oder so

Heute Morgen die Nachricht, dass ein Paket, dass ich extra letzten Freitag vormittag weg gebracht hatte, immer noch nicht da ist. Anruf bei DPD: nö dass ist noch nicht an uns übergeben worden. Also zu dem Shop gefahren – nö das Paket ist weg, dass ist vorgestern vom Fahrer mitgenommen worden.

Zwischenzeitlich hab ich das nochmal verpackt (hatte ich nochmal hier), nochmal Paketschein ausgedruckt (war so mit DPD abgesprochen) und damit zum Shop gefahren.

Nun konnte ich das nicht wegschicken, der Shopbetreiber wollte sich noch melden.

Nichts.

Am Nachmittag noch mal bie DPD: ja das Paket ist heute um kurz vor elf an den Fahrer übergeben worden. Da nachvollziehbar war, dass ich es ja am 22. schon abgegeben hatte, wird mir der Betrag gut geschrieben.

Also nochmal mit der Käuferin geschrieben, den aktuellen Stand durchgegeben und die Bitte mir ihre Kontodaten zu schicken, damit ich die Versandkosten zurück überweisen kann.

Blöd ist, dass die das vor dem Urlaub gebraucht hätte und unwahrscheinlich ist, dass es morgen zugestellt wird.

Viel Ärger – und viel Wartezeiten.

Ansonsten nicht viel gemacht, viel Computer gespielt. Da die Muskelzerrung heute echt heftig war.

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dies und das

Eine Stunde vor der Physio ein Anruf vom Physiotherapeuten, ob wir heute ausfallen lassen könnten. Passte mir ehrlichgesagt ganz gut.

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Mich heute Nacht irgendwie verlegen – erst war es nur die rechte Seite, mittlerweile beide auf Höhe der unteren Rippenbögen – aber so richtig.

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Mit Betreuer heute also erst Wohnung und dann das herausziehbare Regal unter der Arbeitsplatte endlich versetzt. Nächste Woche dann die Arbeitsfläche und Fensterbank endlich mal gründlich aufräumen, sortieren und saubermachen.

Samstag ist ja erstmal der Großeinkauf.

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dies und das

Seit ein paar Tagen innerlich ziemlich aufgewühlt, viele Themen grade hochgekocht.

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Medikamentennachschub in der Endokrinologie geholt – hoffe jetzt, dass ich das eine Rezept erst einlösen muss, wenn die aktuelle Apothekenrechnung gekommen ist, die kommt normalerweise Anfang des Monats – könnte also eng werden.

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Den Fragebogen von der Klinik ausgefüllt, den Behandlungsvertrag nach wie vor nicht unterschrieben, weil da ja noch diese BMI-Regelung geklärt werden muss.

Außerdem Liste der Medis und Diagnosen aktualisiert – ist immer einfacher dazuzulegen, als das aufzuschreiben. Werde ich alles nächste Woche zum Ersatzthera mitnehmen und dann hoffentlich auch was klären können.

Jetzt muss ich nur noch die alten Arztberichte finden – da ist auch ein EKG bei gewesen. Wobei das ja evt eh nochmal ansteht, wenn es wirklich die kleinere OP im August geben wird. Das klärt sich ja erst am 11.

Hoffe ja immer noch, dass dann die Gitarre mit kann und nicht das Keyboard. Auf letzterem spiele ich grade nicht wirklich. Da merke ich den fehlenden Unterricht schon sehr.

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Die Nächte sind wieder schlechter, der heutige Tag arg geprägt von wässrigem Durchfall (bedeutet wieder Sportverbot – seufz), ohne dass ich sagen könnte warum. Schätze es hängt mit der Hitze zusammen – und der fehlenden Kondition. Ehrlichgesagt hoffe ich da auch ein bisschen auf die Klinik – wieder fitter werden.

*****

Lesen aktuell immer noch die Robert the Bruce-Reihe (Band 2 oder 3 – weiß ich grad gar nicht), Serie: Arrow – wobei ehrlichgesagt nicht so wirklich fesselnd, da fand ich den Anfang besser, entsprechend langsam komm ich voran – bei beidem.

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Thera heute

Am Anfang ging es um die Verbindung zwischen meiner Definition von Trost und warum ich mit der inneren-Kind-Arbeit so Probleme hab. Diese Verbindung hab ich tatsächlich nie gesehen – macht aber Sinn und erklärt einiges.

Das hat mich  erst mal etwas ausgehebelt – nicht lang, aber lang genug um das Thema Gefühle erstmal außen vor zu halten.

Danach haben wir und über einiges unterhalten – da ist schon noch sehr viel Definition aus der Kindheit und viel vermischtes altes und heute, das auch im Kopf nicht immer klar getrennt ist – geschweige denn auf der Gefühlsebene.

Es ging aber auch um die immer noch sehr strikte Trennung zwischen Gefühl (hinspüren, dem Gefühl nachgehen) und eben erklären, reden, verstehen, funktionieren, da geht auch das Umschalten oft nicht.

Natürlich ging es auch ums Wochenende, das ja nicht so toll war.

Alles in allem also ein Termin mit hauptsächlich reden und eigene-Welt-Erklärversuchen.

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durch den Wind

Ich bin heute völlig durch den Wind. Die letzten Tage war alles etwas – viel.

Das (vor allem innere) Chaos wegen der Reha, das Handy, dass kaum noch funktioniert, die Reparaturmöglichkeiten abwarten, aber auch das Äußere, die vielen schlimmen Dinge die grade passieren, die die eigenen Probleme klein werden lassen. Das tut mir nicht gut – ich schaue nicht umsonst schon lange keine Nachrichten mehr – aber die letzten Tage – hab ich wieder welche gesehen.

