auf und ab

Montag, 01. September 2014 - 18:19 No comments

Im Großen und Ganzen ist es besser seit gestern.

Heute dann Großeinkauf und ich ergatterte sogar für 79 Cent das Kilo Hokkaido-Kürbis. Also doch nicht nur Kartoffeln ;).

Dann testete ich Schoko-Bananen-Toast im Ofen – ist nicht das selbe wie im Sandwichmaker, aber machbar. Muss jetzt nur noch die Dosierung rausfinden, heute war es definitiv zu viel Schoko.

Sonst einen Adventskalender vorbereitet. Irgendwie wird das dieses Jahr mit Weihnachten eher wenig werden. Nur eine handvoll Leute, für die ich auch was besorgen möchte. Aber Adventskalender schaffe ich dieses Jahr eher nicht mehr – bis auf den einen. Da steht aber schon lange fest was es für einer werden soll ;).

Vorhin kam ein Anruf, dass mein Digitalpiano da sei – das werde ich morgen also abholen. Davor werde ich noch in der Bücherei vorbeigehen und nochmal wegen Noten schauen. Bietet sich an, da die Bücherei nur ums Eck ist. Bin echt gespannt :).

Morgen krieg ich die neue Bankkarte, meine alte ist schon seit Monaten defekt – der Magnetstreifen geht nicht mehr. Letzten Montag hab ich es endlich mal geschafft eine neue zu bestellen. Alles für den neuen Pass (bzw eigentlich Perso, Pass krieg ich ja keinen, weil ich es nicht zum Konsulat oder der Botschaft in einer fernen Stadt schaffe für den Fingerabdruck – das mit den nicht öffentlichen Verkehrsmitteln ist echt sch….) ist auch in die Wege geleitet, der sollte also die nächsten Wochen auch eintreffen. Leider vermutlich auch beim Betreuer, der ab 12. in Urlaub ist.

Dieser Urlaub kostet mich sehr sehr viele Nerven, denn er bekommt ja auch den Kram vom Gericht – und ab Zugang des Urteils gilt ja die Fahrtkostenübernahme nicht. Da er erst am 30. September wieder da ist, hoffe ich, dass die Kasse da nicht rückwirkend was streicht. Aber ich bekomme es ja auch erst dann mit. Immerhin ist da durchaus mit einem Urteil zu rechnen. Da gab es ja einen Termin so um den 20. rum. Auch wenn der vielleicht nicht stattfindet, da der Ersatzthera ja den schriftlichen Kram vorher wegschicken wird und daher nicht als Zeuge auftreten muss.

Trotzdem – alles irgendwie doof. Mein Pass läuft Mitte Sept. aus und ich kann mich dann quasi nicht ausweisen, wenn das nötig ist (Paket abholen, Polizei will was oder sonst was) – das allein lässt mich ja schon unruhig werden.

Das mit dem Gericht setzt sich dann da drauf.

Und ein Teil von mir ist echt froh, dass es endlich eine Entscheidung geben wird, aber ein anderer hat einfach nur Schiss. Weil auch eine positive Nachricht eine Megakrise auslösen wird – und eine negative – nun kann sich jeder denken.

Physio morgen fällt aus, da ich schmerztechnisch aktuell jenseits von gut und böse bin. Meine Fußgelenke und alle Gelenke darunter lassen ein Laufen grad nur wenig zu. Da da der Physiotherapeut auch nichts groß machen kann, hab ich abgesagt, hoffend, dass sich das bis nächste Woche wieder einigermaßen regelt.

Gleich geht es ins vorgewärmte Bett, lesend. Und hoffentlich wenigstens bis acht wach bleibend. Ich bin so unglaublich müde.

dies und das

Sonntag, 31. August 2014 - 15:41 2 comments

Besser. Hormone sind echt mistig.

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Letzte Woche hab ich dann auch vom Schnitzer einen Anruf bekommen. Da musste ich erstmal schlucken, denn der Preis für den Turm, der war dann doch eher arg hoch. Als Alternative bot er eine einfache Version an – nur das wäre dann eben nicht “mein” Turm.

Da ich dann eh gefrustet war, weil das mit dem Stagepiano nicht geklappt hat, hab ich nochmal angerufen und mich für einen Kompromis entschieden. Das bedeutet es wird bis Ende des Jahres noch enger, aber es es ist ein überschaubarer Zeitrahmen. Gibt’s halt keinen Kürbis dieses Jahr und auch sonst mehr Kartoffeln.

Mit radikal runterfahren geht es. Und da mir dieser Turm sehr wichtig ist, ist es mir das wert.

