Thera heute

„Kleiner“ Nervenzusammenbruch und das wars dann.

Totale Überforderung gekoppelt mit Missverstehen und nichts ging mehr.

Sch….

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schwubs …

… und schon ist der Boden unter den Füßen wieder weg.

Ich darf einfach nicht sagen/schreiben, wenn etwas gut läuft.

Mein Betreuer hat gekündigt. Da er eine Zusatz-Ausbildung macht, die über 2 Jahre geht, neben  voller Arbeitsstelle und Familie – kann er die Betreuung nicht mehr weiter machen.

Es läuft noch bis Ende August und eventuell noch die eine oder andere Stunde im September, aber das wars dann.

Da ja schon niemand für die Urlaubsvertretung gefunden wurde, mit dem ich auch klar komme, ist fraglich, ob sie mir dann überhaupt jemanden stellen können.

Ich verstehe ihn und hatte es auch schon befürchtet als er mir davon erzählte, dass er sich da beworben hat. Trotzdem hatte ich gehofft, dass es schon klappen wird.

Warum darf nicht etwas einfach mal nur gut laufen?

Für heute nur noch Welt aussperren und mich mit Medis abschießen. Vielleicht findet sich so über Nacht wieder Boden unter den Füßen.

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Montag

Eigentlich startete ich soweit ganz gut in den Tag, alles gemütlich und ruhig.

Bisschen Computerkram und dann stricken, nebenher lief ne „neue“ Serie (also neu nicht, hab ich früher oft gesehen, aber nie wirklich in der Reihenfolge).

Innerhalb von 2-3 Minuten war das nicht mehr möglich – weil ich Sehstörungen bekam. Augenflimmern, blinde Flecken usw – die immer mehr wurden. Ich sah weder meine Maschen, die zu stricken wären, noch konnte ich was lesen. Bewegte Bilder waren noch schlimmer, da war gar nichts mehr zuordenbar.

Also erstmal Augen zu, runterfahren, zur Ruhe kommen, wobei ich ja eh das Gefühl hatte schon ruhig zu sein. Half auch nicht wirklich.

Nach einer Stunde dann versuchte ich mal den Hausarzt zu erreichen, weil leichte Kopfschmerzen dazukamen. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die eben von den Sehstörrungen kamen.

Der ist natürlich im Urlaub.

Also weiter: abdunkeln, hinlegen, Augen zu, eine Entspannungsübung nach der nächsten. Es wurde minimal besser.

Immerhin war ich ab da dann auch überzeugt, dass es nur die Psyche ist. Bis dahin hatte ich das eher gehofft.

Tja darum ging es dann die nächsten Stunden – Ruhe, Reize (vor allem für die Augen) verringern, Übungen um Kiefer und Nacken zu entspannen (vor allem der Kiefer hatte das nötig) und mit Bonsai-Tiger auf mir bisschen dösen oder ablenken (Musik und Hörspiel hören).

Im Laufe der Zeit wurde es dann zunehmend besser und nach gut 3 Stunden war der Spuk vorbei, nur die leichten Kopfschmerzen blieben.

Nachher lass ich mich vom Betreuer einsammeln, bisschen ungut, weil wir die Zeit eigentlich hier in der Wohnung bräuchten, aber ist nun halt so. Wir müssen Rezepte einlösen, das hatte ich letzten Donnerstag vergessen, und da der Betreuer heute eigentlich auch nochmal 2 Wochen Medis stellen wollte/sollte, brauchen wir die.

Leider hab ich auch vergessen in der Apotheke anzurufen – also hoffe ich einfach, dass alles da ist. Zur Not müssen wir Mittwoch nochmal „nachstellen“.

Wird schon werden.

Morgen dann wieder Thera, mit hoffentlich-vielleicht das erstmal letzte Mal mit Traumaexposition. Damit sind dann hoffentlich die Situationen wieder so weit eingetütet, dass sie den Alltag nicht mehr mehr als sonst beeinflussen.

 

 

 

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dies und das

Gestern mit meinem Betreuer über die Urlaubsvertretung gesprochen. Übergabe gab es keine er hatter nur eine WA an den Zusatzstundenbetreuer geschrieben, welche dieser auch gelesen hat, aber nicht geantwortet.

