefonisch konnte ich niemanden erreichen, ich ging also davon aus, dass die nicht da sind, aber zum einen wollte ich das wirklich sehen und zum anderen brauchte ich einfach ein paar Schritte zum Runterkommen.

Radladen hat auf – lieh mir auch Bolzenschneider, damit wieder zurück zum Rad und mich mit dem doofen Schloss abmühen.

Immerhin: es hat funktioniert, das Rad und die Box haben jetzt ein paar böse Schrammen, aber das Schloss war ab.

Alles eingepackt,  Rad rumgebracht und vor Ort Spedition angerufen. Deren erster Kommentar: „Schon wieder? Was hat es denn jetzt wieder?“

Immerhin – es wird morgen abgeholt. Und hoffentlich bald wieder zurückgebracht. Idealerweise verbocken die das morgen auch nicht oder stressen den Ladeninhaber zu sehr, so dass er es auch wieder annehmen wird.

Der Betreuer hat mich dann eingesammelt und wir fuhren nach Hause. Wohnungstermin. Wir haben viel geschafft und ich merke, dass ich konditionell einfach schnell total am Ende bin.

Morgen dann Buchbinderei und Physio, heute nicht mehr viel – eher mit Mühe bis acht durchhalten und dann hoffentlich gut schlafen.

 

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neverending story Rad

Nach Buchbinderei also bei dem Radladen vorbeigefahren.

Geschlossen.

Mit einem Zettel von letzter Woche, dass wegen eines Notfalls zu, aber ab Montag wieder normaler Betrieg.

Nun denn – es stand ja nicht dabei welcher Montag.

Also werde ich jetzt jeden Tag anrufen um zu klären, ob die wieder auf haben.

Dann hab ich mit dem Geschäftsführer vom Hersteller gesprochen.

Zu den Mitarbeitern wollte er nichts sagen, weil er erst mit denen sprechen wollte. Verstehe ich auch.

Ich verstehe jetzt auch, warum dieses „geht uns nichts an“ aufkam – das wäre ja mit einem Satz auch einfach zu erklären gewesen – übrigens schon beim 1. Defekt.

Nichts desto trotz: das Rad steht immer noch hier, ich weiß noch nicht wann und ob es abgeholt wird und da ich eh kein Vertrauen mehr darin hab, würde ich es am liebsten zurückgeben. Hilft alles nichts.

Da es ja erst die 2. Reparatur ist (3 stehen ihnen wohl zu), hoffe ich einfach, dass der Radladen bald wieder aufhat, das Rad auch annimmt und es dann wirklich bald abgeholt wird und vor allem auch bald wieder geliefert.

Achja – und die Bezahlung für den Laden wird auch niemand erstatten.

So im Alltag merke ich dann doch auch die zusätzliche Medikation deutlich – alles etwas „müder“. Das geht auch über das weit weg sein hinaus. Aber schon ok soweit.

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Wochenende

Das Wochenende war ganz ok, viel Bonsai-Tiger-Kuscheln und Ruhe.

Da  ich in den letzten Wochen dank Ausnahmezustand sehr zugenommen hab und gleichzeitig natürlch nicht mehr täglich Sport gemacht habe, ist die Kondition quasi im A…

Also müssen wir Dienstag erstmal den Crosstrainer wieder freischaufeln (bzw eher den Zugang dazu, der Crosstrainer selbst ist frei, wurde aber wegen Rad und viel unterwegs nicht genutzt – was um diese Jahreszeit auch normal ist, aber natürlich in den letzten 3 Wochen dann nichts mehr regelmäßig), damit ich da wieder in die Regelmäßigkeit rein komme.

Weil ich das nicht nur körperlich, sondern auch für die Psyche brauche.

Mir ist schon klar, dass das grad auch an den Medis liegt, nichts desto trotz, kann es so nicht weitergehen und ich hoffe, dass ich da wieder einen Weg raus finde.

Dazu war natürlich das Essverhalten ziemlich ungesund – weil Kochen oder so nicht ging, war halt alles auf möglichst keine Arbeit mit ausgelegt – Kekse, Eis, Brot usw – auch das muss sich dringend wieder ändern. Auch wenn das aktuell nicht möglich ist, da genauer zu schauen usw, muss sich der Schwerpunkt wieder auf Obst/Gemüse/Salat legen. Zumal das mit der regelmäßigen Bewegung aktuell sicher auch schwierig wird, dazu bin ich halt immer noch zu abgeschossen (medikamentös) und weit weg (so dass ich körperliche Beschwerden erst zu spät merke, was zu Problemen führen kann).

