wie es ist

Fehlende Zeiten sind fast wieder Alltag. Sie häufen sich wieder. Gar nicht gut. Ein Symbol der massiven Überforderung – vom Alltag, vom Leben, vom neu aufbauen müssen von Struktur und handhabbaren Alltag.

Es hilft da nicht wirklich viel zu wissen, dass es ja durchaus einen Grund für all die Hilfen von außen gibt. Dass die nicht aus Spaß da sind oder um es „bequemer“ zu machen, sondern dass sie notwendig sind, damit ein weiterhin alleine wohnen bleiben überhaupt möglich ist.

Was wenigstens im Kopf hilft: es gibt einen Betreuer, mit dem es auch klappen kann, es gibt Hilfe – aber es muss halt grad neu Struktur und Sicherheit aufgebaut werden. Das braucht Zeit. Auch da weiß ich, dass das nicht von heute auf morgen geht, sondern in der Regel eher so ein Vierteljahr braucht.

Es ist sicher hilfreich zu wissen, dass es da ist und „nur“ die Zeit braucht, dass es um ein Druchhalten geht, bis es greift. Das macht das Durchhalten einfacher. Weil es absehbar ist.

Aber in dem Moment, in dem alles nur noch zu viel ist – hilft das nicht wirklich.

Dieses Funktionieren müssen – um jeden Preis. Alltag schaffen – um jeden Preis.

Der Preis ist, dass das Innen und Außen immer weiter auseinander klafft.

Nach außen funktioniere ich, bin fröhlich, gut drauf, erledige alles, kümmere mich um alles und wenn grad nichts zu tun, regeln und machen ist – lenke ich mich ab.

Wie aufgezogen – unter Spannung. Immer auf dem Sprung.

Innen – das beschreibt vielleicht tatsächlich das Bild, das immer wieder auftaucht: wie ich da letzte Woche im Flur saß, leerer Blick, vor und zurück schaukelnd. Hoffnungslos überfordert.

Das mischt sich mit dem Bild des kleinen Mädchens von damals, dass kauernd in der Ecke saß, eine Mischung aus Verzweiflung und Einsamkeit.

Ein Innen, das nicht sein darf, das keinen Raum hat, immer weiter weggeschoben wird, weil es schlicht nicht aushaltbar ist und droht den innersten Kern – wieder einmal – in zig tauschen Splitter zu zerbrechen. Ich weiß nicht, wie oft das noch möglich ist, noch möglich ist, danach wenigstens so viel zusammen zu setzen, dass noch was von mir über ist.  Jetzt schon so viele Löcher, zu viel zerstört.

Ein Außen, dass hilft das Innen wegzuschieben – um es vor dem Zersplittern zu schützen, zu überleben.

Es ist ein Überlebensmechanismus, der automatisch greift, wenn die Überforderung  über so lange Zeit so überhand nimmt und um den ich froh bin. Dankbar dafür.

Er macht Überleben möglich und sorgt dafür, dass es – zumindest meistens – aushaltbar bleibt. Und wenn es das nicht mehr ist – müssen halt auch Medis nachhelfen.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Thera heute

Worst Case. Er hatte die mails vergessen. Normalerweise schreib ich direkt nach dem Termin eine mail und dann am Tag vor dem nächste nncohmal kurz wie der aktuelle Stand ist und was ich im Termin gerne machen würde.

Diesmal ging es auch darum ein paar Dinge zu klären. Ich hab ja grad das Gefühl die Spielregeln hätten sich verändert und ich kenn die neuen nicht.

Aber entscheiden was wir machen könnten, kann ich nur, wenn ich die Bedingungen kenne, weiß was geht und was ok ist und was nicht.

Da ich aktuell sowieso im Krisenmodus bin, sind die mails noch wichtiger. Denn ich kriege diese Dinge nicht gesagt.

Meistens ist es eher blöd, diesmal war es für mich so, dass mich das völlig aushebelte.