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Entsprechend ist meine Großeinkaufplanung für morgen nicht so umfangreich. Die nächsten Monate geht es um satt werden und da ich früher auch mit so wenig Geld klar kam, sollte das für vier Monate auch machbar sein. Ich weiß ja auch wofür.

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Dafür mit MissMutig den 1 Euro Hocker abgeholt und heut ein paar Stunden an einer Stoffabdeckung fürs Stagepiano genäht (und wehe die passt nicht!). Dabei sogar mal Kreuzstiche ausprobiert – hat was ;).

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Ansonsten: viel Gitarre gespielt, nochmal eine Menge Noten kopiert und grob vorsortiert, müssen jetzt nur noch eingetütet werden

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dies und das

Freitag, 29. August 2014 - 17:40 No comments

Im Großen und Ganzen funktioniert das funtionieren. Gut sogar. Und deutlich besser als das “fühlen”.

Nachdem es gestern irgendwie immer nur schlimmer wurde, hab ich mir die Gitarre geschnappt und 2 Stunden gespielt. Danach war es deutlich besser. Auch wenn ich mich – wieder einmal – heiser gesungen hatte. Irgendwie hakt es da und ich sing mich immer fest.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum das Singen als Skill (also das neue Lieder lernen) im Moment nicht so wirklich klappt.

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Ich vermisse die Schoko-Bananen-Toasts.

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Morgen fahr ich mit MissMutig den Hocker abholen. Sollte wohl noch das “wohin müssen wir” irgendwie über google maps rausfinden.

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Theoretisch könnte ich jetzt meine Noten in die in der Buchbinderei dafür hergestellten “Kisten” packen. Sind eher Regale.

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Gleich mal was essen und dann schauen, vermutlich nur lesen im vorgewärmten Bett – wobei mir grad einfällt, dass jemand von den Kleinanzeigen wegen des Gitarrenständers vorbeikommen wollte. Mal sehen.

Thera heute

Donnerstag, 28. August 2014 - 16:36 Comments off

Mir geht es ja seit gestern nicht wirklich gut. Auch nicht super schlecht, aber deutlich schlechter als die letzten Tage. Hormone und so (gehe ich jetzt zumindest von aus).

Jedenfalls wusste ich heute nicht was auf mich zukommt. Das Tappen lief soweit ganz gut, mit dem Tempo müssen wir noch etwas arbeiten, aber sonst ok.

Wir starteten mehrere Versuche, ich kam bis zum Gefühl und flog dann raus. Es war eher wie ein Bild: das eben das Funktionieren grad gut klappt, das “sein” aber ein Zusammenklappen wäre.

Naja und dass zwischen den beiden eine große Kluft ist – nicht eh schon so ein Zwischending mir hart umkämpften Funktionieren.

Es ging dann eben ums “sein dürfen” und da wurde klar, dass ich das nicht darf. Für mich gibt es grad kein sein dürfen. Nur die Fassade, das Funktionieren, das ja aktuell auch gut klappt.

Und dann wurde mir noch etwas klar und das hat mir erstmal den Boden weggezogen.

Ich hab viele Jahre Therapie gebraucht um Hilfe annehmen zu dürfen, noch weitere Jahre um es auch annehmen zu können, einem Bewusstsein dafür, dass sie mir auch zusteht, das brauchte nochmal ein paar Jahre.

Über ist heute: vielleicht haben die ja recht und ich stell mich nur so an.

Die  sind das Gericht, das Versorgungsamt und wer sonst alles “nein” gesagt hat.

Und mir wurde klar, dass das nicht als Frage im Raum steht, dass ich wieder an dem Punkt bin, dass mir das nicht zusteht, ich mich nicht so anstellen soll und mich nur mehr bemühen müsste.

Das ganze mischt sich mit altem: Stell dich nicht so an, du krepierst schon nicht, reiss dich zusammen, musst dich nur mehr bemühen, dann geht das schon usw usf.

Es flossen Tränen, weil ich schon wieder was verloren hab, der Preis weiter gestiegen, weil das Gefühl, dass es mir zusteht mittlerweile oft einfach bei null ist. Und damit auch die Frage warum dafür kämpfen.

Und dass mit dem Ganzen, ein weiterer Teil des “innersten Kerns” weggebrochen ist – und ich mittlerweile schlicht nicht mehr weiß ob von dem überhaupt noch genug über ist.

Ich erinner mich an die wirklich vielen Jahre harter Arbeit, in der es nur darum geht Hilfe annehmen zu dürfen und können. Und nichts scheint davon noch über.

