dies und das

Freitag, 18. Juli 2014 - 22:09 2 comments

Es ist irgendwie komisch auch auszusprechen, dass es mir nicht so gut geht und es vor zwei Wochen hart an der Grenze zu stationär war. Wenn nicht die Klosterwoche gewesen wäre, keine Ahnung was dann passiert wäre – sie hat mich auf jeden Fall vor einem stationären Aufenthalt gerettet.

Da ich nach außen ja auch immer funktioniere, ist das einfach auch für andere nicht so ersichtlich. Trotzdem will ich dann auch nicht lügen – wobei das ja eher ein mir selbst was vormachen war und ist.

Insofern hab ich heute denen, die mich danach gefragt hatten, auch ehrlich geantwortet. Zur Zeit ist es ja eher so, dass es allen nicht so wirklich gut geht.  Schon gestern hab ich es R. gesagt, weil ich irgendwie auch nicht wirklich erklären konnte, warum die Klosterwoche zwar super und sehr wichtig und mir wirklich gut getan hat, es jetzt aber schon wieder schwierig ist über den Tag zu kommen oder auch alles hinzukriegen. Zu erklären, dass es für mich mehr als “Urlaub” war.

Aber auch mir selbst einzugestehen, dass es mehr war.

Wichtig war es mir halt auch, weil ich heute meinen Seelsorger traf um mit ihm einen Termin auszumachen. Denn es macht mir schon zu schaffen, dass das beim Gebet für mich so außen vor bleibt. Der Termin ist übrigens am Dienstag nach der Physio.

Dafür spielen wir jetzt Sonntag auch die Abendmesse, weil sich kein Organist fand und er deshalb bei mir anfragte, ob ich/wir das machen könnten. Ich sagte zu, wenn ich es nicht allein machen muss, einfach weil ich mir das im Moment nicht zutraue. Aber E. wird auf jeden Fall mitmachen und zwei weitere sehr wahrscheinlich auch, K. muss ich morgen anrufen und fragen bzw. eine SMS schicken.

Heute Abend war die letzte Probe für das NF nächste Woche und es lief eigentlich ganz gut. Abgesehen davon, dass ich heute permanent falsch gesungen habe und auch die Gitarre nicht gestimmt bekam. Zum einen zickt meine Stimme aktuell etwas – oder weniger die Stimme an sich, es ist eher ein “festsingen”, was dann den Rest schwieriger macht, zum anderen bekam ich einfach die Gitarre nicht gestimmt (und irgendwas hinderte mich auch das Stimmgerät zu nutzen, dabei hatte ich vorsorglich sogar das lange Gitarrenkabel mit, was das Stimmen sehr vereinfacht).

Dann ist auch die Gruppe nicht so “sicher” – sie können zwar die Stimmen, sanken heute aber gern während des Liedes ab – trotz Gitarre.

Trotzdem – alles in allem lief es gut und solange wir einstimmig blieben klappte es dann auch.

Mit etwas Glück kommt morgen jemand, der etwas von den Kleinanzeigen abholt. Damit könnte ich wenigstens eine Packung DinA5-Hüllen holen und damit vielleicht dann doch selbst daraus eine Art Mappe basteln. Irgendwie reizt es mich ja schon, das in der Buchbinderei selber zu machen. Aber erstmal sehen ob die überhaupt kommt und dann auch ob es Sinn macht mit einer Packung und ob die überhaupt rechzeitig ankäme. Wie gesagt muss dazu erstmal die Dame kommen und das Teil überhaupt abholen.

Alles in allem: Tage sind im Moment deutlich schwieriger, aber eben auch leichter als noch vor zwei Wochen. Diese Klosterwoche hat mich vor einem stationären Aufenthalt gerettet – und das war mir zwar irgendwie klar, aber nicht so bewusst. Genauso wie es die letzten beiden Tage sehr auffällt, dass ich eben nicht automatisch mit “gut” oder “geht so” antworte, wenn ich nach meinem Befinden gefragt werde, sondern auch sage, dass es vor zwei Wochen hart an der Grenze war und die Klosterwoche da quasi ideal. Um zu meinen einen Cut zu schaffen, aber auch ein hinspüren und mal nicht davon laufen und ablenken, sondern mit mir beschäftigen, ohne mich darin zu verlieren.

