In stillem Gedenken

Freitag, 31. Oktober 2014 - 08:33 No comments

In Gedanken bin ich heute bei Alina und vor allem bei ihren Eltern und ihrem Bruder.

trauer_hoffnung

Alina

* 29. Oktober 2009                             † 31. Oktober 2009

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Marion

Leben

Donnerstag, 30. Oktober 2014 - 14:36 No comments

… und Tod.

Suizidgedanken gehören im Moment eher zum Alltag. Aber zu früher gibt es einen Unterschied. Früher wollte ich sterben, tot sein. Heute will ich eigentlich leben – nur nicht so.

Ich bin des kämpfens so müde. Gleichzeitig kann ich auch nicht aus meiner Haut – ich bin nun mal ein Kämpfer. Sonst würde ich heute schon lange nicht mehr leben.

Früher war alles irgendwie darauf ausgerichtet mir zu schaden, natürlich gab es auch konkrete Pläne und Suizidversuche, bei denn ich mich bis heute frage, wie ich die überleben konnte.

Es war diese Sehnsucht nach dem Tod, die sehr prägsam war.

Heute würde ich gern leben. Ich hab erfahren, dass es vieles gibt, wofür es sich zu leben lohnt – dass es mehr ist als “überleben”. Dass es schön sein kann und friedlich.  Trotz auf und abs, die dazugehören, aber eben auch Höhen, die einen die Tiefen aushalten ließen – und das Wissen, dass es vorbeigeht, wieder heller werden wird.

Auch wenn es schwierig ist sich einzugestehen, dass ich dazu Hilfe brauche, dass ich es alleine nicht schaffen kann und noch schwieriger diese Hilfe anzunehmen.

Wenn die Fahrten zum Beispiel wegfallen, fällt auch viel Hilfe weg. Therapie, Arbeitstherapie, Physio, Arzttermine usw. Fällt die Betreuung weg bin ich nicht in der Lage die Wohnung alleine zu halten oder einzukaufen oder dafür zu sorgen, dass meine Medikamente alle verfügbar sind usw.

Bei diesen beiden geht es nicht um Lebensqualität, sondern darum, dass es ohne für mich nicht zu schaffen ist.

Die Fahrten hängen an dem Gerichtsurteil und die Angst ist entsprechend groß. Sollte das Merkzeichen abgelehnt werden, hab ich natürlich die Möglichkeit der Berufung – nur was passiert in dieser Zeit?

Für mich ist klar, dass ich nicht in ein betreutes Wohnen gehen werde. Weil mir das mehr schadet und kaum nützt. Es ist nicht die Art von “Therapie” die ich brauche und es ist auch nicht die Art von “Betreuung” die ich brauche.

Alleine wohnen bleiben geht nur mit der amb. Betreuung und der Therapie.

Nicht zu wissen wie es weitergeht – so geht es jetzt fast 2 Jahre. Am 6. Dezember werden es 2 Jahre.

Und wenn ich zurückblicke, sehe ich nur Verluste. Was ich alles wieder verloren hab dadurch, das immer weniger ging und es schon lange wieder nur ums blanke “überleben” geht.

Da wollte ich nie wieder hin.

Aber auch wenn mir das Merkzeichen zugesprochen wird, ist das schwierig. Wer will schon “hilflos” sein. Da hilft es nichts zu wissen, dass das ja nur eine Formalität ist und nichts daran ändert wie ich bin oder was ich brauche.

Dieses nie wissen wie es nächste Woche sein wird, weil jederzeit der Entscheid kommen kann. Das ist extrem zermürbend. Und die Angst, dass abgelehnt wird und damit mein Leben sich drastisch verändern wird. Nicht zum Guten. Und absolut nicht in eine Richtung die ich möchte.

Umsonst gekämpft für meine Rechte, für die Hilfe, die ich brauche. Die Krankenkasse WILL zahlen, sieht den Bedarf, braucht aber eben dieses Merkzeichen, weil sie ihre Vorschriften haben. Es geht also nicht darum, dass jemand nicht zahlen will, sondern um was Formales. Nur dass von diesem Formalen für mich meine Existenz abhängt.

