Sonntag

Viel Ruhe, sehr viel Bonsai-Tiger-Kuscheln, Nägel machen (wobei es wohl so aussieht, dass ich die morgen nochmal machen darf), nebenher lief erst Cesar Milan und später dann Serien.

Das Essen ist grad nicht das gesündeste, aber auch nicht nur ungesund – und ich schaff es regelmäßig auf den Crosstrainer.

Ein eher guter Tag, trotzdem bin ich froh, dass morgen die neue Woche anfängt und ich mal raus komme. So viel Zeit zu Hause tut mir auf Dauer nicht gut.

 

Veröffentlicht unter destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Wochenende

Mit dem Betreuer wieder einiges geschafft – leider nicht alles, aber ich denke das war auch unrealistisch.

Dennoch ist es jetzt ein Level, mit dem ich auch klar komme und nicht schon damit überfordert bin, weil da Sachen rumstehen und allein deshalb schon gar nichts geht hier.

Montag hol ich mit dem Betreuer Rezepte und bring die auch gleich zur Apotheke, ansonsten würde ich einfach nur gern wo spazieren gehen. Mir fällt hier grad wieder die Decke auf den Kopf – und unerklärlicherweise ist alleine rausgehen wieder schwierig.

Das war ja auch in der Klinik eine Überwindung, aber jetzt nicht wirklich angstbesetzt – keine Ahnung warum das hier wieder ein Problem ist (war es vor der Klinik ja auch schon). Dabei ist es kein Problem wenn ich einen Termin hab.

Insgesamt ein Tag, der durchaus ok war, mehr Mittelfeld – nicht gut, aber auch nicht schlecht. Ohne große Höhen oder Tiefen, was für mich grad auch passt – ist gut aushaltbar.

Veröffentlicht unter Leben | Hinterlasse einen Kommentar

es wird

Es wird langsam. Immer noch mit viel Ablenken, aber insgesamt wieder etwas näher bei mir – aushaltbar bei mir.

Die Bonsai-Tiger sind friedlich – bisher kein aufmuken oder ähnliches. Aber mal noch abwarten ob da nicht noch was kommt.

Die Garage wurde gestern leider tatsächlich geflutet – mal schauen ob der Kratzbaum bis morgen wiede soweit trocken ist um ihn in der Wohnung aufzustellen.

Da ich Rezepte einsammeln musste, hab ich auch gleich mal versucht rauszufinden, wie das jetzt mit den neuen Arenen so läuft. Mich dabei wirklich nett mit mir fremden Mitspielern unterhalten. So verging die Wartezeit dann sehr schnell

Es ist grad ok so wie es ist. Darüber bin ich wirklich sehr froh. Ein zur Ruhe kommen.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 1 Kommentar

wieder komplett

Nachdem der Vermieter dann die Armatur getauscht hat, rief auch schon MissMutig an, dass sie jetzt losfahren würde.

Wir brachten dann erstmal die Katzen ins Wohnzimmer, das Nötigste nach oben und den  Rest lagerten wir wieder in der Garage – das kann dann die nächsten Tage so nach und nach hoch in die Wohnung.

Die Bonsai-Tiger waren bisher sehr friedlich – genaugenommen waren sie, sobald MissMutig dann weg bald auf ihre Schlafplätze verschwunden und seitdem nicht mehr aufgetaucht.

Vor allem hab ich mich aber gefreut MissMutig wieder zu sehen. Ich hab sie echt vermisst. Nächste Woche wollen wir – zusammen mit ihrem Sohn, ob auch ihr Lebenspartner mitkommt weiß ich grad nicht – Eis essen gehen. Übernächste Woche fahren sie ja weg.

Seit ich wieder hier bin, hab ich wieder mit Gitarre angefangen – wieder brav nur 5 bis maximal 10 Minuten – und bisher geht es tatsächlich ganz gut.

Im Moment sind Maler im Haus, die im Flur die Türen und auch die Garagen und Teile der Außenwand streichen . Wird bei der nächsten Nebenkostenabrechnung wohl nichts zurück geben. Ich hoffe nur, dass die jetzt bei dem heftigen Gewitter die Tür der Garage wieder zugemacht haben, sonst sind nämlich meine Sachen nass.

Nebenher liefen Waschmaschinen. Ich hatte ja in der Klinik versucht mit Dylon-Farbe Shirts zu färben und diese völlig versaut.

Da wollte ich jetzt probieren, ob es mit einem sehr dunklem Braun (oder zur Not auch Schwarz, aber das trag ich nicht so gerne) möglich ist, die doch wieder „nutzbar“ zu machen.

Dazu wollte ich noch die vom vorletzten Mal übrig gebliebene grüne Farbe für ein Shirt und eine Hose nutzen. Die sind jetzt auch fertig und es läuft grad die zweite Ladung in dunkelbraun.

Bei der ersten sieht man noch dunklere Stellen, allerdings muss ich es erst trocknen lassen, erst dann kann ich sagen, ob man das so noch tragen kann oder nicht. Aber zumindest für zu Hause ist es so ok.

Gegen halb sechs müsste die letzte Ladung fertig sein und dann muss ich nur noch einmal Restfarbe auswaschen und dann aufhängen.

Ich hab es auch geschafft bei Ärzten anzurufen und mich um die Rezepte zu kümmern.

Insgesamt war es heute ein guter Tag, er war anstrengend und manches war auch schwierig, aber ich hab alles geschafft, was ich machen wollte.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Wohnung

Zusammen mit dem Betreuer hab ich beim Auspacken der Sachen wirklich viel geschafft heute. Den Rest sollten wir am Samstag hinbekommen.

Außerdem hab ich den Vermieter angerufen. Mein Wasserhahn in der Küche sprudelt überall,  vor allem an mehreren Stellen, an denen er definitiv nicht soll. Ich trau mich ihn so gar nicht nutzen, auch wenn der Betreuer heute geschaut hat – es läuft nichts in den Schrank. Das hab ich mich gestern nämlich nicht mal nachschauen getraut.

Da der Vermieter Anfang der Sommerferien meist in Urlaub fährt, war halt nötig, ihn auch zeitnah anzurufen. Er will jetzt morgen Vormittag vorbeikommen.

Ich hoffe einfach auf Funktionieren und dass es recht schnell vorbei ist.

Morgen kommen ja auch die Bonsai-Tiger – das könnte in etwa zur selben Zeit sein, was für mich aber dann auch gut ist – lenkt ab – und vor allem freu ich mich wirklich sehr MissMutig zu sehen und ich hoffe einfach, dass sich die Katzen hier schnell wieder einleben und es nicht das Chaos wird, was ich befürchte.

Denke nämlich dass die Kleine Maus, die plötzlich so extrem dominant ist, die Umstellung mit vielen Pinkeleien quittieren wird. Für übernächste Woche ist aber großes Waschen angesagt – und da es eh so heiß ist, kann ich auch die Bettdecke in Sicherheit bringen.

Die Koffer und Kisten sind soweit leer. Wir haben für jeden Raum jetzt eine Kiste – so dass alles zumindest in den Räumen ist, in denen es hin soll. Bad, Wohnzimmer (vor allem die Hobby- und Skillsachen) und eine Kiste mit Klamotten müssen noch verräumt werden – wobei ich eigentlich nur vor der Wohnzimmer-Kiste Schiss hab – das werde ich dann am Samstag mit dem Betreuer machen, alleine schaff ich die nicht.

Die anderen Sachen sollten klappen.

Zum Schluss haben wir noch den Ventilator aus der Garage hoch geholt. Wobei ich sagen muss, dass ich – solange ich nicht raus muss – mit der Hitze ganz gut klar komme.

Morgen also Vermieter in Wohnung lassen, hoffen, dass er es repariert bekommt und es möglichst schnell erledigt ist (wobei ich ja die Befürchtung habe, dass es nicht nur um Dichtungsring geht, sondern wirklich um Armatur).

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 1 Kommentar

Licht und Schatten

Ich bin immer noch sehr froh wieder daheim zu sein – und ich freu mich auf MissMutig und die Bonsai-Tiger morgen.

Solange ich mich ablenke geht es mir gut.

Da ist viel Licht und Sonne und genießen können.

Ich darf nur nicht hinspüren, dann schwindet das Licht und die Schatten übernehmen.

Zweifel, Ängste, Täterintrojekte und Co.

Manchmal ausgelöst durch Flashbacks. Denn dummerweise bekomme ich das blöde Fass nicht zu, dass letzte Woche doch angedacht war. Dass ich aufgemacht hab, als es um die Frage nach einer Traumaexposition ging.

Es ist nicht wirklich offen, nur leider auch nicht zu. So als reines Bild – krieg ich es gut hin. Schwieriger sind die Körpererinnerungen.

Die krieg ich auch hin, aber dann sind die vielen Themen da – der Klinikaufenthalt, die Schwierigkeiten dort aber auch die Themen die dort waren.

Sobald dann die Traurigkeit dazu kommt – blockiere ich. Konzentriere ich mich wieder aufs Ablenken, merke wie die Schatten zurückweichen und es wieder heller wird.

Irgendwann wird es auch da wieder ein „dazwischen“ geben. Im Moment ist es gut so – ist für mich das mit dem Ablenken auch in Ordnung.