 

Lange überlegt ob ich ihm sagen soll, dass mir wichtig ist, dass er mit meinem Betreuer auch spricht. Aber im Endeffekt weiß ich nicht was dieser sagen soll. Hatte ja gehofft, dass er sicherer wird, wenn er mit ihm spricht – dadurch auch die Termine besser werden – aber ich glaube für mich würde sich jetzt nichts mehr ändern.

 

Es stimmt einfach nicht zwischen uns, er triggert etwas an und ich bekomme das nicht getrennt.

 

Vermutlich werde ich also keine Urlaubsvertretung machen lassen, sondern nur den regulären Zusatzstunden-Termin.

 

*****

 

Gestern ist mein MP3-Player kaputt gegangen. In letzter Zeit hatte er sich häufiger nicht gemerkt, wo ich im Hörbuch war – vor allem, wenn er sich automatisch ausgeschalten hat – wegen Zeit oder so.

 

Tja und gestern war dann Schluss. Da noch Garantie also alles in die Wege geleitet und schon überlegt, wie ich die nächste Woche ohne klar komme (Handy halt – aber das geht ja so auf den Akku) und abends dann schon die Erstattung erhalten und neu bestellen können.

 

Muss also nur bis einschließlich Dienstag hinkommen.

 

*****

 

Ich hab kein Hungergefühl zur Zeit. Wobei es ist wohl eher so, dass ich es nicht wahrnehmen kann, weil ja alles Fühlen wieder weit weggeschoben wird. Entsprechend ist das Essverhalten grad wieder sehr ungesund. Da ich auch immer noch mit dem Trinken Probleme habe,  vermute ich, dass das zwischen drin was essen eigentlich Durst ist.

 

Alles noch im Rahmen, aber verbesserungswürdig. Also das zwischenrin wieder auf Melone und Co umstellen – das sollte kein Problem sein.

 

Und ich esse zu viel Eis  – Wassereis  hauptsächlich – um auf die nötige Flüssigkeitsmenge zu kommen.

 

Das ist aber zur Zeit auch ok so.

 

Interessant dabei ist – dass das Gewicht nicht nach oben geht. Obwohl auch die Sporteinheiten weniger geworden sind.

 

*****

 

Die Sporteinheiten sind weniger und ich bin fitter – das hatte ich vor ner Weile mal festgestellt und daher sollte ich probieren nicht jeden Tag zu machen.

 

Das ist tatsächlich schwierig – nicht weil es  groß fehlt (dann kann ich es ja machen), sondern weil das Risiko, dass das einschläft, groß ist.  Denn mind. 3-4x die Woche sollte es schon bleiben.

 

*****

Der heutige Tag ging erstaunlich schnell rum, insgesamt ein relativ guter Tag.

 

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Helfer

Manche Helfer helfen, manche eher nicht.

Ich bin unendlich froh meinen Betreuer zu haben. Es passt einfach. Bei ihm hab ich kein Problem zu sagen, dass es heute schlecht geht und wir einfach schauen müssen was geht.

Weil ich weiß, dass er damit umgehen kann. Er weiss genau wann er was sagen soll/kann und wann nicht, wann es besser ist mich abzulenken und wann mich in Ruhe lassen.

Vielleicht bin ich daher verwöhnt.

Letzte Woche meinte er zu mir, dass er mich gern  betreut, dass er mich als „einfach“ empfindet und offen, nett und freundlich. Auslöser war, dass ich sagte, dass ich ja weiß, dass ich kein einfacher Klient bin.

Das hat gut getan, denn aktuell hab ich ja eh wieder eher das Gefühl immer nur zu viel zu wollen und mich anzustellen usw.

Grade auch, weil ich der Koordinatorin mitteilte, dass der Zusatzstunden-Betreuer für mich nicht die Urlaubsvertretung machen kann, da ich ihn nicht in die Wohnung lassen kann.

Es gibt aber niemand anderen.

Mir macht das zu schaffen. Weil der eine Termin mit dem Zusatzstunden-Betreuer mich schon sehr stresst.

Er ist wirklich ein netter Kerl und dennoch werde ich nicht warm mit ihm. Bin zunehmend auch genervt irgendwie. Dabei macht er nichts schlimmes oder so – es sind eher die Kleinigkeiten, die wohl auch einfach nur „gut gemeint“ sind.