Trotzdem gehen kleine Schritte, bisschen bewusster essen, mehr auf ausreichend Trinken achten (das kam auch viel zu kurz und so manches Essen war vermutlich nicht erkannter Durst), wieder regelmäßig auf Bewegung achten – und wenn es erstmal nur 3 -5 Minuten sind – usw.

Pläne – die abends immer logisch und durchfürbar scheinen, weil das Umsetzen ja noch weit genug entfernt.

Aber wenn ich es beim Laufen schon konditionell merke, dass ich nur wenig laufen kann – dann ist bereits 5 nach 12.  Zumal ich deutlich merke, dass es nicht Schwäche ist, sondern schlicht keine Kondition mehr. es kein „geht nicht“ ist, sondern schlicht ein nicht tun.

Immer wieder erschreckend festzustellen, dass 3 Wochen nichts tun reichen um alles erreichte bezüglich Fitness wieder zu verlieren und bei Null zu landen.

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dies und das

Ich weiß jetzt, warum ich diese Woche körperlich so im A… war. Da ich nicht genug Tabletten hatte, hatte ich ein Medikament halbiert, wollte das ursprünglich dann halt einzelne Tage nur halb nehmen (was bei dem auch ok wäre), mich dann aber anders entschieden und so die normale Dosis, aber mit halbierten Tabletten genommen.

Google hatte gesagt, darf man bei dem. Nun denn – darf man nicht. Es war klar, dass es irgendwas mit der Morgenmedikation zu tun hat, weil es mich da immer eine Stunde später völlig umgehauen hat. Da ja eine neue Eisentablette bei ist, hatte ich erst die im Verdacht, aber beim versuchsweise weglassen war das gleiche Problem.

Gestern in der Apotheke dann nochmal angesprochen (ob es da vielleicht Probleme mit einer Kombination gibt), dann noch das mit der halbierten Tablette angesprochen und siehe da – die darf man nicht teilen.

Und ja, auch die Symptomatik passt dann wie die Faust aufs Auge.

Also alle halbierten entsorgt und neu aufgefüllt.

*****

Habe einen kleinen Radshop gefunden, der mein Rad annehmen will. Leider sind die des Deutschen nicht sehr mächtig, von daher hoffe ich, dass die wirklich begriffen haben um was es geht.

Da aber nun eh dieser die Abholung organisieren muss, werde ich da Montag hinfahren und vor Ort anrufen und fragen was sie brauchen. Quasi als „Dolmetscher“ oder so.

Und ich hoffe, dass sie es dann immer noch annehmen!

Kostet mich dann ca 25 Euro – die mir auch keiner erstattet, aber immerhin wird es so endlich abgeholt. 14 andere Läden vorher haben nämlich schon abgesagt.

*****

Hab heute wieder die kleine Trulla hier und freue mich sehr drüber. Am Wochenende hab ich ja neben MissMutig auch viel Zeit mit dem Hund verbracht – und ja sie fehlte mir dann doch sehr.

So langsam lernt sie auch, dass sie die Katzen ignorieren soll, sie darf schnuppern, aber nicht fixieren und mittelerweile weiß sie auch, dass sie erst ihr Leckerlie kriegt (der Bonsai-Tiger 1m entfernt kriegt auch welche), wenn sie diese wirklich völlig entspannt in Ruhe lässt (und ignoriert).

*****

Die Urlaubsvertretung für den Betreuer (letzte Juli- und erste Augustwoche) steht jetzt auch weitestgehend. Zumindest die zweite Woche, die erste haben wir noch keine konkreten Termine ausgemacht, nur grob was nötig wäre (einmal Großeinkauf und einmal Wäsche).

*****

Ich brauch immer noch eine Menge Bedarfsmedikation und merke leider auch, dass Tavor nicht mehr wirklich greift (das kenn ich schon, je schlechter es geht/chaotischer es in mir ist, desto weniger greift das, war schon immer so, dass ich das „früh genug“ nehmen musste, also gar nicht erst warten durfte bis es innerlich schon eskaliert ist).