Denn es fehlt noch die Struktur – es fehlen die vertrauten Termine, der vertraute Alltag. Den wird es in nächster Zeit auch nicht geben. Also schaue und suche ich nach Alternativen. Auch das ist gut so.

Vielleicht ist es die Angst in ein Loch zu fallen – zu viel Zeit allein, zu  viel unverarbeitetes und brodelndes im Inneren, ein zu sehr ans Funktionieren klammern – damit ich es mit mir selbst aushalten kann.

Es ist eine Übergangszeit – und für diese Zeit ist es so auch ok. Es wird wieder Alltag geben, es wird ein sortieren und damit umgehen können geben. Und es wird auch wieder sein, dass Licht und Schatten da sein können ohne einem „entweder-oder“.

Ich brauche Zeit, für manches brauche ich auch Hilfe. Mir diese zugestehen – das ist das, woran ich grad zu knabbern hab. Aber auch das wird sich wieder regeln.

Viel Kopf, wenig Gefühl und der Versuch dem Körper trotzdem genug Raum zu geben. Sei es mit Crosstrainer oder raus gehen oder einfach gut für ihn sorgen.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Thera heute

Es ging natürlich um die Klinik, was ich da mitgenommen hab, was nicht gut war und im Endeffekt dann ums differenzieren.

Das hatte mir in der Klinik ja gefehlt. Ja es gibt Vermeidungsverhalten – auch nicht zu knapp. Aber bei den Gruppen ist es nicht nur das und an anderen Stellen auch nicht.

Das selbe gilt für Krankheitsgewinn – wobei da deutlich weniger da ist, als die immer behaupteten.

Es war irgenwie schwarz-weiß – nur entweder komplett und mit allem – oder eben nicht. Nur dass es nicht so einfach ist.

Und dass ich gemerkt hab – bis vor zwei Wochen war mir dsa auch klar, konnte ich gut differenzieren – trotz dem äußeren schwarz-weiß-Denken. Aber in den letzten Wochen kamen immer mehr Zweifel.

Nicht daran, ob sie recht hätten, sondern daran, ob ich meinem Gefühl – trauen kann. Es bediente alte Muster, es bedienter einen Täterintrojekt-Komplex und ich merkte, dass mir das differenzieren immer schwerer fiel.

Auch weil kein Raum für da war – ich das Gefühl hatte so sehr dafür kämpfen zu müssen, dass es eben nicht immer nur schwarz und weiß gibt, dass ich selbst das grau nicht mehr klar definiert bekam – es – verschwamm, wurde zu „einer“ Farbe, statt zu einer Farbpalette.

Ein bestimmer Komplex an Widersachern/Täterintrojekten, der für mich eigentlich klar ist, wurde immer schwieriger in seine Schranken zu weißen, weil er sich auf Aussagen von „Fachleuten“ berief. Aussagen, die ich in der Klinik immer wieder zu hören bekam und so sehr auch bis heute das Gefühl klar sagt: hier und hier stimmt es, hier und hier aber überhaupt nicht – so sehr fing ich an diese Gefühle in Frage zu stellen.

Das war heute Thema, dass es ja nicht darum geht, dass das Gefühl sich verändert hätte, sondern darum, dass ich es in Frage stelle, ihm nicht traue.

Wir versuchten dann ganz konkret an Beispielen einfach zu – differenzieren. Wo könnte was dran sein, so ist es auch ganz klar so und wo eben nicht.

Das war gut und wichtig.

Bis wir dann zu einem Punkt kamen – den wir vorher auch hatten – aber der Thera nachfragte. Es ging um den Blog – was er für mich ist usw.

Er fragte dann nach ob es da wirklich um Krankheitserhaltung geht oder ob es auch was gibt, was gut tut und mich auch weiter bringt.

Seine Frage war so gestellt, dass ich eben auch aussprechen sollte, dass es nicht um Erhaltung geht, sondern um Reflektion, Dokumentation, auch mal Luft machen und dass ich ja auch von euch Lesern immer wieder mal einen Tipp bekomme, den wir dann in der Thera auch gut und sinnvoll umsetzen konnten.

Es war diese Frage, dieses hinsehen, gesehen werden und eben – differenzieren. Im ersten Moment wusste ich nicht recht was los war – zu viel Gefühl, zu viel Tränen, zu sehr um Fassung ringen.

Da kam einfach einiges zusammen – dass mal wirklich jemand auch sieht und interessiert ist auch daran – zu differenzieren, dass es ok ist, dass ich einfach sein kann – ohne Druck, aber auch der massive Druck der da war – und ist. Dass ich den grad gar nicht wirklich los lassen kann, weil er grad alles noch zusammenhält.

Da war so viel Druck, so viele Tränen, so viel Gefühlsmischmasch, dass in diesem Moment kaum noch handhabbar war und mir bewusst machte, warum auch ich den Druck aufrechterhielt: weil er den Decken auf das Gefühsfass drückte. Das Fass so voll, dass es viel Druck braucht um den Deckel drauf zu halten.

Dazu das Gefühl des – sein dürfen – und auch des erwünscht seins. Das hatte ich die letzten Wochen nämlich in der Klinik nicht mehr – es war eher ein sich Zeit erkämpft haben, aber gefühlt auch ein „eigentlich wollen die ich hier nicht mehr haben“. Das mag Interpretation sein – keine Ahnung.

Das erklärt auch, warum für mich mit immer mehr Druck, immer weniger bei mir sein möglich war – es ja doch immer wieder nur ums nach außen funktionieren ging. Wahrscheinlich wäre ich zusammengeklappt, wenn dieser Druck plötzlich rausgenommen worden wäre.  Aber das sind was wäre wenn Fragen – die bringen mich auch nicht weiter.

Es fing schon an als ich auf den Thera wartete – und er, als er kam, sagte: Schön, dass Sie wieder hier sind. Und zwar so, dass das auch ankam, es war ehrlich.

Das Gefühl, dass einfach wirklich Interesse da ist zu verstehen und auch die graue Farbpalette sowohl sein darf, aber vor allem auch gesehen und genutzt wird. Dass auch klar ist, dass es die gibt – und ein hinschauen wo ist wie viel von was – auch Sinn macht.

Es geht nicht darum, dass ich recht kriege, aber dass etwas da sein kann und an anderer Stelle aber auch klar nicht da sein kann. Dass es Vermeidungsverhalten gibt – die ganzen Automatismen, die Gefühlsausdruck blockieren gehören da rein, aber dass das nicht automatisch bedeutet, dass es bei Gruppen genauso ist.

Und es gab einen Raum für die Zweifel, für das „ich weiß grad gar nicht was ich diesem Komplex entgegensetzen soll, was ich dem verbal entgegen könnte“, dass ich selbst anfing immer weniger Grau-Töne zu sehen und gleichzeitig wusste – sie sind dennoch da und haben nach wie vor ihre Gültigkeit.

Es ging auch um den Kurzarztbrief. Darin geht es darum, dass dringend empfohlen wird das Helfernetzwerk zu reduzieren.

Damit hatte ich den Termin angefangen. Und es hatte erstmal ein irritiertes Kopfschütteln des Theras zur Folge. Ja ich hab viel Hilfe. Hilfe die ich brauche.
Hilfe, bei der wir immer wieder mal schauen, was davon noch nötig ist. Bei der ambulanten Betreuung ist es ja so, dass wir durchaus auch Situationen ausprobieren – also auch beim Einkaufen mal schauen, dass ich alleine im Laden bin, er draußen im Auto wartet oder ähnliches.

Wenn das mit dne Terminen klappt – komme ich ja auch mal eine Woche ohne klar. Das war vor gut einem Jahr noch anders – da klappten ja auch die Termine nicht.

Für mich ist es eh schon schwierig diese Hilfe anzunehmen.  Ja ich hab sie und ich nutze sie – und ich bin sehr froh darüber. Aber im Moment fällt es mir sehr schwer. Ich hatte sehr große Probleme meinen ambulanten Betreuer anzuschreiben, ob er ab dieser Woche die Termine wieder machen kann.

Das ist etwas, was aktuell durch den Aufenthalt deutlich schlechter ist als davor – die Anspannung, die Schuldgefühle, Scham und Versagensgefühl – weil ich die Hilfe brauche. Das Niedermachen, weil ich es nicht alleine hinkriege, das Reduzieren der Hilfe auf das Minimum.

Auch das haben wir heute angeschaut. Da werden wir wohl noch den einen oder anderen Termin mit verbringen.

Was besser klappt ist andererseits Grenzen wahrzunehmen und auch dafür einzustehen. Zumindest dann, wenn ich dem Gefühl auch traue.

Mir ist im Termin einiges klarer geworden. Erstmal müssen wir schauen, wie ich den Druck rauskriege – den mach ich mir ja selbst. Wobei es da für mich halt auch ums funktionieren geht.

Insofern ist vielleicht gar nicht schlecht, dass in den nächsten Tagen nicht viel außer Haus ansteht – ein auch irgendwie gezwungen sein es mit mir selbst auszuhalten. Mit mir und nicht nur mit der Fassade nach außen.

Nach wie vor glaube ich, dass die Klinik an sich nicht schlecht ist. Dass bei mir einfach ungünstige Umstände zusammentrafen, die das so laufen ließen wie es halt lief. Dass es in der Kostellation, die ich dort hatte, für mich nicht funktionieren konnte, es anders gelaufen wäre, wenn andere Therapeutin oder Oberärtzin gewesen wäre.

