sein – es klingt falsch

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 18:11 No comments

Egal wie ich sage oder schreibe wie es mir geht, es klingt falsch.

Weil es zwei Ebenen gibt – das Funktionieren und das Fühlen. Als wäre ich zwei Personen, die sich einen Körper teilen.

Beim Fühlen ist nur Zuviel, Verzweiflung und nicht aushalten können. Und zusammenklappen.

Beim Funktionieren gibt es kein Fühlen – nur Funktionieren. Morgens aufstehen, was essen, sich waschen, ablenken und alles tun um im hier und jetzt zu bleiben. Nicht an gestern oder morgen denken, nicht mal an vorhin oder nachher, nur jetzt. Und das machen, was halt unbedingt gemacht werden muss.

Wobei sich das “was gemacht werden muss” zunehmend auf ein Minimum beschränkt, weil einfach keine Kraft und Energie für anderes da – es zählt nur noch Ablenken, weil ich nur so die nächste Stunde überstehe.

Das dass Funktionieren so im Vordergrund ist, ist ein Zeichen dafür, dass es mir nicht gut geht. Ein sehr deutliches sogar. Aber in dem Moment fühlt es sich nicht so schlecht oder schlimm an – eigentlich nur anstrengend, aber sonst neutral.

Das ist natürlich deutlich besser als Verzweiflung und Überforderung. Nur wegen des Funktionierens lebe ich noch. Ich bin also froh, dass ich das habe.

Das Funktionieren reguliert sich selbst. Wenn mehr Kraft da ist, ist da auch mehr Aktivität (die nicht immer sinnvoll oder für mich achtsam ist), je weniger Kraft da, desto weniger Planung gibt es, desto kleiner wird das Zeitfenster das für es möglich ist – von ein paar Tagen, ein paar Stunden bis zu “nur diese Sekunde”, denn es ist nicht mal eine Minute, es geht dann nur um diesen Moment.

Weil mehr nicht geht, überfordert. Unberechenbar wird.

Auch dadurch, dass im Inneren natürlich nicht alles still steht oder Ruhe gibt. Flashbacks oder massives sich selbst klein machen, nieder machen, bricht immer wieder durch.

Und kann nur unterbrochen werden  durch Ablenken – im Hier und Jetzt sein, Atmen.

Wenn ich also schreibe, dass die Verzweiflung da ist – stimmt das und es stimmt auch nicht. Denn sie ist da – auch beim Funktionieren – nur dass ich sie da nicht spüre. Sie nur wahrnehme, wenn ich eben hinspüre.

Das macht das Funktionieren ja so anstrengend, dass es quasi ständig gegen das Gefühl kämpfen muss – das wiederum tobt und schreit – weil es gehört werden will.

Was für beide Ebenen gilt: es geht mir nicht gut. Als Feststellung. Als Fakt.

Beim Fühlen ist es unaushaltbar, beim Funktionieren fühle ich nicht, ich mache. Alles um nicht zu fühlen.

Und je weiter sich das Funktionieren und das Fühlen auseinander bewegen, desto weiter bin ich dann beim Funktionieren auch von mir weg. Nicht im Sinne von Dissoziieren (das ist nochmal was eigenes), sondern – ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll – eine Rolle? spiele? Es ist mehr als eine Rolle – es ist mein anderes Ich sozusagen – das das funktioniert und macht und lächelt und sagt: alles ok.

Es ist auch mehr als eine Fassade, weil die nur nach außen geht – das Funktionieren aber fast mehr noch nach innen – für mich ist. Weil ich nur so grade existieren kann, aushalten kann, die nächste Stunde überleben kann.

Kann es nicht besser erklären.

 

 

Thera heute

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 15:38 No comments

Es ging erst um die neue ¨Abmachung¨ und das ¨Annehmen können¨.
Neu ist die Abmachung ja nicht, es ging eher um ein erneuern: alle Hilfe, die angeboten wird, annehmen, bis das mit den Fahrten endgültig geklärt ist.
Und wenn ich Probleme damit habe es eben in der Thera ansprechen.

Darum ging es heute dann auch. Bis zu dem Moment, wo er vorschlug, dass ich doch für ein paar Minuten hinfühlen soll, das zulassen soll.

