Buchbinderei – was machen die?

Mittwoch, 29. Juli 2015 - 07:00 No comments

Da die Frage von zwei Leuten kam, antworte ich hier:

Beide Buchbindereien sind reine Handbuchbindereien. Das bedeutet, dass es nur Einzelstücke oder Kleinauflagen sind und jedes Buch, jede Kiste, jede Mappe usw. eben auch einzeln von Hand gefertigt wird.

Aus dicker (und teilweiser dünner) Pappe, verschiedenen Papieren usw. Die Schmuckpapiere werden selbst gemacht (wobei in der neuen Buchbinderei hauptsächlich mit Vollgewebeeinbänden gearbeitet wird).

Es ist ein Kunsthandwerk, es gibt keine elektrischen Maschinen. In der neuen sind es auch alte Geräte.

Gemacht werden können: Bücher (neu oder repariert), alle Arten von Kästen, Schreibtischutensilien, Leporellos usw. Alles was man halt auch aus Pappe machen kann.

Für ein Buch braucht man im Schnelldurchlauf (also eins komplett neu machen) – etwa 3-4 Stunden, wobei das Buch mind. über Nacht gepresst werden muss. Eine Reparatur dauert deutlich länger – weil das Buch erst auseinander gebaut werden, dann nach Möglichkeit das Originalmaterial erhalten und evt aufgearbeitet werden, passende Ersatzmaterialen gesucht und zumindest der Buckdeckel komplett neu gemacht werden muss. Inwieweit auch die Seiten bearbeitet (z.Bsp neu gebunden, eingerissene Seiten repariert usw) werden müssen, hängt vom Zustand ab.

Wenn also „nur“ der Buchrücken ab ist, ist es leider nicht so, dass das ja nur drangemacht werden muss – sondern das oben genannte eben auch.

Für Lieblingsbücher oder auch alte Schätzchen lohnt es sich aber durchaus.

Ziel ist es das Buch möglichst nah am ursprünglichen Zustand aussehen zu lassen (also als es damals neu war sozusagen). Für ein altes Buch passt kein supermoderner Buchdeckel.

Eine einzelne Kiste schaffte ich nach alter Technik in gut 3 Stunden, sofern alle Materialien da waren, also nicht das Schmuckpapier noch gemacht werden muss (auch hier muss mind eine Nacht – besser 2 gepresst werden – fertig ist es erst danach). Mit der neuen brauch ich etwas länger.

In der alten hab ich hauptsächlich Kisten aller Art gemacht, in der neuen noch Kisten, der Schwerpunkt dort liegt aber auf Büchern.

Der zweite große Unterschied ist, dass man in der Regel zusammenarbeitet. Also nicht ein Teil für sich erstmal fertig macht, sondern in der Regel mehrere Projekte paralell laufen und die auch in Teamarbeit.  Es ist eher ein „zuarbeiten“. Was einfach auch an der Auftragslage dann liegt. Wenn wie aktuell eben mehrere Bücher einer Reihe neu aufgearbeitet werden, dann kümmert sich die Buchbinderin um die Buchblöcke (was heikler ist) und jemand anderer macht die Bucheinbände – die ja zur Not neu gemacht werden können, wenn es nicht sauber genug ist.

Da das Kundenaufträge sind, muss das Ergebnis natürlich perfekt sein.

Die Arbeit macht mir unglaublich Spaß. Es ist ein Handwerksberuf und die unterschiedlichen Techniken faszinieren mich im Moment sehr. Allein für die Kisten würde ich – wenn ich es so machen könnte wie ich wollte – mischen. Manches von der einen, manches von der anderen übernehmen.

Das ist im Endeffekt dann auch das was Handbuchbinder machen – sie entwickeln ihren individuellen Stil – die Techniken bleiben, aber das drumherum oder wie das jeder macht/aufbaut, unterscheidet sich in kleinen Dingen. Das sieht man am Endergebnis kaum bis nicht unbedingt.

Wenn jemand schauen will, was man da alles so machen kann – am besten nach Handbuchbinderei googlen.

Leider gibt es nur noch sehr wenige Handbuchbindereien in Deutschland – und die müssen hart ums Überleben kämpfen.