Es passte einfach nicht. Von mehreren Seiten – und dieser Konstellation durchaus auch von meiner Seite her.

Ich konnte die Umstände auch benennen, die sind für ich klar. Ob ich die hier mal aufschreibe – weiß ich nicht. Aktuell hab ich dazu zu wenig Distanz. Aber mir ist wichtig, dass sie für mich klar sind und aus Sicht meines Theras auch – verständlich.

Es war ein guter Termin, ein sehr intensiver und teilweise aufwühlender, aber auch an vielen Stellen klärender.

Ich bin heilfroh, wieder daheim zu sein – und auch dass das mit der ambulanten Therapie so schnell weitergeht.

Erschreckt hat mich, dass das Interesse und das gesehen werden – so viel auslöste. Mir wurde einiges erst im Nachhinein klar, Dinge, die mir während ich noch dort war, nicht auffielen. Und ich hab die Befürchtung, dass da noch einige andere dazu kommen werden.

Es ist nicht grad angenehm da hinzuschauen und noch unangenehmer, die eigenen „Fehler“ dabei zu sehen. Aber mir ist das wichtig und ich glaube auch dass es nötig ist, damit ich mit dem Aufenthalt irgendwann abschließen kann.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | 3 Kommentare

wieder daheim

Eigentlich wollte ich das Zimmer räumen und dann noch drüben auf dem Marktplatz etwas sitzen und auf den Fahrer warten. Allerdings rief er an, dass er in 15 Min da sei – und ich hatte das Zimmer noch nicht an die Dame der Rezeption übergeben können, die war noch auf dem Weg zu mir – Zimmerabnahme und eben helfen meinen Kram nach unten schaffen.

Bis ich alles unterschrieben und meine Briefe bekam, stand auch schon das Taxi vor der Tür.

Die Heimfahrt dauerte dann wegen einer Sperrung der Autobahn wegen eines Unfalls doch deutlich länger als gedacht.

Gegen halb drei war ich dann zu Hause, wurde von einem liebevollen Plakat an der Wohnungstür willkommen geheißen und fand auch auf dem Balkon noch sehr liebe Gesten – liebe MissMutig und Familie – vielen lieben Dank für alles!

Mein Kram ist – bis auf zwei Kisten, in denen eben das wichtigste drin ist – in der Garage – das mach ich dann nach und nach die nächsten Tage.

Der Kurzbrief ist – amüsant – aber mit was ähnlichem hab ich ja gerechnet. Ehrlichgesagt bin ich gespannt was mein Ersatzthera dazu sagen wird.

Da ich aber da eh noch keinen Termin hab, wird das wohl noch etwas dauern und er vermutlich vorher sogar noch den ausführlichen Arztbrief zugeschickt bekommen, bevor ich ihn sehe.

Aber ich merke jetzt zu Hause auch, dass die mich in manchen Bereichen wirklich arg verunsichert haben und ich zwar klar weiß, was mein Gefühl sagt, aber das auch sehr in Frage stelle – wieder einmal. Da ist doch noch das ein oder andere auch aufzuarbeiten.

Ich vermisse die Bonsai-Tiger – und überlege ernsthaft, ob ich sie nicht doch eher hole (geplant war ja am Wochenende).

Heute nicht mehr – das ist klar – ich bin einfach nur platt und muss wenigstens die nötigsten Sachen noch auspacken. Aber ich überlege schon, ob ich das nicht morgen oder Mittwoch machen möchte – wenigstens die Katzen, den Kram können wir dann ja die Tage mal nachholen, wenn bei MissMutig der Stress weniger wird. Erstmal die heutige Nacht abwarten.

Morgen hab ich dann den ersten Thera-Termin nach der Klinik – und bin heilfroh, dass das so schnell geklappt hat. Danach muss ich mich um einige Rezepte kümmern, da Ende der Woche die Sommerferien und damit auch die Urlaubszeiten anfangen.

Was mir hier am meisten auffiel – ich bin rein gekommen, hab erstmal die Fenster aufgemacht und stand einfach nur da und – atmete. Tief ein und aus. Mit dem Gefühl endlich wieder atmen zu können.

Dabei war mir nie aufgefallen, dass das in der Klinik für mich nicht wirklich ging, dass da permanent auch die Anspannung so hoch war und das Atmen halt aufs „allernötigste“ begrenzt war. Ehrlichgesagt hat mich das im ersten Moment etwas erschreckt.

Nicht dass es so war, sondern dass ich das absolut gar nicht wahrgenommen habe, mir erst dann hier auffiel, wie ich einfach dastehe und tief ein und ausatme, dieses tiefe Atmen können einfach nur genieße und da erst merke, wie sehr mir das auch gefehlt hat. Obwohl mir das vorher wie gesagt gar nicht auffiel – und damit eben auch nicht bewusst gefehlt hat.

Es ist und tut gut wieder hier zu sein. Daheim. Zuhause.

Nachtrag: die Bonsai-Tiger kommen am Donnerstag – ich freu mich schon sehr.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | 2 Kommentare

Klinik Tag 54

Nachdem die Nacht sehr unruhig war, hab ich mich nach dem Frühstück nochmal hingelegt und auch nochmal bis halb elf geschlafen.

Davor wollte ich eigentlich noch packen oder zumindest das gestern produzierte Chaos etwas aufräumen, aber ich war damit total überfordert. So war das Schlafen dann auch ein wenig Flucht.

Nach dem Mittagessen hab ich mich noch länger mit einer Mitpatientin unterhalten und bin dann aufs Zimmer und hab gepackt. Im Prinzip ist jetzt fast alles gepackt, so dass ich morgen dann nach dem Frühstück noch in Ruhe Duschen kann, die aktuellen Sachen einpacken und um neun mit allem fertig sein werde. Bis dahin soll ich ja fertig sein und da für mich unten im Eingangsbereich warten immer noch problematisch ist, werde ich die Zeit auf dem Zimmer auch noch nutzen.

Das was jetzt noch hauptsächlich rumfliegt sind kleine Kartons und Dinge, die entsorgt werden sollen. Papier/Pappe müssen wir ja selbst rüber bringen, der Rest ist grad schwierig, weil der Mülleimer schlicht voll ist. Werde da gleich einen der größeren von den kleinen Kartons zu einem zusätzlichen Mülleimer umfunktionieren.

Bisher unschlüssig bin ich, was ich mit den einzelnen Getränkeflaschen machen soll – in einem Karton werden die zu schwer, aufgeteilt ist irgenwie auch doof. Im Moment tendier ich dazu sie in den Rucksack zu packen. Mal sehen.

Nach dem Abendessen wollte ich noch mit den vier Mitpatientinnen, mit denen ich mehr zu tun hatte mich einfach zusammensetzen – ob wir dann runter an die Elbe gehen oder wo anders hin – weiß ich nicht. Im Moment bin ich eh ausschließlich im Funktionieren und mir ist es schon wichtig, zumal ich die vier wirklich auch gerne mag. Irgendwo was Trinken krieg ich nicht hin, aber eine Runde spazierengehen und sich dann vielleicht auch ins Gras setzen oder so – sollte gehen.

Lange wird es eh nicht werden – dazu bin ich abends einfach zu sehr hinüber. Aber tagsüber haben wir schlicht keine Zeit gefunden, in der alle gekonnt hätten.

So – jetzt noch Musik anmachen, den Rest hier machen und dann nochmal etwas Ruhe tanken vor Abendessen und los gehen.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 53

Den Vormittag im Ergo-Raum verbracht, weil ich einer Mitpatientin zugesagt hatte, dass ich mir ihr Mappen mache. Das war soweit auch ok und ich konnte mich dann auch abgrenzen als es mir zu viel wurde

Nach dem Mittagessen bin ich dann mit einer Mitpatientin noch zu Netto – vor allem Flaschen wegbringen und danach war ich im Zimmer – ich brauchte dringend Ruhe.

Ich bin voll im Funktionieren. Das strengt nach wie vor sehr an. Kein Wunder dass dann die Kraft wieder vor Ende des Tages alle ist.

Irgendwann am späteren Nachmittag hab ich dann meine Medikamente (die ich abgegeben hatte) geholt, weil die in den Koffer sollten. Dann hab ich auch angefangen zu packen. Erstmal in Kartons – etwas sortiert nach Dringlichkeit beim Auspacken. Ein Koffer ist auch schon gepackt. Es fehlen aber noch die Klamotten, doch noch so einiges andere und natürlich das E-Piano – das wird bis zuletzt hier stehen bleiben.

Für heute mach ich allerdings mit dem Packen jetzt Schluss – ich merke, wie sehr mich das doch überfordert und jetzt alles grad nur noch chaotisch wird. Hab ja noch morgen den ganzen Tag und auch am Montag Morgen noch ein bis zwei Stunden um alles fertig zu kriegen.