In dem Moment war klar: geht grad gar nicht!

Der Grund war, dass ich es jetzt schon kaum aushalte und es die nächsten Wochen schwieriger werden wird. Das Schmerzmittel ist reduziert, damit ich noch ein paar Tage gewinne, aber ich werd nicht hinkommen und ohne – naja – ich nehm sie ja nicht umsonst.
Es ist ja jetzt schon so, dass der Körper immer wieder streikt.

Der Gedanke daran, dass es noch schlimmer werden wird – war einfach zu viel.  Weil ich schlicht nicht weiß wie das aushalten, ich halt ja das ¨jetzt¨ schon kaum aus.

Es geht nur noch um ablenken – um jeden Preis. Es ist keine Kraft mehr da für große Abwehrmechanismen – entsprechend hab ich mit Flashbacks und Co gewaltig zu kämpfen, von Täterintrojekten und Widersachern ganz zu schweigen – ich glaub die sind aktuell nicht eine Minute ruhig.

Es geht nur noch ums Überleben – da ist selbstschädigendes Verhalten dann in Kauf genommen – weil das kleinere Übel.

Ich bin so sehr im Dauerzuviel, dass es gar nicht mehr darum geht, da rauszukommen, sondern nur es irgendwie auszuhalten, zu überleben.  Die Grenzen hab ich schon lange hinter mir gelassen.

Der Thera brachte das Bild eines Surfers in einer Tunnelwelle – da kommt immer mehr dazu und immer mehr dazu (Wasser) und es geht darum die Balace zu halten.

Nur dass ich die schon lange nicht mehr habe – ich bin irgendwo im Wasser und versuche nicht unterzugehen in den Massen. Wenigstens Luft zu holen und die nächsten Minuten hinzukriegen.

Und das geht zur Zeit nur mit Ablenken, im Hier und Jetzt bleiben, durchaus auch auf Kosten des Körpers manchmal – aber wenigstens nicht zu ertrinken, mich an etwas klammern – und sei es nur ein doofes Brett. Dieses ¨Klammern¨ ist das Ablenken – das Stricken oder auch Musik machen oder so – in diesem Moment geht es nur darum. Um dieses Brett, statt um das Wasser drumrum. Solange es halt hält und dann muss ich mir das nächste suchen.

Ich konnte nicht hinspüren, weil es nicht mehr aushaltbar ist.

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neue Maske

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 08:54 No comments

Die erste Nacht mit der neuen Maske war deutlich besser. Auch wenn ich sie irgendwie nicht ganz dicht kriege, hätte wohl doch das andere Modell nehmen sollen, aber da blies mir die Luft ins Auge.

Wie auch immer – sicher Gewöhnungssache, immer noch leicht heißer morgens, aber keine schlimmen Halsschmerzen und auch wegen trockenen Mund bin ich nur einmal wach geworden (und hab einfach die Befeuchtung höher gestellt).

Sie sitzt arg eng, gibt also Druckstellen, aber nur so ist sie einigermaßen dicht. Ich glaube ich hätte sie einfach einen halben cm länger gebraucht. Aber alles noch soweit im Rahmen.

Erst hatte ich ja etwas Angst, ob mich das zu sehr einengt, aber eigentlich finde ich das über Mund und Nase angenehmer als nur über die Nase. War insofern also eine gute Entscheidung, auch wenn ich heute wohl die andere Maske nehmen würde wegen der Dichtigkeit.

Ofen einweihen

Mittwoch, 22. Oktober 2014 - 17:00 No comments

Als heut Nachmittag der Hermes-Bote klingelte und hier ein großes Paket abgab, war ich erstmal ob der Größe überrascht. Denn der neue Ofen ist ein bisschen größer als der alte (tiefer) und passt somit nicht mehr aufs Ivar-Regal – also mal schnell (ha ha) alles umräumen.

Im Moment ist der letzte Flammkuchen im Ofen (diesmal ist die Grundmasse mit Lamacun-Gewürz gewürzt – bin also gespannt). Und gleich noch werd ich einen Kürbiskuchen zusammen mantschen – schon allein um den angefangenen Kürbis endlich aufzubrauchen.