Es bricht immer mehr weg, immer mehr von dem hart erarbeiteten und ich weiß nicht ob noch genug über ist für einen weiteren Versuch.

Ob ich das überhaupt noch will.

Dass das “nicht sein dürfen” genau damit zu tun hat – dass egal wie ich bin – es ist nicht genug – nicht gesund genug, nicht krank genug, nicht fit genug – egal was ich bin oder tue – es ist nie genug.

Und ich hab keine Kraft mehr für diese Kämpfe.

Ich weiß nicht ob es hinter der Fassade noch etwas oder jemand gibt, ob noch genug von dem “innersten Kern” übrig ist, oder alles so zerbröselt, dass es einfach verloren ist, ich verloren bin.

Fast zwei Jahre um ein blödes Merkzeichen zu kämpfen, damit ich die Hilfe kriege, die ich brauche. So war es noch von einigen Wochen. Heute überwiegt bei weitem das “stell dich nicht so an, steht dir gar nicht zu”. Leider nicht nur als Frage, sondern als eine Gewissheit, die mich echt erschreckt hat.

Wieder ein großes Stück verloren und vielleicht war dieses Stück zu groß.

:(

Donnerstag, 28. August 2014 - 12:00 No comments

Kein Stagepiano heute, weil der Hersteller es nicht versandt hat. Kommt also frühestens Montag an, eher Dienstag. Der Tag wo es eh schon so blöd ist es zu holen, weil es nur dann “auf dem Weg” liegt, wenn ich noch zur Physio muss.

Tut mir grad nicht gut, weil ich mich so drauf gefreut hab.

dies und das

Mittwoch, 27. August 2014 - 16:27 No comments

In der Buchbinderei bin ich ja grad “arbeitslos”, daher hab ich heute Kopien von meinen Noten mit Spiralbindung versehen (zum einen schreib ich nicht gern in Originalnoten, zum anderen sind Heftbindungen da immer doof, weil das zuklappt, daher kopiere ich fast alle meine Noten mit denn ich arbeiten möchte).

Morgen mal schauen was ich neues anfangen könnte.

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Ich hab zur Zeit fast immer kalte Füße – und das ist für mich echt neu. Kenn ich sonst nicht. Nervt.

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Morgen hol ich das Stagepiano ab und ich freu mich drauf. Am Samstag hol ich mit MissMutig einen Hocker, den ich bei ebay für einen Euro ersteigert hab. Ist zwar für Kosmetiker, aber wenn ich die Rollen mit Fußbodengleitern tausche steht er fest und lässt sich auch in der Höhe wie ein Klavierhocker verstellen. Und eine weitere Sitzgelegenheit schadet hier ja nicht (hab ja kaum eine).

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Wohnungstermin war heut etwas schneller fertig, was ich nicht erwartet habe, da es doch recht viel war. Ist aber auch gut so, weil wir im Moment eh eher eng mit den Stunden sind.

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Heute nichts mehr, da ich vom Gefühl her mich eher im warmen Bett verkriechen möchte.

 

 

Thera gestern

Dienstag, 26. August 2014 - 19:17 No comments

Wiedermal hinter her.

Wir besprachen im Groben wie wir weitermachen, ob und wie wir das Tappen einsetzen, es ging aber auch darum, was in mir so alles passierte die letzten Wochen und wie ich mir das mit den Skills fürs Gefühle zulassen so gedacht habe (hoffe ja, dass ich am Do da wegen des geschnitzten Turms was erfahre).

Für mich ist das “wie” glaub ich sehr viel wichtiger als für ihn. Er würde einfach probieren glaub ich.

Aber wir konnten alles gut klären,

Am Do werden wir erst eine kleinen Testballon wegen des Tappens starten (also wie beginnen wir, hören wir auf, welche Signale heißen was usw) und dann gleich damit starten.

Da ich im Moment denke, dass es nicht so eine Gefühlssturzflut wird, sondern das eher gemächlicher laufen könnte, ist das auch gut so.

 

 

Categories: Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

dies und das

Montag, 25. August 2014 - 08:38 No comments

Das Wochenende war eigentlich ganz gut. Klar blieben die Zweifel vom letzten Freitag, aber sie waren handhabbarer als am Freitag.

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Heute muss ich dringend zur Sparkasse und Post und werde dann, da eh in der Stadt, nochmal in der Bücherei vorbeischauen.

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Dort sammelt mich dann der Betreuer ein und wir werden den Untersatz für das Stagepiano zusammenbauen.

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Danach geht es zur Thera, wobei es heute eher um Theorie geht, also wie bauen wir das Tappen ein, wie baue ich mir einen Skill fürs Gefühle zulassen und fühlen ein usw.

