Thera heute

Wir sind immer noch auf der Theorieebene und ich merke, da komm ich auch nicht raus. Alles was zählt ist irgendwie Funktionieren und sprechen können. Von mir aus, nicht vom Thera.

Das hilft natürlich viel beim Verständnis. Ich kann Sachen erklären und Zusammenhänge darstellen, wir reden über die Anteile oder auch über die frühere Therapie, aber ich bin immer weit weg, hab keinen gefühlsmäßigen Bezug, bin meist sogar nur zu wenigen Prozent „anwesend“ – halt das Funkioniern, die Fassade, und was innen drin ist – ist weit weg, irgendwo, nur nich da.

Und selbst wenn mal was angestossen, ausgelöst wird, was Gefühl sein könnte, wird das sofort weit weg gepackt, dann ist wieder der Großteil damit beschäftigt alles runterzuregeln, das Funktionieren aufrecht zu erhalten, die Fassade aufrecht zu erhalten, damit bloss keiner was merkt. Manchmal nicht mal ich selbst.

Aber auch weil ich das Gefühl hab, dass es nur ums sprechen können geht. Dass wenn das nicht mehr geht – es nicht ok ist, nicht sein darf, damit ist das raus – es geht nur darum so zu funktionieren, dass Sprechen auch geht. Der Preis ist, dass eigentlich nur noch die Fassade dann in der Thera sitzt – und der Rest irgendwo ist – nicht greifbar.

So macht Thera auch nicht wirklich Sinn. Das ist mir selbst klar. Zumindest nicht auf Dauer – irgendwann ist alles auf Theorieebene durchgekaut, durchgesprochen, durchdacht – ändert tut das nichts. Verständnis allein reicht nicht.

Da muss ich auch hinspüren und an den Gefühlen – oder eher meinem Umgang damit – arbeiten.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Start der Woche

Morgens gleich mal mit der Bank telefonieren, weil die Abhebung vom Freitag doppelt gebucht war. Immerhin war ich dann wach. War auch alles easy zu regeln und der Fehler bekannt und schon am korrigieren.

Dann gings los zu einem Termin in der Stadt, dann nochmal zu Fielmann, die Brille nachstellen, danach holte mich der Betreuer ab.

Der Betreuungstermin war heute – schwierig. Die Wohnung sah schlimm aus, irgendwie ist das letzte Woche eskaliert und ich bekam es nicht mehr in den Griff – entsprechend schlechtes Gewissen sehr groß und da auch so ein paar Sachen anstanden (so eine Woche Ausfall macht sich doch sehr merkbar leider) stand ich sehr unter Druck.

Dazu muss ich sagen, dass der Betreuer super ist und da nicht mal mit der Wimper zuckt oder so. Er gibt mir da nicht das Gefühl dass es heftig ist oder so – das kommt alles von mir.

Insgesamt war es dann wohl auch weniger schlimm als es aussah, zumindest haben wir fast alles heute geschafft und ich dachte eher, dass wir da die ganze Woche für  brauchen.

Trotzdem – ich fühl mich damit nicht wohl.

Aber immerhin: endlich sind auch die Pflanzen in der Wohnung und mit den Nematoden versorgt und es ist diesmal nicht mal so ein Urwald wie letztes Jahr.

Nach dem Termin war ich wirklich alle.

Ansonsten ärger ich mich – ich hab im Juni eine teure Handtasche aus Stoff gekauft und diese gewaschen – jetzt ist die völlig fleckig und sieht versifft auf. Die Antwort auf meine Reklamation war echt unverschämt.  Quasi ein „Pech gehabt“.

Da es meine Lieblingstasche ist ärgert mich das sehr. Vor allem hab ich noch eine zweite von denen und merke, dass ich mich jetzt auch schon ärger, wenn ich diese nehme (die ist aber in Ordnung).

Also bin ich auch grad auf der Suche nach Ersatz. Denn irgendwann muss ich die zweite halt auch mal waschen.

Gar nicht so einfach eine in der Größe (ca 25×25 und max 10cm tief ) zu finden, mit sehr langem Gurt (mind 1.20) und dann auch noch so, dass sie gefällt, gerne in bunt, sonst halt grün oder so. Wobei, vielleicht sollte ich doch mal von Stoff weg und Leder probieren – hmm.

Sind so die Momente, in denen ich wirklich gerne nähen könnte. Dann gäbe es eine schön bunte (orange, rot, grün, dunkles blau – oder Regenbogen oder so) Patchwork-Tasche. Oder eine Baumtasche. Nun denn.