Ich freu mich auf beides (auch wenn letzteres für morgen gedacht ist – und damit die Katzensitterin auch einen Kuchen bekommt, der schmeckt – beim letzten war ja der Ofen defekt, was ich erst feststellte, als ich ihr ihr Stück schon hochgebracht hatte.

Danke!

Pflanzenumzug

Mittwoch, 22. Oktober 2014 - 11:19 2 comments

Eben hab ich das große Zypergras (mittlerweile etwa 1,40 hoch) und die beiden Papyrus reingeholt. Wird draußen doch kalt.

Wie ich den Katzen beibringe nicht am Papyrus zu knabbern muss ich noch überlegen, ans Zypergras dürfen sie, das überlebt das, der Papyrus noch nicht (nächstes Jahr sollte das dann für den auch kein Thema mehr sein).

Muss mir dringend Teebaumöl besorgen. Mal schauen woher. Das soll gut gegen Katzen wirken.

Die Pepino (Birnenmelone) muss auch noch rein, aber aktuell hab ich keinen Platz. Die Setzlinge hab ich jetzt eingestellt, da werden morgen und übermorgen welche abgeholt – da ich immer noch 26 davon habe, hoffe ich, dass ich den Rest auch noch los werde.

Die Minze bleibt draußen, nur ein Topf mit Kärntner Minze kommt rein – zur Sicherheit, für den Fall dass die den Winter draußen nicht überlebt.

Tja und dann wären da noch ein paar Töpfe, die ich irgendwo unterkriegen muss – nochmal zwei kleine Zypergräser (klein im Sinne von etwa 60 cm hoch), ein Elefantenbaum, ein riesiger Kardamon und Zitronengras. Ich hab keine Ahnung wo ich das alles unterkriegen soll. Ich überlege schon ein Regal vor die Balkontür zu stellen (muss ich im Winter eh nicht raus) und alles da drauf. Aber dazu müssten erst die Setzlinge weg.

Immerhin, das ganze hat mich jetzt gut abgelenkt, auch wenn ich mich jetzt kaum noch rühren kann.

Warten und Medikamentenchaos

Mittwoch, 22. Oktober 2014 - 10:06 No comments

Warten kann ich ja ganz besonders gut. Nicht.

Immerhin weiß ich jetzt, der Beatmungstechniker (oder wie auch immer der heißt) kommt nicht von 9 bis 12 sondern zwischen 9 und 12. Ist ja dann immer so eine Sache sich nicht in die Panik hineinzusteigern – daher jetzt dieser Eintrag.

Arzttermin: seine Untersuchungen wegen Daumen sind ohne Befund, ich bekam hochdosiertes Vitamin B1 dafür und wenn es nicht besser wird doch mal Rheumafaktoren machen lassen.

Dann haben wir ein Riesenproblem mit dem Valoron N ret.  – mein Schmerzmittel. Das ist nämlich nicht lieferbar, auch nicht in anderer Stärke (was übrigens nach 2 Wochen auch nahezu beschwerdefrei klappte – das austauschen vom 100 auf 2 x 50).  Nur gib es die 50er auch nicht mehr.

Anderes Mittel als Ersatz: gibt es nicht.

Da bei mir ja das Arcoxia so gut angeschlagen hatte in der einen Woche, soll ich jetzt das nehmen – zusätzlich, allerdings mit Magenschutz. Gegebenenfalls auch mal testen ob es alleine reicht.

Allerdings müsste das Valoron ausgeschlichen werden, da ich es ja schon seit Jahren nehme. Wirklich was anbieten kann er nicht, also hoffen, dass meine Apothekerin noch irgendwo welches auftreiben kann und es bis zum nächsten Rezept wieder lieferbar ist.

Im Prinzip haben wir das ja mit der Schmerzambulanz damals ausgetestet – welche Dosis gut passt – und zwischendrin wird das ja immer mal wieder angetestet – von daher würde es nicht abgesetzt werden, wenn es ginge, sondern das Arcoxia dazu und schauen ob die Besserung dauerhaft bleibt.

