Das Musikinstrument Nase ist erstaunlich unbenutzt – ein zugeklappter Bernsteinflügel.
Karl Forster
Das Musikinstrument Nase ist erstaunlich unbenutzt – ein zugeklappter Bernsteinflügel.
Karl Forster
Im Moment verbraucht die Therapie bzw eigentlich mehr die inneren Kämpfe alles was an Kraft da ist.
Für anderes bleibt kaum was über. Betreuung hab ich für heute wieder abgesagt und die für Montag plane ich auch ausfallen zu lassen, Tischlerei ebenfalls – und Schwimmen sowieso.
Ich versuche meine Aerobic-Kurse zu machen – und meisten klappt das sogar, an Tagen wie gestern muss ich aber auch nach wenigen Minuten abbrechen, weil einfach die Beine nicht gehorchen – keine Kraft mehr da.
Das mit dem Gehörschutz wird aktuell – ich hab gestern den Abdruck machen lassen.
Ruhe tut mir gut. Als ich gestern den Abdruck machen ließ und kurz wartete, bis es fest war – war ein Moment totaler Stille (mal vom Tinnitus abgesehen, aber der störte da gar nicht) – und diese Ruhe – war einfach nur toll. Als hätte ich grad durchatmen können.
Leider war das nur sehr kurz (halbe Minute) – da das die meisten wohl nicht mögen und die das so machen, dass eben erst das eine Ohr gemacht wird und dann erst mit den Vorbereitungen fürs zweite begonnen, so dass direkt nach dem das 2. mit dem Silikon gefüllt wird, das andere wieder raus kann.
Es ist nicht so, dass es mir grad super schlecht geht – ich bin müde und es ist anstrengend und eine Pause wär toll, aber es ist nicht so, dass ich permanent im extremen Minus bin oder so.
Aber ich kann vieles nicht machen, muss sehr darauf achten und Prioritäten setzen um nicht in der Dauerüberforderung festzustecken.
Die Therapie ist schweirig, intensiv, sehr sehr anstrengend und die Themen wirken nach. Nicht im Sinne von Flashbacks – und Gott sei Dank – auch nicht mehr in dem permanenten Selbsthass und Niedermachen (wobei die Widersacher durchaus noch da ist – sie sind nur nicht mehr so “allmächtig”), aber schon in inneren Kämpfen, es rumort und arbeitet in mir – es brodelt und gährt und läuft, als würde es ständig aufgezogen.
Mehr im Inneren, so bewusst wahrnehmbar ist meist nicht so viel – da ist es eher so als wäre der Kopf einfach voll und es hat nichts weiter mehr Platz – was auch schwierig ist – weil ich auch vieles gar nicht mehr aufnehme.
Für Montag hab ich mit A. ausgemacht – wir wollen schon seit Monaten zu Ramba-Zamba fahren – oder einfach nur Kaffee trinken, schaffen es aber grad kaum wenigstens zu telefonieren. Doch Montag wollen wir los – und ich freu mich drauf.
Auch wenn das auch anstrengend wird, ist es dennoch glaub ich etwas, was mir gut tun wird, mich ablenken kann. Vor allem auch, weil ich weiß, dass ich jederzeit sagen kann – geht nicht mehr – oder auch wenn bis da hin gefahren sind noch sagen kann – hey lass uns umkehren wird zu viel. Für A. ist das ok und bei ihr kann ich es auch sagen – genauso wie es umgekehrt ja auch ok wäre.
Aber dann geht keine Tischlerei und auch kein Schwimmen – das meine ich mit Prioritäten setzen irgendwie.
Mir fehlt durchaus auch, das aufschreiben können – das was in mir rumort, was an Bildern, Ängsten, Zweifeln, Gefühlen da ist – ist für mich nicht mitteilbar. Das Schreiben war immer auch ein Stück “wegpacken” und an diesem Punkt kann ich es nicht. Nicht nur nicht öffentlich – da gäbe es ja Passwort oder auch die Möglichkeit das privat einzustellen – dann wäre es für niemanden sichtbar – es geht auch für mich nicht. Zu sehr stecke ich da in diesem Prozess drin (wenn auch hoffentlich nicht fest).
Abgesehen von dem Treffen mit A. kommen Kontakte aber zu kurz – zwar werd ich heut zum Gebetskreis gehen, aber ich würde gerne Herzlich eine Karte schicken oder mit Svü chatten oder mit Gerda mailen oder oder oder – aber ich schaffe es nicht – ich will das nicht nur so “nebenher” machen, möchte mir Zeit und Aufmerksamkeit dafür nehmen, habe diese jedoch grade nicht.