Eigentlich sollte er mit mir das Einkaufstraining machen und ein paar Sachen in der Wohnung (Tiefkühle abtauen, Garage aufräumen usw), die einfach mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Wäsche waschen steht auch auf der Liste und wäre theoretisch ja etwas, was nicht in der Wohnung stattfindet. Trotzdem sträubt sich alles in mir – es ist mir – zu nah.

Und Einkaufstraining – mit ihm ist es noch schwieriger – und sinnlos. Denn ich bin so im Funtionieren und Dissoziieren wenn ich mit ihm unterwegs bin, dass kein sinnvolles Angsttraining möglich ist.

Ich will nicht noch mehr Zeit mit ihm verbringen. Hatte zwar auch schon gesagt, dass er höchstens noch einen weiteren Termin übernehmen kann, aber seitdem überlege ich mich einfach krank zu melden.

Denn ich merke es in der Wohnung – seine Termine machen grade zu viel Stress – ich bin eh schon dünnhäutig und an der Grenze und naja – das zeigt sich auch in der Wohnung.

Nur dass ich diese 10 Tage eben nicht meinen Betreuer hab, mit dem ich das wieder in Griff kriege.

Dazu kommt, dass die Abneigung immer mehr wird. Nicht persönlich – wie gesagt – er ist ein netter Kerl – aber „beruflich“. Im Moment ist er mehr „Fahrdienst“, weil ich mich überhaupt nicht einlassen kann.

Das Gefühl habe, dass er dem auch nicht gewachsen ist, dass ich funtionieren „muss“, weil er so schon unsicher ist.

Ich kann es nicht wirklich greifen. Vielleicht ist es auch deshalb, weil er wohl Schweigen nicht aushalten kann und dann halt von sich er zählt.

Oder der Angst ihm zu sagen, wenn es nicht gut geht, weil er einerseits dann noch anstrengender ist (und mich mit Argusaugen beobachtet und ständig nachfragt und damit alles noch schlimmer macht) und er damit noch unruhier und aufgeregter wird und zum anderen mir auch vorstellen kann, dass er dann beim nächsten Klient oder auch seinen Freunden/Bekannten erzählt, dass es ja seiner Klientin heute so schlecht ging und es für ihn daher heute sehr anstrengend war.

Vielleicht tue ich ihm unrecht. Aber jetzt, wo ich das hier so schreibe – vielleicht ist es genau das – dieses helfen wollen um sich selbst aufzuwerten. Sich damit profilieren.

Nicht dass es so ist, aber dass es sich für mich grad so anfühlt. Dass es mich zu sehr an alten Mist erinnert.

Ich merke nur, es tut mir nicht gut. Diese 20 Zusatzstunden – da muss ich durch. Wir haben zu lange darum gekämpft – und ja – allein, dass das Einkaufen wegfällt, verschafft meinem Betreuer und mir etwas mehr Luft.

Aber ich bin heilfroh, wenn diese Stunden um sind.

Anfangs hab ich gehofft, dass sich das noch einpendelt. Außerdem hoffe ich immer noch, dass ich nur über reagiere, dass es besser wird .

Aktuell fühlt es sich so an, als würde es schlimmer. Merke, dass ich nichts mehr sagen kann.

Als es um die Übergabe anging und er meinte, die hätte es über WA schon gegeben und er hätte ja keine Fragen mehr, wollte ich sagen: mir wäre aber wichtig, dass Sie mit ihm telefonieren.

Doch es ging nicht  – ich saß da und war sprachlos. Und das ist nur ein Beispiel. Das „nichts sagen können“ kommt bei jedem Termin mindestens einmal vor. Da wirkt Altes – auch wenn ich es nicht recht greifen kann.

Manchmal frag ich mich ob es daran liegt, dass er so viel von sich erzählt, dass es vielleicht das Gefühl auslöst dass kein Platz für mich da ist.

Nur dass ich ihm eh nichts erzählen will – allein der Gedanke daran löst da schon eine enorme Abwehr aus.

Ich hab auch nicht das Gefühl das ansprechen zu können – was ich sonst in so einem Fall machen würde. Hinsetzen und darüber reden, das zu klären – im Miteinander.

Gleich kommt mein Betreuer zum heutigen Termin. Da werde ich versuchen darüber zu reden, vielleicht finde ich mit ihm eine Lösung.