Heute nicht mehr viel – gemütlicher Leseabend und dann bald schlafen (inkl. Nachhelfen mit Medis heute).

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Wochenend-Dies-und-Das

Gestern war ja im Vordergrund Ruhe. Theoretisch sollte das heute auch so sein, aber irgendwie war ich unruhig.

Ich suche ja nach einer Jeans. Dazu muss ich sagen, dass ich die letzten 25 Jahre keine Jeans getragen habe. Zwar hab ich eine (irgendwann mal auch in grün gefärbt), aber Jeans mochte ich nicht. Warum weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht weil es irgendwann größentechnisch keine mehr gab (in finanzierbar) und ich dann ja auch lange eher in Jogginghose und Co (schon solche, bei denen man es nicht sofort erkennt, aber eben doch) rumgelaufen bin, bis das Internet dann auch die Übergrößen-Shops verfügbar machten.

Jeans kamen dann irgendwie nicht mit rein, weil sie lange einfach zu teuer waren.

Und irgendwann kaufte ich eine und merkte, ich mag die nicht tragen.

Tja – nun ist es ja so, dass Hosen bei großen Größen schnell an den Oberschenkeln durchscheuern und vor einigen Wochen hab ich ein Hosenpaket (kurze und 3/4), bei dem eine Jeans mit drin war.

Die hat irgendwie die Jeans für mich wieder nicht nur tragbar, sondern auch gern zu tragen gemacht.

Also wollte ich für den Winter noch zwei dicke Jeans kaufen. Aktuell kauf ich Klamotten fast ausschließlich gebraucht – ist einfach eine finanzielle Sache und dank MissMutig fand ich eine Gruppe, bei der Übergrößen-Mode auch gut machbar ist.

Tja – dummerweise hab ich wohl eine gekauft, die den modernen „destroyed“-Look hat – also diese angeschabten Stellen. Ich hasse den  und verstehe nicht, warum ich die genommen hab, vermutlich weil halt doch sehr günstig.

Jedenfalls hab ich gestern und heute nach Möglichkeiten gesucht, diese Jeans zu pimpen. Nach sehr langem hin und her (Blätter, Sterne, Bäume usw) hab ich mich jetzt für Taschen entschieden. Ursprünglich wollte ich die aus Jeansstoff, aber mangels Jeans zum zerlegen, mach ich die jetzt aus einem Stoff.

Noch ist nicht klar aus welchem, aber ich vermute aus schwarzen mit bunten Zick-Zack-Streifen – mal sehen wie es dann aufgesteckt aufsieht.

Heute hab ich also erstmal für die Taschen (sind dann insgesammt 8) die Schnittmuster zugeschnitten und versucht das zu positieren. Eigentlich sind es nur 7, aber die 8 ist dann für ein bisschen mehr Symmetrie.

Bin gespannt, ob das nach was aussieht.  Aber das mach ich nicht heute, sondern irgendwann mal nächste Woche. Alternativ werde ich halt doch einfach irgendwo versuchen über Kleinanzeigen an kaputte blaue Jeans zu kommen und das dann halt daraus machen.

Ansonsten  bin ich heute noch nicht wirklich zu viel gekommen.  Gleich gibt es einen Salat als spätes Mittagessen für mich und später abends dann die restliche Gulaschsuppe oder so.

Nebenher noch ein bisschen fern sehen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

dies und das

Gestern noch recht üblicher Freitag – vormittags hatte ich frei, Nachmittags traf ich mich mit K. und danach mit MissMutig.

Dazwischen holte ich meine neue Brille ab. Etwas ungewöhnlich ist die Tönung ja schon, bin es ja bisher gewohnt, dass die nur da ist, wenn UV-Strahlung drauf trifft und nicht dass sie dauerhaft da ist. Wobei das eher schwierig ist, wenn ich mich dann sehe, so beim schauen fällt es mir tagsüber nicht auf, wenn Dämmerung ist oder Nacht merke ich es schon – denke aber, dass sich das dann auch geben wird – Gewöhnung und so.

Dem Wirbelwind geht es Gott sei Dank auch deutlich besser und das Spucken (Nebenwirkung der Medis in den ersten Tagen) hat auch seit gestern ein Ende.