Alternativen haben wir bisher keine gefunden. Trotzdem geht es aktuell einigermaßen. Immer noch dauerdissoziiert, was in so einer Situation auch hilfreich ist.

*****

Melonen im Angebot bedeuten für mich:  viele, viele Melonen essen. Mag ich sehr, find ich klasse und muss mich auch für die Flüssigkeitszufuhr keinen Kopf machen.

Aldi hat diese Woche da besonders gute Angebote und ich bin dankbar, dass ich diese nutzen kann.

*****

Mit Betreuer heute wieder Grund in die Wohnung gebracht, nur grob heute, da wir Dienstag ja nicht machen konnten (wegen Rücken und Übelkeit und Co). Dienstag dann wieder regulärer Wohnungstermin und ich bin zuversichtlich, dass wir da alles schaffen.

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sauer

Nie wieder werde ich ein Rad von Pfau-Tec kaufen.

Und ich rate auch ab davon, sollte jemand mit dem Gedanken spielen.

Vor 30 Wochen hab ich es gekauft – im 4-stelligen Bereich.

Davon stand es bisher 15 Wochen mit Motorproblemen – erst Fehlermeldung 31 (nach gut 100 km), es wurde eingeschickt, repariert, fuhr wieder 81,5 Kilometer und steht jetzt seit 3 Wochen wieder mit Fehlermeldung 08.

Es wurde rumtelefoniert, im Endeffekt dann geklärt, dass es eben wieder zum Hersteller muss, nachdem der Verkäufer und der Hersteller telefoniert und gemailt hatten wollte der Mitarbeiter des Herstellers die Abholung organisieren   – in dem er vor Ort bei Fahrradhändlern nachfragt, ob die das Rand annehmen, für den Transport fertig machen und dann zum Hersteller schicken.

Ohne diese Absprache nimmt das hier kein Händler an – warum auch.

Letzte Woche nochmal mit dem Herrn telefoniert – ja er kümmert sich und meldet sich, wo ich das Rad hinbringen soll.

Als nichts kam, hab ich hingemailt und erfahren, dass der werte Herr jetzt für 3 Wochen in Urlaub ist.

Also nochmal hingeschrieben, dass jemand anderer sich dann kümmern soll und heute sehr eigenartige und vor allem extrem unhöfliche Anrufe bekommen, dass sie das nichts angeht, der Verkäufer sich drum kümmern muss und ich gar keinen direkten Gewährleistungsanspruch hätte (wobei er mal von Garantie und mal von Gewährleistungsanspruch schrieb).

Der Verkäufer schaltet sich wieder ein, versucht alles nochmal zu klären, wird am Telefon wirklich angemacht, beschimpft und ausgelacht.

Ich rufe nochmal an und frage was jetzt los sei, warum das, was am Freitag von deren Seite ja noch gesagt wurde, heute nicht mehr gilt – bekam nur als Anwort, dass der Herr das gar nicht hätte sagen dürfen, Fehler gemacht hätte, sie damit ja gar nichts zu tun hätten und überhaupt.

Dass der mit seinem Kollegen eben schon seit 2 Wochen anderes vereinbart hat  – egal. War ein Fehler des Herrn und überhaupt jetzt sei es halt so.

Und wenn ich so unzufrieden wäre, soll ich es doch zurückgeben (was ja gar nicht so einfach ist nach 6 Monaten und „erst“ 2. Reparatur) und ihn ginge das sowieso nichts an, weil ja der Verkäufer zuständig wäre.

Auf die Frage nach einem Vorgesetzten, hieß es, er sei der Vorgesetzte, auf die Frage nach Geschäftsleitung hieß es, diese sei erst nächsten Montag wieder da.

Der Verkäufer wird nun die Abholung halt direkt von mir (bzw in der Stadt) organisieren (von einem hießigen Händler wäre das halt sehr viel günstiger, weil das dann mit eh schon Lieferungen gekoppelt werden könnte, aber wenn die nicht wollen, deren Pech) und ich kann nur hoffen, dass das Rad dann bis Ende Juli wieder zu mir kommt.

Nächste Woche wird es aber definitiv ein Gespräch mit der Geschäftsleitung geben. Der Kontakt war dermassen vom Ton und inhaltlich unfreundlich, überheblich und herablassend, das muss und werde ich mir nicht gefallen lassen.