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Von dem Schnitzer hatte ich noch keine Antwort, weil die nicht an mein mails kamen, also schicke ich denen das heute per Post zu und werde Ende der Woche dort mal anrufen. Ich hoffe sehr dass das klappt und finanzierbar ist.

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Ich hab am Freitag Papyrus-Setzlinge bekommen, die ich gegen Birnenmelonen-Setzlinge getauscht hatte. Mein letzter Papyrus-Versuch und ich hoffe sehr, dass es diesmal endlich klappt. Zumindest die Zypergrasversuche waren ja jetzt ein Erfolg.

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Zwei der Birnnmelonen-Setzlinge haben Blüten bekommen, die radikal zurückgeschnittene ebenfalls zwei oder drei – hätte ich mal viel früher machen sollen.

Nicht gemacht hab ich das, weil ich nicht wollte, dass er noch buschiger wächst. Na denn.

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Der Ficus wächst und ich finde einfach niemanden, der ihn haben will. Da ich lebende Pflanzen nicht gut wegwerfen kann, fristet er hier ja ein eher trauriges – und sehr vernachlässigtes – Dasein. Scheint ihn nicht weiter zu stören.  Vielleicht finde ich ja doch mal jemand, der ihm die Pflege angedeihen lässt, die er eigentlich verdient.

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Den Bonsai-Tigern geht es übrigens sehr gut, aktuell sogar mal beide fit und wundenlos und sauber. Darf bitte gerne so bleiben.

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Mich endlich für eine Klavierschule entschieden. Muss sie jetzt nur noch irgendwo günstig bekommen. Bis dahin hab ich ein dünnes Heftchen aus der Bücherei, damit ich schon mal anfangen kann, wenn das Stagepiano dann Donnerstag hier einzieht (sofern ich nicht vergesse die Passkopie mitzunehmen, das Original ist ja grade auf dem Weg nach Berlin, da er im September abläuft).

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Ansonsten diese Woche:

Mo: Stadt, Betreuung, Thera

Di: Buchbindereri, Physio

Mi: Buchbinderei, Betreuung Wohnungstermin

Do: Buchbinderei, Stagepiano abholen (auf das ich mich trotz aller Zweifel wirklich freue!), Thera

Fr: Buchbinderei, Betreuungstermin

Wochenende: viel auf dem Stagepiano spielen gg

eventuell von Mi bis Fr den Hund hier haben :)

zwischendrin einiges kopieren (eher ziemlich viel – werden wohl so 300 – 400 Seiten werden) und im Anschluss für September vorbereiten – da haben wir 3 Gottesdienste in ich glaub 10 Tagen und NF, achja und noch ein paar Kopien für die Gitarre für mich, damit ich nicht immer durch alle Bücher blättern muss.

Gedanken

Montag, 25. August 2014 - 08:21 Comments off

Eigentlich sollte es mir leichter fallen.

Tut es aber nicht.

Das sich eingestehen, dass wieder viel mehr Achtsamkeit nötig ist, hinschauen und auch Arbeit an Skills usw.

Ich hatte so viel erreicht und war stolz, die Skills liefen mehr oder weniger automatisch ab und so konnte ich auch große Krisen verhältnismäßig gut “abfangen”.

Doch davon scheint heut nichts mehr übrig zu sein.

Wobei das so nicht stimmt – natürlich laufen die Skills immer noch automatisch, aber sie reichen nicht mehr.

Und da hakt es dann auch bei mir, weil ich mich frage, wie das sein kann. Denn es ist nicht so dass die Art der Skills nicht reichen, etwas anderes nötig wäre.

Vom Gefühl her sind sie irgendwie – leer, aufgebraucht. Was so ja nicht stimmt – es gibt immer neue Lieder, neue Herausforderungen usw.

Im Dezember werden es zwei Jahre. Mit etwas Glück wird  Ende September eine Entscheidung kommen, zumindest gibt es für September einen Termin, an dem der Ersatzthera als Zeuge geladen würde, wenn er bis zum 12. seinen ärztlichen Bericht nicht eingeschickt hat. Was er tun wird, weil er an dem Termin keine Zeit hat.

Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich eineinhalb Jahre durchhalte – hätte ich nur geschnaubt. Aber ich hab es irgendwie geschafft.

Nicht gut, aber eben – überlebt.

Das alles weiß ich, kann ich auch sehen – und trotzdem hader ich sehr damit, dass Skills nicht reichen und ich wieder deutlich mehr mit Skillsarbeit beschäftigt bin.