 

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Stress

Mittwoch, 29. Juli 2015 - 06:40 No comments

Diese Woche ist voll. Sehr voll. Ich komm irgendwie nicht hinter her. Immer noch keine Noten für heute Abend rausgesucht, geschweige denn kopiert oder sortiert. Das wird dann wohl meine Nachmittagsbeschäftigung werden. Außerdem müsste ich eigentlich ein Adventslied suchen, dass sich für eine Anbetung eignet – und meine Minigruppe auch in 3 Proben gelernt kriegt.

Sollte dann auch noch was sein, was Jugendliche gern singen wollen.

Die neue Buchbinderei ist soweit ok – im Moment darf ich ja alleine für mich arbeiten – und ich liebe diesen Leim – der macht das Arbeiten so viel einfacher als in der alten Buchbinderei. Die Technik ist schon sehr anders – und damit ist es auch – langsamer – aber das ist ok.

Heute dann der Termin in der alten (ich brauch echt andere Begriffe für diese beiden Buchbindereien – da kommt man ja ganz durcheinander). Vorher krieg ich noch ein paar Bücher zum Reparieren gebracht.  Endlich kann ich für den Homöopathen mal was tun, der ja seit  fast 10 Jahren wirklich unglaublich viel für mich tut und mir nie eine Rechnung schickt.

Dafür darf ich nun seine Bücher als „Lernobjekte“ nutzen und er bekommt sie wieder gebrauchsfähig zurück.

Dann in die Stadt – dringend zu zwei Banken (und ich mach drei Kreuze wenn endlich der Bankenwechsel abgeschlossen ist!) und im Anschluss gleich weiter zur Physio.

Dann hab ich dreieinhalb Stunden für Lied- und Notensuche, alles in singbare Form bringen und ausdrucken.

Morgen dann wieder die neue Buchbinderei – wobei sie da irgendwas kochen will aus meinen Rezepten – es wird also etwas länger als sonst.

Freitag ganz dringender Wohnungstermin (die letzten beiden Wochen fiel der ja aus und so sieht es hier auch aus) – Telefontermin mit dem Homöopathen und die nächste Probe.

Ansonsten: immer noch weit weg von mir, sehr im funktionieren (was mir aber grad gut passt), müde und auch das Zusammenhänge nicht sehen können wenn es um mich geht und nicht klar denken können – ist da. Dafür geht das Denken für andere oder im Alltag wieder „normal“. Auch immer noch mit dem Gefühl ständig hinter her zu hinken, was aber grade kein Wunder ist.

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GLS

Dienstag, 28. Juli 2015 - 15:19 No comments

Und wieder einmal wurde das Paket im 10,3 km entfernten Paketshop abgeben. Obwohl schon mehrfach darüber beschwert, schon mehrfach mit dem Zusteller gesprochen (der sehr sehr unfreundlich wurde) und gebeten eben Karte und ich werde dafür sorgen, dass am nächsten Tag es zugestellt werden kann, außerdem schon 2x eine Abstellgenehmigung mitgegeben (die offensichtlich nie ankommt).

Ich könne eine erneute Zustellung beantragen – das dauert 1-5 Werktagen (bei den letzten 4 Versuchen waren es 1x 3 1x 4 und 2x 5 Tage) – natürlich ohne dass ich weiß wann – ich sollte dann also für diese 5 Werktage am besten zu Hause bleiben.

Der heutige Anruf dann: wenn für mich  Kosten entstehen um das Paket dort abzuholen, wäre das ein Folgeschaden und dafür würden sie nicht haften. Ja es gäbe die Richtlinie mit den 2,5 km Umkreis, aber wenn es keinen näheren Paketshop gäbe, läge das eben im Ermessen des Fahrers, ob er das dort abgibt oder am nächsten Tag erneut versucht zuzustellen.

Ich bin einfach nur noch sauer.

Mein letzter Versuch: ich werde die Abstellgenehmigung ans Depot schicken, da wird weiterhin drin stehen bleiben, dass nur im Haus abgestellt werden darf und wenn niemand aufmacht eben am nächsten Tag ein weiterer Zustellversuch stattfinden soll, bei dem ich dafür sorgen werde, dass es zugestellt werden kann.

Das ist ja die Formulierung die dem aktuellen Zusteller wohl aufstösst. Aber mich ans andere Ende der Stadt schicken nur weil er rumzickt – sehe ich nicht ein.