Das ist ja kein böser Wille oder so – er hat sie einfach zu Hause liegen gelassen. Normalerweise liest er sie ja am Beginn des Termins.

Als dann klar war, dass er sie nicht mithat, kippte es – ich kämpfte gegen Tränen, mir war klar, dass ich das alle süberhaupt nicht gesagt bekomme, es gleichzeitig aber wichtig ist, dass er es weiss und wir auch nicht alles geklärt kriegen – denn dazu müsste ich ihm ja zumindest mitteilen was zu klären ist.

Wenn ich im Termin nicht reden kann, hilft oft schreiben. Diesmal klappte das aber auch nicht.

Es gibt ja einen Grund, warum ich die mails schreibe.

Im Endeffekt ging nichts mehr, ich konnte nicht mehr reagieren, war innerlich nur am kämpfen, nicht völlig durchzudrehen, bekam gar nichts mehr in den Griff und schaffte es zwar irgendwann ihm zu schreiben, dass das Gefühlschaos weniger damit zu tun hat, dass er die mails vergessen hat, sondern dass in diesen der Grund für dieses Gefühlschaos steht und um damit irgendwie umzugehen in der Thera, es gut wäre, wenn er das wüsste.

Dass ich die Gefühle und mich nicht mehr in den Griff bekam tat dann sein übriges um in der Spirale noch weiter nach unten zu rutschen.

Im Endeffekt brach er nach einer Stunde den Termin ab. Weil von mir gar nichts mehr kam und ich eigenltich nur noch immer kleiner und in mir versunkener wurde.

Er sagte dann noch einen Satz, der mich bis ins Innerste traf und den ich hier grad icht wiedergeben möchte. Wenn er das wirklich so sieht, dann haben wir ein großes Problem.

Relativ am Anfang des Termins ging es darum, wie wir jetzt damit umgehen. Für mich war klar, hätte er nächste Woche nicht Urlaub, würde ich den Termin gern beenden und nächste Woche neu starten – mit mails.

Ich ging aber auch davon aus, dass er zwei Wochen in Urlaub ist.

Erst sehr viel später erfuhr ich, dass er nur eine Woche weg ist. Dabei war weniger der Urlaub das Problem, als dass ich wusste, ich hab noch mehr  Zeit in der Ungewissheit.

War heute einfach völlig verkorkst.

Da ich auch nach dem Termin über eine halbe Stunde brauchte um wieder einigermaßen „funktionsfähig“ zu werden, bin ich jetzt völlig fertig. Vor allem: mir  fehlt wieder Zeit – wie ich da raus und nach Hause kam – weiß ich nicht.

Dank Medis emotional wieder etwas beruhigter, aber völlig ausgelaugt.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therakrise, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Start in die Woche

Späten Vormittag hatte ich einen Termin, den ich dann gleich nutzte, um meine liegengelassene Powerbank wieder einzusammeln.

Dann ging es wieder heim, aber zum Kochen blieb keine Zeit, also nur schnell was gegessen und das geplante Gericht gibt es dann halt abends.

Betreuungstermin – ich finds immer noch sehr schwierig. Im Moment sind wir ja auf die 2 Stunden festgelegt, da müssen wir dann ab dritter Oktoberwoche auch schauen, dass etwas mehr Flexibilität reinkommt – vor allem bei den Wohnungsterminen. Ist aber nur eine Absprache-Sache.

Im Moment klapp ich nach den Terminen ja noch zusammen, da bin ich dann ganz froh, wenn es nicht so lange geht.

Das Geburtstagsgeschenk für den Junior ist auch angekommen und wurde soweit vorbereitet/bearbeitet, dass es jetzt nur noch eingepackt werden muss. Ist ja diese Woche schon so weit. War am Wochenende ja eh wieder überrascht, weil er seit dem letzten Mal schon wieder ein Stück gewachsen ist – jetzt hat er mich bald eingeholt.