Werde zu Hause glaub ich nur die beiden wichtigsten Kisten nach oben bringen und den Rest in der Garage zwischenlagern und dann am Mittwoch mit dem ambulanten Betreuer nach oben schaffen. Die Bonsai-Tiger werden erst Ende der Woche wieder zu mir kommen – wenn ich es so lange ohne sie aushalte. Aber ich würde schon gern die Sachen erst alle weggeräumt haben bevor sie wieder da sind, denn ich erwarte eine etwas turbulentere Umgewöhnungszeit. Ich glaub dafür brauch ich dann auch die nötigen Nerven – und ddas bedeutet nach Möglichkeit keine Koffer und Kisten, die im Weg rum stehen und zum austoben einladen.

Bin aber auch sehr gespannt, was für Katzen ich wieder kriege – nachdem sie bei MissMutig so völlig anders (und teilweise ja wirklich sehr extrem dominant) waren und sind. Aber ich freu mich auch auf die beiden.

Körperlich bin ich grad Großbaustelle. Seit ich hier bin, sind die Knie wieder sehr zickig. Instabil, das rechte immer wieder dick und heiß, immer wieder ein „verhaken“ usw.  Die Muskelzerrung war eigentlich weg, bis vor 3 Tagen bei einer Bewegung das selbe wieder war – nicht so schlimm wie letzes Mal aber deutlich spürbar – leider. Beide Achillessehen sind wieder dick und arg warm – und tun weh – das fing vor gut einer Woche an, erst auch nur links und durch das krumme Laufen wegen der Muskelzerrung ausgelöst (vermute ich jetzt mal), sind jetzt seit etwa 3 Tagen auf dem aktuellen Stand und der ist doof. Und ich vermute, dass die Hormone grad verrückt spielen.  Oder ich krieg grad ne gewaltige Blasenentzündung. Neurodermitis an den Ellenbogen und oft gerötete und juckende Haut im Gesicht hab ich auch schon seit ich hier bin. Dazu Aphten auf der Zunge und ein Herpesbläschen – beides seit heute.

Mir ist klar, dass der Körper Stopp sagt. Dass grad alles wieder zu viel ist und mehr Ruhe nötig wäre – und eben nur angepasste Bewegung.

Zuhause dann.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | 1 Kommentar

Klinik Tag 52 – Entscheidung gefallen

Ich werde am Montag hier abreissen. Der Grund ist, dass ich nur hier bleiben dürfte, wenn ich den Blog lösche und auch nach dem Aufenthalt zumindest die Klinikbeiträge nicht wieder öffentlich mache.

Beiden Seiten ist klar, dass es dafür keine rechtliche Handhabe gibt.

Die Begründung ist ein arges schwarz-weiß-Denken aus meiner Sicht – genauer will ich das grade nicht schreiben, da ich ja nicht „zitieren“ darf oder eben schreiben was von Personalseite her kam.

Ganz ehrlich – es ist für mich jetzt so ok.

Ich hatte gesagt, dass ich nicht weiß wie schnell ich die Abreise (vor allem das Taxi) organisiert bekäme, spätestens bis Mittwoch würde gehen – und die Zeit hätte ich auch bekommen. Dass es jetzt schon für Montag klappt ist eher Zufall – passt mir aber auch gut – ich will jetzt auch nach Hause. Es passt einfach gar nicht mehr für mich hier.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 51

Ich bin einfach müde. Die Luft ist raus. Es ist kein Vertrauen mehr da, dafür ist einfach zu viel passiert.

Im Moment weiß ich nicht, ob da auch Enttäuschung da ist oder so – es überwiegt einfach die Müdigkeit.  Da wird sicher auch Ärger, Enttäuschung, Traurigkeit und viele Zweifel da sein, aber ich nehme die grade nicht wahr.

Will sie auch nicht wahr nehmen. Nicht mehr, nicht hier. Dafür fehlt mir die Basis und wenigstens ein Ansatz von Vertrauen oder zumindest der Wunsch oder Wille, das Vertrauen wieder aufzubauen. Auch der ist weg.

Es ist nicht Hoffnungslosigkeit, eher eine Art Resignation, wobei der Begriff für mich auch nicht stimmig ist. Vielleicht eine Art Akzeptanz, dass ich das hier nicht so nutzen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Ohne Wertung. Es ist wie es ist.

Einen Punkt an der Sache verstehe ich, kann ich auch nachvollziehen. Dass ich die Sachen hier schreibe und sie doch in die Therapie hier gehören. Nicht im Sinne von „geht niemanden was an“, sondern als Thema, als Inhalt.

Und auch, dass ich natürlich hier von euch Lesern Unterstützung bekomme, dass – grade die, die länger mitlesen – vielleicht auch eher verstehen oder sehen können, welche Anstrengungen das hier für mich sind. Sei es nun Speisesaal oder auf Frauen einlassen usw.  Natürlich sehe ich auch das ja durchaus Parteiische – das Mitgefühl, Aufmuntern oder auch die Empörung, weil was blöd lief. Wobei es ja nicht nur das ist – ich bekam und bekomme ja – Gott sei Dank! – auch Rückmeldungen, die einen anderen Denkansatz mit rein brachten, wenn auch eher dann als mail.

Ja – es wäre vielleicht anders gelaufen, wenn ich das alles auch ins Einzel mitgenommen hätte. Aber ehrlichgesagt weiß ich nicht wie. Das alles erzählen hätte den Termin gefressen. Zumal es für mich ja beim Schreiben auch oft darum geht etwas für mich zu klären. Das einzige was ich mir hier vorstellen könnte ist, dann einfach die Beiträge auszudrucken und lesen zu lassen. Aber auch da ginge viel Zeit dann eben für die Leserei drauf.

Aber ich kann verstehen, dass das eigenartig anmutet. Widersprüchlich ankommt – hier doch sehr offen und  in der Klinik vorsichtig und deutlich weniger offen. Da ist egal, dass dafür durchaus Gründe gibt und mir diese auch bekannt sind. Es ist eine – weitere – Diskrepanz.

Wie gesagt – es ist jetzt für mich wie es ist, ich hab damit erstmal meinen Frieden gemacht und richte mein Augenmerk auf die Zukunft, auf die Tage, die ich noch hier bin, auf die Termine, die ich nutzen kann und möchte und auf die erste Zeit zu Hause. Darauf wie ich es für mich jetzt gut gestalten und auch zu einem guten Ende bringen kann.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 50

Mir wurde heute gesagt, dass ich nicht weiter hier im Blog schreiben soll/darf, solange ich hier bin. Es wäre grenzüberschreitend und für einige Mitarbeiter hier nicht in Ordnung.

Im Moment weiß ich noch nicht wie ich es hier gestalten werde. Klar ist – gar nicht schreiben ist für mich keine Option.

Aber: ich werde nicht mehr über die Termine hier schreiben oder mit wem ich – zumindest vom Personal her – zu tun hatte – auch nicht allgemein. Aber ich möchte für mich schon weiter dokumentieren.

Dazu hab ich zwei Möglichkeiten – entweder ich schreibe es mit einem Passwortschutz, gebe das Passwort aber niemanden raus oder ich schreibe es so oberflächlich und ohne andere Personen (zumindest die hier arbeiten) zu erwähnen.

Die erste Möglichkeit würde euch Leser ausschließen – zumindest für 2 Wochen. Und ehrlichgesagt möchte ich das nicht so ganz. Die meisten von euch begleiten mich länger als ich hier bin und es wäre so gänzlich gegen den Sinn eines Blogs.

Die zweite Möglichkeit ist glaub ich schwierig. Klar kann ich die Termine weglassen, aber das was in mir passiert, passiert ja durchaus auch wegen Kontakt zu jemanden – das macht Therapie zum Teil aus. Ich weiß nicht, ob ich dann verständlich bleiben kann. Gleichzeitig fürchte ich, dass mir dadurch das Blog schreiben ziemlich vermiest wird.

Im Moment tendier ich zu einer Mischung aus den beiden.

Wenn ich ehrlich bin, verstehe ich diese Reaktion nicht so ganz. Aber ich akzeptiere sie.

Mehr Schwierigkeiten hab ich damit, dass meine Blogadresse ans Team weiter gegeben wurde. Das fördert nicht grade mein Vertrauen und finde ich wiederum grenzüberschreitend. Aber nun denn.

Damit wird es für mich hier während meines Aufenthaltes sowieso ungemütlich werden.

Ich habe mich gegen die Traumaexposition entschieden, weil ich denke, dass die Umstände – und Anzahl der möglichen Termine – dafür nicht ausreichen und für mich das Risiko, dass ich dann mit offenem Fass nach Hause fahren muss viel zu groß ist.

Im Moment weiß ich nicht recht, was ich dann hier jetzt machen soll, was es mir noch bringen könnte. Vor allem, wenn es inhaltlich jetzt wieder auf eine theoretischere Ebene gehen wird.

Ich muss auch schauen wie ich es zu Hause gut organisiert bekomme.

Es ist nicht so, dass etwas passiert wäre und ich hier nur noch weg will, sondern dass ich mich grade ernsthaft frage, was in diesen 2 Wochen und unter den Umständen, die in dieser Zeit gegeben sind, für mich klären oder erreichen könnte. Besser oder anders, als ich es auch ambulant könnte.

Oder ob die Umstände für mich sogar mehr Aufwand als Möglichkeit werden. Das werde ich die nächsten Tage für mich (und in Absprache mit hier) klären.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle noch gezielt an das Personal hier wenden:

Es tut mir leid, wenn ich jemanden gekränkt habe oder ähnliches. Ich hab mir immer Mühe gegeben, niemanden namentlich zu nennen oder so, dass er erkannt wird. Es ging mir auch nicht darum jemanden an den Pranger oder bloß zu stellen.