Einfach auch ehrlicher zur mir selbst zu sein. Das macht die Tage nicht einfacher, aber doch deutlich verständlicher, warum grad manches nicht geht oder anderes (wie das mit den Liedern und deren Zusammenstellung), grad so einen großen Stellenwert hat.

Und es ist ein etwas bewusster damit umgehen – auch mit den Abwehrmechanismen, vor allem aber eben mit eigenen Ressourcen. Und dieses bewusster mit sich umgehen – finde ich als was positives (auch wenn mir so manches nicht gefällt, was ich da an mir sehe/erkenne).

bäh

Donnerstag, 17. Juli 2014 - 20:29 No comments

Ich hasse es, wenn Kopf und Gefühl so auseinander klaffen.

Ich WEISS, dass ich es locker bis Montag in einer Woche schaffe, trotzdem ist Panik da, weil das – so lang hin ist.

Nix mit “rüberretten”.

Dabei völlig idiotisch, weil ich ja auch Betreuung, Buchbinderei und nächste Woche sogar einen Termin beim “Ersatzthera” hab (ok letzterer ist ja immer eher – schwierig, weil keine Therapie, sondern Smalltalk).

Nur weil sozusagen kein Termin, an dem “Gefühle sein dürfen” da ist. Die ja eh nicht sein dürfen dann.

Mich kotzt das so an.

Thera heute

Donnerstag, 17. Juli 2014 - 19:42 No comments

Wir haben heute viel über Musik gesprochen. Es ist ja so, dass mir immer ein Lied durch den Kopf geht und das oft – oder meistens – passend zu dem vorherrschenden Gefühl. Daher wechselt das auch immer wieder mal.

Aktuell sind es ja drei – oder vier – Lieder die so im Vordergrund sind. Auch für mich eher neue Lieder und es fing schon damit an, dass er daraus einzelne Sätze wissen wollte, die mich am meisten ansprechen – oder irgendwie der zentrale Satz in den Liedern ist.

Das fiel schon schwer – obwohl ich die Texte kannte.

Am Ende bat er auch darum, dass ich ihm eine Liste mit Liedern schicken soll, die in mir Gefühle auslösen. Was gar nicht so einfach war.

Im Endeffekt gibt es aktuell ein Lied, das immer was auslöst. Weil es klar “mein” Lied ist zur Zeit (und schon seit einem Jahr), aber es ist auch ein Lied, das mich verletzbar macht, weil da auch viel Sehnsucht drinsteckt.

Natürlich gibt es auch andere Lieder, die mich sehr berühren, aber dieses eine ist, als würde ich da mein Innerstes zeigen. Von daher fiel es mir schon schwer das auch zu nennen und abzuschicken. Nicht weil ich Angst habe, dass er mir das kaputt macht oder mich verletzt, sondern weil es für mich auch ein Lied über das Turmzimmer ist, das ja schon so mein sicherer Ort auch ist.

Ich hatte ja heute vormittag neue Lieder zusammengesucht – aus meinen zig Notenbüchern und -heften – einfach weil ich nicht immer so eine Riesenunordnung schaffen will, wenn ich singen möchte. Also wurde aus den Notenbüchern Lieder kopiert – die die mich sehr ansprechen, aber auch solche, dir mir beim durchblättern auffielen und deren Texte mich ansprachen – auch wenn ich die Lieder – noch – nicht kenne.

Letzte Woche hatte ich ja viele Noten mit und merkte, wie durcheinander die sind und wie sehr mir ein “zusammengefasstes” System fehlt.