Soweit der Stand. Die Apothekerin wollte sich heute noch melden, was sie erreichen konnte. Sie versucht über Hersteller und andere Apotheken noch welches zu bekommen.

Sollte das wirklich ausfallen, hab ich ein echtes Problem. Vielleicht sollte ich doch nochmal einen Termin in der Schmerzambulanz machen (Nachtrag: Termin ist am 8.12.14. Bis dahin sollte klar sein ob das Valoron wieder lieferbar ist und dann kann ich den Termin immer noch wieder absagen).

Mal schauen wie sich das alles entwickelt.

heute

Dienstag, 21. Oktober 2014 - 17:27 2 comments

Ein sehr durchwachsener Tag.

Der nicht sehr gut anfing – auch wenn ich ohne Gerät deutlich fitter bin, ist es dennoch grad eher so, dass ich morgens knatschig bin. Sicher auch weil aktuell schmerztechnisch eher wieder Hochzeit ist.

Bis ich mich endlich entschieden habe ob und was ich frühstücke (seit gestern Nachmittag ist da eine leichte Übelkeit da, heute aber besser als gestern), wurde es langsam auch besser – die Schmerzmittel fingen zu wirken an.

Irgendwann klingelte die Post und überreichte mir ein kleines Paket. Mit dem ich nun gar nicht gerechnet habe.

Wer auch immer der Spender der Wolle ist: vielen herzlichen Dank dafür! Muss mich grad sehr zusammennehmen, erst das andere fertig zu stricken – denn die Farben sind einfach nur toll – mehrere Orange und Brauntöne, die bis ins Schwarz übergehen (oder fast Schwarz) – einfach toll. Danke!

Dann ging es ums Telefonat – den Fahrer für die Physio anzurufen, was – schwierig war, aber irgendwann auch klappte.

Gestern hab ich ja schon angefangen in der Wohnung, da ging es heute weiter (und der Rest wird jetzt gleich noch gemacht werden – müssen). Es tut mir im Moment nicht gut, es macht Druck und es fördert Flashbacks ganz massiv – auch wenn ich da die Zusammenhänge noch nicht finde.

Auf jeden Fall kippt es regelmäßig in selbstschädigendes Verhalten – was ganz und gar nicht gut ist. Aber meine Versuche dort anzurufen und für morgen abzusagen (bzw das auf nächste Woche zu verschieben), scheiterten völlig.

Dann hab ich endlich die Pflanzen bei den Kleinanzeigen eingestellt. Weil ich nicht weiß wo ich die hier überwintern soll.

Und die Wolle gewickelt :) – so sehr ich die Zauberbälle liebe, das wickeln ist immer so eine Sache.

Physio lief dann soweit ganz gut – sogar Crosstrainer ging für eine Weile. Wieder zu Hause versuche ich es nochmal mit einer Wohnungseinheit und beantwortete Anfragen wegen der Pflanzen. Mit etwas Glück werd ich die los.

Zwischendrin wurden noch Pfannkuchen gemacht, weil ich seit gestern unglaublich Lust auf Frittatensuppe habe – nebenher hab ich etwas Abwasch erledigt und die Böden grob gereinigt.

Jetzt gleich werd ich den Abwasch abtrocknen und wegräumen, die letzten 2 Schüsseln und Pfanne machen und dann die Böden einmal wischen. Das muss für morgen reichen. Mehr schaff ich einfach grad nicht.

Danach noch eine Folge schauen oder so – und vermutlich dabei die Pfannkuchen in Frittaten schneiden und evt noch ein Knäuel wickeln (so tolle Farben – hach) danach mit Suppe und immer noch Herr der Ringe ins vorgewärmte Bett.

Thera gestern

Dienstag, 21. Oktober 2014 - 09:59 No comments

Es war etwas ungut, da ein Notfall in der Praxis war und so eine Patientin nebenan, der es sehr schlecht ging und die im Notfall klopfen sollte.

Entsprechend blieben wir oberflächlich. So ging es um alles mögliche und gegen Ende dann um Geschenke.

Seit der alte Thera ja damals das beendet hat, stand ständig im Raum, ob das Versprechen bzw die Abmachung noch gilt: alles an Hilfe anzunehmen bis das mit den Fahrten geklärt ist.