Das war eine absolute Frechheit mir gegenüber und so wie es klingt, war der Kontakt mit dem Verkäufer noch schlimmer.

So kann man den Ruf seiner Firma auch schädigen.

Es ist eine Sache sachlich zu sagen: tut mir leid, das kann nur der Verkäufer regeln, wir können/wollen von hier aus aktuell nichts tun.

Das wäre kein Ding. Aber das wie geht gar nicht, selbst wenn man sich quer stellen will, muss man nicht beleidigend werden. Ich bin wirklich noch nie so von einem Kundenservice behandelt worden.

Wie sich später rausstellte, waren die dem Verkäufer gegenüber da noch sehr viel massiver, was mir echt leid tut, weil der sich einfach nur bemüht hat eine Lösung zu finden, die den Hersteller möglichst wenig kostet.

Auch von der Seite des Verkäufers wird das ein Nachspiel haben (der Chef hat das nämlich auch mitbekommen), schätze da darf sich die Geschäftsleitung nächste Woche dann doch noch öfter mit befassen.

Na klasse – jetzt stellen sie sich auch noch quer, dass es nur von einem Radhändler abgeholt wird, nicht von Privatadresse (vermutlich wegen verpacken?). Also muss ich doch schauen, ob das jemand hier in der Stadt für kleines Geld macht.

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dies und das

Bin so unglaublich müde. Dabei ist der Schlaf aktuell ok.

In der Buchbinderei etwas vor mich hin gedümpelt, rumprobiert, nicht wirklich motiviert. Ein Prototyp ist entstanden, der mir aber gar nicht gefällt – also morgen mal schauen.

Alternativ  hab ich ja noch 3 Kästchen für MissMutig, von denen ich jetzt die Maße hab und daher der Umsetzung nichts mehr im Weg steht.

Dann gings zur Uniklinik, dort erstmal was gegessen und dann zur Physio. Allerdings war ich so müde, dass mir fast die Augen zu fielen, Wegen Rücken und Schulter gab es dann nach kurzer Runde auf dem Ergometer Heiße Rolle und Massage. Das darf ja auch nur mein Physiotherapuet – ihm vertraue ich da aber auch so, dass ich Massage auch gut ab kann.

Zu Hause dann erstmal viel Melone gegessen – eher um nicht einzuschlafen.

Gleich muss ich noch zwei Päckchen fertig machen und alles einpacken, damit es morgen auf die Reise gehen kann.

Nach Buchbinderei holt mich der Betreuer ab und ich hoffe, dass ich in der Apotheke noch das eine Rezept einlösen kann (ist glaub ich von der Zeit her drüber, aber ein grünes – von daher mal schauen). Das hab ich letzte Woche nämlich schlicht verbaselt, dabei hab ich es sogar im Kalender stehen gehabt.

Tja.

Vom Rad hab ich nichts gehört. Ansonsten halt immer noch sehr weit weg, wobei das Funktionieren heute nicht so wirklich funktionierte.

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scheiss Tag

Morgens sehr müde, aber mit höllischen Rückenschmerzen (hab mir gestern den Rücken gezerrt), so dass ich kaum aus dem Bett kam.

Mit Betreuer daher statt Wohnung (konnte mich ja kaum rühren) zum Einkaufen gefahren. Währenddessen wurde mir dann wellenartig so übel, mit Brechreiz und Co, dass wir das mit Schüssel auf dem Schoss abbrachen und wieder nach Hause fuhren.

Dort dann übergeben, total gezittert, gleichzeitig kaltschweißig (war klatschnass) und verzweifelt versucht eine Cortsiontablette runter zu kriegen (weil unklar war, ob es daran liegt, Magen-Darm oder was auch immer), als das endlich klappte, wagte ich mich an einen Traubenzucker (weil Unterzucker auch denkbar war, immerhin der Brechreiz ließ dann nach) und danach fiel ich einfach nur halb tot ins Bett.

Dort dann über  2 Stunden tief und fest geschlafen.

Danach war es deutlich besser – immer noch geschafft, aber ich konnte was essen und trinken ohne große Probleme (nur ganz leichte Übelkeit manchmal, aber nicht mehr der Rede wert).