Psychisch ist es deutlich besser, noch weit weg von gut, aber wieder aushaltbar. Morgen wird es noch mal schwierig – zum einen gibt es in der Thera einiges zu klären, zum anderen geht es – vielleicht – dann doch auch um letzte Woche und das wird dann – emotional.

Da er aber ab nächster Woche in Urlaub ist (was ich auch erst seit heute weiß, ich dachte erst die Woche drauf ist er weg), ist das sowieso unklar wie das morgen so wird.

Gleich mach ich mir nun diese Gyros-Reis-Pfanne, die es eigentlich mittags geben hätte sollen (Fertiggericht von Rewe – bin gespannt) und danach geht es ins Bett. Es tut gut abends wieder früher Computer-/Fernsehfrei zu machen und dafür länger zu lesen. Heute helfe ich aber auch nochmal mit Medis nach, da die letzten Nächte jetzt nicht so prickelnd waren und emotional UND übermüdet klappt selten. Außerdem brauch ich dringend etwas Schlaf.

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

Sonntag

Die Nächte sind aktuell ja eher unruhig, noch im Rahmen, aber halt auch nicht grad ideal oder super erholsam. Häufiges wachwerden, Wachphasen und Co.

Entsprechend müde bin ich dann morgens.

Heute also kurz nach sieben dann aufgestanden, weil so gar keinen Bock auf Brot/Toast, gab es dann zwei Äpfel und eine halbe Banane und später noch karamellisierte Nüsse.

Vormittags hab ich nach einigem dies und das endlich mal meinen Strickkorb gemacht. Da hatte sich ein Wollknäuel gelöst und irgendwie alle anderen zu einem Wust verstrubbelt. Also ging es darum heute die Wolle zu entwirren, zu schauen bei welchen Strickobjekten (oder eher Sets) noch was fehlt, festgestelllt, dass bei einem Handstulpen ein Riesenloch drin ist, das ich nicht geflickt kriege und dann die Stricknadeln mal sortiert.

Zwischendrin hat MissMutig angerufen und sie und der Junior haben mich spontan wenige Minuten später eingesammelt.

Wir waren eine Weile unterwegs und ich war danach sehr satt wieder daheim.

Dann hab ich mich wieder dem Strickkorb gewidmet und vor allem für die Stricknadeln was konzipiert.

Die Nadelspiele sind nun mit einer Papierbanderole aus  Papierklebeband so verbunden und beschriftet, dass das immer wieder verwendet werden kann. Die Rundstricknadeln kamen in kleine Papptaschen, die ich aus Fotokarton gebastelt hatte. Nicht schick, aber funktionell.

Gleich gibt es noch die restliche Möhrensuppe und dann geht es lesend ins Bett.  Heute ausnahmsweise ohne „muss noch so und so viel Flüssigkeit in mich rein“, da ich die Mindestmenge tatsächlich tagsüber getrunken! habe. Es wird also langsam wieder.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

samstags-dies-und-das

Die Nacht war – eigen. Von kurz nach zehn bis eins hab ich geschlafen, dann war Schicht. In der Hoffnung, dass ich später noch etwas Schlaf kriege, bin ich aufgestanden, hab das ein oder andere erledigt, gegen drei und fünf nochmal probiert, wobei um fünf blieb ich auch liegen, las noch etwas und gegen halb sieben schlief ich dann nochmal bis kurz vor zehn.

Soweit alles im Rahmen, heut stand nicht so viel auf dem Program, Ruhe geplant – soweit alles ok.

Mit MissMutig wollten wir heute dann nochmal kurz treffen, eventuell ein Eis essen usw. Gegen Mittag hat sie mich dann abgeholt, wir haben Obst gepflückt (gibt ja genug wilde Bäume, die auch zum Pflücken frei gegeben sind), fuhren dann zu ihr und es war einfach nur schön zu sehen, dass der neue Hund in ihrer Wohnung ein ganz anderer Hund ist – da ist er schon zu Hause.

Dann gab es noch ein Eis und gegen vier oder so war ich glaub ich wieder zu Hause.