Für mich ist das hier (und zwar schon viele Jahre – seit August 2009 – und nicht nur diese Wochen jetzt) – ein (Therapie-)Tagebuch. Es geht um mich, wie Dinge für mich sind, ankommen, aber auch um mir mal Luft zu machen oder Dinge loszuwerden.

Beim Schreiben klärt sich für mich oft vieles. Es gehört für mich dazu und ist auch ein Stück weit Therapie und definitiv eine Ressource.

Der Blog ist mein Tagebuch, es geht darum wie es mir geht, was sich tut, wie es ist – im Alltag – mit Einschränkungen, Hilfen, Freud und Leid. Weil das alles zum Alltag dazugehört.

Es ist auch Skill und ein Ventil – das Schreiben hilft mir zu sortieren, hinterfragen, reflektieren – einfach mal loswerden und damit überhaupt Raum für andere Sichtweisen zu schaffen.

Über die Zeit geht es für mich auch darum zu dokumentieren, was hab ich erreicht, was hat sich geändert, welche Themen sind auch noch nach Jahren immer wieder da, welche Bewältigungsstrategien hab ich und welche gab es früher – was hat sich schlicht in den Jahren getan. Was hat geholfen, was weniger.

Und solange ich in der Klinik bin, geht es eben auch um die Klinik und die Termine, die ich habe – ebenso wie die Kontakte. Da ich vom Personal jetzt nicht so viel Kontakt habe (zumindest in der Art, dass er dann hier als Termin auch Eingang findet im Blog), finde ich schade, dass das jetzt hier plötzlich so Thema und Problem wird.

Von meinen Lesern weiß keiner einen Namen. Es gibt viele Therapeutinnen, viele Ärztinnen, viele Mitarbeiter in vielen Bereichen in diesem Haus, das muss schon ein Insider sein, der dann Zusammenhänge erkennen kann. Ein Insider, der auch genau weiß mit wem ich wann wieviele Termine hatte. Mir war immer wichtig, da keine Namen (auch keine Spitznamen!) zu nennen.

Von den Mitpatienten hat keiner die Blog-Adresse bekommen – so dass auch hier die Anonymität gewahrt ist.

Darauf hab ich geachtet und es tut mir leid, wenn das nicht ausreichend war oder sich jemand dadurch verletzt fühlt. Das war und ist nicht meine Absicht.

 

Nachtrag: Ein hin und her in den Kommentaren würde die Situation nur noch mehr aufheizen, daher sperre ich diesen Beitrag für Kommentare und möchte meine Leser auch bitten, auch nicht bei anderen Beiträgen hierzu einen Kommentar zu hinterlassen.

Es ist jetzt wie es ist. Ich werde für mich schauen wie ich es in den nächsten 2 Wochen handhaben werde. Sollte ich mich für Passwort entscheiden, werde ich es mit Passwort³ markieren, dieses Passwort werde ich nicht rausgeben. Ob die Beiträge freigeschalten werden, wenn ich wieder zu Hause bin, weiß ich nicht. Das muss ich erst hier mit den Leuten auch klären.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 49

Als ich mich für die Klinik entschied, hatte ich auch gleich diesmal die Tage durchnummeriere. Einfach weil es so anders läuft und für mich mein eh schon nicht vorhandenes Zeitgefühl da noch mehr durcheinander gerät.

Jeden Tag, wenn ich dann schreibe, wie lange ich schon hier bin, bin ich überrascht. So lange schon?

Morgen sind es schon 50 Tage.

Heute hatte ich außer Gesprächs-Einzel keinen Termin. Und ehrlichgesagt war ich sehr nervös. Weil ich nicht wusste wie es laufen sollte oder was ich wirklich mit ihr aufgreifen möchte.

Es ist vor zwei Wochen einfach so viel kaputt gegangen und irgendwie hat mir die letzte Woche gezeigt,  dass ich ja durchaus arbeiten will  – und kann.

Erstmal war klar, dass wir eine Absprache bezüglich der Angsttraining treffen müssen. Und ehrlichgesagt hat es gut getan zu hören, dass ich ja so viel mache hier im Alltag, dass es definitiv nicht mehr als eins pro Tag sein sollte. Das erste Mal hatte ich das Gefühl, dass durchaus angekommen ist, wie anstrengend und auch angstebesetzt hier vieles im Alltag ist.

Ich glaub deshalb traf mich das mit dem „Vermeidungsverhalten“ so – und dass es nicht genug „sichtbares“ gibt – weil ich eigentlich permanent drüber war.

Und ich sehe mein Vermeidungsverhalten ja durchaus – in vielen Bereichen. Konnte das aber auch gar nicht zugeben, weil es ja irgendwie ständig um Gruppen ging – und da bin ich mir nach wie vor sicher, dass es da zwar natürlich auch Vermeidungsverhalten gibt, es aber zum aktuellen Zeitpunkt mir wirklich nur schaden würde – und mich nicht weiter bringen.

Die Angst zu sagen, dass ich das schon sehe, grade auch im Einzel da ja auch dran arbeiten will (meine Automatismen sind ja auch Vermeidungsverhalten und darum sollte es ja gehen) und dass es dann wieder nur auf Gruppen  übertragen würde – war zu groß – und ich denke auch nach wie vor berechtigt.

Ich hab mir die letzten Tage viel den Kopf gemacht, wie es für mich mit meiner Therapeutin weiter gehen soll. Ob – oder wie – ich mich da wieder einlassen könnte. Und ich hab mich für zwei Dinge entschieden.

Zum einen, dass ich das mit dem Vermeidungsverhalten anspreche – dass ich das durchaus sehen kann und sie da in vielen Bereichen recht haben und ich daran arbeiten will (und kann), aber dass sie – was Gruppen angehen – nicht recht haben. Ich bin mir selten so sicher wie an dieser Stelle.

Und dass ich auch anspreche, dass ich nicht weiß ob oder auf was ich mich  einlassen kann. Das ich möchte, aber nicht weiß ob es geht.

Heute war durch den ersten Punkt etwas leicht Rollen vertauschtes – weil ich die Gruppen immer wieder ansprach – und nicht die Therapeutin.

Allerdings merke ich im Nachhinein jetzt auch, dass das für mich wichtig war – irgendwie auch zu sehen, dass sie nicht gleich darauf anspringt und mit der nächste Gruppe anfängt.

Wir sprachen noch ein paar formale Sachen an und dann ging es eben darum, was wir jetzt machen sollen/können/wollen.

Sie fragte, was ich machen wollen würde, wenn ich mich einlassen könnte.

Eigentlich am liebsten die alten Ziele – auf Gefühle einlassen, Ausdruck finden, Tränen zulassen können.

Da das letzte Woche aufkam war das zweite eben diese Situation damals im Bus aufzugreifen,  Traumaexposition.

Nach wie vor, wäre mir das erste lieber, aber ich glaube beim zweiten hab ich mehr Chancen, dass ich mich einlassen kann – es ist – vertrauter, für mich „sicherer“  und so blöd das klingt – es ist weniger einlassen nötig.

Gleichzeitig ist es natürlich etwas, was mir wirklich was bringt. Ich hab nur die Angst, dass wir dann am Gefühlsthema scheitern. Denn egal welche Situation wir aufgreifen – irgendwann kommt der Punkt, an dem es auch um die Gefühle geht.

Dazu kommt noch eine zweite Angst. Ich hab diese Woche 2 Termine mit ihr, morgen werde ich mich sicher nicht einlassen, da im Haus, in dem sie ihr Büro hat eine große Tagung stattfindet mit vielen Leuten und vermutlich auch eher viel Lärm.

Das wäre ok, denn ich müsste eh erst schauen wie sie das machen möchte – wie sie sich das vorstellt.

Also wäre dann Freitag der Termin – und nächste Woche ist sie auf Fortbildung. Ja ich hab eine Vertretung, die ich kenne und mit der ich auch arbeiten kann, aber ich glaube nicht, dass ich mit ihr dann weiter an der Situation arbeiten kann.

Und die Woche drauf ist meine letzte Woche. Ich finde das arg knapp und im Moment ist das für mich der Hauptgrund für ein „nein“.  Das Fass ist zu groß für 2-3 Termine. Was irgenwie idiotisch klingt, weil die Situation im Verhältnis zu anderen eher „klein“ ist. Aber das drumherum nicht – und die Auswirkungen nicht.

Zumal die Situation zwar an sich klar ist, aber die Erinnerung daran nicht wirklich klar oder besser formulier- oder benennbar. Ich hab noch nie darüber gesprochen, oder es aufgeschrieben. Weil ich es nicht hinbekam und schon im Vorfeld oder beim Gedanken daran nur noch Chaos im Kopf habe.

Es ist die Angst, dass da ein Fass aufgerissen wird – und ich dann irgenwie alleine mit klar kommen muss.  Klar gibt es theoretisch die Möglichkeit mich in der Pflege zu melden usw – aber das ist nicht das, was ich da bräuchte.

Das macht mich traurig und irgendwie auch wütend – 49 Tage – so viele davon verschwendet. Und jetzt hapert es an der Zeit?