Mir war gar nicht mehr bewusst, wie anstrengend das ist. Es ist ja nicht so, dass mir nichts einfiele – aber diese permanente Forderung im Alltag – das ständige Kämpfen – ist mühsam und kräftezehrend.

Und dann steh ich da und frag mich ob sich das überhaupt lohnt.

Ich bin wieder an dem Punkt, dass ich das Gefühl habe, der Preis ist zu hoch. Wie damals vor 6 Jahren, als ich aus der  Horrorwohnung endlich rauskonnte.

Es zwar geschafft zu haben und es ging mir dann ja auch wirklich gut – aber gleichzeitig zu wissen: der Preis dafür war zu hoch, das mach ich definitiv nicht nochmal.

Und jetzt? Bin ich schon in diesem “nochmal” drin?

Ehrlichgesagt weiß ich das das nicht. Nur dass wieder der Preis zu hoch ist, wenn auch irgendwie auf einer anderen Ebene.

Weil halt immer noch die Hoffnung da ist, dass ich das benötigte Merkzeichen zugesprochen bekomme – und dann wieder anfangen kann an der Stabilität zu arbeiten. Wieder leben darf.

Tja und wenn nicht – es gibt keinen Plan B mehr. Klar könnte ich überlegen ob ich mir in 20 Jahren ein dreirädriges Mofa oder E-Bike kaufen könnte, damit wenigstens im Sommer die Möglichkeit besteht da hinzukommen.

Aber mal ehrlich – das ist utopisch. Zweirädrige gehen nicht, wegen meiner Knie (abruptes Stehenbleiben machen die schlicht nicht mit) und der Rest fängt dann bei ein paar Tausend Euro an. Spar ich mir natürlich mal locker zusammen. Abgesehen davon müsste ich erstmal klären ob ich überhaut fit genug bin für den Straßenverkehr.

Das ist genauso utopisch wie sich vorzustellen, die Zeit  für den Widerspruch und  einer neuen Entscheidung zu überbrücken.

Vor zwei Jahren war ich fit, sehr stabil und hatte ziemlich viele Ressourcen. Schon seit Monaten ist davon nichts mehr über.

Vielleicht ist das mit dem Stagepiano auch eine Art Aufbäumen und Vorbereiten – ein Hoffen, dass es mich noch einige Zeit länger aushalten lässt. Was zum “festhalten”, wenn doch der Boden so sehr schwankt und immer mehr wegbricht.

Eigentlich sollte mir es leichterfallen mir einzugestehen, dass da so viel “Investition” und Arbeit nötig ist. Dass ich überhaupt wieder an einem Punkt bin, wo das nötig ist. Aber es fällt mir zunehmend schwerer.

Da wollte ich nie wieder hin. Und ich will nicht hinschauen und noch weniger hinspüren, was durch diese eineinhalb Jahre wieder zerstört wurde, dass ich quasi wieder fast bei null anfangen muss und so viele Jahre – für nichts – waren.

Ja ich leben noch – nur das sehe ich nicht als Leistung an.

Warum darf ich nicht einfach leben? Es war doch schon schwer genug zu akzeptieren, dass ich diese Hilfe eben dafür brauche. Das dafür kämpfen müssen hat das wieder weggewischt. Es hat so viel kaputt gemacht – und es hat auch wieder diesen innersten Kern in Stücke zerbrochen.

Wieder ausgeliefert – und wieder in dem “steht mir nicht zu” gefangen. Nur dass das diesmal nicht Widersacher sind – sondern irgendwelche Behörden und Ämter.

Ein “nein” würde deutlich mehr zerstören in mir, als “nur” das nicht mehr allein leben können.

Und ein “ja” – würde die Zweifel nicht zum Schweigen bringen, dafür hat es jetzt einfach viel zu lange ein “nein” gegeben.

 

uff

Freitag, 22. August 2014 - 15:23 1 comment

Tage in denen die Zweifel zu gewinnen scheinen. Soll ich das wirklich, ist ja viel Geld – willst du das wirklich von deinem monatlichen Budget einsparen (auch wenns nur für 4 Monate erstmal ist), muss das wirklich sein, biste doch eh zu doof für und überhaupt – reicht dir Gitarre nicht mehr usw usf.

Sie hinterlassen mich müde – und zweifelnd. Wieder einmal. Da hilft auch nicht zu wissen, dass es nur Zweifel und Widersacher sind und mich mein Gefühl – so wie es da war – bisher nie getrogen hat.

Manchmal frag ich mich, ob einfach die Freude bei sowas nicht sein darf. Weil es Geld kostet, weil es nicht “überlebensnotwendig” ist und eben doch ein großes “mir was gönnen”.