Ja er hat einen schweren Job, aber jedes Mal dieses Drama – da hab ich keinen Bock drauf.

Und von einem Paketdienst erwarte ich, dass ein Paket – wenn schon zur Abholung irgendwo gelagert – dieses auch in erreichbarer Nähe ist. Auch ohne Auto. Über 10 km zählen da für mich ganz klar nicht dazu.

Sauer. Sehr.

 

 

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Medikamente

Montag, 27. Juli 2015 - 15:07 No comments

Seit einigen Wochen nehme ich nun kein einziges Psychopharmaka mehr, nichts was die Stimmung stabilisiert oder ähnliches.

Ja es geht. Aber für mich ist auch klar: sobald die Zahnarztgeschichte abgeschlossen wird, kommt das eine Medikament wieder rein.

Auch wenn es ohne auch geht, wenn es sogar besser geht als gedacht, ist es doch eine Hilfe, einer Unterstützung.

Weil es mir einen Tagesrhythmus bringt, der mit dem „Alltag“ besser handhabbar ist, ich meine Sachen besser erledigt bekomme, ich besser – funktioniere.

Aber auch weil es die Stimmung etwas stabilisiert – nicht viel – aber dieses bisschen ist mir wichtig.

Dagegen steht, dass ich es eigentlich nur nicht nehmen möchte, weil ich es gern ohne Medis schaffen will, weil ich es gern ohne Psychopharmaka hinbekommen will. Und weil ich weniger schlafe.

Nur ganz im ernst – wer hat denn was davon, wenn ich das ohne schaffe? Die Krankenkasse, weil sie es nicht zahlen muss?

Für alle anderen ist es doch piepschnurzegal – solange ich damit umgehen kann.

Was hilft mir dieser Stolz, wenn ich wieder total übermüdet nicht schlafen kann oder es deshalb morgens schon reicht, dass ich erst ein Brötchen aufbacken müsste um frühstücken zu können um mich fast losheulen zu lassen, weil mich das überfordert.

Natürlich funktioniere ich auch mit nicht super, hab auch mit meine Krisen usw – aber irgendwie ist es ohne einfach – extremer.

Ich bin absolut für Medikamente – solange es einem damit gut geht, solange die Wirkung nicht von den Nebenwirkungen wieder aufgefressen wird.

Ich bin auch dafür, dass man das versuchen soll – und ja da auch dranbleiben. Es hat Jahre gedauert bis wir das Medikament gefunden haben, das für mich gut funktioniert. Dass als einzige Nebenwirkung hat, dass ich eben mehr schlafen muss – also auch drauf achten, dass ich nicht regelmäßig zu spät ins Bett gehe.

Ja ohne hab ich einen anderen Rhythmus, aber ehrlichgesagt einen, der mir nicht hilft im Alltag klar zu kommen. Und ich WILL damit klarkommen, ich will morgens in Ruhe aufstehen bevor ich los muss und ich will abends nicht ewig aufbleiben, sondern eben ins Bett, lesen und dann schlafen.

Ich will auch einen geregelten Tagesablauf und zwar einen, dem ich  Termine mit anderen Leuten nicht anpassen muss, sondern der tagsüber eben Zeit für Termine bereithält.

Mit Medikament bedeutet das auch, dass ich dann eben nicht abends jeden Tag endlos vorm Computer hänge, sondern drauf achte, dass es nicht zu spät ist.

Aber das sehe ich nicht als Nachteil – es ist für mich eine Hilfe den Tag zu strukturieren. Ohne Zwang – weil Ausnahmen immer gut möglich ist, aber generell sollte schon eine gewisse Struktur eingehalten werden.

Für mich ist klar, dass es eine kleine Hilfe ist – aber eine, die ich gerne wieder drin hätte, die mich eben unterstützt und bei der die Vorteile für mich bei weitem überwiegen.

Ich wusste schon vorher, dass es auch ohne machbar ist. Sicher auch soweit ganz gut machbar. Aber mir ist mein Stolz es allein zu schaffen nicht mehr wichtiger, als mir die nötige Hilfe zu holen und zuzugestehen.

Es ist kein Muss – bei weitem nicht, aber es ist ein Kann – und zwar eins, dass mir den Alltag und das Leben mit mir – erleichtert.