Den restlichen Tag (naja – war ja schon nach drei, so viel Tag war da nicht mehr), vor allem Wassermelone gegessen (um genug Flüssigkeit in mich rein zu kriegen), Serien schauen und mich über einen Fellsattelüberzug zu informieren (mein Sattel ist zu groß für die normalen).

Auch eine bezahlbare Variante gefunden. Ok sind 30 Euro, aber ohne hab ich einfach zu viele Probleme mit wunden Stellen, Blasen und dadurch leider auch ne Menge Flashbacks.

Der Lammfellsattel verhindert das und ist mir damit das auch mehr als nur wert.

Hatte zwar gehofft, dass vielleicht doch die Standardmasse passen, tun sie aber halt leider nicht – und im Endeffekt kostet die Maßanfertigung auch nur 10 Euro mehr. Muss jetzt nur noch entscheiden ob ich denen nicht lieber den Sattel hinschicke, damit es wirklich perfekt passt –  ist halt versandkostentechnisch dann nochmal 10 Euro teurer – hab ja noch etwas Zeit mir das zu überlegen)

Dann eine mail an den Techniker vom Hersteller vom Rad geschrieben, was denn jetzt ist. Er wollte sich ja letzte Woche noch melden, wo ich das Rad hinbringen soll.

Da erfahren, dass er jetzt bis Ende Juli im Urlaub ist – bin echt sauer grad.

Hab das Rad seit 30 Wochen. 14 davon steht es irgendwo defekt.

Also eine etwas direktere Mail an die Firma geschrieben, dass dann eben jemand anderer organisieren muss. Alle Daten von erreichbaren Fahrradläden dazu geschrieben und ich hoffe jetzt sehr, dass ich da morgen jemand meldet.

Vor allem: wenn ich bis Ende Juli das Rad nicht wieder funtionsfähig habe, fällt auch die Möglichkeit weg, dass ich wenigstens 2x die Woche einen Termin wahrnehmen kann. Denn das ginge nur dadurch, dass mich MissMutig zum Rad bringt und der Betreuer dort wieder abholt.

Entsprechend macht das grad auch großen Druck und vor allem Angst und Panik, dass ich dann wirklich zu Hause festsitze.

Verstehe auch nicht, warum es über 3 Wochen dauert (so lange steht es ja schon wieder), eine verdammte Abholung zu organisieren.

So – jetzt noch unter die Dusche und morgen starte ich dann mit Buchbinderei.

 

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wieder zu Hause

Das Wochenende war sehr schön.

Samstags war es noch unsicher, ob wir nicht Sonntag gleich wieder zurück fahren müssen, da MissMutig krank war. Sonntags ging es ihr aber wieder so weit gut, dass wir doch wie geplant bis heute blieben.

Es war ein sehr ruhiges, nettes und hundeintensives Wochenende und ja ich werde sowohl den Wauz als auch MissMutig vermissen. Ein Hund ist schon toll – seufz.

Vor Ort war noch weniger Pokemon spielen möglich als hier im Ort – aber dank ausgedehnter Hunderunden konnte ich wenigstens 2x einen Pokestop erreichen.

Das Wochenende hat mir gut getan. Das einfach mal rauskommen, was anderes sehen,  viel Wauz-Kuscheln und -spielen, nette Unterhaltungen mit MissMutig, genug Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten in einer wirkich riesigen Ferienwohnung – es war wirklich toll und ich bin MissMutig unendlich dankbar.

Morgen startet dann wieder der Alltag.

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WMDEDGT 07/19

Jeden Monat am 5. fragt Frau Brüllen in die Runde: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Heute ist es gut, dass sie das fragt.  Ebnet mir einen Weg wieder zurück zur Normalität. In der das tägliche Schreiben ja dazu gehört. Die letzten Wochen war das nicht möglich. Dabei fehlte das – das Schreiben und dabei Gedanken sortieren können, loswerden können.

Von daher ist es heute gut so. Etwas vertrautes – ich bin dankbar für diese monatliche Frage.

6:00 Uhr: die Nacht war ok,  nicht gut, aber jetzt auch nicht schlecht. Ich bin noch müde, aber schlafen ist auch nicht mehr. Also aufstehen.

Bonsai-Tiger ins Wohnzimmer scheuchen. Die sind komisch heute, irgendwie panisch. Hatte die Nacht das Fenster offen – da war wohl irgendwas, was die beiden verstört hat.