Entsprechend sind Suizidgedanken natürlich da. Alltag. Sie sind Thema in der Therapie und es gibt Pläne für den Fall, dass der Gerichtsentscheid eintrifft. Pläne die erstmal unabhängig vom Ergebnis sind, weil beides eine Krise auslöst. Aber eine Ablehnung ist dann doch nochmal eine andere Hausnummer.

Das Thema ist präsent – nicht nur hier, sondern auch in Gesprächen mit den entsprechenden Stellen und Fachleuten. So dass sich da keiner Sorgen machen muss. Wir sprechen darüber und haben Abmachungen getroffen.

Aber es gibt auch andere Tage.

Gestern hab ich den Tag in Gedanken mit einem 5jährign kleinen Mädchen verbracht. Und ich bin jedes Jahr aufs neue überrascht wie anders man die Welt sieht, wenn man versucht sie durch die Augen eines Kindes zu sehen.

Solche Tage sind für mich ganz große Geschenke. Schätze, die für mich etwas ganz besonderes bedeuten. Tage, in denen das Leben so viel präsenter sind und die mich mit tiefer Dankbarkeit erfüllen.

Alina

Mittwoch, 29. Oktober 2014 - 06:56 No comments

5 Jahre wärst du heute geworden. Wie schnell die Zeit vergeht. Happy Birthday liebe Alina. Auch der heutige Tag gehört ganz dir und ich freu mich drauf.

kippt

Dienstag, 28. Oktober 2014 - 17:05 No comments

Und dann kippt es – von jetzt auf gleich. Das Funktionieren kippt ins Fühlen und der Weg zurück zum Funktionieren scheint verschüttet. Die Gefühle lähmen und nehmen die Luft, dass es nur noch um eins geht: atmen. Luft.

Es zerreißt mich um mich im nächsten Moment zu ersticken. Manchmal auch beides gleichzeitig. Ich krieg keine Luft. Panik. Und kaum wird diese wieder weniger fluten wieder die Gefühle. Ein Kreislauf, den ich lange nicht durchbrechen kann.

Und irgendwann: nur noch ausgelaugt und müde, mich aufs atmen konzentrieren, weil allein das schon fast übermenschliche Kraft erfordert. Völlig erledigt und erschöpft – und ganz langsam find ich den Weg zurück – zum Funktionieren.

umtauschen

Dienstag, 28. Oktober 2014 - 10:21 No comments

Gestern waren wir beim Mediamarkt, da meine neue Zahnbürste seit ein paar Tagen so extrem rumpelte. Leider hatten sie “meine” nicht da, so dass ich mit 20 Euro Aufzahlung die 5000er bekam. Mir wäre ja meine lieber gewesen, aber da nicht absehbar war, wann sie sie wieder kriegen und ich jetzt die 50%Rückzahlung von der Aktion nicht verpassen wollte, dann eben so.

Heute hab ich tatsächlich nochmal beim Versorger wegen der Maske fürs CPAP-Gerät angerufen. Weil mir der Kopf gewaschen wurde. Die Maske ist ja nicht wirklich dicht, bzw halt nur wenn ich sie echt stramm anziehe. Das führt dazu, dass mir der Nacken weh tut (da führt der Riemen ja rum und der hinterließ wohl einen blauen Fleck)) und in Folge dessen der Kopf. Also nach vielem hin und her und wieder auflegen, weil nichts ging – angerufen. Jetzt warte ich auf den Rückruf. Der Vorschlag, dass ich ja nach Immenhausen fahren könnte und sie dort vor Ort tauschen, ist für mich nicht umsetzbar – das sind 60 km einfache Fahrt. Es ist mir super unangenehm und peinlich und ich hab echt Schiss.

Das typische “stell dich nicht so an”, “zur Last fallen” usw.