Oft fällt es mir schwer dann zu sagen – es ist grad so wie es ist – und es ist gut so. Achte auf dich, dann wird das schon.
Da kommt mir einfach meine Ungeduld wieder dazwischen.
Aber ich bin auf dem Weg – es ist grad ein intensiver und anstregender Abschnitt, der an die Grenzen geht – aber noch geht es. Und es ist ein Abschnitt, der mich weiterbringen wird.
Bei Hyperakusis sollte man keinen Gehörschutz tragen, da es die Überempfindlichkeit verstärkt. Klar – man nimmt ihn dann, ist froh dass es nicht so schlimm ist – aber erträgt dann die Geräusche ohne noch weniger. Wichtiger ist da, sich an die Geräusch zu gewöhnen – dosiert.
Die meiste Zeit komm ich ja klar – in Phasen wie aktuell wird es allerdings zu einem großen Problem, weil die Überempfindlichkeit zu Rückzug führt und vieles schlicht nicht mehr möglich ist.
Der Schlaf wird noch weniger und unruhiger, weil jedes noch so kleine Geräusch wie ein Paukenschlag ankommt und man hochschreckt – erholsam ist anders.
Ein Gespräch ist kaum noch möglich, weil alles so laut ist und ich mich einfach nicht auf mein Gegenüber konzentrieren kann, die Umgebungsgeräusche nicht ausgeblendet bekomme und auch hier immer wieder zusammenzucke.
Versuche mit dem MusicSafe Pro – einem Gehörschutz für Musiker – waren nicht wirklich ideal – zwar klappte das dämpfen – wobei Sprache noch ganz gut verständlich war, aber da mein Gehörgang komisch geformt ist, muss ich die Stöpsel sehr tief einsetzen, damit sie überhaupt funktionieren – und dann höre ich mich selbst so als würde ich ständig schreien – spreche entsprechend leiser, werde angesprochen doch lauter zu sprechen – und krieg dann gar nichts mehr gesagt.
Da ich mit dem Mutismus grad eh wieder deutlich mehr Probleme habe, es sehr viel schwerer fällt, dauert es nicht lang bis gar nichts mehr geht.
(Wenn übrigens jemand einen neuwertigen, nur zweimal genutzten und vom Hörgeräteakustiger gereinigten MusicSafe Pro braucht – bitte melden!)
Gegen den individuell gefertigten hab ich mich bisher aus 2 Gründen entschieden:
1. er ist sehr teuer und das Geld hab ich nicht über und
2. schwirrt mir halt immer im Kopf rum, dass man bei Hyperakusis ja nicht damit arbeiten soll – um es nicht zu verschlimmern – und dann noch so viel Geld?
Trotzdem hab ich mich gestern dafür entschieden – und ausschlaggebend war, dass ich einen Gutschein zum Geburtstag bekommen sollte und gefragt wurde von wo ich ihn gern hätte – Amazon war angedacht und ob das für mich ok wäre.
Kurzentschlossen fragte ich nach ob für sie auch einen Gutschein vom Hörgeräteakustiker in Ordnung wäre – tja – und das war dann der Ausschlag dafür.
Schon vorher wurde mir dazu geraten – da meine Ohren wie gesagt nicht so recht “normgerecht” sind, fallen Ohrenstöpsel (auch Kopfhörer) entweder ständig raus oder müssen recht tief getragen werden – wobei ich da selbst von den weichesten Druckstellen bekommen – die meist zu Ohrenschmerzen führen. Ein dünner Gehörgang tut sein übriges und so gehen Ohrenstöpsel immer nur kurz und damit schlafen nur für ein bis zwei Nächte – dann muss wieder eine Weile Pause sein.
Das Argument mit dem “soll man nicht ständig tragen” wurde auch entkräftigt – denn ich soll es dann einfach wie einen Skill einsetzen – dann wenn nötig – aber nicht ständig und überall – und im Prinzip geht es um zwei Situationen – die Nacht (wobei da eben nicht immer, aber in Phasen wie aktuell, da der Schlaf wichtig ist um überhaupt das alles so zu schaffen) und eben unterwegs – in der Stadt oder auch in der Therapie. Doch auch da eben dann wenn nötig und nicht generell.