Dann sollte ich einen falsch gelieferten Artikel zurückschicken – bin extra mit dem Betreuer los, hab das Päckchen noch zugemacht, Aufkleber drauf usw. Wir wollte noch vorher was erledigen, dann zur Post. Was uns erst wieder einfiel, als wir wieder hier waren – also nochmal los, erfahren, dass der Laden im Ort seit kurzem keine Poststelle mehr ist, wieder in die Stadt gefahren, das Teil abgegeben, nach Hause kommen – und den Artikel auf dem Tisch stehen sehen.

Ich hab also ein leeres Päckchen los geschickt. Also angerufen, mich tausendmal entschuldigt, gesagt, dass ich das natürlich nun selbst zahle, aber was ich dazulegen soll, damit es zugeordnet werden kann usw.

Das konnte auch geregelt werden – aber mir macht es grad nur deutlich, wie zerstreut ich grad bin. Dass ich nicht mehr klar denken kann und erstmal dringend zur Ruhe kommen muss. Sehr dringend.

Von daher heute nur noch Welt aussperren.  Ich will nichts mehr hören und sehen, nicht in  Gedanken von einer Ecke in die andere hetzen, sondern erstmal wieder bei mir ankommen. Naja – ob ich das wirklich will weiß ich nicht, aber es ist nötig. Sehr.

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suchen

Vor ein paar Wochen fing mein Handy an zu zicken. Mal konnte es die Sim-Karte nicht einlesen, immer wieder bekam es einfach keine Verbindung usw. Dann wurde das etwas besser, aber verschwunden ist es nie.

Seit ein paar Tagen zickt es nun gewaltig – und häufiger als es funktioniert.

Ich bin auf ein Handy mit WhatsApp angewiesen, weil das für die Fahrer mit denen ich normalerweise fahre eben das Hauptkommunikationsmittel ist. Telefonieren während der Fahrt will keiner – da hat sich WhatsApp bewährt und wurde zur fast ausschließlichen Kommunikationsmethode.

Mein Vertrag läuft noch bis Anfang Januar und ich hatte echt gehofft, dass es bis dahin auch durchhält. Dann war eh geplant ein neuer Vertrag mit Handy. Im Moment sieht es eher so aus als läge es im Sterben.

Also hab ich vorhin an zwei Reparaturservicestellen geschrieben. Eine hat schon geantwortet – mit etwas über 100 Euro – das lohnt sich dann nicht mehr – da wäre doppelten Vertrag für die Restlaufzeit zahlen günstiger. Hoffe noch auf den zweiten.

Nachtrag: auch hier lohnt die Reparatur nicht – also suche ich nun nach einem bezahlbaren Vertrag mit neuem Handy. Dumm ist, dass ich das gleiche nicht mehr kriege.

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wieder beruhigt

Mich hat das mit den BMI-Vorgaben von der Klinik gestern ziemlich durchgerüttelt. Der Gedanke, dass es daran scheitert  – war kaum auszuhalten.

Gleichzeitig war klar, dass ich nicht wegen der Klinik was ändern kann und will.

Den aktuell arbeite ich ja mit Ernährungsberatung, Physiotherapie und der Endokrinologie am Gewicht. Und es funktioniert. Es geht langsam, aber stetig abwärts, ohne dass es jetzt ganz große Umstellungen waren.

Vieles klappt auch nicht so recht – wie das mit dem Sport. Die Absprache ist ja, dass ich 3 Min darf (nur noch einmal am Tag, aber zweimal hab ich es eh selten gemacht), aber wenn es – warum auch immer – wieder zu Durchfall kommt, der Überforderung/Stress anzeigt, muss ich 3 Tage pausieren.

Dabei ging es weniger um die körperliche Gesundheit, sondern eher um eine erzieherische Maßnahme, damit ich mehr drauf achte es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Das ist auch ok so. Aber der aktuelle Sport ist da sicher nur ein Anfang.

Aber ich merkte auch, dass bei diesem hohen BMI auch ein Kilo schon zwischen 0,2 und 0,4 beim BMI ausmachen können. Das war das, was gestern diese Panik auslöste, weil ich ja Schwankungen kenne, die bei mir normal sind und nichts mit Essen zu tun haben.

Der Gedanke, dass dann halt mal 2 oder gar 3 Kilo mehr sind und damit dann auch gleich ein BMI-Punkt oder mehr mehr, war zuviel – zumal ich ja im Grenzbereich bin und damit sehr sehr schnell auch weit drüber geraten kann.

Es war aber klar, dass grade das Druck rausnehmen grade sehr viel mehr bewirkt, als das Gefühl: ich muss noch 4 Kilo abnehmen, dann bin ich innerhalb des Bereichs und hab 2 Kilo Spielraum.

Dieser Druck wirkt sich negativ aus. Genauso wie ich mich höchstens einmal im Monat wiege – weil wiegen Druck macht – auch wenn das Gewicht runter geht.

Dazu kommt, dass ich hoffe, in der Klinik mit etwas mehr Sport/Physiotherapie tatsächlich diesen Bereich wieder in Griff zu kriegen – das bedeutet dann aber eine Gewichtszunahme, weil Muskeln schwerer sind als Fett.

Bisher war in Kliniken meine Erfahrungen mit dem Gewicht sehr negativ – sehr viel Druck – sehr große Fixierung auf jede 100 Gramm – was sich immer sehr negativ auswirkte. Selbst bei längeren Aufnahmen, in der sich meine Schwankungen vom Zyklus wiederholten, wurden dann nicht als „normale Schwankungen“ akzeptiert, sondern als „du hast zu viel/wenig gegessen – böse, böse, böse“.