Der Weg dahin war steinig, so viele Jahre Kampf um was zu finden, dass auch funktioniert ohne zu viel einzuschränken (durch Nebenwirkungen usw), aber irgendwann haben wir das richtige gefunden.

Und die letzten Wochen zeigen mir: es ist nach wie vor gut und richtig für mich. Genau in dieser Dosierung, wobei da kann man dann neu schauen. Die Dosierung war sogar sehr niedrig für dieses Medikament. Und es wird eigentlich für was ganz anderes eingesetzt.

Aber für mich ist es gut so. Und deshalb werde ich es auch wieder reinnehmen, sobald die Lachgasbehandlungen zu Ende sind. Deshalb wurde es nämlich abgesetzt – weil unklar ist ob es da Wechselwirkungen gibt.

Ich bin froh, dass es für mich möglich war es abzusetzen, froh, dass es auch ohne soweit läuft. Aber ich bin auch heilfroh, wenn es wieder rein darf.

Theoretisch dürfte es in niederer Dosierung schon rein – als Bedarf. Und zwar bis auf den Tag vor der Zahnarztbehandlung sogar fast regelmäßigt.

Das mache ich jetzt nicht – weil ich da merke, dass ein weglassen erstmal alles wieder verschlimmert – und ganz ehrlich – das ist so schon heftig genug. Das ist mir dann eine Nacht mehr Schlaf nicht wert, dass die Folgenacht eine einzige Katastrophe ist.

Ein Grund mehr für mich, mich drauf zu freuen, wenn es wieder regelmäßig rein darf – auch wenn das noch eine ganze Weile (geschätzt Ende des Jahres) dauern wird.

Ich habe gelernt Medikamente als das zusehen, was sie sind: Hilfe, Unterstützung, die durchaus auch ihren Preis hat, die unendlich viel Geduld braucht bis man die richtigen Einstellungen gefunden hat – die sich dann aber auch lohnen, weil sie mir das Leben wirklich erleichtern können. Ich muss es nur zulassen, mich drauf einlassen. Ihnen wertneutral begegnen. Wenn ich nur mit negativen Erwartungen da ran gehe oder mich „gezwungen“ fühle, wird das das Befinden dermaßen beeinflussen, dass allein davon schon ein Teil der Wirkung „wieder aufgefressen“ wird. Nicht im Sinne davon dass es dann nicht wirkt, sondern dass für einen persönlich dann Nebenwirkungen immer schwerer wiegen werden als Wirkung. Weil man das schon so erwarte, weil man es eigentlich gar nicht probieren – will.

Bei mir hat sich da im Laufe der letzten 15 Jahren einiges verändert. Gott sei Dank.

Nachtrag: und weil die erste vorwurfsvolle mail schon da ist: das ist mein Weg, ich sag damit nicht, dass das jeder so machen soll, dass jeder Medikamente braucht oder nehmen muss usw.

Sagen wollte ich einzig und allein: Jeder muss das für sich selbst entscheiden, abwägen ob die Vorteile überwiegen oder die Nachteile so viel Einfluss ausüben, dass es einem mehr schadet als hilft.

Ich verstehe das kategorische Ablehnen von Medikamenten (grade bei Antidepressiva ja durchaus häufiger Thema) nicht – das gebe ich zu.

Aber ich verstehe durchaus, dass einen die Nebenwirkungen fertig machen und den Nutzen nicht aufwiegen. Genauso wie ich das „ohne schaffen wollen“ nachvollziehen kann.  Oder dass einem die Geduld ausgeht, weil es wieder und wieder nicht klappt und die Suche nach einem passenden Medikament eine Odysee ist, die leider keinen Erfolg garantiert.

So wie jeder Mensch anders ist, anders reagiert, so muss auch diese Entscheidung sehr individuell getroffen werden.

Jetzt klar genug?

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Sonntage

Sonntag, 26. Juli 2015 - 15:46 No comments

Heute ist so ein Tag, an dem ich meine Bonsai-Tiger verkaufen könnte. Verschenken. Würde sogar noch was drauf legen.