Da sie ja morgens die Lösung mit der Spritze ins Mäulchen kriegt, wird wieder „geclickert“ – ohne Clicker. Bis das gut klappt träufel ich die Lösung auf Leckerchen, die es beim Training als Belohnung gibt. Natürlich will die Kleine Maus das jetzt auch – eh klar. Also wird morgens hier wieder geclickert (ohne Clicker, weil ich es mit Geräusch mache, so hab ich beide Hände frei).

Beide Bonsai-Tier kennen das von früher, allerdings fehlte mir dann Antrieb für die Regelmässigkeit und so schlief das wieder ein.

Heute dann eher Kleinanzeigen-Gedöns. Ich suche ja gebraucht eine dicke Jeans. Also wirklich dicke, so wie es die früher gab. Zum einen weil die im Winter auch warm genug sind, aber vor allem weil die halt stabiler sind und nicht nach wenigen Monaten an den Oberschenkeln durchgescheuert sind.

Dann hab ich selbst ein paar Sachen eingestellt.

Kleinanzeigen finde ich echt – schwierig. Mir fehlt da der Nerv und irgendwie finde ich den Umgangston oder überhaupt den Kontakt  oft sehr eigenartig und schwierig.

Allerdings gab und gibt es da auch immer wieder netten und problemlosen Kontakt und Ablauf und das war heute nicht die Minderheit – was selten genug ist.

Ansonsten heute noch viel Ruhe und ein bisschen stricken. Da der Körper grad lauthals „Stopp“ schreit, sollte ich wohl mal drauf hören und wirklich Ruhe geben.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Donnerstag

Buchbinderei lief heute – besser. Immerhin für alle Stehsammler die Gewebekanten geschafft und angefangen die Innenpapiere zuzuschneiden.

Leider weiß ich immer noch nicht so recht wie ich sie außen gestalten soll – das mit der Schablone klappt ja nun nicht so wirklich, ob ich es mit einer kleineren probieren will/soll, weiß ich auch nicht recht.

Ansonsten war der heutige Tag gemischt – wurde aber dann durch MissMutig zum Knaller.

Den ganzen Nachmittag hab ich mit meinem Lieblingsliedermacher hin und her geschrieben. Er ist nämlich nächste Woche in der Nähe – naja ca 50 km entfernt – und hatte mich eingeladen – obwohl es eine private Veranstaltung ist. Da komme ich aber nicht hin und da er am Samstag Abend noch Kapazitäten für ein Konzert hier in der Stadt frei hätte, hab ich dann ein bisschen rumgeschrieben, ob sich sowas hier in der kurzen Zeit realisieren ließe. Leider nicht, was aber absehbar war.

Im Endeffekt haben wir uns schon fast verabredet, dass ich nächstes Jahr zu einem Konzert komme, dass er jedes Jahr ca 90 km entfernt macht (aber da kommt MissMutig her und daher kenne ich die Ecke auch), vor allem wenn ich das langfristig planen kann und durch Zufall grade auch von MissMutig erfahren, dass sie am selben Tag des nächsten Konzertes dort (übernächste Woche) auch da hin fährt und Taxi für die Familie spielt.

Hätte ich nie gedacht, weil ja Freitag und da arbeitet sie ja normalerweise auch noch bis abends usw.

Also kläre ich grade ob es schlimm ist, wenn wir ein paar Minuten zu spät kämen (wird zeitlich nämlich eng) – und wenn nicht, dass er uns bitte zwei Plätze reservieren soll (noch hab ich leider keine Antwort)

Wenn das klappt, komm ich nach ca 15 Jahren tatsächlich wieder auf ein Konzert von ihm – und was das beste ist – es ist ein kleines, unplugged, nur Gitarre und Stimme und im kleinen Rahmen (was natürlich das später kommen noch doofer macht, aber es ist halt knapp – wir können nur hoffen, dass wir gut durchkommen, dann sind wir auch pünktlich).

Also auch ein Rahmen, der zwar sicher als Angsstraining gilt (und mit entsprechender Notfallmedikation parat halten ablaufen wird), aber durchaus auch denkbar ist. Zumal das „jederzeit weg können“ ja gegeben ist.

Hach – das wäre echt klasse.

Lachen musste ich dann, als ich erfuhr, dass er aus der Ecke kommt. So klein ist die Welt. Hätte ich nie gedacht, weil er hier nicht wirklich bekannt ist.

Aber mir geht es grad wieder richtig gut und das freut mich sehr.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Mittwoch

Heute ein fast normaler Mittwoch.