Jetzt brauche ich nur noch ein Sichtbuch oder eine passende Mappe, den Ringbücher in A5 haben nur 2 Ringe und sieht das nach kurzer Zeit immer ziemlich aus (grade bei der doch eher intensiven Nutzung von mir), weil einfach zu wenig Halt ist. Jetzt muss ich nur noch mit mir klären ob ich mir diese teure Rillstab-Mappe gönne, oder versuche mir in der Buchbinderei selber was zu basteln (dann bräuchte ich nur etwa 120 – 150 gute und stabile Hüllen in A5, die auch nicht so viel günstiger kommen, wenn ich nicht die dünnen billigen nehme). Alternativ könnte ich natürlich auch 3 Sichtbücher mit je 40 Hüllen nehmen und so sogar noch eine Art “Sortierung” reinkriegen.

Wobei das mit den Hüllen und in der Buchbinderei schauen grade auch ihren Reiz hat und damit an erster Stelle stünde.. Nur dass ich nicht recht weiß, wie das umsetzen. Und vor allem bräuchte ich dazu die Hüllen dann schon nächste Woche Dienstag, da ich das aktuelle Projekt am Di beende und dann gleich was neues machen muss – und bis Di krieg ich keine 120 Hüllen zusammen, was diese Möglichkeit schon eher ausschließt – leider.

Wie auch immer – ich schweife ab. Ich war also in den Liedern auch schon drin, als ich zur Thera ging.

Dort hab ich was das fühlen angeht eher gekniffen. Nicht dass nichts da gewesen wäre, aber es ist ja viel einfacher zu erklären usw – also zu fühlen.

Nächste Woche ist er leider nicht da. Das hat mich dann doch erstmal ziemlich umgehauen, denn im Moment ist tatsächlich eine Woche oft schon schwer hinzukriegen. Auf Nachfrage bekam ich aber einen Termin am 28., wobei ich noch klären muss, ob der jetzt zusätzlich ist oder nur der Termin vom folgenden Do vorgezogen.

Er erklärte auch, warum er die Lieder gern hätte. Er kommt ja aus der Kunst- und Musikecke – Schwerpunkt Kunst, aber eben selbst auch sehr viel mit Musik gemacht und für ihn ist das natürlich auch eine Ausdrucksform für Gefühle. Deshalb meinte er, er würde gerne ein besseres Gespür für kriegen, was mich so umtreibt.

Klar weiß er es, aber Musik sagt ja nochmal auf einer anderen als der verbalen Ebene einiges aus.

So viel Lieder, die mich wirklich berühren gibt es auch nicht. Aber es gibt eine Menge, die für mich wichtig sind. Weil sie mich zum Beispiel eine ganze Weile auch – getragen – haben.

Genauso wie heute klar wurde, dass die aktuellen Lieder auch sehr zum Inhalt haben, wie existenziell die Bedrohung für mich ist – er nahm einen Satz als Beispiel: “wenn der Sturm dich auf das Meer raus treibt, wenn das Boot in dem du sitzt zerbricht” (hab keine Angst, es trennt uns nichts).

Im Endeffekt geht es aktuell viel darum, dass der Sturm tobt und ich mehr oder weniger untergeh und irgendwie einfach nur hoffen kann, dass Gott das sieht und da ist und mich hält.

Mir war immer klar, dass Lieder viel aussagen, was mir fehlt ist, dass ich damit auch eine Ausdrucksform für Gefühle kriege – die über den Text und das Singen hinausgeht, die den Text mit Leben füllt.

Im Moment hab ich nur diese verbale Ausdrucksmöglichkeit (was gut ist!), aber leider nicht reicht. Denn wenn ich innerlich in den Tränen ertrinke, weil die einfach keinen Weg nach draußen finden, nützt auch ein “es ist alles zuviel” nicht mehr wirklich was. Außer, dass ich eben mitteilen kann, wie es mir geht (was schon viel wert ist, keine Frage).

Wie ich da nächste Woche mache, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass ich es schaffe, dass es mehr das Gefühl von “ist so ewig lang” ist und weniger die Realität.

Außerdem ist nächste Woche ja NF, von daher hab ich genug Ablenkung ;).