Dafür hat meine Apothekerin tatsächlich einige Packungen Valoron (allerdings mit je nur 20 Stk und geringerer Dosierung) auftreiben können. Mit reduzierter Dosierung komme ich so bis Ende Nov jetzt hin – hoffe nur, dass es dann die 100er wieder gibt. Dummerweise schlägt diesmal das Arcoxia nicht so gut an wie vor drei Wochen. Allerdings ist ja auch das Wetter mit nass und kalt schmerzfördernd.

Nachtrag: der Rückruf kam dann aus Hannover (angerufen hatte ich in Bremen, weil die komischerweise für mich zuständig sind). Der, der im Außendienst für mich zuständig ist, ist in Urlaub (was der Grund ist, warum ich es überhaupt geschafft habe anzurufen, nicht weil der nicht nett wäre, sondern es für mich noch schwieriger ist, weil der doch schon letzte Woche so weit fahren musste zu mir). Nach einigem hin und her hatte ich ihn soweit, dass er die eine Maske (die ich letzte Woche ja auch ausprobiert hatte) per Post schickt und wenn die dann auch nicht passt, kommt der Außendienst-Kollege nochmal mit anderen Masken vorbei.

Dummerweise hab ich vergessen zu fragen wie lang das mit der Post jetzt dauert und wie das abläuft (da die Masken ja getauscht werden, die andere also irgendwo hin zurück muss), aber ich hoffe, es kommt bald und noch mehr, dass diese Maske dann auch funktioniert.

 

 

 

 

Wochenende

Montag, 27. Oktober 2014 - 07:12 No comments

Ein – dringend nötiges – ruhiges Wochenende. Ich strickte einen Hichthat (und als ich erstmal begriffen hab, wie das geht, ist das “meine” Mützenanleitung, nur der Maschenstich und ich werden keine engen Freunde fürchte ich, irgendwie ging es dann zwar, aber wie ich das gemacht hab, kann ich nicht sagen) und weiß jetzt, dass ich den auch mit der neuen Wolle machen kann und es passt.

Ansonsten bisschen Katzen betüdeln, am Samstag mit der Nachbarin kurz einkaufen (und ich muss dringend Kürbisse kaufen nächste Woche), Rosenkohl mit viel Knoblauch (Rosenkohl halbieren mit Schnittseite in der Pfanne anbraten, dann 2-3 Knobizehen (auf 750g Rosenkohl) kleinschneiden und druntermischen und das ganze in eine ofenfeste Form. Die für ca 30 Min (je nach Größe des Rosenkohls etwas länger oder kürzer) in den Ofen. Raus aus dem Ofen mit Salz und Pfeffer würden und anrichten. Den besonderen Kick bekommt das Ganze mit (sparsam) Balsamico drüber, hier heute das erste Mal mit Balsamicocreme – aber nur Balsamico ist fast besser. Schmeckt auch aufgewärmt gut) machen und essen und nochmal einen Kürbiskuchen, weil ursprünglich für nachmittags Tee trinken mit 2 Nachbarn geplant war.

Das fiel aber aus und so sitz ich hier mit einem ganzen Kürbiskuchen.

Ansonsten weiter Mord mit Aussicht geguckt (zwei Folgen fehlen mir, wenn also jemand von der aktuellen Staffel Aufnahmen hat – mir fehlt “Der Carport” und “Gulasch für den Geiselnehmer”), Person of Interest angefangen und endlich endlich endlich Herr der Ringe beendet (wobei der Schluss, die Befreiung des Auenlandes fand ich echt nett zu lesen, das war so ein Teil, der mich den Rest durchhalten lies, weil immer wieder mal so einer kam).

Heute kommt – Gott sei Dank – der Betreuer wieder, außer Betreuung hab ich aber keine Termine diese Woche. Mal schauen wie das wird. Nächsten Montag dann Großeinkauf, weil ich das freitags nicht so sinnvoll finde (viel zu viele Leute).