Angefangen hat es damit, dass die eine heute ständig an mir kleben wollte – was ich bei dem Wetter einfach nicht abkann. Die Hartnäckigkeit find ich ja bewundernswert – aber dass sie dann erst aufs Frühstücksbrot (und dann die Marmelade erstmal in der Bude verteilte) und später dann in den Teller sprang – fand ich nicht lustig. Zumal meine Katzen wissen, beim Essen haben sie nichts zu suchen und normalerweise halten sie sich auch dran.

Dann hat mir eine ins Bett gekotzt – ok – kann sie jetzt nichts für – fand ich trotzdem nicht toll. Vor allem weil ich seit drei auf war und mich eben um halb sieben nochmal ins Bett legen wollte um etwas Schlaf nachzuholen. Das war dann natürlich Geschichte.

Und eben hab ich gesehen, dass sie mir einen Schuhkarton „angeknabbert“ haben – ok – sehr angeknabbert, da ist nichts mehr zu kaschieren. Dabei standen die im Flur, also eigentlich katzensicher. Keine Ahnung wann und wie sie das geschafft haben.

Der Schuh hat nichts abbekommen – aber es ist einer, der eigentlich zurück sollte – er passt zwar, wäre aber für die Buchbinderei nicht so ideal, für sonst wäre es kein Problem.

Zwar hab ich gestern tatsächlich überlegt beide Paar zu nehmen, weil bei Lederschuhen ja ein Tag Pause zwischen dem Tragen sein sollte und so könnte ich abwechseln und könnte die Lebzeit deutlich verlängern, aber da hatte ich mich eigentlich dagegen entschieden, weil es halt „Luxus“ wäre.

Und da ich meine erste Wahl heute mit nassen Socken etwas geweitet habe und angepasst habe, kann ich mich auch nicht einfach umentscheiden. Leider sind das sehr unterschiedliche Kartons – so dass sie nicht tauschbar sind.

Da es ein reiner Versandhandel ist, brauchen die die Kartons auch.

Ansonsten:  mein kaputter Backenzahn macht Probleme – sowohl der Zahnrest, als auch mehrere Aphten (drei oder vier – bei einer weiß ich nicht ob das eine eigenartige oder zwei sind), die so Druck ausüben, dass weder die Betäubungs- noch Schmerzmittel helfen.

Den Tag mit Folgen von Sons of Anarchy, The Big Bang Theory und M.A.S.H verbracht. Letzteres mochte ich früher ziemlich gerne, hab es aber schon zig Jahre nicht mehr gesehen. Nur das Titellied fand ich immer toll und hab es auch als CD. Da ich da die ersten Folgen gefunden hab, hab ich damit wieder angefangen. Ist halt – alt – und mein Geschmack hat sich verändert, trotzdem ist es für zwischendrin ganz nett.

Dann noch ein paar E-Books eingepflegt und mich erfolgreich dagegen gewehrt die Noten zusammenzusuchen (haben ja nächste Woche 2 Proben), hatte dafür nur keinen Nerv heute.

Nachher noch was anständiges und warmes Essen und dann hoffentlich etwas eher und vor allem länger schlafen heute Nacht.

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eigenartig

Samstag, 25. Juli 2015 - 20:57 No comments

Es ist eigenartig.

Ich versuche immer noch zu verstehen was in den letzten 2 Wochen und auch seit Donnerstag passiert (ist). Aber es ist, als gäbe es keinen Zusammenhang, als gäbe es nur Bruchstücke.

 

Als läse ich ein Buch, eine Geschichte und hab aber nur einzelne Worte – Standartworte wie ich, sein, ist, und, mit usw. Dazwischen mal ein Hauptwort und mal ein spezifisieres – aber es wird keine Geschichte daraus. Noch nicht mal in etwa klar um was es sich handeln könnte.

Als wären die Worte in einem Morast und ich kann nur danach greifen und wühlen und erwische mal eins – weiß aber nicht ob es dazugehört.

Dabei ist mein Denken sonst ok – auch was Zusammenhänge angeht bei aktuellem Handeln oder so.

Natürlich weiß ich was die letzten zwei Wochen war, aber es finden sich auch immer wieder Sachen, von denen ich nichts weiß – die dann sind wie früher, als ich dissoziierte und einfach keine Erinnerung daran hatte. Damals waren es aber Zeitabschnitte und nicht einzelne Geschehnisse, während andere klar waren.