Mir ist durchaus klar, dass er wohl irgendwas Altes antriggert. Dass es nicht um ihn als Person geht. Trotzdem ist es grad so wie es ist und statt Hilfe sind diese Zusatzstunden grad mehr Belastung.

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Frei-Tag

Heute hatte ich frei. Es war ok, ich war ja unsicher wie das werden wird.

Die innere Unruhe kann solche Tage schnell zum kippen bringen, so dass mir die Decke auf den Kopf fällt.

Trotzdem wollte ich für heute nichts planen, einfach mal schauen wie es wird. Denn sonntags klappt das ja auch, warum ist es also unter der Woche dann so ein Problem?

Natürlich gab es auch Tiefs heute, aber es war schon besser als erwartet. Ich konnte mit Skills und Ablenken das immer relativ schnell wieder beenden.

Aber es gab auch wirklich gute Phasen. Ruhe, mit einem schlafenden Bonsai-Tiger in der Hängematte, strickend (und mich dran erinnernd wie das noch war, als die klein waren – da war das nämlich nicht paralell möglich – zu interessant die Wolle – und heute wird das völlig ignoriert), nebenher lief erst ein Hörbuch, dann eine Serie und manchmla auch einfach nichts.

Die Abende sind eher generell schwierig zur Zeit, ab späten Nachmittag nimmt die Unruhe zu, auch Fashbacks werden dann mehr. Es wird einfach – anstrengender.

Vielleicht ist die Müdigkeit dann eine Art „Flucht“.

Egal. Heute steht außer einem gemütlichen Leseabend nichts mehr an und bis dahin werde ich mir die Zeit mit Stricken und Serien schauen vertreiben.


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dies und das

Gestern erst Physio, er hat mal wieder das Handgelenk getapet und die Erlaubnis bekommen die Schiene nur noch bei Bedarf zu nutzen (das Teil nervt zur Zeit eh sehr und daher bin ich darüber natürlich sehr froh). Dannach Treffen mit K. und im Anschluss Betreuung.

Nebenher hab ich mein Gestricktes mal wieder aufgetrennt und neu angefangen, weil ich einen Farbfehler hatte. Einen den keiner sehen konnte, nicht mal ich – aber dennoch wusste ich es ja und dmit war auch klar, dass nur auftrennen und komplett neu beginnen Sinn macht.

*****

Heute erstmal Arzttermin, der heute auch nur kurz war, da nicht wirklich was anlag – halt der übliche Quartalsbesuch und Rezepte mitnehmen.

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Danach sollte mich der Zusatzstunden-Betreuer einsammeln, der mich ehrlichgesagt im Vorfeld schon mit seinen Nachrichten nervte. Ausgemacht war gegen halb und um viertel nach kam die erste, fünf Minuten später die nächste, er war halt schon da und meinte mir mitteilen zu müssen, was er grad macht.

Blöd, weil ich da natürlich mit Handy an der Rezeption stand und versuchte den nächsten Termin auszumachen. Bin ja nur froh, dass ich meins während des Arztgespräches IMMER ausmache – auch wenn ich gar nichts erwarte.

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Danach Einkauf und ein etwas eigenartiges Gespräch über die Urlaubsübergabe (die aus seiner Sicht schon stattfand – lt. meinem Betreuer aber nicht – hmm).

Der Einkauf war dann so, dass ich ihn bat draußen zu warten – war eh schon am Limit und merkte, dass es so für mich dann einfacher ist. Wenn es auch so nicht wirklich Sinn der Sache ist.

Vermutlich tue ich ihm Unrecht und reagiere über, weil ich merke, dass mir diese Termine einfach Stress bereiten.

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Mein Essen besteht heute hauptsächlich aus Wassermelone und Kirschen. Wird dann wohl heute Abend was deftigeres. Im Moment hätte ich da Lust auf Linsen- oder Erdäpfelsuppe – mal schauen wie es in einigen Stunden aussieht.

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Bin immer noch so unendlich müde, versuche aber verzweifelt heute tagsüber mal nicht zu schlafen. Wobei ich mich jetzt, wie ich es hier grad schreibe, frage, warum. Denn aktuell hat es auf den Nachtschlaf ja keinen Einfluss, also könnte ich ja einfach der Müdigkeit nachgeben. Hmm.

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Es ist definitiv kälter geworden, zwei flauschige Wärmflaschen auf mir, die sich immer gegenseitig vertreiben und doch immer wieder kommen.