Der startet mit Buchbinderei – irgendwie komm ich da nicht recht mit meinen Sachen weiter – das was ich bisher geschafft hab, schaff ich sonst an einem Vormittag. Wo es hakt, weiß ich aber auch nicht wirklich. Es ist, als ob ich immer erst am Ende des Termins dann endlich drin wäre. Hmm.

Danach kurz die Sonne genießen und meine Brotzeit essen. Ich hatte heute früh auch hartgekochte Eier eingepackt – ganz ganz großer Fehler – seufz.

Vor der Physio saß ich dann erstmal eine halbe Stunde auf dem Pott – inklusive Kreislaufprobleme und Co. Entsprechend war die Physio heute etwas – sachter.

Von dort sammelte mich dann die Betreuungs-Vertretung ein und es ging zum Einkauf.

Den kürzte ich dann aber deutlich ab, weil es mir einfach zu viel war.

Grenzen sind wieder deutlich schneller erreicht.

Lüften ist im Moment eher Qual – hier sind so extrem viele Fliegen – große und kleine, dass binnen kürzester Zeit die Fligengitter voll sind – und leider schaffen es auch von den kleinen immer wieder in die Wohnung – trotz Fliegengitter.

Also gab es heute mal wieder jede Menge Insektenspray.

Im Ofen schmurgeln jetzt noch Erdäpfel und ein Hähnchenschnitzel und ich hoffe, dass mein Magen-Darm-Trakt das auch einigermaßen verträgt.

Alt werde ich heute nicht mehr, noch ein bisschen fern sehen undein bisschen stricken und später dann ein gemütlicher Leseabend.

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Thera heute

Wir arbeiten wieder miteinander. Noch eher auf der Theorie-/Kopfebene, aber schon phasenweise auch mal intensiver.

Heute ging es um die Anteile, die mein „ich“ ausmachen. Die sind relativ klar, die arbeiten sich auch zu, aber paralell sind die nie – immer halt einer der „vorne“ ist und agiert.

Anteile sind für mich wie eigene Personen – die auch sehr eigenständig agieren. Ich bin also eher eine Art WG.

Früher war es auch so, dass ich auch nach außen sehr unterschiedlich agierte. Das betraf sowohl Stimme, Sprache, Auftreten, Schrift und auch Art und Weise wie aktiv/introvertiert/extrovertiert ich war.

Für mich war das immer normal – ebenso wie fehlende Zeiten. Ich wurde oft angsprochen, dass ich ja oft so extrem unterschiedlich sein würde.

Wie gesagt – damals war das für mich normal und auch wenn ich angesprochen wurde, teilweise auch weil sich Lehrer Sorgen gemacht hatten oder so – war das jetzt nie so ein in Schubladen gesteckt werden.

Damals fehlten auch gerne mal Monate – das ist heute ja nicht mehr. Selten fehlen mal ein paar Stunden, wenn halt alles nur noch zu viel ist – und auch diese extremen Verhaltensänderungen sind nicht mehr in diesem Ausmaß gegeben – das hat sich etwas angepasst. Es ist heute eben mehr ein „miteinander“ – WG halt.

Wobei die einzelnen Anteile dann nochmal ihre eigenen „Rollen“ haben, es ist auch oft eine Art „Zusammenfassung“ – so gibt es den Anteil „inneres Kind“, die aber wahrscheinlich aus mehreren Kindern besteht. Das weiß ich von den Anteilen, mit den ich mich näher beschäftigt habe natürlich genau – bei anderen, zu denen der Zugang noch fehlt (wie z.Bsp dem in nicht so. Entsprechend stimmt der Begriff „Anteil“ nicht und auch „Innenperson“ für mich nicht so wirklich.

Während die meisten Anteile sich für mich klar abgrenzen (und auch anders anfühlen), ging es auch darum, dass Täterintrojekte für mich gefüht eben kein Anteil sind – sie sind eher etwas, auf das die Anteile reagieren (müssen).

Wobei da heute die Frage/Möglichkeit aufkam, dass die durchaus zum Anteil des „inneren Kindes“ gehören könnten. Das ist möglich, weil das ist wirklich generell eher ein „grauer Fleck“ für mich – da fehlt der Zugang doch sehr.

Klingt jetzt irgendwie verwirrend, dabei fühlt es sich für mich sehr klar an, lässt sich auch gut von anderen Sachen abgrenzen.