Dabei bin ich aktuell wirklich dissoziiert – weit weg von mir. Allerdings hat sich auch das selbstzerstörrerische Handeln wieder beruhigt, das ist ja ziemlich eskaliert gewesen. Klar gibt es das immer noch – aber es ist – anders, nicht mehr so direkt und bei weitem nicht mehr so – gefährlich.

Nicht weil ich dagegen angehe, sondern weil es gar nicht da ist in der Form.

Dafür wieder mehr das „verstecktere“, indirektere.

Durch die Dissoziation lässt es sich immer noch gut aushalten – es ist nicht so dass kein Zugang zum Gefühl oder zu „mir“ da ist, aber er ist weitestgehend weggepackt, auch hervorholbar, nur das wegpacken geht relativ automatisch.

Ich hab mich in schwierigen Situationen immer in die Theorie geflüchtet, versucht zu verstehen was grad passiert, warum (für alle Beteiligten), es analysiert und zerlegt. Doch das geht im Moment nicht – weil das Denken nicht geht, weil die Zusammenhänge, die sonst immer so offensichtlich auch waren – nicht da sind.

Als sehe ich Brot, Butter, Marmelade und dass ich Frühstücken will, aber das alles gehört nicht zusammen, ergibt kein Bild – keinen Zusammenhang – und somit auch kein Marmeladenbrot oder so.

Seit einer Weile lese ich „Das Schwert des Sehers“ von Loy Daniel. Heute Abend führte es dazu, dass ich nochmal an den Computer ging um diesen Eintrag zu schreiben.

Es geht um einen von Geburt an blinden Schwertkämpfer, der durch eine „Gabe“ auch ohne Augenlicht alles sieht, wahrnimmt – auch durch Mauern hindurch. Irgendwann später bekommt er einen Heiltrank und gewinnt dadurch sein Augenlicht, verliert aber diese Gabe. Er sieht nur Farben, Schemen, Schatten – keine Tiefe, keine Kontur und kann so auch einen Tisch nicht als Tisch erkennen.

Erst als er den Tisch mit den Händen fühlt kann er die Schemen und das Bild das er sieht zusammenfügen und einen Tisch draus machen – und dann den Tisch auch sehen.

Es wird beschrieben wie er das Sehen eben auch – lernen muss, sich hart erarbeiten muss.

So ähnlich geht es mir im Moment mit dem Denken, die Worte sind da, die Erinnerungen sind da – aber sie ergeben kein Bild, sind nur Schemen, ohne Zusammenhang, ohne Tiefe, ohne Kontur. Und bei manchen gelingt es mir dann diesen herzustellen – oder eher herzuleiten – wenn ich genug Informationen kriege.

So läuft es ja schon seit 2 Wochen. Mittlerweile kann ich bereits hergestellte Zusammenhänge auch teileweise nutzen, muss es nicht neu zusammensetzen jedesmal. Aber es immer noch so als würde ich im Trüben fischen, als müsste ich die Bedeutung der einzelnen Worte erst – herausfinden.

Das ist – sehr anstrengend. So im Alltag geht es mittlerweile wieder gut. Aber wenn es die letzten 2 Wochen betrifft oder was grad in mir los ist – klappt es nicht.

Aber es gelingt – loszulassen. Erzwingen geht gar nicht – und je mehr ich mich bemühe, desto weniger klappt es. Aber Ablenken geht und auch das Loslassen geht – es einfach – sein zu lassen. Hinzunehmen. Für den Moment.

Vielleicht auch, weil es sich durch die Distanz auch ganz gut aushalten lässt. Und das ist mir im Moment mehr wert.

Denn ich muss 2 Wochen hinkriegen. Der Thera ist nicht da. Und solange ich das „wollen“ immer noch spüre und da Zugang habe  – ist es ok so.

Mir ist klar, dass wir das irgendwann genauer anschauen müssen, das ist ein Zustand, den ich nicht kenne, der mir fremd ist. Es fehlt mir das Flüchten ins Analysierern, Erklären, Verstehen. Aber mit dem Dissoziieren ist auch die Gefühlsebene in dickem Nebel – und die Täterintrojekte – es gibt also grade gar nicht so viel zum Flüchten. Nichts, wo nicht die Flucht in die Ablenkung reichen würde.

So darf es erstmal gerne bleiben.