 

dies und das

Freitag, 24. Oktober 2014 - 17:57 No comments

Die neue Maske – wenn ich sie fest anziehe ist sie dicht – allerdings hab ich dann auch bis mittags Druckstellen im Gesicht (tut nicht weh, sieht aber arg doof aus). Nochmal anrufen und tauschen trau ich mich eh nicht – also muss ich da durch. Schlaf ist deutlich besser mit.

Allerdings ist die Stimme immer noch stark angekratzt – da hoffe ich sehr, dass das nach 3 – 4 Wochen Gewöhnungsphase besser wird.

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Endlich konnte ich heute die neuen Einlagen abholen – gewöhnunsbedürftig, aber das sind solche Einlagen ja immer.

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Entschieden was mit der neuen Wolle passieren wird: ein Wingspan und ein Hitchhat und ein Mostly Warmness – die letzteren beiden will ich schon lange, den Hitchhat hab ich auch mit der restl. blauen Wolle angefangen (allerdings muss ich da sehen, dass ich noch welche kriege, mir fehlen etwa 5 – 10g von, hoffe grad, dass es vielleich doch irgendwie reicht oder so). Aber erst muss irgendwas vom aktuellen fertig sein. Vier Ufo’s reichen.

Aktuelle Ufo’s: 2 Sprectra, 1 Dreambird Mini (da komm ich grad gar nicht weiter), 1 Hitchhat.

Auf der “will ich noch machen”-Liste: oben genannter Wingspan mit Hitchhat und Mostly Warmness, ein Boomslang, eine Miss Winkle, noch ein Hitchhat mit dazu passendem Cowl und wenn noch passende Wolle da ein Mostly Warmness – verlinken spar ich mir heute.

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Mich entschieden auch zwei der Zypergräser bei den Kleinanzeigen einzustellen, Urwald hier muss sich dringend lichten. Auch wenn’s schwer fällt. Aber da ich jetzt eh den Ständer des Digitalpianos dazukaufen muss, weil ich es geschafft hab, da ne dicke Matze reinzuhauen, muss ich eh schauen – was bin ich froh, dass mich nicht zum teuren überreden hab lassen!

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“Meinem” Fahrer geht es leider immer noch nicht besser. Wünsche ihm und seiner Familie alles Gute und viel Kraft!

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Irgendwie überseh ich zur Zeit immer den Punkt an dem es zu kalt wird. Und sitz dann abends völlig verfroren rum, weil ich es erst merke, wenn auch drinnen keine 18 Grad mehr sind. Im T-Shirt.

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Aktuelle Serie übrigens: Mord mit Aussicht – Tipp von MissMutig und ich muss sagen, ich kann da über echt vieles lachen – ist eine Aufmuterserie für mich. Almost Human fand ich auch interessant – nur wünscht ich mir da zu oft, dass ich dann wie Dorian einfach nur in eine Aufladestation gesteckt werden kann: ausgeknipst und aufgeladen werden.

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Was bin ich froh, dass nächste Woche der Betreuer wieder da ist. Schon allein wegen der Wohnung. Ja sie ist sogar vermietertauglich aktuell – aber der Preis ist extrem selbstschädigendes Verhalten. Da muss sich ganz dringend was ändern.

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gleich: vorgewärmtes Bett, immer noch Herr der Ringe (6. Buch?), ich finds immer noch streckenweise langatmig. Ohne L. würde ich es sicher nicht fertiglesen, zwischendrin gibt es dann aber auch immer wieder sehr nette Stellen. Und man findet vieles wieder, das andere Fantasyromane wohl daraus “mitgenommen” haben. Insofern ganz interessant.

später noch ein Fritattensüppchen und Kirscheis (das Pfefferminzeis ist schon zu alt – und kaum noch genießbar, Bananen halten sich tiefgefroren halt leider nicht lang, was sehr schade ist). Und vielleicht noch ein bisschen Katzenkuscheln (im Moment nähern sie sich ja wieder – seeeeeeeeeeeehr vorsichtig – das CPAP-Gerät bzw der Schlauch ist ja hochgefährlich und sicher ein Fressfeind oder so – ich finds ja ehrlich  gesagt zuckersüß diesen Kampf zwischen Neugier und Angst, der dann zur Sicherheit erstmal in entweder zurückspringen oder drauhauen endet).