Deshalb löste es so eine Panik aus.

Ja ich hatte früher eine Essstörung und ja ich glaube auch so ganz los wird man das nie – es bleibt immer eine Gefahr, auch wenn es über Jahre (bei seit über 8 Jahren) kein Thema mehr war (und ich war nie deswegen stationär)

Aktuell es ist es ganz klar kein Thema der Essstörung. Schon lange nicht mehr und es ist meine Angst, dasss es, wenn es eben wieder so sehr Thema wird im Vordergrund, mit regelmäßigem Wiegen und auf Kilos fixiert sein – eben wieder zu einem Thema werden könnte.

Ich hab mein Gewicht bis vor gut einem Jahr über Jahre stabil gehalten. Dann war die Schmerzmittelumstellung, es kamen Medikamente weg und andere dazu und es passierte viel. Anfangs schob ich es natürlich auf die Psyche und war sicher teilweise auch so – einfach weil keine Kraft da war zu Kochen oder so.

Also wurde es unausgewogener. Aber es erklärte nicht die Zunahme. Dazu kamen ja einige andere Symptome usw – das war ja alles mit Grund, warum ich im Januar endlich bei der Endokrinolgie gelandet bin (nach langer Wartezeit).

Es gibt einige Ergebnisse, die das mit dem Gewicht erklären würden, dazu kommt sicher flasches Essen weil keine Kraft und vor allem der Wegfall vom regelmäßigen Sport.

Und wenn es eigentlich nur noch darum geht den Tag zu überleben, wird Essen und das Gewicht – unwichtig.

Das mit dem Essen funktioniert – seit ich auch best. Medikamente nehme, die sowohl den Insulinspiegel als auch andere hormonelle Schwankungen stabilisieren. Seitdem klappt es fast wie von selbst. In kleinen, aber stetigen Schritten.

Es ist sogar möglich, dass ich bis zur Aufnahme tatsächlich so weit bin, dass ich diesen Spielraum von 3 -4 Kilos habe. Aber der Gedanke dass es ein „muss“ ist und alles darauf fixiert wird – das würde nicht klappen.

Anders ist es, wenn eine Abmachung möglich wird, dass es nicht mehr als aktuell sein darf und man dann vor Ort eben 3-4 Kilo plus als Spielraum zum Ausgangsgewicht bei der Aufnahme als Spielraum mit reinnimmt.

Ich will dort ja nicht zunehmen, aber ich möchte, dass es nicht darauf reduziert wird. Dass es in eine Essstörungs-Richtung gedrückt wird, die es aktuell schlicht nicht ist. Aber dadurch werden könnte.

Jetzt geht es darum, das wieder aus meinem Kopf zu kriegen, wieder zu einem entspannten Verhältnis zum Essen zu kommen, das vorher auch da war. Weil das nötig ist für mich. Weil es so auch funktioniert. Es mag anders schneller gehen, aber führt dafür auch schneller zu einem Jo-Jo-Effekt.

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puh

Post aus Dresden bekommen, aus der hervorgeht, dass die Aufnahme/Therapie dort vielleicht doch gefährdet ist. Weil ich die BMI-Vorgaben nicht erfülle. Bin drüber.

Es könnte zwar knapp klappen bis zur Aufnahme, aber dann wäre das Gewicht so im Vordergrund, dass ich den Rest vergessen kann. Und die üblichen Schwankungen während des Zykluses (sind bei mir immer so um die 3 Kilo) wären dann ein Problem.

Bin mir nicht sicher, ob da eine Regelung zu finden ist.

Damit hab ich natürlich nicht gerechnet.

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Thera heute

Geplant war an letzter Woche anzuschließen.

Also Tappen und erstmal Anspannung runter und hinspüren – schauen was an Gefühlen dahinter steht.

Aber ich konnte mich irgendwie nicht konzentrieren. Huschte von Gedanke zu Gedanke – Oberflächlichkeit zu Oberflächlichkeit.

Also unterbrach ich  – ich stellte dann fest, dass ich es nicht schaffte den in Sichtweite gestellten Turm anzuschauen. Weil er zu viel auslöste.

Auch da kamen wir nicht wirklich weiter.

Irgendwann landete ich bei einer alten Missbrauchs-Situation. Einer, die wir eigentlich schon mit Traumaexposition abgehakt hatten – damals noch beim alten Thera. Eine, die immer wieder mal in den Sinn kommt (weil halt mit Tränen und Trost eng verknüpft), aber nichts mehr auslöste.

Doch heute – keine Ahnung – ich bekam es nicht mehr getrennt. Sobald Tränen auftauchten, saß ich darin fest.

Irgendwann wurde klarer, dass es eigentlich nicht um die Tränen, sondern um Trost geht – dass der grad nicht getrennt ist und damit nicht geht – und daher Tränen nicht, weil die ja irgendwie eine Sehnsucht nach Trost auslösen. Es war mir einfach nicht möglich da Hilfe vom Thera anzunehmen.

Es hatte sich irgendwie wieder das „ach das war ja nichts/kein Missbrauch“ eingschlichen und die damalige Definition von „Trost“.

Stichwort war dann „Handlungsebene von Trost“ – als mich plötzlich (Körper-)Erinnerungen fluteten, die klar machten: nein das war damals kein Trost, absolut gar nicht, das war weit mehr.

Es dauerte eine Weile bis ich das in den Griff bekam. Der Thera half mir dabei das früher vom heute zu trennen. Aber die Gefühle die es auslöste – erst der Schock, dann die Traurigkeit – naja – der Termin war am Ende, wir konnten das dann nicht gut auflösen.