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Thera gestern

Freitag, 24. Juli 2015 - 16:42 No comments

Es war – ist – so viel, dass ich nicht weiß wie anfangen.

Anfangs ging es eine Weile darum, dass die Mutter ja nicht real da ist, dass es nur ein – wenn auch sehr destruktiver und mächtiger – innerer Anteil ist. Eine Erinnerung an die Mutter damals.

 

Es fehlte nach wie vor jedes Spüren. Ich konnte sehen und hören, aber nicht spüren wie ich auf dem Stuhl sitze oder ob etwas warm oder kalt ist oder ähnliches.

Das einzige was ich wahrnahm war das Tappen – weniger als Spüren, irgendwie – anders.

Da dann verschiedenes nicht klappte, sollte ich mich nur aufs Tappen konzentrieren – nur darauf – und irgendwas passierte dann.

Ich kann das immer noch nicht fassen oder Worte dafür finden. Es war einfach Aufruhr – ein Schreien und Toben der Täterintrojekte, dass es in den Ohren weh tat.

Und es war zum ersten Mal seit 2 Wochen wieder ein „wollen“ da – ein „ich will“ – ein dagegen angehen wollen. Es waren auch Gefühle da – auch wenn ich nicht weiß welche.

 

Es war einfach – viel – zu viele Stimmen, zu viel Lärm, zu viele Worte, die ich nicht verstand, zu viel Chaos – ich konnte nichts mehr fassen, formulieren, aufnehmen.

Vor allem sickerte dann auch durch, dass es nichts schlimmeres für mich gibt als diese „willenlose“ Marionette, die ich in den letzten 2 Wochen war.

Ohne Gefühle war es gut aushaltbar – es gab ja keinen inneren Konflikt – aber es war auch sehr fremdbestimmt – es fehlte ein „ich“ – ein wollen, ein sein – ich war nur Marionette.

Und auch wenn es jetzt sehr viel schwerer auszuhalten ist, weil es wieder Gefühle gibt (auch wenn die im Moment weit weg sind, das wechselt), ist mir das lieber als dieses willenlose Etwas, das ich war.

Ich bin immer noch eine Marionette – es ist immer noch so, dass die Mutter das Sagen hat, aber es gibt wieder einen Anteil, der das hinterfragt, der was anderes will, der ein „ich“ beinhaltet.

Es gab viele Dinge der letzten zwei Wochen, die ich nicht weiß, und ich bin immer noch dabei alles zusammenzusuchen, zu verstehen, was eigentlich grad läuft.

Ich lese Einträge und mails nd versuche ein ganzes Bild zu bekommen, statt der Bruchstücke die da sind.

Mir raucht einfach grade der Kopf und ich merke, ich kann immer noch nicht klar denken, es geht alles durcheinander. Es gibt keine – Worte – die das alles beschreiben könnten. Zumindest hab ich keine.

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Schuhe

Freitag, 24. Juli 2015 - 08:58 No comments

Das blöde bei Online-Bestellungen ist ja, dass man immer Auswahl bestellen muss.

Jetzt ist es so, dass aktuell 1 Paar ok wäre, allerdings warte ich noch auf zwei andere Schuhe, die ich nicht kenne, die von den Maßen her aber besser wären (Weite K!) – aber ob das dann wirklich so ist weiß ich nicht. Dazu kommt, dass die natürlich sehr viel teurer wären, quasi das doppelte kosten.

 

Der aktuelle „ok“-Schuh ist aber nicht ideal – er ist ok und sollte zur Not auch gehen, aber es ist nicht so, dass ich sage: ja der passt perfekt. Eher so – 75 – 80% – was für mich schon richtig viel ist!

Zusätzlich zu den noch ausstehenden, sah ich heute, dass der Schuh von Crocs nochmal deutlich reduziert wurde und so habe ich ihn jetzt auch bestellt – dazu noch einen zweiten, der noch billiger wäre.

Die sollten auch nächste Woche kommen, aber ich muss die anderen spätestens Ende nächster Woche zurückschicken und ob da diese eine Lieferung mit Weite K dann da ist – weiß ich nicht – ich hoffe es.

Wenn nicht, muss ich mich entscheiden ob ich lieber warte ob der andere besser passt oder ob ich mich für „lieber diesen als keinen“ entscheide, denn beide sind definitiv nicht drin.