 

 

sein – es klingt falsch

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 18:11 No comments

Egal wie ich sage oder schreibe wie es mir geht, es klingt falsch.

Weil es zwei Ebenen gibt – das Funktionieren und das Fühlen. Als wäre ich zwei Personen, die sich einen Körper teilen.

Beim Fühlen ist nur Zuviel, Verzweiflung und nicht aushalten können. Und zusammenklappen.

Beim Funktionieren gibt es kein Fühlen – nur Funktionieren. Morgens aufstehen, was essen, sich waschen, ablenken und alles tun um im hier und jetzt zu bleiben. Nicht an gestern oder morgen denken, nicht mal an vorhin oder nachher, nur jetzt. Und das machen, was halt unbedingt gemacht werden muss.

Wobei sich das “was gemacht werden muss” zunehmend auf ein Minimum beschränkt, weil einfach keine Kraft und Energie für anderes da – es zählt nur noch Ablenken, weil ich nur so die nächste Stunde überstehe.

Das dass Funktionieren so im Vordergrund ist, ist ein Zeichen dafür, dass es mir nicht gut geht. Ein sehr deutliches sogar. Aber in dem Moment fühlt es sich nicht so schlecht oder schlimm an – eigentlich nur anstrengend, aber sonst neutral.

Das ist natürlich deutlich besser als Verzweiflung und Überforderung. Nur wegen des Funktionierens lebe ich noch. Ich bin also froh, dass ich das habe.

Das Funktionieren reguliert sich selbst. Wenn mehr Kraft da ist, ist da auch mehr Aktivität (die nicht immer sinnvoll oder für mich achtsam ist), je weniger Kraft da, desto weniger Planung gibt es, desto kleiner wird das Zeitfenster das für es möglich ist – von ein paar Tagen, ein paar Stunden bis zu “nur diese Sekunde”, denn es ist nicht mal eine Minute, es geht dann nur um diesen Moment.

Weil mehr nicht geht, überfordert. Unberechenbar wird.

Auch dadurch, dass im Inneren natürlich nicht alles still steht oder Ruhe gibt. Flashbacks oder massives sich selbst klein machen, nieder machen, bricht immer wieder durch.

Und kann nur unterbrochen werden  durch Ablenken – im Hier und Jetzt sein, Atmen.

Wenn ich also schreibe, dass die Verzweiflung da ist – stimmt das und es stimmt auch nicht. Denn sie ist da – auch beim Funktionieren – nur dass ich sie da nicht spüre. Sie nur wahrnehme, wenn ich eben hinspüre.

Das macht das Funktionieren ja so anstrengend, dass es quasi ständig gegen das Gefühl kämpfen muss – das wiederum tobt und schreit – weil es gehört werden will.

Was für beide Ebenen gilt: es geht mir nicht gut. Als Feststellung. Als Fakt.

Beim Fühlen ist es unaushaltbar, beim Funktionieren fühle ich nicht, ich mache. Alles um nicht zu fühlen.

Und je weiter sich das Funktionieren und das Fühlen auseinander bewegen, desto weiter bin ich dann beim Funktionieren auch von mir weg. Nicht im Sinne von Dissoziieren (das ist nochmal was eigenes), sondern – ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll – eine Rolle? spiele? Es ist mehr als eine Rolle – es ist mein anderes Ich sozusagen – das das funktioniert und macht und lächelt und sagt: alles ok.

Es ist auch mehr als eine Fassade, weil die nur nach außen geht – das Funktionieren aber fast mehr noch nach innen – für mich ist. Weil ich nur so grade existieren kann, aushalten kann, die nächste Stunde überleben kann.

Kann es nicht besser erklären.