Ich brauchte ein bisschen um mich wieder zu fangen, ich konnte irgendwie auch den Turm nicht wieder einpacken, also hab ich ihn dort gelassen. Das hatte verschiedene Gründe.

Aber es war dann auch ok.

Insgesamt war es sehr anstrengend, aber auch ganz gut. Es ist wieder ein richtiges arbeiten. Das ist ein gutes Gefühl.

Ab nächster Woche dann der Termin immer dienstags – am Vormittag – was mir ja besser passt.

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der heutige Tag …

… war ganz gut.

Vormittags in der Stadt zur Woolworth-Eröffnung mit MissMutig, mit Schlenker über Bank, Rossman, Fairteiler zum Cafe und noch ein bisschen Schnacken. Dann fuhren ihr Lebensgefährte und sie mich nach Hause.

Ich war total platt – aber gut drauf.

Bisschen zur Ruhe kommen, dann nochmal kurz los ein Paket wegbringen.

Nebenher lief weiter Sons of Anarchy (letzte Staffel – wird irgendwie auch immer brutaler), im Briefkasten war die Reha-Genehmigung (ist ja doch noch mal was anderes es auch schriftlich vor sich zu haben), eine mail an den Thera, mit der Bitte morgen das ähnlich zu handhaben wie im letzten Termin (im Termin krieg ich das nämlich nie gesagt, da siegt dann doch die Angst, von daher ist es so besser).

Außerdem weiß ich jetzt „meine“ Farben was Nagellack angeht – klares grün (also nichts mit mint oder türkis, sondern wirklich grün) geht immer, dunkles Blau schwanke ich noch, aber vor allem „cola“ oder Kaffefarben find ich echt klasse, also sehr dunkles weinrot oder braun. Das hat mich tatsächlich etwas überrascht. Sehr dunkles Rot gefällt als Farbe, aber (noch) nicht an mir  – denke da muss ich mich erst rantasten. Lila bin ich auch noch unschlüssig – was aber irgendwie generell für diese Farbe bei mir gilt. Ist also eine Farbe, die je nach Stimmung in Frage kommt.

Helles Blau oder auch Richtung türkis/mint ist eher was für mal kurz, da gefällt es dann auch, aber spätestens am zweiten Tag muss wieder was dunkles her – auch das hat mich überrascht.

Ich fand es interessant, dass dann doch die Farben anders sich entwickelten, als ich vermutet hatte. Das war es jetzt dann aber auch mit meinen Nagellack-Exkursen.

Gleich wird noch mal gekocht, Gemüsemix aus der Tiefkühle, evt mit einem Hähnchenschnitzel (sofern es bis dahin aufgetaut ist, sonst gibt es das morgen). Wenigstens einmal am Tag was Warmes. Und da ich seit fünf wach bin, werde ich heute wohl froh sein, wenn es acht ist und ich schlafen kann.

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ähm – ok

Es war in letzter Zeit etwas ruhiger mit den Testprodukten – war auch ok so.

Heute habe ich 6 Bestätigungen bekommen, bei einem Produkt erinner ich mich nicht mal an die Bewerbung. Eines stand ja noch aus – da kam heute eine mail. Also 7 die jetzt ausstehen. Was auch immer da war, ungewohnt, dass so viele auf einmal dann ihre Bestätigungen rausschicken.

Interessanterweise: es sind auch ein Wimpernserum und eine Augenmaske dabei – was nach  dem heutigen Artikel irgendwie – lustig ist. Zeichen von oben oder so.

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Körper

Kürzlich sagte ich zu MissMutig, ich bin wohl grade in der Pubertät.

Alles was mit dem Körper zu tun hat, war und ist sehr schwierig. Als Jugendliche gab es außer sehr selten etwas Wimperntusche oder mal nen Lidstrich (und beides kann ich von an den Fingern abzählen) keine Versuche mit zu schminken oder ähnliches.

Ich war auch nie sehr auf mein Äußeres bedacht, hatte – nachdem endlich die langen Haare ab durften – immer diesen Topf-Haarschnitt gehabt. Mit 13 mal mit Dauerwelle experimentiert und das wars.

Ich fühlte mich nie schön und wollte das auch nie sein. Weiss, dass ich als Jugendliche dachte, wenn ich nur dick genug wäre, hätte ich Ruhe – als das Gewicht zunahm wegen Schilddrüsenunterfunktion und plötzliches Ende des Sportes – von Leistungssport auf nichtmal mehr Schulsport.

Je mehr Hüllen ich um hatte, desto besser, ohne Halstuch sah man mich nie, lange Ärmel und Hosen Pflicht, Röcke tabu.

Haare wurden gewaschen und morgens frisiert – das wars.

Irgenwann wurde sogar das noch „entfernt“ – indem ich mir mir einer Haarschneidemaschine alles auf 5mm kürzte  – selbst natürlich. Wobei der Hauptgrund war, dass ich alle 3 Wochen hätte zum Frisör müssen und das hab ich natürlich nicht gemacht.

Körperpflege ging grade so – wobei ich es von zu Hause kannte, dass man einmal die Woche badete, täglich Zähne putze (Zahnseide hab ich tatsächlich erst vor wenigen Jahren kennengelernt) und das wars. Eincremen gab es nur am Strand in der Sonne.

Irgendwann war es so schlimm, dass ich unter der Dusche regelmässig dissoziierte und mich so manchesmal zusammengekauert unter der mittlerweile eiskalten Dusche wiederfand.

Oder ich froh war, wenn ich es einmal die Woche schaffte zu duschen. Eincremen ist bis heute nur rudimentär und selten möglich. Mal die Hände – oder das Gesicht – mehr geht da nicht.