Dabei ist mir klar, dass das vorher schlicht nicht Thema war und daher gar nicht eher angegangen hätte werden können und naja – dass es zum einen auch nur deshalb Thema wurde, weil es an anderen Stellen für mich ziemlich schief lief.

Ideal wäre die beiden Themen zu koppeln – die Situation zu bearbeiten, sie auch als Auslöser für Gefühle nutzen und dann an diesen Gefühlen am Ausdruck arbeiten – oder eben am zulassen und „sichtbar werden“ lassen.

Aber auch da – klappt das?  Wo doch nächste Woche eine Unterbrechung da ist.

Oder könnte ich mir vorstellen, dass ich tatsächlich mit beiden daran arbeite?

Schaffe ich das im aktuellen Umfeld? Mit ständig Leuten um mich rum, Speisesaal und der im Moment wirklich arg unguten Ergo-Gruppe (einfach weil die so rappelvoll ist)?

Ich schätze ich muss morgen wirklich erstmal klären, wie das ablaufen soll. Erst dann kann ich sagen, ob ich mir das auch mit der Vertretung anschauen kann. Und ob ich denke, dass 2 Wochen dafür reichen.

Und ich merke, dass das nach wie vor für mich der Hauptknackpunkt ist.

Klar ist – ich würde gerne, wirklich gerne, sehe da großes Potential – trotz der Angst davor.

Wäre die Therapeutin nächste Woche da und nicht weg – würde ich ja sagen. Aber sie ist nunmal weg. Und damit blieben 3 Termine (oder vier wenn wir den morgigen und Abschlussgespräch mitrechnen).

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 48


An Terminen hatte ich heute ein kurzes Gespräch mit der Sozialarbeiterin, Physio und Kunsttherapie-Einzel.

Bei der Sozialarbeiterin ging es nur darum, ob die Fahrkarten fürs Angsttraining irgendwo eingereicht und übernommen werden können – da ich sonst halt nur 1 bis max 2x die Woche das machen kann. Wird nicht übernommen (damit hatte ich auch gerechnet) und bleibt daher halt dabei.

Das hatten wir aber auch schnell abgehandelt, von daher ist es ok.

In der Physio hatte ich ja heute ein spezielles Anliegen: ich wollte mit der Physiotherapeutin unten zu den Fahrrädern gehen und schauen ob sie den einen oder anderen Tip hat bzw ob wir dann die Physio nutzen können um das mit dem Fahrrad fahren auch irgendwann hinzukriegen.

Da da eine Praktikantin mit bei war, hab ich es gleich mit Angsttraining gekoppelt. Wir haben tatsächlich das ein oder andere gefunden, das meiste ist halt jetzt dann Arbeit – Knie muss deutlich stabilisierter werden und auch sonst muss ich schauen, wie ich das am besten angehe – denn Fahrversuche sollte nur mit sehr viel Platz, ohne Verkehr usw stattfinden. Meine Kurven sind noch sehr arg – weit. Und das Auf- und Absteigen schwierig – was vor allem beim Anfahren und ganz schlimm beim Stehenbleiben eben Probleme macht. Daher ebne auch weit weg von Verkehr und allen Möglichkeiten, bei denen ich schnell stehen bleiben müsste.

Ich suche da noch einen Platz – der natürlich auch noch möglichst wenig Leute und in erreichbarer Nähe sein sollte. Mal sehen. Aber immerhin ist es nicht ganz ausgeschlossen – und das freut mich.

Das Kunst-Einzel hatte ich dann glatt vergessen. Gott sei Dank erinnerte mich mein Handy rechtzeitig daran. Als ich dann da war, erfuhr ich, dass ich heute gar keinen Termin hatte – er wohl falsch im Plan stand. Ich hatte mich schon gewundert, warum ich diese Woche zwei hätte, dachte noch daran, dass der eine als Ersatz für den ausgefallenen letzte Woche wäre. Dafür hab ich mich dann getraut zu fragen, ob sie weiß, wo man sich hier in Dresden mal für ein paar Tage eine Gitarre leihen könnte – und sie bot mir an, ihre zu nehmen. Sie hat eine im Raum stehen und nutzt die auch, da sie Singen anbietet.

Ich werde also am Donnerstag eine Gitarre mitnehmen können und vielleicht sogar bis übers Wochenende nutzen dürfen. Ganz ehrlich – ich freu mich riesig. Auch wenn ich vermutlich nach wie vor nicht sehr lange spielen kann, fehlt es mir. Zusammen mit dem Singen, das ich ja aktuell auch nicht mache (könnte ja jemand hören), aber vielleicht am Wochenende, wenn weniger da ist – mal sehen. Auf jedne Fall freu ich mich drüber.

Zwischendrin stellte ich fest, dass ich heute keine Eiswürfel bekomme – weil der Kühlschrank in der Teeküche defekt war. Also das gemeldet und gehofft, dass das möglichst schnell behoben wird – denn ohne Eiswürfel schaffe ich meine Trinkmenge niemals.

Gegen 15 Uhr lief das Teil aber wieder (oder früher, da merkte ich es halt) und ich packte gleich meine Eiswürfelbehälter wieder rein. Die ebenfalls drin gelagerten Eis wurden entsorgt – und ich hoffe, die Leute informiert. Sonst gibts nämlich wieder Zank und Ärger (manchmal ist der Futterneid hier echt heftig – auch beim Essen – da wird der Speisesaal regelrecht gestürmt, als würde man sonst hier verhungern. Dabei füllen die wirklich auch ständig nach – man verpasst also gar nichts – aber irgendwie ist das hier manchmal sehr heftig. Daher geh ich meist ein paar Minuten später erst hin – da ist die erste Schlange durch und mehr Ruhe da).

Ich hab zur Zeit wieder mehr Magenprobleme – nicht schlimm, aber auffallend. Schiebe ich jetzt mal auf den Stress. Im Moment überlege ich, ob ich nochmal zur Ärztin gehe wegen Physio – denn durch das Fahrrad fahren wäre es jetzt tatsächlich sinnvoller mit 2 Terminen die Woche weiter zu machen, nicht mit einem. Bin mir nur unsicher, ob sie dem zustimmt. Allerdings gäbe es jetzt da noch eine Chance, nächste Woche ist meine Ärztin wieder da, da kriege ich das definitiv gar nicht.

Andererseits könnte ich auch im freien Sport da mal jemand ansprechen und gezielt nach Übungen für Stabilisierung der Knie fragen. Den freien Sport hab ich die letzten 2 Wochen vernachlässigt – erst wegen der Muskelzerrung (und ich bin mir sicher, dass es nur eine Zerrung war, weil es nämlich weitestgehend gut ist und nur noch bei großer Belastung spürbar), dann wegen irgenwie zu viel Chaos und Unklarheit wegen Verlängerung und letzte Woche schlicht wegen eh schon zu viel Angsttraining und nicht  Aufraffen können. Die zwei mal, die ich dort war, waren dann doch zu viele Leute da für mich.

Immerhin sind aktuell die Flashbacks und Co wieder weniger geworden und die Nächte etwas ruhiger. Wobei ich hier wirklich unglaublich viel schlafe.

Abends bin ich einfach nur halb tot und schlafe wirklich schnell ein (und ich versuche mit Müh und Not bis neun wach zu bleiben, manchmal bin ich aber froh, wenn ich es bis halb neun schaffe – maximal einmal die Woche ist es später) – zwischen eins und 5 ist es dann ein immer wieder kurz wach oder so – aber auch im Rahmen und dann könnte ich meist wieder tief schlafen. Um halb sieben klingelt der Wecker.

Dazu kommt dass ich tagsüber mich häufiger hinlege – morgens oft nach dem Frühstück  och ein Stündchen – oder wenn kein Termin ist auch mal zwei – , manchmal mittags (dann eher gleich für 2-3 Stunden) – ohne dass es sich auf den Nachtschlaf auswirkt (und das ist neu – sonst schlafe ich nachts ja nicht, wenn ich mich tagsüber hinlege).

Mit mehr Hydrocortison könnte ich das abfangen, das hab ich ausprobiert und das macht wirklich einiges aus. Aber ich möcht das nicht dauerhaft erhöhen und solange ich die Möglichkeit habe mich eben auch einfach hinzulegen, wähle ich lieber diese Variante.

Dafür komme ich so gut wie nie zum lesen oder stricken. Ersteres ist abends dann zu viel – da fallen mir dann die Augen zu früh zu, letzeres ist irgendwie grad auch nicht wirklich was, was ich gut machen kann – abends auch zu anstrengend und tagsüber denke ich da oft nicht dran. Zwar setze ich mich manchmal damit in die Sonne, aber meist nur sehr kurz und oft dann doch ohne wirklich zu stricken.

Ist aber auch ok für mich – nur halt – ungewohnt.

Ich bin gespannt, was die Woche bringen wird.  Meine Therapeutin ist wieder da und ich weiß aktuell noch nicht womit wir weitermachen – oder wie. Wobei da grade wirklich eher Neugier und (positive) Spannung und weniger Angst bei ist.

Außerdem hab ich mich – ein kleinwenig – in Therapieknete verliebt, die ich heute zugeschickt bekommen habe.