Alles in allem war es einerseits komisch, weil wir nicht mit Gefühlen gearbeitet hatten und ich gut kneifen konnte, aber das mit den Liedern ist glaub ich ein gar nicht so blöder Ansatz und daher find ich das schon gut so.

Frage an meine Leser

Dienstag, 15. Juli 2014 - 18:59 4 comments

Ich suche Plastikdosen mit einem Fassungsvermögen von 200 bis 300 ml, die für die Tiefkühle geeignet sind und darin stapelbar und nicht zu teuer, da ich 12 bis 20 davon brauche. Bräuchte dir für das selbstgemachte Eis, da das später nicht mehr portionierbar ist.

Da ich meist mit 500 ml Flüssigkeit arbeite, ist es doch mehr und das mit den Eisförmchen (hab da Bananen aus Silikon) ist beim Abwasch echt ein Graus und dann  meist das aus dafür, außerdem löffel ich lieber.

Aktuell nutz ich die Eisförmchen und Muffinförmchen, was aber zwingend erforderlich macht die sobald gefroren einzutüten.

Grade in Phasen wie jetzt ist das oft schlicht zuviel Aufwand, den ich  dann nicht hinkriege.

Habt ihr da einen Tipp für mich?

Habt ihr da irgendwelche Tipps für mich? Wäre sehr dankbar

sein

Dienstag, 15. Juli 2014 - 17:21 No comments

Im Moment ist alles – anstrengend. Als ich heute in der Buchbinderei saß, musste ich das erste Mal seit langem wieder die Ohrenstöpsel rein machen – es war irgendwie alles zuviel. Und ich irgendwie ständig nah am Wasser gebaut. Nicht dass wirklich Tränen gekommen wären, immer so das kurz davor.

Ich sprach in der Pause kurz mit dem Ersatzthera, zum einen weil ich neue Transporscheine brauche, zum andern, weil ich es nicht hinbekommen habe in der Tischlerei abzusagen. Also bat ich ihn das zu übernehmen, brachte ihn auf den neuesten Stand was die Betreuung anging und ging dann wieder.

Mittags dann Physio und danach nach Hause – und ich könne auf der Stelle einschlafen.

Ich weiß nicht recht wie mit allem umgehen. Vor allem den Gefühlen. Sie fluten nicht, sind aber ständig da – eigentlich ja was gutes – aber ich finde kein Ventil für sich, sie finden keinen Weg nach draußen und das macht sie irgendwie – schlimmer und weniger gut aushaltbar.

Vermutlich könnte ich ins Funktionieren umschalten – ehrlich gesagt weiß ich das im Moment nicht so recht. Es ist auch alter Mist da, vor allem Sachen, die mit meiner Mutter passieren – ihre emotionalen Erpressungen, ihre Manipulationen und dass ich merke, wie viel sie damit bei mir kaputt gemacht hat. Aber auch die Münchhausen-by-proxy-Sache – es ist grad irgendwie alles präsenter. Vielleicht auch, weil der Körper entsprechend reagiert.

Dabei ist es nicht so, dass da groß Gedanken drum kreisen oder Flashbacks auftauchen – das alles läuft eher im Hintergrund, nicht recht fassbar.

Ich würde so gerne loslassen können, einfach losheulen oder den Tränen sonst irgendwie freien Lauf lassen – irgend ein Ventil für das Gefühlsmischmasch, für die vielen Tränen, die ja da sind.

Den Tag zu überstehen macht mich so unglaublich müde. Dabei müsste ich noch die Lieder suchen und zusammenpacken – da meine Musikdateien ja verloren, müsste ich also alle Lieder erst bei youtube suchen, in mp3 umwandeln und dann hochladen oder auf CD brennen. Sind ja nur etwa 40 oder so. Aber ich kann mich nicht aufraffen, auch gar nicht konzentrieren. Spätestens Freitag brauch ich sie.

Dafür fällt Buchbinderei – wieder einmal aus – Do und Fr fallen aus und nächste Woche finden Di, Mi und Fr statt. Wobei mir das diesmal eher entgegenkommt wenn ich ehrlich bin. Etwas mehr Zeit für mich.