Aber auch sonst. Der Thera findet das natürlich gut – mir ging es mehr darum, dass ich natürlich sehr dankbar bin, denn ohne eure Unterstützung wäre vieles nicht möglich und deutlich schlechter, dass aber die letzten Wochen/Monate halt auch zunehmend das “verdien ich gar nicht”  in den Vordergrund rückt.

Damit wurde auch die Frage, ob diese Abmachung eigentlich noch gilt wieder akut. Und ich konnte für mich da zu keiner klaren Entscheidung kommen, ob da jetzt mehr Widersacher/Täterintrojekte/mir schaden im Spiel ist oder nicht.

Irgendwie hab ich das aber in der Thera auch nie angesprochen – vermutlich weil irgendwie doch klar war, dass da doch deutlich mehr Widersacher bei waren als ich mir eingestehen will.

Es ist diese Fassungslosigkeit, dass jemand mir einfach so  – was Gutes tut, hilft, unterstützt – teilweise ja auch ohne dass wir uns kennen.

Und das “verdien ich nicht” und “bin ich nicht wert” ist ja wieder so hoch aktuell, dass ich teilweise schon Schwierigkeiten habe auf meine Grenzen zu achten. Es ist eine große Verführung das in selbstschädigendes Verhalten kippen zu lassen.

Oft genug merk ich es auch erst wenn ich über der Grenze bin.

Das “für sich einstehen” war ja auch letzte Woche dann deutlich eingeschränkt. Ich wusste schon im Schlaflabor, dass es so nicht klappen kann, hab mich aber abspeisen lassen.

Wie auch immer: mir ist klar geworden, warum diese Abmachung für mich nicht mehr wirklich gilt.

Denn was die Abmachung unklar machte ist, dass dazu gehörte, dass wir es in der Thera zum Thema machen, wenn es Probleme damit gibt. Das war dann ja nicht mehr möglich.

So wurde es irgendwie zu einem “Tabu”-Thema. Es ist wichtig, dass das wieder Thema sein darf/kann – für mich. Es hat mir ja niemand verboten oder so, aber durch die Unklarheit ob es noch gilt oder nicht oder wie – war es einfach – zu chaotisch um es irgendwie anzusprechen.

Dazu kommt, dass natürlich genug Anteile da sind, die das nicht ansprechen wollen – denn die Unklarheit bietet Widersachern ein Festmal.

Es ist zu einem generellen Problem geworden, das schon bei Kleinigkeiten anfängt – wie Auszeiten nehmen usw. Irgendwie gewinnt viel zu oft der Teil, der mir mit dem Verhalten dann schadet.

Natürlich ist die Dankbarkeit da und spürbar und ich bin sehr froh über die Hilfe, weil es ohne unvergleichlich schwieriger wäre und vieles gar nicht möglich. Es ist für mich ein Geschenk, dass das Leben sehr erleichtert – und das mich tief rührt und dankbar macht.

Daher ich finde es schade, dass dieses Gefühl dann durch schlechtes Gewissen und Schuldgefühle und mich niedermachen getrübt wird. Das muss sich dringend wieder ändern. Das will ich unbedingt wieder ändern.

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Fahrerei

Montag, 20. Oktober 2014 - 14:35 No comments

“Mein” Fahrer wird wohl längerfristig ausfallen, was mir sehr leid tut –  vor allem für ihn und seine Familie. Ich wünsche ihm von Herzen gute und baldige Besserung.

Wie ich das jetzt für mich organisiere, muss ich sehen – es gab ja keine feste Vertretung und so muss ich erst schauen wie sich das entwickelt. Zwei Kollegen kommen in Frage – als “feste” Fahrer, beide haben heute frei. Zurück geht es heut eh mit der Nachtschicht, weil der Theratermin erst um 17 Uhr beginnt.

Aber wichtiger ist, dass es A. bald wieder besser geht.

 

 

telefonieren

Montag, 20. Oktober 2014 - 09:27 2 comments

Telefonieren ist ja an sich schon so eine Sache. Es gibt – wenige – Menschen, bei denen das eigentlich fast immer geht, mit MissMutig zum Beispiel, aber die kann ich an einer Hand abzählen (ähm – eigentlich fällt mir außer ihr grad keiner ein, bei dem es fast immer geht).