Nicht mal Leckerlies lockten. Dabei ist das wichtig, vor allem für die eine. Die kriegt damit ihre Medikation. Mit dann hinlegen und rausgehen hat sie sie auch genommen. Komisch irgendwie. Zumal die sonst überhaupt nicht so ist – und für Leckerlie alles tut.

Egal. Medikament ist drin.

8:00 Uhr: Bonsai-Tiger sind im Wohnzimmer, ich bin gewaschen, gekämmt und angezogen, fertig fürs abgeholt werden.

8:30 Uhr: beim Termin. Ziemlich alle, weil im Taxi Radio lief und da wurde ein Teil eines Buches vorgelesen – es ging um Missbrauch von Kindern und Dissoziative Zustände – in sehr deutlichen Worten. Triggerte ziemlich und ich hatte Mühe im hier und jetzt zu bleiben, Körpererinnerungen in den Griff zu kriegen. Als ich aus dem Taxi raus war rutschte ich von einem Flashback in den nächsten. Also erstmal wo hinsetzen, wo etwas Ruhe ist und mich auf Skills konzentrieren.

In mir die Frage, warum ich denn nichts gesagt hab? Nicht gebeten hab den Sender zu wechsen oder auszuschalten?

Dabei ist es klar – eh schon in Ausnahmezustand und Dauerdissoziieren. Dazu noch dieses Funktionieren nach außen. Das ja eh schon bröckelt. Heute bröckete es deutlich. War einfach nur froh, dass sie mich dann nicht noch angesprochen hat. So fiel es ihr gar nicht auf.

10:00 Uhr: Termin mehr schlecht als recht hinter mich gebracht und dann noch ein bisschen auf dem morgens noch leeren Uni-Gelände Pokemon Geschenke eingesammelt. Dabei konnte ich mich dann auch wieder etwas erden.

Kurz vor 10 hab ich mich mit MissMutig verabredet – sie wird mich mit nach Hause nehmen, da sie mir eh den Hund bringen wollte.

10:15 Uhr: bin mit Hund wieder zu Hause und geh auch gleich eine Runde mit ihr. Eher, weil ich heute lauftechnisch nicht so fit bin und befürchtet hab, wenn ich mich erstmal hinsetze – geht es nicht mehr.

Vermerke das auch für mich. Mach ja grade den Versuch das Schmerzmittel abends zu reduzieren. Bin aber noch unschlüssig, ob das wirklich damit zu tun hat oder heute einfach einer der schlechteren Tage (körperlich) ist.  Hormone spielen grad auch eine Rolle und die machen mir grad richtig zu schaffen.

11:00 Uhr: Nach Hunderunde zu Hause, erstmal frühstücken und Mittagessen in einem – Wraps. Im Moment das, was ich noch am ehesten hin bekomme. Hund und Bonsai-Tiger beschnuppern sich aus der Ferne und ich muss dem Hund deutlich klar machen, dass beschnuppern ok ist, jagen aber nicht. Oder anstieren usw.

Trotzdem klappt das zumindest mit dem Wirbelwind heute recht gut.

12:00 Uhr: Der Betreuer kommt. Wohnungstermin. Durch die Krisensituation aktuell ist die Wohnung ein Schlachtfeld mit dem ich hoffnungslos überfordert bin. Gestern hatten wir schon besprochen wie wir das heute angehen, mit der Bitte dass er für Pause sorgt und auch mich drauf hinweist, wenn ich mich schon wieder verzettel und wo ganz anders lande.

Hat dann auch soweit ganz gut geklappt und die Wohnung hat wieder Grund. Ohne ihn hätte ich aber gar nichts hin bekommen. Bin so froh um diese Unterstützung, die Struktur und Sicherheit, die er von außen geben kann, wenn davon innerlich grad so gar nichts da ist.

Trotzdem stehen bis morgen noch ein paar Dinge auf dem Plan: Setzlinge in Erde topfen, fürs Wochenende packen, viele, viele Nektarinen essen (weil natürlich verpeilt, dass ich ja am WE nicht da bin) und hoffentlich auch noch den restlichen Salat schaffen).

Fürs Packen haben wir auch nochmal durchgesprochen, was wichtig ist, weil ich das alleine grad auch nicht hinbekomme – bin einfach zu weit weg von mir.

15:00 Uhr: Wohnungstermin ist zu Ende, bin völlig alle, aber froh, dass wir das doch so weit geschafft haben.