Und heute – keine Ahnung. Leider hab ich keine Bananen mehr (außer tiefgekühlt), so dass Kirschen und Bananen nicht gehen. Aber vielleicht wird es Bananen-Schoko-Minze- und Sauerkirsch-Joghurt-Eis -  oder ich mach Himbeer- oder SauerkirschButtermilch-Eis. Wasser- und Galiamelone hätte ich auch noch in der Tiefkühle. Mal sehen auf was ich nachher Lust hab.

Ansonsten lesen (wobei das aktuelle Buch grad nicht so das richtige für mich ist – Der Himmel anderswo – doch sehr problembeladen und aus der Missbrauchs-Ecke, mal sehen ob ich was anderes finde, das kann ich ja ein andermal weiterlesen).

Der Alltag ist schwierig – nicht grenzwertig, aber nah dran – Kleinigkeiten reichen um schnell über die Grenzen zu rutschen.

Immerhin läuft der Laptop jetzt und so nach und nach ist auch alles installiert. Von daher hoffe ich da heute deutlich früher ins Bett zu kommen. Genaugenommen, werde ich nach dem Eintrag hier auch Schluss machen und den Abend einläuten.

 

 

Geschützt: das Merkzeichen und der Glaube

Montag, 14. Juli 2014 - 18:09 Comments off

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Thera heute

Montag, 14. Juli 2014 - 17:28 No comments

Es war gut, dass wir heute einen Termin hatten.

Das Gespräch mit dem Betreuer lief soweit gut – wir sind überein gekommen, dass wir es jetzt erstmal versuchen. Er wird schauen, dass die Termine verlässlicher werden, ihm war auch nicht so klar, wie wichtig das für mich ist und bis zum 23. September läuft ja die Buchbinderei – von daher schauen wir ob wir bis dahin es schaffen in die Termine die nötige Struktur zu bringen.

Es ging in der Thera erst da drum, dann um letzte Woche und auch nochmal um vorletzte und da im Speziellen um den einen Freitag. Auch um Absprachen und wie gehen wir damit um usw. So wie auch um den Umgang mit Suizidgedanken und er hätte gern, dass ich mich dann melde, was das Thema “emotionale Erpressung” aufbrachte  – ich kann das für mich nicht so trennen, da meine Mutter mir ja häufig gedroht hat sich und den jüngsten Bruder umzubringen. Obwohl ich wusste, dass sie sich nichts antun würde, hatte ich doch Angst um den “Kleinen” (der ja heute auch nicht mehr klein ist und Gott sei Dank von dem Mist nichts mitbekommen hat).

Damit fast zwangsläufig um eins der Dauerthemen – die Angst so zu sein wie meine Mutter.

Kurz ging es auch darum, warum es mir so schwer fällt das mit dem Merkzeichen in ein Gebet zu kleiden oder so – es war nur für 2 Sätze Thema, aber er hat da was angesprochen, was vielleicht damit zu tun hat – das werde ich aber in einem eigenen Beitrag für mich sortieren.

Es war ein Termin, der viele Themen streifte und schlussendlich ein ziemliches Gefühlschaos auslöste – für das wir dann aber auch Zeit fanden.

 

Nach wie vor geht es ums Zulassen können – das bedeutet nicht nur das Gefühl spüren, sondern auch einen Ausdruck dafür finden und zulassen. Tränen z.Bsp oder bei Wut mit dem Fuß aufstampfen oder was auch immer.

Leider ist es ja so, dass das für mich kaum möglich ist – eine Träne die hochsteigt erreicht ja grade mal das Auge, es gibt so viele Automatismen die dagegen ankämpfen und ich verlier mich ihn denen dann leider auch – so dass es irgendwie nicht mehr ums Gefühl dann geht, sondern mehr um den Kampf dagegen an.

Im Moment ist einfach alles etwas – sortierter. Und die Zeit bis Donnerstag – also dem nächsten Termin – auch überschaubar und gut machbar.

Ein sehr intensiver und umfassender, aber auch guter Termin.