Ansonsten ist es – schwierig.

Wenn es dann noch darum geht was zu organisieren (sei es Arzttermin oder wie aktuell das mit der Maske), ist es so, dass ich zum telefonieren “umschalten” muss – in den Funktioniermodus.

Das hat früher recht zuverlässig geklappt, mittlerweile schieb ich vorher Panik, dass ich nicht umgeschalten kriege, weil ich das eben erst merke, wenn ich gewählt habe.

So kommt es dann doch häufiger vor, dass ich nach dem Wählen, hoffentlich noch während des Klingelns, wieder auflege, weil ich nicht umgeschalten bekam und somit auch kein einziges Wort formuliert bekäme.

Da hilft auch kein Aufschreiben oder so. Ok – Stichpunkte schon, aber jetzt vorformulieren nicht – weil irgendwie viel zu viele Antwortmöglichkeiten und dann verzettel ich mich – und es geht eh nur im Funktioniermodus – und in dem kann ich dann auch – sprechen.

Die heutige Nacht machte deutlich: so geht es gar nicht mit dem Gerät, da muss was passieren.

Nur wer ist zuständig? Also erstmal da angerufen, wo ich in einem halben Jahr den Kontrolltermin habe, die verwies mich weiter ans Schlaflabor, das erst meinte, ich müsse vorbeikommen, aber es gäbe keinen Termin, als es dann um Maskenwechsel ging hieß es, sie könnten das eh nicht ändern, da müsste ich mich an den Anbieter wenden.

Der erst um neun aufmachte, was viel Zeit ließ um Panik zu schieben.

Dort angerufen (inzwischen auch ziemlich heiser), kurz gesagt um was es geht – und irgendwie ging es dann darum wie weit Seeburg von mir weg ist (ähm – keine Ahnung? Weit?) und schließlich dass ich ihr meine Nummer geben soll, sie rufe zurück.

Rückrufe sind ja noch schlimmer, weil ich den Zeitpunkt nicht selbst bestimmen kann, auch wenn die “Trefferquote” fürs Umschalten auf Funktionieren da etwas größer ist. Aber Telefonklingeln löst hier einfach immer noch erstmal Panik aus.

Der Rückruf kam dann sehr schnell: ob ich Mittwoch zwischen 9 und 12 könne. Ich sagte zu und erfuhr dann, dass der zu mir nach Hause kommt, die nächste Panik. Übrigens auch so, dass ich mich nicht mehr richtig verabschieden konnte – was mir immer noch nachhängt.

Denn hier in der Wohnung – jemand Fremdes (ok, es ist der, den ich letzten Do kennengelernt hab, der mir das Gerät erklärt hat) – und vor allem: in dieses Chaos hier?

Muss ich den was anbieten? Bleibt der die ganzen drei Stunden oder kommt er irgendwann in der Zeit? Denn er bleibt ja schon ne Weile, da ich die Masken ja testen muss und somit doch eine Weile sie nutzen – auf dem Bett liegend – Hilfe.

Die ganze Situation überfordert mich grad massiv.

Krieg ich die Wohnung bis dahin wenigstens oberflächlich aufgeräumt (alles in irgendwelche Schränke gepackt oder so)?

Krieg ich es hin, den Herrn in die Wohnung zu lassen? Oder die Masken dann wirklich zu testen, wenn der da ist? Schaff ich das überhaupt zeitlich, weil ich um 8 nen Termin beim Arzt habe (wobei da bin ich bis halb neun durch, ich hatte bei der Zusage nur vergessen, dass ich da nen Termin schon habe)

Wie soll ich die Wohnung hinkriegen?

Jetzt erstmal den Fahrer anrufen für den Termin heut Nachmittag – damit hätte ich dann die Telefonate wenigstens erledigt.

PS: “mein” Fahrer liegt im Krankenhaus und kann nicht sprechen, wird also länger dauern – somit weitere Telefonate und im Endeffekt einen seiner Kollegen erreicht, der ziemlich unpünktlich ist – hoffe mit 10 Min eher bestellen klappt das heute.