Ich glaube 2003 hab ich mir das letzte Mal die Haare rasiert – seitdem wachsen sie. Denn lange Haare haben den Vorteil, dass einmal die Woche waschen reicht – und im Pferdeschwanz hat hat man eine „passt immer irgendwie“-Frisur. Außerdem reichte es alle paar Monate zum Frisör zu gehen.

Vor ein paar Jahren dann wechselte ich von Jogginghose zu richtiger – Jogginghosen fanden sich auch in meiner Größe damals noch günstig, während eine normale bei 40 Euro losgeht. Also lief ich immer in Jogginghosen rum. Hatte eine Jeans (ich hasse Jeans!) für „wenn es mal schicker sein muss“. Die Ärmel und Hosen waren immer noch lang, immer eine Jacke, immer ein dickes Halstuch und oft ein großer Hut. Zum drunter verstecken. Es wurde mir wichtiger, dass es nach außen – besser – wird – ohne mich zu zeigen, mich trotzdem dahinter verstecken.

Also achtete ich etwas mehr auf meine Klamotten. Schick ist immer noch was anderes. Aber auch das besserte sich. Wobei es immer noch so ist, dass ich maximal zwei Hosen für „draußen“ habe, eine handvoll Shirts dazu, aber schon lange ohne Halstuch und Hut und erst drei Jahre etwa auch mit kurzen Ärmeln und einer 7/8-Länge der Hosen, seit 1-2 Jahren sogar mal mit 3/4-Länge oder wenns salop sein durfte knielang, wobei das hat es noch nicht in Termine geschafft.

Vor zwei/drei  Jahren oder so, kam der Gedanke „ich würde mich gern schminken lernen“ dazu – der aber bis heute nicht umgesetzt wurde – zu viel, zu groß das Projekt – weil ich gar nichts kann – und schon gar nicht einschätzen, was für mich passt, mir gefällt. Nicht mal wüsste wo anfangen, Angst davor viel unnützes Geld auszugeben.

Ebenso wie der Wunsch da war, Ohrlöcher zu haben. Diese kamen dann ja vor wenigen Monaten dazu – und ich mag es immer noch sehr.

Tja und nun Nagellack. MissMutig hatte einen gelben, als sie mich zum MRT fuhr. Ich finde lackierte Nägel schön, aber bei mir? Wenige Tage später reifte dann die Idee, dass es vielleicht eine Möglichkeit ist, den Hass auf die Hände und Finger zu mildern .

Das war dann auch der Grund für den Ausspruch oben – ich versuche den Körper, das Aussehen, das mich nicht nur säubern, sondern auch pflegen oder schmücken – zu entdecken. Zu schauen was mir helfen kann, mich mit dem immer noch sehr verhassten Körper – auszusöhnen.

Wie Jugendliche versuchen sich zu finden und auszudrücken, mit sich und ihrem Körper umzugehen – so ähnlich fühle ich mich.

Überhaupt den Körper wahrzunehmen – ohne ihn automatisch durch eine hasserfüllte und abwertige Brille zu sehen.

Zu merken, wie Nagellackexperiment auch Spaß machen können. Ich! – Spaß! – Mit der Beschäftigung mit meinen Händen!

Oder da zu sitzen und sagen zu können, dass mir der Nagellack so gefällt.

Natürlich klappt das nicht immer und ebenso klar ist, dass es meine Grundeinstellung nicht groß geändert hat. Es ist eher ein dran arbeiten, kleine Schritte. Eben ein Versuch neu zu entdecken – oder überhaupt zu entdecken.

Es ist für mich immer noch eigenartig, fremd, als gehöre das nicht zu mir.

Aber es ist ein Annähern. So wie ich mich vor einigen Jahren sehr mühsam der Körperwahrnehmung nähern musste (also warm/kalt/Schmerz/tut gut/schlecht usw) – das war ein Prozess über Jahre – unterstützt durch Stimmbildung und Shiatsu. Diese Körperwahrnehmung ist bei mir mittlerweile sehr gut. Meine Sicht auf den Körper – die gilt es jetzt in Angriff zu nehmen.

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dies und das

Große Freude und sehr viel Spaß mit dieser Post:

Nagellacke

Meine Favoriten: der zweite von rechts (ein Traum!), der vierte von links (traumhafte Farbe, aber noch ungewohnt) und der lilane ganz rechts.  Wobei ehrlichgesagt keiner dabei ist, der nicht gefällt. Und auf jedem Nagel ne andere Farbe hatte irgendwie auch was.

Ich mag dunkle Farben, aber die finde ich sehr viel schwieriger sauber aufzutragen.

Jetzt erstmal Pause (und hoffen, dass ich den aktuellen nicht wieder vor richtig trocken vermacke), da ich nur noch wenig Nagellackentferner hab.

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Heute war ich dann schon um zwei wach, wobei aufgestanden bin ich glaub ich erst um drei. Also Brotbackautomaten angeschmissen (der war eigentlich für um 9 Uhr fertig programmiert) und den Tag begonnen. Und vor Hunger dann um halb fünf Kaiserschmarrn gemacht, weil das Brot ja noch ne Stunde brauchte.

Um halb sieben dann nochmal bis neun in der Hängematte geschlafen, wobei ich dann etwas Schwierigkeiten hatte wirklich wach zu werden.

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Die Kleine Maus hat sich wieder eingekriegt. Die war ja in letzter Zeit mehr als nur komisch drauf, tageweise auch immer wieder alle anknurrend und völlig unberechenbar. Hatte mir schon den Kopf gemacht, dass ihr was weh tut oder so. Aber war wohl nur zu viel Neues/Ungewohntes.