 

 

Categories: Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

hier so

Montag, 14. Juli 2014 - 10:08 No comments

Da meine Katzensitterin so lieb war und meinen Laptop in Empfang nahm, bin ich am WE viel damit beschäftigt, den wieder aufzusetzen. Und als ich dann gestern quasi fertig war und nur noch der Bluetooth-Dongle fehlte, stellte sich raus, dass das nicht geht – der ließ sich schlicht nicht installieren, ständig irgendeine Fehlermeldung und im Endeffekt das Ergebnis, dass ich dann versuchte eine Systemwiederherstellung zu machen, die sich aber nur machen ließ, vor dem Zeitpunkt der Installation des Antivirenprogramms (und leider half auch nicht dieses einfach zu deinstallieren).

Langer Rede, kurzer Sinn: es wär schneller gegangen das Teil auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, denn der einzige Wiederherstellungspunkt der ging war eben der kurz danach und noch vor den ganzen Windows Updates – und das dauerte über eine Stunde (nach einer Stunde hab ich einfach aufgegeben und das Teil laufen lassen und bin ins Bett, daher kann ich nicht sagen wie lange es wirklich dauerte).

Aktuell lädt er wieder mal die Windows Updates – aber immerhin: der Bluetooth-Dongle funktioniert (ist hier nötig um Musik über die Lautsprecher zu hören – mit Kabel schmeiß ich die ständig runter, daher ist an den Lautsprechern so ein Audio-Bluetooth-Teil für als Werbegeschenk).

Diese Ständige Einrichterei nervt – und so ganz rund läuft der Laptop auch nicht. Manchmal ließt er keine CDs ein – das läuft dann erst nach einem Neustart wieder. Der Rest sind Kleinigkeiten.

Alles in Allem aber ok so – immerhin lenkt es mich davon ab, dass in eineinhalb Stunden der Betreuer hier aufläuft und wir erstmal klären müssen ob und und wie es weitergehen könnte.

Um zwei hab ich dann einen Zusatz-Theratermin und ich glaube das ist ganz gut so.

Was ich allerdings bis jetzt nicht geschafft habe: ich müsste in der Tischlerei bescheid geben, dass ich bis zum 23. September nicht mehr komme – das krieg ich einfach fahrtechnisch nur hin, wenn wirklich jeder Betreuertermin klappt und mit Fahrt gekoppelt wird – und im Moment ist mir das zu unsicher. Dazu kommt, dass ich fürchte dass es mir zu viel wird – wenn ich dann von Di – Fr in der Buchbinderei bin.

Mal schauen wie ich das geregelt bekomme.

es geht dem Ende des Urlaubes zu

Freitag, 11. Juli 2014 - 16:56 No comments

Der letzte Tag hier im Kloster, den Nachmittag hab ich nochmal genutzt um in der Kirche Gitarre zu spielen – was gut tat.
Auch wenn ich nun Blasen an den Fingern hab (nicht diese oberflächlichen, sondern die, die in der Tiefe liegen) und gegen Ende schlicht nicht mehr Spielen konnte – es hat gut getan.

Alles in allem war es ein sehr gute Woche für die ich unendlich dankbar bin. Auch wenn sie mich phasenweise etwas zu nah an meine Gefühle gebracht hat.

Im Moment steht im Raum ob ich für Monatag einen zusätzlichen Therapietermin wahrnehmen kann/soll. Zum einen weil es ja um Gefühle zulassen geht und ich bis Donnerstag mit Sicherheit so sehr wieder im Funktionieren bin, dass da nichts läuft, zum anderen aber auch, weil sich am Montag vielleicht/hoffentlich klärt, ob und wie es mit der Betreuung weitergeht.

Der Freitag vor einer Woche war mehr als nur ein ¨Cut¨ und ich bin in Tiefen abgerauscht, die mir Angst machten, die auch gefährlich werden könnten. Auch oder grade weil die Notfallmittel nicht gegriffen haben.