Vor Ort fand ich jedenfalls keinen passenden Schuh, wir haben zwar auch nicht so viele Läden und ich war nicht im „Bequemschuhladen“ – aber der wäre mir auch definitiv zu teuer (und bisher wurde ich da auch nie fündig).

Also einfach hoffen, dass diese eine Lieferung rechtzeitig kommt und ich dann einfach den wählen kann, der am  besten passt.

Ich finde Schuhe kaufen wirklich sehr anstrengend.

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heute

Donnerstag, 23. Juli 2015 - 07:04 No comments

Heute ist ein sehr langer Tag – gleich geht es los, Termin beim Arzt. Bei dem bin ich alle 2 Monate, bei ihm läuft im Prinzip alles zusammen und die meisten Medikamente laufen über ihn.

Dann hab ich etwa eine Stunde Zeit – zu wenig um nach Hause zu fahren, zu viel vor Ort, weil da außer einem Penny nichts ist – also werde ich ein Buch mitnehmen und dann schon zur Buchbinderei fahren. Da es ja trocken ist kann ich mich dort hinsetzen und lesen. Evt. auch Strickzeug.

Was ich heute in der Buchbinderei mache weiß ich noch nicht – da die andere, die mit mir das aktuelle Projekt macht – die nächste Zeit nicht da ist, werde ich wohl entweder das fertig machen oder sie wird mir zeigen wie ein Buch geht – nehme ich an. Es wird jedenfalls ganz anders als die letzten Male, weil der „Lehrauftrag“, der da im Vordergrund stand, nicht gegeben ist.

Von dort geht es direkt zur Thera – auch da weiß ich nicht recht was mich erwarten wird und wie es wird. Da er ja dann ab morgen weg ist, weiß ich zwar vom Kopf her, dass das grad ungünstig ist, weil nach wie vor mein Handeln selbstgefährdend ist, aber da mir auch nach wie vor jedes Gefühl fehlt, ist es gut aushaltbar – und mir fehlt auch ein Gefühl zum Ausfall.

Und das „vom Kopf her“ ist halt wieder eher ein Ablesen an Verhalten – meinem und anderer.

Soweit so gut.

Da ich noch nichts gefrühstückt habe, werde ich mir auch was zu Essen mitnehmen müssen – einfach weil es vor der Thera nicht geht und bis halb vier doch etwas lang ist für „nichts“. Kann ja die Zeit nach dem Arzttermin nutzen und was essen. Muss nur schauen, was ich im Kühlschrank mitnehmbares finde.

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Körperkram

Mittwoch, 22. Juli 2015 - 17:14 2 comments

Na der Harnwegsinfekt scheint endlich weg zu sein, Blutergebnisse krieg ich erst morgen. Dafür links die Plantarsehne wieder heftig entzündet und rechts die Archillessehne (ein weiterer Hinweise auf anständiges Schuhwerk).  Letzteres ist im Rahmen, ersteres ein ernstes Problem zur Zeit.

Da ich ja Schmerzen grade auch kaum wahrnehme, ist das phasenweise nicht auftreten können wohl nur die Spitze des Eisberges.

Hab heute früh auch mit einem neuen homöopath. Mittel angefangen – einfach weil das was grad läuft – ungut ist – und ungesund.

Es sind immer noch keine Gefühle da, was es gut aushaltbar macht – aber diese inneren Kämpfe und die Folgen – sind – eigen.

Ich kann es nicht beschreiben und mir fehlt auch das analysieren können. Das kann ich sonst ja gut, erkenne Zusammenhänge gut – aber aktuell ist das wie mit Scheuklappen – kein wirklich denken, analysieren möglich.

Dafür funktioniere ich. Gut sogar.

Heute also Arzttermin, Bank, der Versuch ein notizio in A6 zu kriegen in der Stadt, dann Betreuung, Physio, Schuhsuche (und Auswahlbestellung) und in 15 Minuten werde ich abgeholt – wir werden heute zum Essen eingeladen als Dankeschön für die Gestaltung der Anbetung. Leider auch das letzte Treffen mit A., die ab nächster Woche dann im Ausland ist.

Hoffe es wird nicht all zu spät, da ich morgen um halb acht schon los muss und dann quasi durchgehend bis 16.30 etwa unterwegs bin (und beschäftigt).

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