Später dann noch was zu Essen gemacht, die Nägel ab- und sogar schon neu lackiert und gleich geht es lesend Richtung Bett.

Morgen steht noch nicht so viel fest. Sollte MissMutig eh im Nachbarort zum Flohmarkt fahren, wird sie mich vorher einsammeln und wir gehen eine Runde, ansonsten geht es vielleicht am späten Nachmittag nochmal kurz los – so wirklich weiß ich es noch nicht und lass es morgen auf mich zukommen.

Es ist deutlich besser. Vielleicht weil ich weiter weg von mir bin, vielleicht greifen die Mittel – ist mir ehrlichgesagt aber auch grad egal, Hauptsache es geht wieder besser und lässt sich recht gut wieder aushalten.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Freitag

Gestern war ein sehr voller Tag. Morgens erst um kurz nach acht wach geworden, eine Nachricht gelesen, ob wir den Termin nicht doch spontan auf halb neun/viertel vor neun vorziehen können, erst geklärt, ob das noch gilt (Nachricht war vom Vorabend), nach einem Ja mit Fahrer geklärt, ob er mich gleich abholen kann (auch ja) und dann im Turbomodus fertig gemacht und losgefahren (20 nach acht stieg ich dann ein).

Dann sogar geschafft ein Treffen zu vereinbaren für einen Pokemon-Tausch, die reparierten Schuhe abgeholt, dann noch schnell eine Radrunde und Angsttraining (großer Raid mit 10 anderen Menschen – hui, war so spontan, dass ich da nur mit dem Rad noch rechtzeitig hinkam und daher hab ich diese dann auch noch gemacht und festgestellt – ich fahr immer noch gerne Rad), da kaum noch Luft in den Reifen zu einem Radladen gefahren um aufzupumpen (zusammen mit Studenten und dem Ergebnis, dass ich dann doch im Laden gefragt hab, weil ich das nicht hinbekommen hab – jetzt weiß ich, dass es durchaus zischen darf), festgestellt, dass ich meine Powerbank nicht mit hab, mitten im Telefonat mit dem Fahrer nach dem „kannst du mich jetzt hier abholen“ Akku alle.

Also versucht die Sim-Karte ohne Nadel aus dem Handy zu kriegen um sie in ein anderes zu legen  (weil Nummern kenn ich ja keine mehr leider), nach etwa 5 Minuten nochmal angerufen, ob das jetzt klappt (er war unterwegs), Anruf vom Stammfahrer bekommen, dass die Straße zu mir gesperrt ist – also stadteinwärts – ich also nach Hause komme, der Fahrer aber nicht mehr zurück.

Entschieden dass wir schauen ob das so stimmt (weil wir noch Stadtbusgebiet und da wird sowas normalerweise angekündigt und ich konnte mir nicht vorstellen, dass die unseren Ort nur über über 20 Kilometer mehr Umweg als Verbindung lassen) und wenn das so sein sollte, wir umdrehen und dann die Zeit bis zu nächsten Termin halt in der Stadt bleibe, festgestellt, dass es sehr wohl geht, aber wohl die nächsten Wochen alles etwas länger dauern wird (und wirklich sehr unübersichtlich war – so sehr, dass es zwei Stunden später, als dann alles auch ausgeschildert und mit Bodenmarkierungen versehen war, die Polizei dennoch eingreifen musste, weil stadtauswärts die Leute nicht einsehen wollten, dass sie halt nur noch eine Spur haben, da die zweite für den Gegenverkehr ist. So stur, dass die dennoch die zweite nutzten und auch nicht bei Gegenverkehr auf die erste zogen, sondern einfach auf der zweiten dann stehenblieben und dann noch mit der Polizei diskutierten.

Sehr sehr viel Kopfschütteln von vielen Seiten.