Zwar war das dann Samstag auch wieder soweit ok – dass es wieder ein klares ¨rauskrabbeln aus dem Sandloch¨ war, aber der Freitag oder die Gefühlslage am Freitag hat mich erschreckt. Auslöser war ja, dass die Betreuung wieder mal in Gefahr ist.

Tja und am Montag hab ich eben den Termin mit dem Betreuer in dem es darum geht ob wie einen Weg finden, die Terminproblematik so in den Griff zu kriegen, dass ich es irgendwie handhaben kann.

Ein Nein wird Megakrise sein, aber ich denke auch ein ja wird einiges auslösen, weil ich einfach eh grad viel zu nah an meinen Gefühlen bin. Entsprechend bekam ich den Auftrag, dass ich beim Therapeuten nach einem zusätzlichen Termin fragen soll – ohne ein ¨muss¨ – sondern einfach damit ich mich mit der Frage ob ich ihn fragen soll, nicht weiter rumschlage.

Allein zu fragen war da schon so schwierig – eben weil es kein ¨Notfall¨ für mich ist. Vom Kopf her weiß ich aber auch, dass es gut ist, dass ich ich die Mailanfrage jetzt endlich rausgeschickt habe – denn ein ja würde einfach alle Eventualitäten abdecken und ein nein wäre aber auch ok. Es ist ein ¨Absichern¨ – sonst nichts.

Meine Katzensitterin hat heute auch meinen – diesmal hoffentlich wirlich reparierten – Laptop in Empfang genommen :) – was bedeutet, dass ich am WE diesen einrichten kann (sehr gut als Ablenkung!)

Ansonsten werden wir hier noch zu Abend essen und dann gegen halb sieben los fahren – und hoffentlich gegen acht dann zu Hause sein. Auspacken usw mach ich dann morgen in Ruhe.

Es war eine wirklich gute Woche und irgendwie ist schade, dass es schon zu Ende ist. Auch wenn ich weiß, dass das  auch gut ist, weil ich schlicht nicht mehr Gitarre spielen könnte ;).

Sehr schade, dass ich das nicht öfter machen kann. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich es diesmal machen konnte.

müde

Mittwoch, 09. Juli 2014 - 20:08 No comments

So unglaublich müde heute. Ich hab fast den ganzen Tag Gitarre gespielt – von viertel nach neun bis kurz nach halb elf und dann von halb eins bis halb sechs, mit einer Dreiviertelstunde Pause, in der in der Kirche Orgel gespielt wurde.

Die Finger sind wund, ich bin müde, aber es hat unglaublich gut getan. Es war heute einfach irgendwie nötig so.

Beim Singen kann ich den Kopf ausschalten und irgendwie hader ich grade so ein bisschen mit meinem Schicksal. Zumal ich heute kaum Laufen konnte, was mich echt fuchste.

Das eigentliche hadern ist aber ein anderes.

Ich bin gläubig, sehr, und hab eigentlich immer gedacht, dass ich ein ziemliches Gottvertrauen habe. Aber das mit dem Merkzeichen – der Tatsache, dass es da um die Existenz geht – das kann ich irgendwie nicht vor Gott bringen, da kann ich nicht für beten oder so – irgendwas blockiert. Und ich weiß nicht was.

Das ist jetzt nichts Neues – das weiß ich schon länger, ist mir schon länger bewusst, aber es ist diese Tage irgendwie – präsenter. Ich würd es gern verstehen. Weil diese Blockade irgendwie nicht mit meinem Glauben zusammenpasst. Irgendwas hakt da.

Nachdem ich mich dann durchgerungen habe um ein Gespräch mit einer der Nonnen zu bitten (einer bestimmten), erfuhr ich heute leider, dass die ab morgen für ein paar Tage weg ist – und somit ein Gespräch nicht mehr möglich.

Nun gut – es soll wohl so sein. Mal sehen ob ich das mit meinem Seelsorger mal anschaue, denn ehrlichgesagt für die Therapie ist mir da die Zeit für zu schade (zumal ich glaube, dass ich das wirklich mit jemanden besprechen möchte und sollte, der selbst fest im Glauben verankert ist).