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Am Samstag darf ich wieder Pebbels hüten – freu mich sehr drauf. Zumal das kürzlich ja wegen arg zickender Katze ausfiel.

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Heute war ein guter Tag. Wobei wieder auffällt – Tage, an denen nichts ist, sind gut, die anderen oft schwierig. Was meine Pläne doch nochmal für ein oder zwei Tage in die Buchbinderei zu gehen (einfach weil es mir sehr fehlt und ich gern das ein oder andere machen möchte) wohl verwirft.

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Am Donnerstag eröffnet hier ein Woolworth – und MissMutig und ich werden hingehen. Mit MissMutig klappt sowas ja immer ganz gut, weil wir unglaublichen Spaß haben, außerdem hoffe ich, dass – da ja unter der Woche – nicht so viel Leute da sind. Werbung hatte ich auch keine gesehen.

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Der Verkauf läuft schleppend, es tröpfelt so vor sich hin. Am 9. August ist dann Sperrmüll.

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Die Reha-Genehmigung ist angekommen – für 20 Tage erstmal. Die Fahrtkosten müssen wir noch extra beantragen. Das Formular lag bei – das wird dann auch Anfang August passieren.

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Aktuell schaue ich die letzte Staffel von Sons of Anarchy – angefangen Mitte sechster um wieder reinzufinden – und die letzten drei Folgen schau ich grad nochmal, weil ich irgendwie nichts mitbekommen hab und den Anschluss verloren.

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Gleich noch ein paar Erdäpfel und frisch geerntete Bohnen zum Abendessen – wobei die Bohnen etwas „überreif“ sind, mal schauen ob die noch schmecken.

Und dann wieder mal lesend ins Bett.

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Montag

Irgendwie war der Tag von morgens an – verkorkst. Magen-Darm-Probleme, Müdigkeit, Kopfschmerzen,weit weg von mir. Mit dem Gefühl der Überforderung bei jedem noch so kleinen Kram, den ich machen wollte.

Gleich Betreuung – insofern gut, weil ich dann endlich hier wieder Ordnung rein kriege, mit zu erwartendem Zusammenklappen danach.

 

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dies und das

Ehrlichgesagt hoffe ich sehr, dass ich noch einiges loswerde. Dabei geht es mir gar nicht ums  Geld – aber etwas, was funktioniert – zu entsorgen – fällt mir echt schwer. Es sind nur eine handvoll Teile, die dann bleiben würden, weil sie vom Wert her einfach für mich zu hoch sind um sie wegzuschmeissen.

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Das mit dem Nagellack funktioniert tatsächlich – damit mag ich meine Finger/Hände immer noch nicht, aber es werden – meine – sind nicht mehr nur die meiner Mutter. Kleine Schritte. Da hilft sicher auch das zigmal probieren und neu machen müssen.

Irgendwann werde ich auch mit verschiedenen Farben experimentieren – so ganz helles gelb (eher ein creme) gefällt immer nur wenige Minuten, grün ist ganz gut, ich würde gerne noch Blau-, Braun- und Lilatöne (eher dunkle!) probieren – und einen hautfarbenen. Mal schauen ob ich irgendwo Nagellackreste herbekomme – oder welchen, den jemand loswerden will.

Mir ist auch klar geworden, warum mir dieses Aussöhnen mit den Händen so wichtig geworden ist: die anstehenden OPs – ich hader da sehr damit und das hat nicht nur mit der Eigenversorgung zu tun – sondern dass es eben auch so schon schwierig ist – mit stationär, Op, viele Arzttermine, Schmerzen usw – aber bei den Händen ist auch viel Abneigung – als würde ich das für meine Mutter tun (weil ja ihre Hände).

Es fällt mir schwer da immer wieder deutlich zu machen:  es sind MEINE, sie mögen denen meiner Mutter sehr ähneln, aber es sind – meine. Das ist noch nicht angekommen – aber immerhin schafft der Nagellack es, dass ich sie nicht mehr mit diesem Hass ansehe.

Auch weil ich sie damit irgendwie nicht mehr im Ganzen sehe, sondern eben mehr die Fingerspitzen.

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Wir haben gestern die Garage gemacht – und ich kann das immer noch nicht recht fassen. Es ist so – erleichternd. Aber ich muss noch Sperrmüll anmelden und es dann schaffen eben auch wirklich alles rauszustellen.

Ich habe mit mir einen Karton ausgemacht – der darf bleiben, da müssen aber auch die Sachen mit reinpassen, die weg sollten, aber nie für den Sperrmüll gedacht waren.

Dafür hab ich heute alles nochmal bei ebay-Kleinanzeigen eingestellt – einzeln.

Dafür ist die Garage wieder eine Garage und keine Rümpelkammer!

Allerdings war es auch etwas zuviel dann – Körper machte das sehr deutlich. Daher ist bis übermorgen der Crosstrainer gestrichen. Das war abgemacht, dass wenn der Körper wieder mit Durchfall reagiert, ich 3 Tage pausiere. Wobei es da eher um „erzieherische“ Maßnahme geht – damit ich eben achtsamer mit dem Körper umgehe.

Erschwerend kommt sicher hinzu, dass ich statt gestern die Cortisondosis zu erhöhen, die Mittagseinnahme vergessen habe (bin zwar extra hoch deshalb, aber irgendwie ist das untergegangen, ist mir erst abends wieder eingefallen).

Das fiel häufiger auf in letzter Zeit, dass die Dosis da viel ausmacht. Das wurde mir zwar gesagt, aber es zu spüren ist nochmal was anderes. Bisher hab ich es glaub ich nicht so ernst genommen. Da hat sich die letzten Tage doch etwas verändert. Gut so.