 

 

Thera heute

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 15:38 No comments

Es ging erst um die neue ¨Abmachung¨ und das ¨Annehmen können¨.
Neu ist die Abmachung ja nicht, es ging eher um ein erneuern: alle Hilfe, die angeboten wird, annehmen, bis das mit den Fahrten endgültig geklärt ist.
Und wenn ich Probleme damit habe es eben in der Thera ansprechen.

Darum ging es heute dann auch. Bis zu dem Moment, wo er vorschlug, dass ich doch für ein paar Minuten hinfühlen soll, das zulassen soll.

In dem Moment war klar: geht grad gar nicht!

Der Grund war, dass ich es jetzt schon kaum aushalte und es die nächsten Wochen schwieriger werden wird. Das Schmerzmittel ist reduziert, damit ich noch ein paar Tage gewinne, aber ich werd nicht hinkommen und ohne – naja – ich nehm sie ja nicht umsonst.
Es ist ja jetzt schon so, dass der Körper immer wieder streikt.

Der Gedanke daran, dass es noch schlimmer werden wird – war einfach zu viel.  Weil ich schlicht nicht weiß wie das aushalten, ich halt ja das ¨jetzt¨ schon kaum aus.

Es geht nur noch um ablenken – um jeden Preis. Es ist keine Kraft mehr da für große Abwehrmechanismen – entsprechend hab ich mit Flashbacks und Co gewaltig zu kämpfen, von Täterintrojekten und Widersachern ganz zu schweigen – ich glaub die sind aktuell nicht eine Minute ruhig.

Es geht nur noch ums Überleben – da ist selbstschädigendes Verhalten dann in Kauf genommen – weil das kleinere Übel.

Ich bin so sehr im Dauerzuviel, dass es gar nicht mehr darum geht, da rauszukommen, sondern nur es irgendwie auszuhalten, zu überleben.  Die Grenzen hab ich schon lange hinter mir gelassen.

Der Thera brachte das Bild eines Surfers in einer Tunnelwelle – da kommt immer mehr dazu und immer mehr dazu (Wasser) und es geht darum die Balace zu halten.

Nur dass ich die schon lange nicht mehr habe – ich bin irgendwo im Wasser und versuche nicht unterzugehen in den Massen. Wenigstens Luft zu holen und die nächsten Minuten hinzukriegen.

Und das geht zur Zeit nur mit Ablenken, im Hier und Jetzt bleiben, durchaus auch auf Kosten des Körpers manchmal – aber wenigstens nicht zu ertrinken, mich an etwas klammern – und sei es nur ein doofes Brett. Dieses ¨Klammern¨ ist das Ablenken – das Stricken oder auch Musik machen oder so – in diesem Moment geht es nur darum. Um dieses Brett, statt um das Wasser drumrum. Solange es halt hält und dann muss ich mir das nächste suchen.

Ich konnte nicht hinspüren, weil es nicht mehr aushaltbar ist.

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neue Maske

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 08:54 No comments

Die erste Nacht mit der neuen Maske war deutlich besser. Auch wenn ich sie irgendwie nicht ganz dicht kriege, hätte wohl doch das andere Modell nehmen sollen, aber da blies mir die Luft ins Auge.

Wie auch immer – sicher Gewöhnungssache, immer noch leicht heißer morgens, aber keine schlimmen Halsschmerzen und auch wegen trockenen Mund bin ich nur einmal wach geworden (und hab einfach die Befeuchtung höher gestellt).

Sie sitzt arg eng, gibt also Druckstellen, aber nur so ist sie einigermaßen dicht. Ich glaube ich hätte sie einfach einen halben cm länger gebraucht. Aber alles noch soweit im Rahmen.

Erst hatte ich ja etwas Angst, ob mich das zu sehr einengt, aber eigentlich finde ich das über Mund und Nase angenehmer als nur über die Nase. War insofern also eine gute Entscheidung, auch wenn ich heute wohl die andere Maske nehmen würde wegen der Dichtigkeit.