Muss jetzt aufpassen, dass ich das nicht zu viel nutze (und damit die Hand überanstrenge) – finde ich aber sehr spannend grade – und lustig – und sehr angenehm in der Hand. Hätte nicht gedacht, dass das nicht nur als Handtraining gut ist, sondern für mich sogar ein möglicher Skill ist.

Von daher – vielen lieben Dank nochmal!

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Klinik Tag 47

Den Vormittag mit einer Mitpatientin im Ergo-Raum verbracht. War ok, bis dann zwei weitere dazu kamen.

Dafür dann den Nachmittag auf dem Zimmer mit Ruhe, Musik, fern sehen und nur sehr kurz mal raus gehen.

Viel Ruhe – was gut tat.

Morgen geht es dann wieder weiter.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt | Kommentare deaktiviert für Klinik Tag 47

Klinik Tag 46

Heute ein sehr ruhiger Tag.

Vormittags war ich im Ergo-Raum – geplant war halt solange ich es aushalte. Anfangs bin ich da meist alleine, aber nach ner Weile kommen dann doch auch andere.

Doch heute war ich bis zum Mittagessen alleine. Da der Brennofen defekt ist, soll nichts mit Ton gemacht werden – vielleicht war das der Grund, denn viele arbeiten mit Ton. Ich hab auch nur Schmuckpapiere gemacht und die eine oder andere Mappe aufgemotzt.

Den Nachmittag hab ich dann mit Spaziergang und sonst viel Ruhe, Musik machen, Serien schauen und Nägel machen usw verbracht. Letzteres ungeplant, denn nach der Arbeit mit Acrylfarbe waren die hinüber – ich bekam die Farbe nicht ab.

Das Angsttraining war heute recht kurz – es ging mir nur darum ein paar Minuten im Konsum zu sein und mir eine Banane zu kaufen. Also insgesamt nur etwa 10 Minuten und es lief soweit ganz ok. Eigentlich sollte ja im Ergo-Raum noch was laufen, aber ohne Mitpatienten war das ja nicht möglich.

Ich hatte auch relativ wenig mit anderen Menschen zu tun heute und ich merke, dass mir das gut tut. Von daher werde ich da auch morgen keinen Druck machen. Da auch der Buchbinder-Leim alle ist, können wir eh nicht wie geplant morgen eine Mappe für eine Mitpatientin machen.

Von daher werde ich auch da nur ein paar Minuten entweder im Eingangsbereich (da gibt es ja Kaffee und Kuchen nachmittags) mit Mitpatienten verbringen oder eventuell auch mit jemanden eine größere Runde spazieren gehen. Aber ich werde das morgen spontan entscheiden.

Ich merke, dass sich da grad was tut bei mir – glaube da hat im Einzelgespräch gestern wirklich etwas Klick gemacht. Jetzt muss ich nur noch mit der Unsicherheit umgehen lernen.

Heute nur noch etwas fern sehen, lesen und später ins Bett. Denn platt bin ich dennoch.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Kommentare deaktiviert für Klinik Tag 46

Klinik Tag 45

Heute wieder Einzel-Gespräch bei der Vertretung. Ich glaub ich hab in den zwei Terminen bei der Vertretung mehr gearbeitet als in all den anderen. Vielleicht weil es tatsächlich mal gar nicht um Gruppen ging. Und auch nicht um groß vorstellen oder so.

Und ich glaube ich hab heute zumindest ein bisschen verstanden, was die alle immer mit Vermeidungsverhalten gemeint haben könnten. Wobei ich das aktuell nicht formulieren kann – dazu ist es noch zu wenig greifbar.

Es ging um die Angsttraining und warum das immer kippt – und um den Kontakt zur Fassade. Beides war nämlich im Traum Thema – zusammen.

Am Ende ging es darum, dass der Körper auf bestimmte Dinge (zum Beispiel auch Vorschläge wie man das Gefühlsfass mal anschlagen könnte) und sobald der Kopf dazu kommt, wird es „zerredet“. Das kenn ich von mir. Es war mir nie so bewusst – und vor allem fiel mir auch nicht auf, dass der Körper sehr wohl positiv reagiert – aber der Therapeutin fiel es auf.

Und ja – beim Angsttraining ist es so, dass es recht gut läuft, solange ich den Kopf draußen lasse, einfach mache, auch die Angst reguliere usw – aber sobald der Kopf dazu kommt und eine Entscheidung gefällt werden muss (wie letztens eben ob ich jetzt da aussteige, trotz Stufe, oder eben eine Station weiter fahre) – kippt es.

Das Problem ist nur – wie krieg ich den Kopf ausgeschalten?

Und traue ich dem Körper zu, dass er selbst die Grenzen merkt und entsprechend reagiert?

Es geht nicht um wie viel Angsttraining, sondern mehr um wie ich es mache – da hakt es ja zur Zeit und das muss ich nächste Woche auch wirklich mit der Therapeutin klären.

Auch da hat sich heute was getan, ist etwas angekommen – nicht wirklich greif- oder gar formulierbar – aber doch deutich spürbar.

Es ging auch um die Straßenbahn und dass sie es dafür nötig fände, dass wir die Situation (Übergriff im Bus) als Traumaexposition aufgreift – und dann gekoppelt mit Angsttraining, diese Situation langsam auflöst. Dass es sonst nicht wirklich viel bringen kann. Das was sie sagt – und vor allem wie sie das warum erklärt – ist für mich stimmig. Und würde erklären, warum es beim Verkehrsmitteln immer so anders läuft als zum Beispiel der Einkauf oder andere Angsttraining.

Und ich merke auch sonst – für mich ist das schon stimmig – eben auch ganz gezielt Paniksituationen zu nutzen – aber auch, dass es davon mehr als genug gibt und Gruppe nach wie vor zu viel wäre.

Aber im Einzel – ja – da könnte ich mich drauf einlassen.

Es bewegt sich was, es arbeitet und vielleicht hatte meine Therapeutin auch etwas in der Art gemeint – aber  es eben für mich nicht klar genug – erklärt.

Das Problem ist: es gibt Vermeidungsverhalten, dass eher das aktuelle System (das eher destruktiv ist) aufrecht zu erhalten – aber es gibt auch Vermeidungsverhalten, dass auch Schutz ist.

Dem würde ich im Einzel wirklich gern nachgehen, einfach probieren, ohne vorher zu verstehen oder zu wissen was passiert. Mal sehen wie es weiter geht.

Nächste Woche ist meine Therapeutin ja wieder da, übernächste ist sie wieder weg, da hab ich wohl nochmal Termine bei der Vertretung.

Ganz ehrlich – die ist knallhart – sehr viel härter als meine – sehr viel direkter und  sehr genau im Punkt treffen. Damit ist der Termin auch sehr viel intensiver und auch anstrengender, aber bringt eben auch mehr.

Kann auch sein, weil es wirklich um arbeiten ging – und nicht darum irgendwas formales oder Termine zu klären oder über Gruppen zu diskutieren. Von daher bin ich wirklich auf nächste Woche gespannt.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | Kommentare deaktiviert für Klinik Tag 45

Klinik Tag 44

Angefangen mit dem Frühstück in einem seit ein paar Tagen extrem lauten Speisesaal. Irgendwie war ich wohl nicht richtig wach oder so (wobei auf war ich schon länger) auf jeden Fall sehr schreckhaft und mit dem Frühstück überfordert.

Ich hatte eine Stunde bis zur Ergo-Gruppe – und um mir zu überlegen was ich da machen möchte/könnte, ohne Sprechen zu müssen. Also blieb eh nur wieder eine Mappe.

Das Material rechnete ich mir schon aus und wollte es dann drüben eben raussuchen und zuschneiden.

Nicht gerechnet hab ich, dass es so voll wird – es war jeder Platz besetzt – also ca 10 Leute – bisher war es ja nie mehr als 5. Und mit jedem der reinkam, stieg die Panik.

Dann bekam ich auch – vor lauter Panik konfus – den blöden mp3-Player nicht zum laufen – zumindest nicht zusammen mit dem Kopfhörer. Ich schnitt die Pappen und suchte noch Material – brach dann aber ab. Dissoziiert war ich von Anfang an, aber ich merkte, dass ich immer weiter wegrutschte, das Sichtfeld eingeschränkt war (bei mir verschwimmt dann alles und sieht aus als würde ich in die Sonne sehen) und irgendwie immer weniger ankam.

Reden ging nicht – also schrieb ich einen Zettel, dass ich jetzt gehen möchte und ob es ok ist, wenn ich das Material mitnehme. War es wohl – mir fehlt die Zeit danach. Nicht lange – vielleicht 10 Minuten, aber dennoch.

Danach Klavier. Seit dem Umzugsdesaster ist das Klavier irgendwie schwierig gewesen. Als würde ich mich nicht trauen es zu nutzen, weil es dann wegfallen könnte oder so. Mir war durchaus klar, dass das Blödsinn ist – aber es war halt so.

Die letzten Tage habe ich das wieder sehr bewusst gemacht, den Raum drumherum neu gestaltet und jetzt kann ich das auch wieder gerne und gut nutzen.

Da ich nur ne halbe Stunde Zeit hatte  bis zum Körpertherapie-Einzel, war das auch gut so – das Spielen hat mich wieder gut runtergebracht. Eine Restanspannung blieb, aber die kann auch der Körpertherapie geschuldet sein.