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Mein Essverhalten ist wieder ziemlich ungut. Zu wenig, nur ein oder zweimal am Tag, dann meist auch möglichst was, was schnell geht. Das ist ja auch immer ein Zeichen, dass es etwas viel ist grade. Und grade dann wäre ausgewogene Ernährung ja wichtig.

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Was die Reha angeht – mir wäre im September am liebsten – zur Not Oktober. Hoffe nur sehr, dass es nicht länger dauert – denn ich merke bereits, dass ich mich damit verrückt mache.

Aber ich würde die kleine Hand-OP gerne vorher machen, weil ich mir erhoffe, dass ich danach wieder Gitarre spielen kann – die würde ich lieber mitnehmen, das Keyboard is so ein großer Aufwand und viel. Wenn ich ehrlich bin, ist das auch der einzige Grund, warum ich das so schnell machen lassen möchte.

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Für das MRT des Kopfes haben wir jetzt bei der Kasse die Genehmigung beantragt (die kriegen wir auch, das ist nur was formales) und wir werden Extrastunden für die Betreuung dafür beantragen, inkl. der Fahrtkosten – dann kann Ende September/Anfang Oktober der Betreuer mich fahren. Da warten wir aber noch den Anfang August ab, denn wenn die Reha vorher sein sollte, brauchen wir das ja nicht.

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Jetzt gleich werde ich mir einen großen Salat machen, wieder regelmäßiger Essen ist der Plan.

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The Blacklist hab ich diese Woche fertig geguckt, mal schauen was das nächste wird.

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Heute also ein ruhiger Tag um das gestern etwas asuzugleichen. Aber es geht mir ganz gut.

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Flohmarkt oder so

Heute großer Garagentermin – und wir haben wirklich kräftigt ausgemistet.
Alles noch fotografiert und die letzten Stunden verbrachte ich dann damit alles einzustellen.
Morgen werde ich dann Spermüll beantragen – weil alles was ich nicht los werde kommt dann weg.
Demnächst dann noch in der Wohnung ausmisten und den Kram ebenfalls einstellen.
Nachtrag: uff – bei Facebook in Kleinanzeigen eingestellt und mit Anfragen überflutet worden, Teil wird gleich abgeholt. Natürlich erstmal nur die „Verschenke“-Sachen, aber das ist ok.
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Thera heute

Anfangs ging es natürlich um die Reha (da wird sich vor August nichts tun, da der Ersatzthera in Urlaub ist und zwar ab übernächster Woche wieder in Deutschland, aber erst ab August wieder in der Klinik sein wird), doch dann stiegen wir – wie gestern ja per mail geschrieben – doch mit Tappen ein.

Es brauchte mehrere Anläufe – und ja die Anspannung wurde weniger, die Gefühle mehr, doch bei Tränen blockierte immer etwas. Am Ende war klarer – es ist was – eigenes – mehr in Richtung Täterintrojekt, aber nicht nur – es ist nicht klar, nicht wirklich greifbar.

Alles in allem lief der Termin wirklich sehr gut  – und eindeutig besser als in den letzten Wochen. Es war wieder ein miteinander – und auch ein vorankommen. Wenn auch nicht so weit wie ich es gern gehabt hätte – es geht voran.

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was ist so schwierig?

Ich schrieb, dass ich auch Angst habe.

Die Reha dort ist eine sehr große Chance – und vermutlich auch  die einzige, die ich habe. Klinikalltag ist für mich kaum möglich:

– Gruppen gehen gar nicht, auch die Stationsrunden usw nicht. Selbst das gemeinsame Essen ist schon – schwierig. Zu viele Leute, zu viele Eindrücke, zu viel Funktionieren müssne in einem Rahmen, in dem es doch darum geht nicht nur zu funktionieren. Das ist ein Spagat, der oft kaum zu schaffen ist.

Ausgemacht ist, dass ich nicht an Gruppen teilnehmen muss. Ob das wirklich klappt – wird sich zeigen. Essen wird im Speisesaal sein. Aber auch sonst ist so ein Stationsalltag halt mit vielen Menschen verbunden.

– ich brauch ewig um Vertrauen aufzubauen und mich einlassen zu können. Normalerweise sind Einzeltermine selten, wenns hoch kommt einmal die Woche – da ist es kaum möglich Vertrauen zu fassen – weil in der Woche dazwischen alles erreichte grad wieder futsch ist – da der Stationsalltag überfordert.

Dieser Punkt ist hier nicht gegeben – es gibt 3 Einzeltermine die Woche – das sollte also klappen – wird dann aber sehr – intensiv.

– der für mich schwierigste Punkt: da sind nur Frauen – als Patientinnen und Therapeutinnen – und ich kann mit Frauen nicht. Mein Haupttäter war eine Frau. Wenn der Täter ein Mann ist, wird sofort verstanden, warum als Therapeutin eine Frau bevorzugt wird oder Mann gar nicht geht. Umgekehrt heißt es dann: ist doch gut so – gutes Übungsfeld.

Aber für mich ist das wirklich ein Problem. Meine Erfahrungen mit Therapeutinnen ist nun auch nicht grade gut – aber vor allem: ich krieg da vieles nicht mehr getrennt – was die Situation deutlich erschwert.

Von daher macht mir der Gedanke daran höllisch Angst. So richtig. Aber ich weiß auch, dass es ambulant grade nicht reicht. In den letzten eineinhalb Jahren ist so viel passiert – das muss ich sortieren und soweit wegpacken, dass ich den Alltag wieder – leben – kann.

Und diese Klinik bietet ein unglaublich gutes Angebot, dass in keiner anderen Klinik zu finden war. So dass tatsächlich auch ohne Gruppentherapie – Therapie möglich ist. Nicht nur ein „Aufbewahren“.