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Lenke mich mit Stricken ab. Das klappte ja die letzten Wochen auch nicht, was aber vielleicht auch an dem Strickprojekt (eher an der Farbe, die ist wohl grad nicht meine zur Zeit) lag, das ich jetzt erstmal ruhen lasse.

Nebenher laufen Serien.

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Immer wieder überrascht über die Ruhepositionen der Bonsaitiger.

während des Spiels eingeschlafen

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Psychisch ist es grad ok. Immer noch am brodeln und arbeiten innerlich, aber die Flashbacks und Trigger sind weniger geworden. Nur diese Müdigkeit nervt.

Gleichzeitig bin ich körperlich aber einigermaßen fit.

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Täterintrojekte

Täterintrojekte gehören zu meinem Leben, zu meinem Alltag.

Sie unterscheiden sich.

Da gibt es die, die, wenn es mir gut geht, nicht mehr gelten. Eher alte Relikte, die für mich auch klar nicht mehr gelten, weder im Kopf, noch im Gefühl.

Trotzdem sind sie da und wenn mich die anderen “Kategorien“ genug weich geklopft haben, schleichen sich die Zweifel ein.Vielleicht haben sie ja doch recht?

Dann gibt es die, von denen ich von Kopf her weiss, dass das heute nicht mehr gilt, aber auf Gefühlsebene sind selbst wenn es mir gut geht Zeifel da, gelten sie irgendwie doch noch.

Am schlimmsten aber sind die, die auch in Kopf immer noch gelten, wohl wissend dass das Blödsinn ist, aber dennoch sind sie da, unerschütterlich.

Wenn sie auftauchen versuche ich zu klären, welche Kategorie sie sind und wo ich grade stehe.

Sind grade alte Themen aktiv?

Was davon gehört wirklich und hier und jetzt?

Wo bin ich grade? Im heute? Im jetzt?

Gibt es grade (im Umfeld/Aussen) etwas oder jemanden vor dem ich mich schützen muss?

Ist es etwas in mir? Stimmen, Gedanken, Ängste usw?

Wenn ja: ist es etwas Altes oder Aktuelles?

Bei den ersten beiden kann ich in der Regel gut was entgegensetzten, sie als das zuordnen was sie sind:

Altes, was damals Sinn hatte, schützte, aber heute nicht mehr gilt, nicht mehr gelten muss.

Hier greifen dann auch Skills gut und zuverlässig. Solange die dritte nicht auch mitmischt.

Beim dritten ist es schwieriger, da ist der Wunsch, dass es nicht mehr gilt und auch so weit verstanden, dass es altes ist, Täterintrojekte sind.

Und doch sind da Zweifel, sind da Gedanken die sagen: natürlich gilt das noch! Gibt es das „no-go“ und „darf auf gar keinen Fall“.

Da hader ich selbst im Kopf damit, bekomme kein klares “ist nur Altes, heute gilt das nicht mehr“ hin. Weil es leider nicht nur Altes ist, sondern eben auch heute noch Gültigkeit hat.

Komme gar nicht auf Gefühlsebene, weil schon davor die Zweifel gewinnen.

Schaffe es nicht dem etwas entgegen zu setzen, weil das “Vielleicht haben sie recht“ schon da alles aushebelt und oft genug ein „natürlich haben sie recht!“ ist.

Dann gehen auch die “nehmen wir mal an dass“-Fragen nicht mehr.

Nehmen wir mal an, dass das nicht richtig ist. Nehmen wir mal an, es wäre erlaubt. Nehmen wir mal an, es ginge um das was ich will. Was wäre dann? Was würde ich einer Freundin raten?

Diese Fragen helfen oft etwas Klarheit rein zu kriegen.

Aber beim dritten ist das kaum möglich.

Weil es kein “annehmen“ mehr gibt, zu sehr in altem Mist verstrickt. Kein Vielleicht mehr, nur ein „auf jeden Fall“, ein „no-go“.

Ja äußerlich ist kein Täter mehr da, aber innerlich sind sie leider nicht Vergangenheit, sind sie immer noch jeden einzelnen Tag da. Werde ich zu meinem eigenen Täter.

Gegen diesen muss ich jeden Tag dagegen ankämpfen. Denn wenn ich das nicht tue, übernehmen Sie das Denken und Fühlen.