Zuhause erstmal Handy an Steckdose, ich hatte noch eineinhalb Stunden, erstmal gegessen (achja ich weiß jetzt dass das morgendliche kotzübel tatsächlich Unterzucker ist und mit Traubenzucker besser lösbar als mit Banane irgendwie reinzwingen), getrunken, eine mail geschickt und nach neuer Powerbank gesucht, nachdem ich auch zu Hause alles auf den Kopf gestellt hatte.

Dann ging es schon wieder los zu K. Das war heute recht entspannt. Danach ging es weiter – wieder in die Stadt – dort einen Telefontermin erledigt (für dafür nach Hause fahren fehlten mir die Mitfahrmöglichkeiten), mich mit MissMutig getroffen und  diese Stunden waren die ersten in dieser Woche, in denen es mir wirklich gut ging.

Der vierbeinige Familienzuwachs von MissMutig ist einfach nur Zucker und auch wenn es noch ein Angstbündel ist (aus sehr schlechter Haltung geretteter junger Hund), ist das einfach ein toller Hund und ich bin sicher, dass MissMutig den auch gut hinbekommt. Sie ist wirklich eine ganz Süße.

Auf dem Nachhauseweg noch einen kleinen Umweg gemacht, damit ändert sich auch mein Geburtstagsgeschenk für den Junior (und das gerne!) und festgestellt, dass Domios die Bruschetta-Pizza nicht mehr anbietet. Die einzige Pizza, die ich wirklich mochte und mir ab und an gegönnt hab (also von Pizzalieferdiensten), er hat mir dann zwar was ähnliches gebastelt, aber es ist halt nicht das selbe.

Zu Hause war ich dann gegen acht glaub ich.

Erstmal Bonsai-Tiger bespielen und versorgen und im Prinzip dann nur noch essen, noch etwas lesen und Bett.

Heute etwas ruhiger – vormittags frei (was gut ist, weil ich zwar von 10 bis 1 schlafen konnte, aber seitdem wach bin und hoffentlich doch noch die ein oder andere Stunde Schlaf bekomme), nachmittags irgendwann wird sich MissMutig melden und mich einsammeln – vielleicht kleine Hunderunde und sonst auf jeden Fall ein Eis oder so.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

dies und das

Es wird langsam besser. Auch wenn besser bedeutet, wieder weiter weg von mir zu sein. Trotzem: besser ist besser. Immerhin kann ich auch die Bedarfsmedikation wieder etwas runter fahren.

*****

Heute der nächste Betreuungstermin, es wird langsam. Die Schwierigkeiten liegen komplett bei mir – und ich vermute, dass das aktuell auch tatsächlich eher am Krisenmodus liegt denn an der neuen Konstellation.

Wenn eh schon alles arg grenzwertig ist ein neu einlassen natürlich auch schwierig – dafür statt dessen sehr überkompensieren und ins „überdreht-funktionieren“ kippend.

Was aber nicht an ihm liegt.

******

Gleich mach ich mir noch ein Süppchen, damit ich die Möhren vom Balkon verwerten kann (die ich aber erst ernten muss).

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Mittwoch

Der Betreuungstermin war schwierig – was aber schlicht daran lag, dass halt jemand für mich noch fremdes in der Wohnung ist.

Immerhin hab ich es hinbekommen.

Morgen nur kurz Wohnung (eher ein wo ist was, wo gehört was hin usw) und dann werden wir einen Einkauf versuchen.

Ansonsten immer noch im Ausnahmezustand, Ausschöpfen der Notfallmedis und der Versuch sich möglichst abzulenken.

Da hilft jetzt auch nichts – geht halt darum die Zeit jetzt auch durchzustehen, bis es wieder aufwärts geht.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar

Thera heute

Ein Sch….Termin. Weil ich mal wieder das mit der Kommunikation nicht hinbekomme.

Das Gefühl hab die Spielregeln haben sich verändert und ich weiß und kenne die neuen nicht. Total verunsichert.

Dabei natürlich vor mir weglaufend, damit ich mir nicht eingestehen muss wie sch… es mir grad geht.