Der Körpertherapie-Einzel-Termin ist ja angstbesetzt – einfach weil es um den Körper geht und man mit dem Körper was tun soll. Da ist viel Angst/Unsicherheit, aber eben auch wirklich großes Potential was zu lösen.

Wir sprachen nochmal – auch um sich besser kennenzulernen und ich sollte mir eine Ressource vorstellen – etwas das mir hilft mich wohl oder weniger unwohl zu fühlen. Da ich ja durchaus weiß wie es sich anfühlt, wenn man sich wohl fühlt – haben wir das aufgegriffen. Was dafür nötig ist.

Ruhe, meine Wohnung/sicherer Ort, keine Menschen, keine Termine oder etwas was getan werden muss – einfach sein.

Diesen Ort sollte ich dann gestalten – was mich erstmal überforderte, aber sie meinte das auch in einzelnen Schritten – also erstmal wo im Raum, dann wie groß soll dieser Raum für mich sein usw.

Für mich sehr interessant – und irgendwie auch intensiv – war, dass er dann ganz anders aussah, als der Raum, den ich im Kopf hatte. Das Gefühl wollte eine andere Größe und andere Form – das fand ich sehr faszinierend ehrlich gesagt.

Wenn jetzt nichts aktuelles ansteht, wollen wir da nächste Woche weitermachen.

Für mich ist das anstrengend, aber positiv anstrengend. Es ist wirklich auch sinnvoll arbeiten.

Ähnlich wie beim Muskelkater – ich mag das Gefühl, auch wenns weh tut – weil es einfach auch zeigt, dass ich was geschafft hab. So ähnlich war die Anstrengung nach dem Termin – mit einem guten Gefühl dabei.

Nachmittags hatte ich frei. Geplant war entweder Straßenbahn und Rewe oder zu Fuß zu Netto. Also auf jeden Fall ein Einkauf und eventuell eben nochmal Straßenbahn – möglichst zu einer Zeit, in der nicht grad der Berufsverkehr unterwegs ist.

Im Endeffekt hab ich mich für Straßenbahn entschieden – ohne Rewe. Denn der hiesige Geldautomat ist noch immer kaputt und so entschied ich lieber zu einem Geldautomaten zu fahren.

Die Hinfahrt lief sogar recht gut – ohne Dissoziation und mit gezielt gegen Panik vorgehen können. Dummerweise kippte es beim Aussteigen – weil da eine Stufe war.  Warum auch immer das so problematisch ist. Ich lauf ja auch Treppen. Aber irgendwie ist das bei einem Fahrzeug ein Riesenproblem.

Dafür hat mir jemand, der mit Auto einkaufen war, Getränke mitgebracht – das sollte für die nächsten 2 Wochen auf jeden Fall reichen. Eventuell sogar länger. Da sie grade im Angebot waren, dachte ich, ich nutz diese Chance jetzt einfach.

Danach hab ich endlich mal die Rücksendungen fertig gemacht. Dazu muss ich ja vorher immer in den Copyshop um die Versandaufkleber drucken zu lassen und das dann zur Post bringen.

Außerdem bin einem Shop telefoniert. Mein Theraband-Ball löst sich mittlerweile auf (hab ich ja immer in der Thera in der Hand), bröselt vor sich hin und der Widerstand ist deutlich weniger als er sollte. Also hatte ich einen neuen bestellt. Der war leider sehr unsauber verarbeitet – und so hatte ich Fotos per mail geschickt, aber noch nichts gehört.

Ein neuer ist unterwegs und den anderen kann ich wohl behalten. Mal sehen ob man den mit Schere „grade rücken“ kann. Aber das probier ich mal in Ruhe.

Auch heute bin ich wieder platt – aber eher mit dem Gefühl auch was geschafft zu haben.

Von daher heute nur noch das Angsttrainings-Formular ausfüllen und dann vielleicht noch etwas lesen vorm Schlafen.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | 3 Kommentare

Klinik Tag 43

Die Blutentnahme heute morgen war wieder einmal erfolglos. Wobei diesmal die Vertretung meiner Ärztin dran war und die dann auch meinte, dass sie da bei mir jetzt auch keine Not sieht und es auch so übergeben wird.

Da ich unerwartet früh wach war, hab ich dann gleich um sieben die Wäsche gewaschen. Das hab ich jetzt lange vor mir her geschoben und musste jetzt einfach sein. Da ich ja nur noch 4 T-Shirts habe, komme ich da nicht mehr über die Woche.

Vorm Mittagessen dann ein überraschendes Einzelgespräch mit der Vertretungstherapeutin, das mich sehr nachdenklich machte – im positiven Sinne. Es ging um die Fassade und das nach außen funktionieren und der Vorstellung, wenn wir uns gegenüber sitzen würden, was würden wir dann sagen oder wie kämen wir – zusammen. Es gelang mir nicht mich auf die Fassade einzulassen oder da was zu spüren, aber irgendwas hat es bewegt und ich möchte das in den nächsten Tagen häufiger mal probieren.

Außerdem haben wir den Termin vom Donnerstag auf Freitag verlegt – somit kann ich morgen sowohl die Ergo-Gruppe (die hätte ruhig ausfallen dürfen) und direkt danach das Körper-Einzel nutzen.

Verabschiedung der zweiten Mitpatientin – also von den 2 mit denen ich mich gut verstand. Wobei es in den letzten Tagen auch Kontakt zu einer weiteren gab.

Nachmittags dann Angsttraining: Straßenbahn. Dummerweise ist der Geldautomat hier vor Ort kaputt, deshalb statt Viererkarte doch Einzelfahrschein.

Ganz ehrlich – es ist Stress und Panik und wirklich schwierig – aber wenn ich das meistere – dann eröffnen sich einige neue Möglichkeiten. Denn mit Straßenbahn ist DM, Rossmann, Aldi und Edeka in Reichweite.

Und Unabhängigkeit – denn auch die Frauenkirche usw wären dann erreichbar.

Im Moment klappt das mit der Straßenbahn nur dissoziiert – aber ich arbeite dran. Ich will das hinkriegen.

Auch wenn sich der traumatische Teil leider nicht so trennen lässt, wie gehofft, der mischt schon mit rein. Trotzdem bleibt es – machbar. Danach bin ich platt und heute schaffte ich es leider nicht auszusteigen, wo ich wollte (zu viele Leute im Eingangsbereich) und leider auch nicht bei der nächsten Station, weil da eine Stufe zu überwinden gewesen wäre (sonst ist es ja eher ebenerdig zum aussteigen), aber wie gesagt – ich arbeite dran.  Interessanterweise hat die Stufe fast mehr ausgelöst als die Leute.

Im Moment ist es so, dass ich nur einmal die Woche kann – einfach weil es finanziell doch ein recht großer Posten ist. Grade auch dafür, dass es ja auch nur die Fahrt ist – also ohne eben auch damit was erledigen zu können oder ähnliches. Da habe ich Montag einen Termin bei der Sozialarbeiterin – vielleicht gibt es da eine andere Möglichkeit.

Es überrascht mich immer wieder und immer noch, dass sich diese Anstrengung auch körperlich zeigt. Grade nach dem Angsttraining oder schwierigeren Terminen bin ich einfach nur unglaublich platt – als wäre ich den ganzen Tag gelaufen – mit schwerem Rucksack oder so.

Gleichzeitig sind die Nächste zwar besser, aber immer noch voller Albträume und Hochschrecken und immer wieder wach sein.

Nachtrag: da meine Lieblingsrezeptionistin heute Abend da war, hatte ich sie angesprochen, wie das mit den Fahrrädern läuft. Diese kann man hier gegen eine kleine Gebühr leihen oder wenn sie vom Therapeuten verordnet werden für 3×2 Stunden umsonst ausleihen.

Jetzt ist es ja so, dass ich seit fast 20 Jahren nicht mehr gefahren bin. Weil schlicht die Knie nicht mitspielten. Plötzlich stehen bleiben wurde mit verhaken oder auch mal mit ner rausgesprungenen Kniescheibe quittiert. Ungut.

Aber ich hab es die letzten Jahre auch gar nicht versucht – und das wollte ich hier.

Ich hab mir also die Fahrräder angeschaut und teilweise ausprobiert. Neben Panik ist aber vor allem das Absteigen ein Problem, dass das Knie mit Streik quittierte. Losgefahren bin ich noch nicht mal – sehe da aktuell auch ein Problem. Denn einerseits mit Füßen grade so auf Zehenspitzen noch auf dem Boden ist beim Treten die Knie halb im Gesicht.

Dazu natürlich Panik, dass ich das Gleichgewicht nicht gehalten kriege, die Füße nicht auf dem Boden habe, plötzlich stehen bleiben muss und das Knie das nicht mitmacht usw.

Es war frustrierend. Das Knie motzte vor allem beim Absteigen massiv – beim letzten Versuch dann auch so, dass es kurzzeitig nicht trug. Doof. Ich verdreh es da immer, egal wie achtsam ich es versuche

Im Moment überlege ich noch, ob ich das Fahrrad reservieren soll wenn ich einen Physio-Termin hab – in der Hoffnung, dass es da noch den ein oder anderen Tipp gibt – oder es nur an falschen Einstellungen lag oder ähnliches.

Irgenwie mag ich diese Chance noch nicht aufgeben.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie | 2 Kommentare