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Reha

Grade kam ein Anruf von der Krankenkasse. Ungewohnt, da die sich normalerweise an den gesetzlichen Betreuer wechseln. Von daher war da sofort Panik.

Es ging um die Reha, die hätten dort angerufen, aber die würden Befunde brauchen und eine Aufnahme so nicht zusagen können. Aber sie hätte ja keine Befunde.

Also erstmal erklärt, dass es da interne Absprachen gibt und wir die Genehmigung brauchen um auf die Warteliste zu kommen – und dass die nötigen Befunden dann natürlich vom Ersatzthera da hingeschickt würden.

Die Genehmigung geht jetzt nach Dresden und in Kopie an mich. Den Rest muss jetzt der Ersatzthera klären. Das Problem ist nur, dass er offiziell grade Urlaub hat und erst im August wieder da ist, inoffiziell ist er glaub ich aber schon da. Also ihn per mail und WA informiert und geben mir auch einen eventuellen Zeitrahmen rauszufinden, damit ich weiß, ob ich am 11. August den kleinen OP-Termin noch ausmachen kann oder nicht.

Ansonsten geht Reha immer vor für mich.

So ganz ist es noch nicht angekommen, erst Erleichterung, dann Freude, aber auch ne Menge Angst (so sehr ich auf diese Reha ja hingearbeitet hab, so sehr fürchte ich mich auch davor – es ist eine große Chance, aber es gibt auch mehr als genug Fallstricke, die es – schwierig – machen).

Erstmal setzen lassen. Ein Schritt nach dem anderen.

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dies und das

Ein sehr berührendes Projekt: We are the World – ein Chorprojekt.

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Mich spontan mit MissMutig zum Kaffee trinken getroffen – war sehr schön.

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Ich hab mich  nie wirklich geschminkt – mit 15 mal bisschen Wimpertusche und wenns hoch kam nochmal ein Lidstrich – mehr nie. Vielleicht weil meine Mutter das immer sehr gemacht hat.

Dann kamen die Ohrringe. Und da MissMutig kürzlich mit gelben Nagellack aufgetaucht ist, kam für mich die Frage auf, ob das was wäre.

Ich hasse meine Hände, vor allem meine Finger. Es ist die Hand meiner Mutter für mich. Nagellack hat sie selten verwendet. Und wenn dann nur rot. Also fragte ich mich, ob ich für mich das nutzen könnte.

Damals bei Woolworth kam dann ein 59Cent-Nagellack mit. Und ich merkte, dass ich das nicht kann – das ganze Fläschchen wurde aufgetragen, wieder entfernt, neu aufgetragen usw. Es ist alle.

Heute hab ich Ersatz gekauft. Mehr weil ich das lernen will. Und nach weiteren zig mal rauf, wieder runter, rauf und wieder runter – ist das Ergebnis jetzt zum ersten Mal so, dass es zumindest für ein paar Stunden eine Chance bekommt. Wenn ich es schaffe ihn nicht wieder mit einer unbedachten Bewegung zu zerstören.

Ich mag meine Finger immer noch nicht – aber es war zum ersten Mal nicht mehr so sehr dieser Hass beim Blick darauf.

Es wird nur nie roter Nagellack sein. Und ehrlichgesagt weiß ich auch nicht ob ich das wirklich weiter mache. Im Moment ist es ja so, dass ich nicht Gitarre spielen kann und da – sonst hab ich ja typische Gitarristennägel: links sehr kurz, rechts möglichst lang – denke dann sieht das auch doof aus.

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Körperlich bin ich mittlerweile deutlich fitter – das Cortison wirkt also doch – und zwar klar. Darüber bin ich sehr froh. Auch wenn die Nächte dadurch schlechter und kürzer werden (gegen das kürzer hab ich nichts – die 12 Stunden, die ich in den letzten Wochen/Monaten brauchte, waren mir zu viel – und morgens zu spät, von daher sehe ich das insgesamt also eher positiv). Also weiter an Grundkondition arbeiten.

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Heute eindeutig wieder ein sehr viel besserer Tag. Morgen dann Thera. Dem hab ich heute eine mail geschrieben, dass ich nicht groß rumreden will, sondern direkt mit Tappen an Gefühlen arbeiten. Die Angst ist da – wird auch morgen da sein, die Anspannung sowieso, aber in letzter Zeit hatte ich eher das Gefühl die Anspannung ist da, damit ich mich nicht mit Gefühlen und Tränen beschäftigen muss. Also soll es morgen um die Anspannung gehen, also darum die zu senken und zu schauen was dahinter steht.

Weil ich das nie so gesagt bekomme und dann in dem Moment sowieso nicht, weil da die Angst gewinnt, gab es heute die mail an den Thera. Eine mail, die in den letzten Wochen immer wieder mal Thema war und von meiner Seite nicht ging – aber seit ein paar Tagen schon in meinem Kopf kreiste mit einem „jetzt geht es und vor allem – ich will es“.

Ich sehe also dem Termin mit etwas – naja eher viel – Angst entgegen, aber auch dem Gefühl, dass es richtig so ist – und wichtig – für mich.

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Jetzt noch schnell was essen und dann lesend ins Bett – weil irgendwie ist durch den vielen Schlaf und meist doch bis nach sieben vor Computer/Fernseher die Lesezeit sehr kurz geworden. Da will ich heute mal etwas eher zum Buch. Ok – richtiger wäre: Hühnchen braten und damit zum Buch ins Bett.

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Doch – heute war ein guter Tag. Nicht nur besser – sondern gut.

 

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