Manchmal hab ich das so satt, frage mich wofür das ganze, sie gewinnen doch sowieso immer wieder.

Vor allem die letzten machen mir zu schaffen, die gewinnen immer und immer wieder.

Es ist egal, ob ich das will oder nicht. Das läuft einfach.

Und ich sitze da, kriege es mit und stehe ohnmächtig daneben. Sie übernehmen erst mein Handeln, dann mein Fühlen und schlussendlich mein Denken, bis es nicht mehr um das geht, was sie ausgelöst hat.

Das “darf nicht“ umgesetzt wurde, selbst das wollen ausgelöscht ist.

Statt zu leben, werde ich gelebt.

Egal ob mir das passt oder nicht.

Das einzige was ich tun kann ist dran bleiben, dennoch immer zu versuchen dagegen an zu gegen.

Irgendwie wie Don Quichotte.

Es ist frustrierend und oft zum verzweifeln. So oft will ich einfach nur aufgeben.

Doch im Endeffekt mach ich weiter, kämpfe weiter um ein Leben, dass ich so leben kann, wie ich es gerne würde. Kämpfe für eine Zukunft, für mehr Eigenständigkeit.

Für die Hoffnung, dass ich irgenwann wirklich ich sein kann. Leben kann ohne diese Schatten der Vergangenheit, die alles umhüllen, sich festkrallen und auch heute noch den Alltag prägen.

Für mehr  – ich. Sein dürfen. Sein.

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Thera heute

Bin einfach frustriert. Stehe mir selbst im Weg, verstricke mich in Täterintrojekte und alles blockiert.

Grund: Tränen da – aber kein „Grund“ – kein Gefühl dazu oder wissen warum oder sonst was. Damit ist es natürlich ein „no-go“.

Tränen sind ja MIT Grund schon schwierig und höchstens mal 1-2 Tränchen. 

Ohne gibt es keine Chance. Statt sich davon zu lösen, verstricke ich mich dann immer mehr darin.

Denn die Hilfe des Therapeuten würde ja noch mehr Tränen bedeuten (weil es ja das ist was ich mir eigentlich wünsche – das zulassen können und nicht immer nur innerlich drin ersaufen), aber die dürfen ja nicht – also ist eins der ersten Sachen, die dann laufen – ihn rausschmeissen.

Bald geht es im Strudel immer tiefer – zum „darf nicht“ kommen „verdienst du nicht“ und „bist eh nur selbst schuld“ und irgendwann ist es dann quasi auch egal, was der Thera sagt, weil alles durch diese schwarze Täterintrojekt-Brille ankommt.

Das merke ich, krieg es aber nicht gestoppt, dazu kommt dann die Verzweiflung, weil ich es einfach nicht in den Griff kriege, ich ja grade wieder in Tränen ertrinke und verzweifelt dran denke, dass das bedeutet, da ich mit dem inneren Chaos und toben, brüllen und brodeln wieder eine Woche irgendwie klar kommen muss.

Wieder eine Chance verbasselt hab. Obwohl so dringend ein Ventil nötig wäre.

Ein Ort an dem Tränen, Gefühle, Flashbacks und Co – auch sein dürfen – und damit dann auch der Druck weniger wird.

Stattdessen also wieder die alte Leier, das Gefühl eh keine Chance gegen den ganzen Täterintrojekt-Scheiss zu haben. Das Gefühl, da da ein Anteil übernimmt, der im alten verhaftet ist und den das aktuelle nicht interessiert.

Feindliche Übernahme, hat das vor sehr sehr langer Zeit mal jemand genannt. Heute fühlte es sich so an.

Hilfe ist da, ich krieg sie nur nicht angenommen. Weil sie könnte ja helfen was zu verändern. Das, was ich ja will – ohne eigentlich oder vielleicht oder irgendwann. Nur dass das dann nicht mehr zählt – gegen die Täterintrojekte komme ich dann nicht mehr an und die übernehmen.

Frust. Ohnmacht. Verzweiflung. Resignation.

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Montag

Irgendwie ein komischer Tag heute, große innere Unruhe wechselt mit extremer Müdigkeit ab.

Ablenken mit Serien schauen, Stricken, Internet und Testprodukte testen.

Werde wohl nachher mit dem Betreuer einfach raus gehen, vielleicht wird die Unruhe dadurch etwas besser.

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