Die Gründe sind vielseitig – es wurde ja deutlich, dass die Alternativen nicht gehen und teilweise auch für mich eher schädigend wären (das warum und dass ich da wohl nicht alleine mit bin hat mir dann der Hörgeräteakustiker sehr gut und nachvollziebar erklärt – mein Arzt nicht – der meinte nur darf ich halt nicht mehr nehmen), ausschlaggebend war das Angebot statt eines Amazon-Gutscheines zum Geburtstag mir eben einen vom Hörgeräteakustiker zu geben. Denn das war immer mein Hauptgegenargument – dass ich das Geld nicht habe und es immer noch als “Luxus” ansehe, anderes da wichtiger wäre.
Gleichzeitig weiß ich natürlich das Schlaf wichtig ist – und wenn ich bei jedem Getrappel der Katzen wach bin – auch gar nicht die Kraft haben kann den Tag durchzustehen.
Was auch für mich dagegen sprach war, dass Gehörschutz bei Hyperakusis eigentlich nicht so gut ist – weil es die Überempfindlichkeit verstärkt.
Auch wenn ich den nur nachts und eben in der Stadt oder bei der Thera tragen will, besteht die Gefahr, dass man doch häufiger dazu greift – weil es angenehmer ist.
Andererseits wurde ich auch drauf angesprochen, dass man es ja auch wie einen Skill einsetzen kann – sprich erst ab einer best. Grenze und in Maßen – gezielt – nicht immer und irgendwie.
Ich weiß dass ich da schon verantwortungsvoll mit umgehen würde – und ich denke das weiß auch mein Arzt – deshalb wurde es ja immer wieder mal empfohlen. Thema ist das schon ca 2 Jahre, aber immer weggeschoben – weil halt doch teuer und für mich nach wie vor “Luxus” – mit dem Gedanken gekoppelt, dass anderes wichtiger wäre.
Als gestern dieses Angebot mit dem Gutschein kam hab ich mich kurz entschlossen – und klar sind da Zweifel und Gedanken wie “hättest dir lieber einen neuen Kratzbaum für die Katzen gewünscht” – aber im Endeffekt weiß ich tief in mir, dass es schon richtig war – dass ich nur grad eher mit der “Selbstfürsorge” so gar nicht umgehen kann – noch weniger als sonst schon.
Mit etwas Glück ist der neue Gehörschutz also nächste Woche da – ich werde dann berichten.
Ich bin nicht der, für den ich mich halte.
Graffiti
heftig, anstrengend, gefühlsintensiv – aber immerhin nicht vom Selbsthass blockiert.
Und wir haben überzogen – und zwar gewaltig – eine Dreiviertelstunde.
War schwierig das auch anzunehmen. aber ich glaub es war ganz gut so.
Und ich hab die Abgründe so satt – es ist gruselig.
Zu Wissen, dass ich da durch muss um es wirklich hinter mir lassen zu können (und ja das muss ich – das mag für andere nicht sein, für mich ist es der Weg) – hilft in dem Moment nur wenig.
Zu spüren, dass ich es schaffe, aber auch wieder auszusteigen – auch wenn meist erst später als ich es will – hilft aber sehr wohl.
Auch wenn ich erst dachte ich krieg es nicht hin – irgendwann war es dann ok. Da hätte ich gerne eine präziseren Schalter. .
Wir arbeiten. Hart und intensiv. Und daran klammer ich mich fest.
Achtsamkeit ist eine spirituelle Kraft,
die meinem Leben neue Würze gibt.
Da habe ich das Gefühl, dass ich selber lebe
anstatt gelebt zu werden.
Anselm Grün
Jeses Experiment im Leben ist schon das leben selbst.
Es gibt keine Wiederholung
Manès Sperber
Gefahr erkannt – leider noch nicht gebannt.
Ein Thema, um das wir nicht herumkommen und allein wenn es Thema ist, steck ich in Selbsthass fest und blocke alles ab, weil nur noch Widersacher da.
Wir suchen einen Weg – es gibt ein paar – eher sehr waage – Ideen, die wir probieren wollen, aber im Endeffekt scheint es wieder mal eine patt-Situation zu sein.
Andere Themen werden aber durch dieses Thema blockiert (wär ja sonst auch zu einfach).
Es ähnelt einem Fischen im Trüben.