19:00 Uhr: mittlerweile weitestgehend gepackt und eine Liste für die Dinge erstellt, die ich morgen noch einpacken muss, weil ich sie noch brauche. Schwimmzeug hab ich sicherheitshalber auch mit und den Schwimm-Mp3-Player muss ich noch laden und auch neu beladen. Ob ich wirklich dann schwimmen gehe muss ich spontan entscheiden.

Außerdem noch eine gemütliche Hunderunde, bisschen mit Nachbarn quatschen, kurz mit MissMutig noch für morgen Details klären und schon ist es sieben.

Jetzt noch: bisschen fern sehen, Mp3-Player beladen,  versuchen die Bonsai-Tiger zu beruhigen (wobei die, die heute früh so panisch war, ist wieder ganz normal und zutraulich, die andere hab ich seitdem nicht mehr gesehen, weil sie sich wegen Hund dann immer in ihrer Box verkriecht).

Außerdem dringend Balkon wässern (überlege noch, ob ich das lieber morgen früh mache).

Nägel müsste ich auch machen, glaub das wird mir morgen sonst zu stressig.

Für morgen noch auf die Liste die Zuckererbsen ernten – die sollen nämlich mit.

Später dann lesend ins Bett verkriechen.

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Der Neuantrag auf Fahrtkostenübernahme  geht heute raus. Inklusive Gerichtsbeschlüssen, ausführlicher Antragstellung, ärztlicher Stellungnahmen und Markierung der wichtigstens Stellen in den Beschlüssen.

Außerdem die Beschlüsse zu den zuerkannten Merkzeichen bzw den Schwerbehindertenausweis (Grad der Behinderung von 80%, Merkzeichen RF, G und B).

Der aktive Teil ist somit vorbei. Jetzt geht es nur ums Abwarten, Hoffen und Beten.

Hoffen, dass es überhaupt komplett an den MDK weitergegeben wird und noch mehr hoffen, dass dieser positiv bescheiden kann und wird.

Ich versuche irgendwie zum Alltag zurück zu finden. Alltag, der über „irgendwie überleben“ hinausgeht.

Einen Alltag, von dem ich auch was mitbekomme, ohne Dauerdissoziation, ohne fehlende Zeiten, ohne mich medikamentös auszuknocken, um irgendwie klar zu kommen.

Ich funktioniere. Überlebe. Aber darüber hinaus krieg ich nicht so viel hin.

Die Wohnung ist ein Schlachtfeld. Morgen versuchen wir hier wieder etwas Grund rein zu kriegen. Das Wochenende bin ich dann eh nicht da und am Dienstag werden wir dann den Rest in der Wohnung machen.

Mein Essverhalten ist – schwierig. Mir fehlt die Konzentration und Koordination um wirklich was zu kochen. Dazu kommt, dass heiße Herdplatten, heißes Wasser und Co – eine Gefahrenquelle darstellen.

Sowohl wegen der Unkonzentriertheit als auch wegen dem Druck sich selbst zu verletzen.

Körperhygiene ist irgendwie auf ein Minimum beschränkt. Duschen ist ja generell ein Problem – löst Flashbacks aus usw. Das ist natürich in Krisenzeiten sehr viel extremer und erschwert das „überleben“ dann doch sehr.

Nach außen ist es noch ok, aber selbst das ist mittlerweile schwierig.

Alles ist – anstrengend. Mühsam. Einfach weil ich so weit weg bin, die Wahrnehmung irgendwie wie mit Scheuklappen ist. Zu viel dabei aus dem Blick verliere.

Ich bin so extrem vergesslich. Kann mich nicht wirklich auf eine Sache fokusieren. Wobei das stimmt nicht, manchmal gelingt das. Aber meistens leider nicht.

Es gibt Strategien – und die nutze ich auch. Nur so ist es grad überhaupt irgendwie machbar.

Jetzt, wo alles gemacht ist, was ich machen kann, muss ich möglichst versuchen das ganze wegzuschieben. Mich auf den Alltag konzentrieren, im hier und jetzt bleiben. Die Zeit im Juli noch zu nutzen und (Überlebens-)Strategien für danach entwickeln.

Die Zeit bis zum Entscheid der Krankenkasse überbrücken.

Irgendwie.

 

 

 

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