Ich mein ich kenn es nicht anders – da sind x Personen, die zusammen mein „ich“ ausmachen, damit sind keine Rollen (Mutter, ARbeitgeber, Arbeitnehmer, Tochter, Kursleiterin usw) gemeint, sondern recht eigenständige Persönlichkeiten, die halt zusammen auf äußere Einflüsse reagieren. Mal ist der eine mehr gefragt bzw kann halt mit der Situation besser umgehen, mal der andere.

Wirklich steuerbar sind alle nicht, aber auch da gibt es einen, den ich bewusster „einsetzen“ kann – oder eher aktivieren oder so. Bei anderen ist klar – bei diesem oder jenem Auslöser springt eben derjenige an. Oder einer arbeitet halt eher zu, sorgt dafür, dass ich handlungsfähig bleibe/werde usw.

Es ist ein System mit dem ich leben gelernt habe, deren Ziel ist handlungsfähig zu bleiben und handlungsfähiger zu werden, da auch – freier – zu werden – irgendwie auch ein näher zusammenrücken, mehr „Einheit“ zu werden.

Bis hier hin war es schon ein weiter weg und ich  sehe da sehr wohl, was ich schon alles geschafft habe.

Ein wirkliches zusammenarbeiten – also alle an einen Tisch und parallel da sein und agieren können, klappt aber (noch) nicht – und da hab ich sicher noch einen langen Weg von mir.

Heute ging es ein bisschen darum wie wir da weiter machen können. Auch wo ich da aktuell wirklich stehe und was so  die nächsten Schritte sein könnte.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

WMDEDGT 11/18

Und wieder ist es der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Alle mit Tagebuch-Blogger findet ihr hier.

 

Mein Tag startete mit einer SMS, dass der Betreuer krank ist – wie lange wusste er da noch nicht.

Ich stand auf, versorgte die Katzen, prüfte nochmal ob die gestern abend zerdepperte und notdürftig geklebte Katzenbox-Tür wirklich keine spitzen Ecken und Kanten hat und alles so hält, frühstückte schnell eine Sharon und dann war eh schon Zeit mich fertig zu machen.

Kurz vor Abhol-Zeit klärte ich nochmal schnell ob es bei dieser Zeit bleiben würde und packte dann zwei wehrhafte Bonsai-Tiger in zwei Boxen.

Auf dem Weg zum Tierarzt erledigte dann der Wirbelwind vor Aufregung noch mal schnell sein großes Geschäft in die Box, was erstmal dazu führte, dass wir die Fenster aufmachen mussten. Vor Ort dann erstmal biede anmelden und  dann mit der einen in die Toilette verschwinden und notdürftig die Box reinigen ohne dass der Wirbelwind daraus entschwindet.

Lange warten mussten wir nicht, ich zeigte erstmal die beiden Videos mit der sehr auffälligen Atmung, durfte dann den sehr sehr schnellen Herzschlag hören (gespürt hatte ich den ja schon) und wir besprachen, wie wir das jetzt weiter erstmal handhaben.

Ich mag meine Tierärztin sehr – sie ist pragmatisch und nicht nur auf Geld aus.

Wir entschieden jetzt ein Medikament zu geben, damit müsste es innerhalb weniger Tage deutlich besser werden, sonst muss ich Ende der Woche nochmal vorbei kommen.

Für die Kleine Maus, die ich eigentlich nur mitnahm, weil halt schon sehr sehr lange ein Kontrollblutbild fällig wäre, entschieden wir dann zusammen, dass wir das lassen. Sie ist fit, es geht ihr gut, sie ist anfallsfrei unter der aktuellen Medikation, weiter reduzieren will ich grad eh nicht (der letzte Versuch zeigte recht schnell, dass sie diese Dosis halt braucht und aktuell bin ich da eher für „never change a running system“) und nur um zu sehen, dass dann wohl alle im Normalbereich ist (vor allem  auch weil man ihr sehr schnell anmerkt, wenn es ihr nicht gut geht), wollten wir sie jetzt nicht unnötig quälen und auch nicht unnötig Geld ausgeben.

Vor allem, weil bei ihr Blut abnehmen nicht so einfach ist und es für sie wirklich Qual ist – alles mit festhalten findet sie halt richtig sch…

Wäre jetzt mit dem Wirbelwind nicht auch was gewesen, wäre ich ja auch nicht hingefahren.

Wieder daheim bekam dann der Wirbelwind seine erste Dosis des Medikamentes (findet sie jetzt nicht wirklich prikelnd, da muss ich mir auf Dauer wohl was einfallen lassen) und die beiden wurden wieder in die „Freiheit“ entlassen.