Wie sehr der Betreuerwechsel reinhaut und mit sämtliche Struktur, Boden und Sicherheit unter den Füßen weggerissen hat.

So verzweifelt versucht auf Kopf- und Verstandesebene zu bleiben, weil auf der Gefühlsebene alles nur massiv zuviel und überfordert, es einfach nur unaushaltbar ist. Das Gefühl daran zu zerbrechen.
Also lieber gar nicht hinschauen, nicht hinfühlen, hoffen, dass sich das von selbst regelt.

Doof das das aber nicht klappt – welch ein Wunder.

Aber zusammenklappen, durchdrehen und Co – kann ich mir grad nicht leisten. Zu viel zu tun, zu regeln und machen. Unter anderem eben neuer Boden unter die Füße bauen.

Oder überleben.

Bis zum Wochenende klappt das ganz gut – diese Trennung. Das Abspalten der Gefühle, so völlig. Gibts nicht, ist nicht. Dann fing das an zu kippeln. War zu erwarten, hatte aber gehofft, dass bis dahin wenigstens ein bisschen Sicherheit, Struktur oder Boden unter den Füßen wieder da ist.

Tja – ist es nicht.

Nach der Thera in der Stadt fast zusammengeklappt. Tränen in den Augen, nur noch Rauschen in den Ohren, nicht mehr wirklich sehen können.

Und es nicht in den Griff bekommen. Also massiv überfordern, Innenstadt, Bank, Rewe – und hoffen, dass irgendwann das Dissoziieren so greift, dass ich nach Hause komme, es schaffe den Taxifahrer anzurufen, damit er mich abholt.

Zu Hause dann zusammenklappen, mich vor und zurückschaukelnd, mit Tränen in den Augen auf dem Boden wiederfinden – auf dem ich definitiv schon länger saß.

Notfallmedis genommen, die Blisterverpackung liegt noch neben mir.

Nein es geht mir nicht gut. Gar nicht.

Aber dafür hab ich grad keine Zeit und keinen Ort. The Show must go on. Jemand anderer kann das für mich nicht machen.

Morgen der erste Wohnungstermin mit neuem Betreuer – und mir ist kotzübel wenn ich dran denke. Nicht weil er so ist – sondern wegen mir, weil mich das grad so überfordert und ich doch weiß, da hab ich grad keine Wahl.

Gedanken an selbtverletzendes Verhalten – so das „schnelle“ – Schneiden, Verbrennen, Verbrühen, das direk spürbare – in der Hoffnung, dass der Schmerz den inneren Schmerz überdeckt. Gedanken an den finalen Ausweg. Nicht weil ich sterben oder nicht mehr leben will, sondern schlicht das jetzt grad nicht aushalten kann.

Alle Zeichen der massiven Überforderung.

Da bleibt nur Flucht nach vorn, Ablenken, Funktionieren, lächeln und alles ist gut – weniger um davon andere zu überzeugen, sondern um mir selbst was vorzumachen. Damit ich überhaupt weitermachen kann grad.

Wäre nur schön gewesen, ich hätte das so in der Thera kommunizieren können.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therakrise, Therapie | Hinterlasse einen Kommentar

nur kurz

Erster Termin mit neuem Betreuer und ich hab ihn vor lauter Nervosität die Ohren blutig gesabbelt.

Immerhin konnten wir Rezepte und Medis einsammeln, er war kurz in der Wohnung, ich hab das überlebt und Mittwoch machen wir dann erstes Mal Wohnung.

Nervös bin ich immer noch.

*****

Treffen mit K., dem es heute etwas besser ging. Eine Woche noch.

*****

Gleich Abschiedsessen mit dem alten Betreuer, etwas eher als geplant, was die Restaurantauswahl etwas einschränkt, aber tortzdem sind noch mehr als genug über. Auch hier – ich bin nervös irgendwie. Ich werde ihn wirklich sehr vermissen.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Hinterlasse einen Kommentar