Das Thema wirkt wie ein Trigger, der mich sofort in das “du hast kein Recht” katapultiert, das jede Hilfe abblockt, weil ich im “verdiene nichts besseres/keine Hilfe” feststecke.
Solange noch ein bisschen Verstand mit bei ist – geht es – funktioniert es noch, kann ich mich darauf konzentrieren, habe ich – wenn auch erschwert – Zugriff auf das theoretische Wissen. Doch wenn es ums Gefühl gehen soll – ist das alles weg – und der Thera rausgeschmissen.
Dann ist nur noch Wut und Hass da – und Niedermachen.
Ein Therapeut der nicht aufgibt, aber auch etwas ratlos ist – und heute die Erlaubnis erbat sich mit einer Kollegin besprechen zu dürfen. Darf er natürlich.
Er ist optimistischer als ich dass wir schon irgendeinen Weg finden werden – wo es hinführt wissen wir beide nicht – aber das ist erstmal auch nicht so wichtig.
Mir ist wichtiger, diese Blockade zu überwinden, den Thera da nicht rauszuschmeißen, weil ich weiß, alleine schaff ich es erst recht nicht. Und das wie – tja – keine Ahnung.
Nach Überempfindlichkeit was das Hören angeht, kommt als körperliche Reaktion eine Überempfindlichkeit des Fühlens. Das ist auch ein Symptom der Fibromyalgie.
Bis vor 4 oder 5 Jahren hatte ich nur kurzsgeschorene Haare und wenn sie mal lang waren, meist nur kurz. Zum einen sind lange Haare einfach pflegeintensiver, zum anderen kann ich sie nicht offen tragen – meine Haare entwickeln ständig ein Eigenleben und haben sich innerhalb von einer Stunde in einen Wischmop verwandelt.
Ich kann sie bürsten und hab doch ständig Knoten drin – bin ich bei der anderen Seite angekommen, ist die erste schon wieder durcheinander.
Was aber das schwierigste war, war eben die Überempfindlichkeit – wenn die Kopfhaut nur höllisch weh tut und man fast jedes Haar einzeln spürt – als ziehe es weil es fliehen will.
Die letzten Jahre war das besser, nur selten, nicht länger als ein bis zwei Tage und dann war wieder Ruhe.
Aber ein bis zwei Tage reichen meinem Haar um ein Vogelnest draus zu flechten.
Diesmal war es schwieriger – seit Freitag war es mir unmöglich die Haare auch nur anzufassen, geschweige denn zu bürsten, waschen, flechten oder sonst was.
Die ersten 2 Tage ist das dann ein “na warten wir mal ab” – danach wechsel ich eher in den Krisenmodus.
Auch die Dusche geht dann nicht auf dem Kopf – Gott sei Dank aber sonst – wenn auch hier mit fast schmerzhaften Empfindungen.
Gestern war dann Notstand – also durchbürsten – dann einölen, hoch am Kopf einen Zopf und dann Knoten (locker!) und dann eine Mütze drüber, die das alles festhält, dass nichts wackelt und das ganze eher wie ein Helm sitzt.
Und heute entsprechend dann das Öl wieder rauswaschen.
Warum das Öl? Tja – ohne hätte ich es keinesfalls geschafft es wieder zu bürsten heute – weil schon wieder viel zu verwuschelt. Öl mindert das gewaltig. Dummerweise sind geölte Haare nicht saloonfähig
.
Ohne Bewegung im Haar ist es erträglicher. Dafür ist das Haare waschen dann umso schmerzhafter.
Ich bin grad wieder kurz davor mir die abzusäbeln. Obwohl ich durchaus wahrnehme, dass es heute schon viel besser ist als am WE und es auch gestern schon besser war.
Am Körper ist die Überempfindlichkeit fast weg, doch am Kopf – die wird mir noch ein paar Tage erhalten bleiben fürchte ich.
für uns (und ja liebe Regenfrau – du bist auch gemeint
)
aus: Songs for the Inner Child – von Shaina Noll
Übersetzung (von hier)
Wie kann irgendwer
Wie kann irgendwer jemals sagen,
dass du geringer bist als wunderbar,
Wie kann irgendwer jemals sagen,
dass du anders bist als ganz (vollständig, vollkommen, heil)?
Wie kann irgendwer nicht erkennen,
Das Geheimnis deiner Liebe
Wie tief du meiner Seele verbunden bist.
die Sängerin entdeckt über Seelenfarben – Engelbert stellte das Stück: “Peace be with you” vor.