Weil das Hackfleisch weg musste, machte ich mir einen Burger – Frühstück und Mittag in einem sozusagen – und kümmerte mich erstmals um mails.

Der Betreuer wird die ganze Woche ausfallen, fragte nach, ob er wegen  Vertretung schauen soll und ich bat wenigstens für einen unterwegs-Termin was zu organisieren – das hat er nun an die Koordinatoin weiter gegeben – mal schauen, ob da was draus wird.

Mittlerweile ist es 12 Uhr und ich werde gleich mal die Ärmel hochkrepeln und die Küche in Angriff nehmen – da ist einiges zu tun.

Statt Küche dann doch noch im Netz gesurft und dann musste ich auch schon wieder los.

Den Termin verband ich dann mit einem kurzen Gang durch den Botanischen Garten um diese blöde Forschungsaufgabe in Pokemon Go endlich abzuschließen – dank Tierarzt hatte ich nämlich nur noch einen fehlenden Pokestop, an dem ich noch nie war.

Da ich  sehr unruhig war, lief ich danach noch eine Runde bevor ich gegen halb vier wieder nach Hause fuhr.

Das Laufen hat gut getan, mich aber auch körperlich wirklich geschafft. Der Stress und die Angst um den Bonsai-Tiger hat nicht grade viel erholenden Schlaf gebracht und auch sonst hat mich das wohl mehr  geschafft als mir bewusst war.

Dafür gab es auch einen Anruf, am Mittwoch gibt es eine Betreuungs-Vertretung – da muss ich jetzt noch überlegen, was ich da genau machen möchte – Wohnung geht nicht mit jemanden, den ich nicht kenne – mir hängen immer noch die Heizungsmonteure der letzten Woche nach.

Fremde in der Wohnung machen die für mich einfach unsicher und ungut – und auch wenn ich sonst grad stabil bin – merke ich das halt doch deutlich.

Ich fühl mich auch heute nicht schlecht oder so – aber ich merke, dass ich heute immer wieder entweder Tränen in den Augen hatte oder das Gefühl „alles zu viel“. Grade auch als der Betreuer abgesagt hatte usw. Das ist auch schnell wieder weg – von daher hab ich das auch nicht ernst genommen – ich fühlte mich ja insgesamt trotzdem gut.

Dass das heute jetzt körperlich auch so schnell an die Grenze ging, war halt ungewöhnlich. Wobei – so im Nachhinein ist es das gar nicht – hab halt nur mal wieder nicht wirklich drauf geachtet.

Ist halt alles wieder arg viel. Nicht schlimm, aber ich muss halt jetzt ein bisschen drauf achten mich nicht noch weiter zu überfordern.

Von daher heute eher Ruhe und schauen, dass ich runter komme. Wieder die Mitte finden sozusagen.

Heute wird also nicht mehr viel laufen – Küche läuft nicht weg, da schau ich nachher mal wie weit ich komme.

Ansonsten etwas runter kommen, genug trinken, vielleicht noch etwas stricken und später im vorgewärmten Bett den Abend lesend ausklingen lassen.

Außerem viel Bonsai-Tiger-Kuscheln und mich freuen, dass das Medikament wohl schon greift, Atmung ist viel besser und man spürt auch wieder einzelne Herzschläge und nicht nur Dauertrommelfeuer.

19:00 Uhr – ich läute jetzt den Abend ein und freue mich auf einen gemütlichen Leseabend.

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Sonntag

Auch heute stand Ruhe im Vordergrund.

Nachmittags kam kurz MissMutig mit Brunhilde vorbei  – erster Versuch mit neuem Hund und Katzen – der super lief. Da gibt es definitiv kein Problem mit den dreien.

Ansonsten: gestrickt, fern gesehen, einen Zimt-Baiser-Versuch gestartet (sind noch im Ofen), Bonsai-Tiger bekuschelt usw.

Nach wie vor bin ich psychisch stabil und dafür sehr sehr dankbar.

Morgen dann Tierarzt mit hoffentlich nicht allzu schlechten Nachrichten.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Samstag

Viel Ruhe und Gemütlichkeit neben dem üblichen Samstagsprogramm: Testprodukte testen (Berichte fehlen noch, da das Testen heute unerwartet länger gedauert hatte), dazu etwas recherchiert, Nägel neu gemacht (wie immer mehrfach – seufz).

Sonst noch gestrickt, Bonsai-Tiger bekuschelt, fern gesehen und im Internet von Link zu Link und Video zu Video gesurft.

Alles schön gemütlich.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare