Tag 5 – Endlich Wochenende!

Gestern war ja dann schon etwas mehr Ruhe drin und ganz ehrlich – ich freute mich riesig auf das Wochenende.

Heute war außer morgens Medis abholen, Essen im Speisesaal und um 9 Termin bei der Pflege – nichts. Und ich genoss das sehr.

Pflegetermin ist quasi ein dort melden und mit denen reden. Nur dass ich schlicht nicht weiß, was ich da groß reden soll. Also bin ich meist nach 2 Minuten wieder draußen. Im Prinzip soll das die Scheu abbauen, damit ich mir leichter tu, mich dort zu melden. Allerdings hab ich kein Problem damit mich zu melden wenn etwas ist. Aber ich hab jetzt auch kein Problem mit diesem Termin. Von daher alles gut.

Ruhe hatte ich dann wirklich genug – und ich merke auch jetzt schon, dass das für den Körper auch grade sehr wichtig ist. Ohne Termine – nur mit Essen und Medis holen sind es knapp 3000 Schritte. Die sind auch kein Problem.

Ich war heute auch kurz spazieren – nicht weit und sehr gemütlich. Einfach nur mal raus. Da hatte ich den Schrittzähler allerdings am Ladegerät – daher wurden die nicht mitgezählt. Find ich auch gut, so weiß ich was eben mit absolutem Minimum so zusammenkommt.

Neben dem zur Ruhe kommen merke ich auch, dass ich mich mir wieder annäher – was zwar einerseits gut ist (und auch Ziel), aber manchmal auch nicht so angenehm. Es stehen in den nächten Tagen Termine an, die mich auch traurig machen.

Dann kam heute noch ein Päckchen von MissMutig – ich weiß ehrlich nicht was ich ohne sie machen würde. Sie hat mir auch die Rezepte geschickt. Jetzt fehlt nur noch eins – die anderen sind da – und ich hoffe das das fehlende dann am Dienstag eintrudelt, damit ich alle zusammen einlösen kann.

Heute hatte ich einen Alptraum von der Visite. Ich träumte, dass in der Visite entschieden wurde, dass die Schmerzmittel jetzt abgesetzt werden – wohlwissend dass ich da ja eh nichts sagen kann und mich damit auch nicht groß wehren.  Der Traum hat mich heute den ganzen Tag nicht wirklich losgelassen. Dabei ist das ja jetzt nicht wirklich realistisch und vor allem gibt es ja danach durchaus Möglichkeiten mich zu wehren.

Irgendwie ist das hier sein grad eigenartig, zwischendrin so „normal“ als wäre ich schon Wochen hier und dann wieder so völlig fremd. Wobei das „normal“ immer nur dann ist, wenn ich eben alleine bin und kein Termin wartet – und das andere, sobald ich mich quasi aus dem Zimmer begeben muss.  Ich schätze, ich brauch da einfach noch ein bisschen Zeit.

Insgesamt bin ich einfach wieder fitter. Nicht schon mittags völlig alle und nur noch aufs Schlafen gehen fixiert. Kann auch abends noch was lesen oder machen. Auch die Schmerzen werden langsam weniger (Ruhe halt, was nicht bedeutet keine Bewegung, sondern gemäßigte und achtsame Bewegung).

Die Nächte sind – im Rahmen – sag ich mal, dürfen gerne besser werden, keine Frage, aber es hält sich noch im Rahmen.

Mit den Mitpatienten hab ich so gut wie keinen Kontakt. Außer mal die eine oder andere grüßen (zumindest grüßend nicken) läuft nichts. Was hauptsächlich daran liegt, dass für mich Kontakt im Speisesaal nicht geht und außerhalb ist es gar nicht so einfach hier. Das ist vielfach doch an Gruppen gebunden.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Kontakt jetzt auch nicht suche – das hab ich in Kliniken meistens nicht gemacht. Der eine oder andere hat sich meist ergeben, aber es war immer eher wenig. Da ist meine Gruppenunfähigkeit leider doch sehr im Weg, aber auch, dass ich halt wirklich auch viel Ruhe und Auszeiten brauche.

Körperlich merke ich, dass mir die Hängematte fehlt – das lange Sitzen (ich wechsel ständig zwischen Stuhl, Hocker und sehr, sehr weichem Bett) mag der Rücken nicht so – aber das ist halt auch einfach eine Umstellungssache.  Sie fehlt aber auch durch das leichte Schaukeln und das „eingehüllt“ sein.

Im Prinzip ist heute das passiert, womit ich gerechnet und worauf ich auch gehofft habe: endlich etwas zur Ruhe kommen, vor allem auch körperlich – und auch etwas näher an mich ran rücken – nicht das permanente nach außen funktionieren (das war ja in den letzten Tage auch da wenn ich alleine war).

Dabei war mir durchaus klar, dass ein näher bei mir eben auch ein näher und spürbarer an Gefühlen dran sein bedeutet. Aktuell klappt das aber mit Ablenken soweit ganz gut.

Jetzt werde ich noch einen Film zu Ende sehen und dann schauen was ich mit dem Abend mache.

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Tag 4

Heute hatte ich zum ersten Mal auch Ruhe. Ich meine damit nicht mal keinen Termin für ne Weile, sondern auch nichts zu organisieren, auszufüllen, klären oder sonst was.

Bisher war es ja eher so, dass ich zwar mal für ne Stunde aufs Zimmer kam, hier aber Fragebögen, Hausaufgaben und Sonstiges lagen, dass halt erledigt werden möchte. Und ja eine Hausaufgabe liegt immer noch hier und ich weiß jetzt schon, dass die Therapeutin sich das wohl anders vorgestellt hat – aber für meine Zeichenkünste reichen nicht aus.

Es sollte nämlich ein Lebensfluss sein – mit allen Ereignissen, die halt förderlich oder hinderlich waren (jetzt mal einfach ausgedrückt).

Soweit so gut – die Liste mit Jahreszahlen bekam ich noch gut hin, theoretisch auch eine Vorstellung wie der Fluss aussehen soll – aber über blieb irgendwie nur die Verzweigung. Im Kopf ist das Bild mit vielen vielen Steinen die eben im Weg liegen, aber ein Bach schafft das ja auch – und sucht sich da seinen Weg, wird mal enger, weiter, flacher, tiefer usw. Aber ich krieg das nicht umgesetzt zu Zeichnen – und so ist das eben nur mehrere verzweigte „Bahnen“, die sich auch mal wieder treffen – aber es hat gar nichts von Fluss oder so.

Ist dann halt so – ich werde das Wochenende versuchen, ob ich die aktuell ja eher gleichbleibenden Bahnen noch etwas „angepasst“ kriege. Ansonsten halt nicht.

Aber ich merke vor allem, dass es diese Ruhe war, die fehlte – das einfach mal nichts tun müssen, nichts regeln, klären oder suchen (außer dem Tante-Emma-Laden gibts hier nichts für mich erreichbares und so musste dann doch einiges bestellt werden. Wer denkt auch dass ein LAN-Kabel oder HDMI-Kabel nötig ist, oder Seife, destilliertes Wasser und Inkontinenzeinlagen schlicht nicht zu kriegen sind (fürs Wasser zahl ich ja auch in der Apotheke, die Einlagen würden da leider so ziemlich mein ganzes Budget aufbrauchen, daher doch lieber bestellen). Mittlerweile hab ich alles Nötige, muss nicht mehr mit Shampoo Hände waschen, Internet geht auch dank LAN-Kabel, Getränke, Äpfel und Bananen sind gekauft.

Und was ganz Tolles: der Laden hat echt nur das allernötigste – aber er hat Pfefferminzeis! Sucht man sonst in so Läden ja vergeblich. Ok – die Preise sind dann doch auch so als würde mal zwei Kugeln kaufen, aber hey – Pfefferminzeis! Das wird definitiv eine der Belohnungen für  besondere Leistungen.

Im Großen und Ganzen ist es ok. Heute war der Termin beim „Leiter“. Davon gibt es zwei und ich bin eigentlich der anderen zugeteilt, die ist aber heute nicht da, also war  Begrüßung/Erste Visite eben beim anderen. Schiss hatte ich da deshalb sehr, weil ich ihn von einer anderen Klinik kenne und da klappte es zwischen uns gar nicht – das war eine der großen negativen Erfahrungen damals. Allerdings war mir auch klar: andere Klinik, anderer Ansatz, ich mit anderem Namen – er wird mich also nicht erkennen und so können wir neu starten. Trotzdem – Angst war da.

War dann aber ganz ok – zumal eben diese erste Visite auch alleine ist. Sonst sind Visiten alle 14 Tage mit vielen Leuten – da muss ich noch klären wie wir das machen. Wenn sie Antworten wollen, braucht das klar ein anderes Setting – mal sehen.

Dieses einfach mal 2 Stunden Zeit haben, ließ auch erstmals ein „so langsam kann ich ankommen“ aufkommen. Nicht nur hier in der Klinik, sondern auch bei mir. Mal durchatmen.

Heute hab ich außer Abendessen nur noch zwei Termine in der Pflege – einmal geht es darum, dass sie mir deren Notfallkoffer vorstellen (da könnte man sich dann auch Sachen mal holen  bei Bedarf) und abends dann noch mal Pflegekontakt, da kann ich mir immer noch nichts drunter vorstellen, aber dafür ist der dann die nächste drei Tage auch um neun am Vormittag und nicht abends um acht – das ist mir einfach zu spät.

Ansonsten werden abends manchmal Gruppen angeboten: Medidation, Qi Gong, Kunsttherapie, Singen usw, zwischen 17 und 19 Uhr ist aber auch der Ergoraum offen – so dass man den nutzen kann, wenn man möchte – und sollte man was machen wollen, was sonst eingeschlossen ist, reicht ein Zettel hingelegt und es liegt für einen beim nächsten Mal bereit. Am Wochenende ist der Raum wohl ganztags offen und nutzbar.

Ehrlichgesagt freu ich mich aufs Wochenende – weil dann halt wirklich außer dem Pflegetermin nur Ruhe ist. Dann komm ich auch mal zum Stricken, Lesen oder sonst irgendwas von den zig Sachen, die ich mir als  Beschäftigung mitgenommen habe.

Nächste Woche hab ich – vermutlich wegen dem Feiertag Montag auch nur zwei Theratermine, einmal Ergo (Gruppe – ist eher ein Versuch), eine Einführung Körpertherapie und ich glaub noch eine in – weiß ich grad nicht – und halt täglich Pflegetermin – also deutlich überschaubarer und ich glaub das ist für mich auch gut so – auch wenn ich den dritten Theratermin schon gern gehabt hätte.

Seit ich den Wandplatz im Speisesaal habe, geht auch das deutlich besser.

Was bisher zumindest so war ist klar, dass hier alles auf Trauma ausgerichtet ist – für mich merk ich das am deutlichsten, dass ich eben nicht irgendwie angesprochen werde, wenn ich im Speisesaal mit Kopfhörern sitze (oder in der Ergo) und dass es weitestgehend kein Problem ist wenn ich sage, dass Sprechen halt nur im 1-zu-1 Kontakt wirklich geht (jetzt Small-Talk und Co mal ausgenommen).  Natürlich wird irgendwie auf Gruppen hingearbeitet – aber es verlangt auch keiner mehr, als es eben zu versuchen – was für mich dann auch ok ist.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass so viel vor Ort nicht zu kriegen ist. Andererseits hätte ich eh nicht alles auch mitbringen können. Für die meisten Sachen hab ich da jetzt Lösungen gefunden (Internet sei Dank kann man ja wirklich das Meiste auch liefern lassen). Genauso hab ich nicht mit gerechnet, dass vieles halt „verboten“ ist – so darf Handy nur im Zimmer oder außerhalb der Klinik genutzt werden – was im Prinzip kein Problem ist, wäre es nicht mein mp3-Player.

Aber ehrlichgesagt hält sich eh keiner dran und so hab ich halt Klingeltöne aus (und vergesse abends regelmäßig sie wieder anzumachen – für eventuelle oder ausgemachte Anrufe). Noch keine Lösung hab ich für Alarme – also rechtzeitig erinnern lassen für Termine. Da kann ein vergessen wieder auf laut zu schalten problematisch werden und da muss ich noch sehen wie ich das vielleicht geregelt kriege.

Überlege da aktuell, ob ich mir die Uhr nicht einfach nochmal kaufe (Uhrband hab ich dann ja jetzt in ausreichender Länge hier) – sie hat zwei Alarme, die dann hier auch reichen würden – einfach immer für die nächsten zwei Termine eingestellt. Mal sehen.

Bisher kann ich nichts Schlechtes über die Klinik sagen. Ich bin ganz optimistisch, dass ich das hier für mich gut nutzen kann.

 

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Tag 3

Die Umstände hier schaffen mich. Körperlich völlig am Ende, weil halt viel zu viel statt mehr Ruhe (mir fällt auch erst immer Mitte der Treppe auf, dass ich ja eigentlich den Lift nehmen sollte, weil Knie usw), die vielen Leute schaffen mich auch.

Heut Mittag sollte ich einen Wandplatz im Speisesaal kriegen – wurde mir auch zugeteilt, plötzlich von allen am Tisch Theater, weil jemand anderer sich morgens wohl für den Platz gemeldet hatte.

Tja – ich schon am Dienstag. Also versucht das zu klären, ging nicht gleich und so eskalierte es für mich erstmal wieder. Ich floh irgendwann ins Zimmer, merkte, dass ich nicht ganz runterkomme, weil ich ja immer noch nicht weiß, was jetzt mit dem Platz ist. Also wieder runter in den Speisesaal um das mit dem Küchenpersonal zu klären – es bleibt mein Platz (was mich unglaublich erleichterte, der Gedanke, dass ich wieder die Leute im Rücken hab, hab mich echt verzweifeln lassen). Und wegen Dissoziation eine Verhaltensanalyse abgegeben (wobei ich ja die Auslöser da meist benennen kann).

Vormittags war der erste Theratermin – da geht es ja immer noch viel um Formales und Kennenlernen – das mit den Gruppen bleibt weiter Thema, ich hab jetzt gesagt, dass ich Ergo probiere – aber dann ist für mich auch Schluss mit Gruppen.

Nachmittags war dann eine Einführungsveranstaltung für Ergo – das sollte ich ja probieren – die Einführungsveranstaltungen. Nach dem Fiasko gestern, bat ich die Ergotherapeutin vorher kurz um ein Gespräch, klärte, ob wir was sagen müssen (ja – vorstellen, Name und Station) und dass ich das eben nicht kann in der Gruppe – was dann dort auch ok war. Von daher viel Panik, aber da geblieben.

Lustigerweise bieten  die Buch binden an – mal schauen.

Dann soll ich tägliche Termine beim Pflegepersonal kriegen. Heute um 20 Uhr den ersten, was mich schon nervte, weil halt spät – wurde dann auch fast halb neun, weil die vergessen hatten den Zettel „Bitte nicht stören – Dienstübergabe“ abzunehmen. Da hier aber gilt, dass ein „Bitte nicht stören“-Schild auch genau das heißt – nicht stören, nicht klopfen usw – saß ich da und war ziemlich genervt.

Im Endeffekt wussten die erst nichts von, dass ich da Auflaufen sollte, dann fand sich ein Vermerk, dass ich nur Termine ausmachen sollte – ähm – und das geht nicht wenn ich tagsüber mal da bin, sondern es braucht dafür nen eigenen Termin?

Wie auch immer – morgen nochmal 20 Uhr und am WE um 9 Uhr. Was ich da machen soll, weiß ich noch nicht.

Im Moment überwiegt die Überforderung – sowohl körperlich als auch psychisch. Eigentlich bin ich permanent überm Limit – und interessanterweise grade dann nicht, wenn das von hier erwartet würde – zum Beispiel beim stichwortartigen Aufschreiben der Lebensgeschichte oder Fragebögen beantworten, inkl. eben der Traumasachen.

Da weiß ich, ich hab jetzt erstmal Ruhe, ich bin hier im Zimmer, und brauch mich nur um mich kümmern und nicht um sonst jemanden.

Mir ist schon klar, dass das einfach einige Zeit braucht – das ständig mit Menschen zusammen zu treffen einfach unglaublich anstrengend ist und es hier halt wenig Ruhemöglichkeit gibt, weil der nächste Termin schon steht und man zwischendrin die Fragebögen oder „Hausaufgaben“ macht.

Ich kam bisher weder zum Fernsehen noch zum lesen und selbst zum hier Schreiben knapps ich mir das grad vom Drang ins Bett zu fallen ab – dafür fallem mir ständig die Augen zu. Daher: jetzt nur noch Bett. Ich war schon sehr sehr lange nicht mehr so lange so alle.

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Klinik: 1. und 2. Tag

Gestern also ging es früh morgens los, kurz nach zehn glaub ich waren wir dann hier.

Anmeldung an der Rezeption und um halb gab es dann schon das erste Gespräch. Eigentlich bin ich am ersten Tag von einem Gespräch zum nächsten: Pflege, Ärztin, Mittagessen, Therapeutin, Pflege,  Patin (Patientin, die mich dann im Höllentempo durch die Anlagen führte), Abendessen.

Mit der Ärztin hab ich mich dann gleich angelegt. Sie will die Schmerzmedikation ändern. Was ich defintiv nicht mitmache – dazu hab ich zu lange und zu viel durch und wir haben ja vorher wirklich alles andere probiert. Und nein mein Schmerzarzt hat nicht das aktuelle Medikament als erste Wahl gehabt, sondern war da auch nicht begeistert.

Wir einigten uns dann nach ner Weile, dass Sie da dran bleibt, erstmal aber nichts geändert wird. Dafür wurde das Schlafmittel gleich mal auf jeden 2. Tag für eine Woche und dann absetzen gesetzt und Tavor auch gestrichen.

Ähm – ja. Beides wollte ich auch, letzteres war eh nur Bedarf – aber nicht in dem Tempo. Aber nun denn – darauf kann ich mich einlassen.

Dann ging es darum, dass ich ja die Medikamente stellen muss – was mir nur leider niemand gesagt hat, also muss ich von hier aus jetzt organisieren, dass meine Ärzte die Chipkarte kriegen und mir dann Rezepte schicken, was bei manchen schlicht nicht geht.

Also bekommt MissMutig eine Vollmacht, meine Karte und holt die Rezepte ab und schickt sie mir dann.

Die Therapeutin wirkt nett. Allerdings ist auch da der Fokus mich irgendwie „gruppentauglich“ zu kriegen (was den Zusatz: ich werde Sie zu nichts zwingen etwas eigen macht – denn locker lässt sie da auch nicht).

Ich sollte heute also zu einer Einführung für Imagination gehen. Da müsste ich nichts sagen, es sind wenig Leute, weil nur die Neuen und so könnte ich „ja mal schauen“.

Tja – versucht hab ichs, es eskalierte dann auch gleich. Ich kam an, hörte dann nur, dass sich jetzt jeder vorstellen soll – und ab da fehlt mir die Zeit. Keine Ahnung ob ich da war (wenn ja, hab ich sicher gut funktioniert und auch alle Fragen beantwortet) oder gegangen bin oder sonst was.

Das nächste war, dass ich in meinem Zimmer saß und Klavier spielte. Immer noch auf recht hohem Spannungslevel, aber wieder da.

Also kurz rüber zur Pflege, da saßen sie zu dritt – was nicht ging und so blieb ich draußen. Mit Tränen kämpfend, weil einfach nur hoffnungslos überfordert.

Allerdings kam dann auch bald eine der drei und fragte, ob ich in den einen Raum durchgehen möchte. Ich klärte das mit dem einen Rezept (bei einem Arzt bekam ich es einfach nicht organisiert, das stellte dann eine benachbarte Praxis aus. Ursprünglich hieß es, das ginge nur im Notfall, weil man das nicht alles dem Arzt anhängen wollte – der Arzt meinte dann nur: „Sie brauchen wirklich nur das eine? Wenn noch weitere – sagen Sie einfach Bescheid – ich schreib sie Ihnen dann auf“ – das hätte mir sehr sehr viel Arbeit und Telefoniererei und Bettelei erspart) und meldete zum einen dass ich nicht weiß, ob ich bei der Veranstaltung war und nicht wusste, ob das jetzt gemeldet werden musste, wenn Zeit fehlt (da das ja nicht so oft vorkommt bei mir und eher meine Art „Eskalation“ ist) – und eben auch mich abmelden – ich musste einfach raus.

Dringend.

War dann alles ok und ich lief zu Konsum. Der wirklich nahe liegt – aber weder meine Einlagen hat/verkauft noch destilliertes Wasser. Und der Rest ist auch eher Tante-Emma-Laden-Preis. Generell ist der Laden auch nicht größer als ein Tante-Emma-Laden.

Ich darf jetzt also destilliertes Wasser in der Apotheke kaufen (kostet ja nur das dreifache – ist aber noch erschwinglich) und die Einlagen musste ich mir bestellen. Auch sonst ist das eher – schwierig. Es gab genau zwei Cola Zero Flaschen – und auf meine Nachfrage auch die Antwort, dass sie da nie viel mehr hätten.  Also die erstmal geschnappt und gesagt, dass ich da gerne auch regelmäßig für komme oder auch gezielt für mich bestellen lassen würde (was aber nicht geht wohl).

Wie auch immer.

Alles in allem merke ich, dass ich schlicht hoffnungslos überfordert bin aktuell. Es ist neu, viele Leute und arg chaotisch – weil es mehrere Hausnummern betrifft – also mehrere Gebäude – und irgendwie ist hier für mich noch kein Durchblick, wann was wo ist.

Das Essen ist super – morgens frischer Obstsalat, alle Sorten von Milch (normale, laktosefreie, Reis-, Soja, Mandel- usw usf – da stehen knapp 10 Sorten), natürlich viel Käse und Wurst, verschiedene Müslisorten zum selbst mischen, verschiedene Brot- und Brötchensorten, Marmeladen usw usf.

Mittags wars für mich aktuell noch schwierig – da erst ab nächster Woche ausgewählt – und ich brauche aktuell viele Lactasetabletten. Oder esse nur Reis oder so. Es gibt aber verschiedene Salate und von daher werde ich schon satt. Lecker ist es jedenfalls.

Abendessen gibt es aufgewärmt Reste vom Mittag, ein großes und umfangreiches Buffet mit verschiedenen Salaten und wirklich allem drum und dran.

Getränke gibt es zum Essen – Säfte, Tee, Kaffee, Wasser und Eistee.

Die Zimmer sind riesig. Wirklich riesig – etwa doppelt so groß wie in der anderne Klinik die 3-Bett-Zimmer.

Die Angestellten sind wirklich nett und bemüht und bisher sehe ich das doch optimistisch (der Ärztin spreche ich an dieser Stelle einfach ab, dass sie besser einschätzen kann welche Schmerzmedikation ich brauche als mein Arzt der mich seit 17 Jahren kennt und der Arzt der Schmerzambulanz – auch wenn ich dessen Art dann auch nicht in Ordnung fand).

Morgen dann der erste Einzeltermin – wobei das mit den dreimal die Woche hier wohl wirklich eingehalten wird.

Durch die Weitläufigkeit des Klinikgeländes komme ich auch mit wenigen Terminen schon auf 7000 Schritte. Heute war theoretisch nämlich so gut wie nichts – trotzdem bin ich absolut alle.

Dummerweise merke ich, dass ich mich die letzten Tage körperlich auch hoffnungslos übernommen habe. Nicht wegen der weiten Wege, sondern wegen alles zig mal laufen, dann Koffer packen und schleppen und da ja vor der Klinik die Unruhe so groß war hab ich da natürlich auch die Ruhe nie ganz eingehalten.

Da muss ich jetzt deutlich achtsamer sein, sonst streikt der Körper endgültig.

Arg blöd finde ich, dass es hier sehr sehr schlechten Empfang hat – selbst fürs Telefon. Internet kann man völlig vergessen.

In der Klinik kann man das über LAN kostenpflichtig nutzen – was seit heute auch geht – ich finde es dafür, dass es sehr sehr langsam ist und wenn mehr als eine Seite im Browser lädt, geht gar nichts mehr  usw – sehr teuer. Aber immerhin geht Schreiben (und es lehrt mich dann immer erst den Text zu markieren und kopieren – weil sonst ist er halt auch oft weg).

Aktuelles Fazit: Pflege wirkt sehr kompetent, mitdenken und bemüht (sofern man das von den paar Kontakten jetzt sagen kann), Therapeutin erstmal auch nett – wie das mit dem Drängen zu Gruppen wird muss ich sehen – das hatten wir ja nicht umsonst eigentlich im Vorfeld schon abgesprochen, dass das nicht geht), mit der Ärztin hab ich so ja nicht viel zu tun – was die Medikamente ihres Fachgebietes angehen ziehe ich klar mit beim Schlafmittel und Tavor – beim Rest erstmal nicht. Auch merke ich dass da plötzlich mehrere wegfällt, das schon deutliche Auswirkungen hat. Klar will ich Alternativen finden, aber im Moment merke ich vor allem Überforderung.

Mit Mitpatienten hatte ich jetzt nicht viel zu tun – finde es aber sehr angenehm, dass zum Beispiel ein Kopfhörer beim Mittagessen da völlig ok ist (für mich hilfreich das überhaupt hinzukriegen, wenn ich da auf Musik zurückgreifen kann – auch wenn ich mich das bisher erst zweimal getraut hab und das erste Mal einfach aus einer Notsituation heraus war).

Das Ankommen wird wohl noch ein bisschen dauern – aber da Montag ja eh Feiertag ist – hab ich da ja dann bald ein paar Tage um wirklich anzukommen.

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letzter Tag zu Hause

Die Nächte sind im Moment eher kurz, aber noch im Rahmen.

Nach außen ist auch gar nicht so viel Angst oder Unruhe da – aber körperlich kann ich beides in Massen ablesen. Leider auch sehr deutlich.

Mein Ersatzthera kennt mich ziemlich gut. Schon seit gestern mach ich mir den Kopf was passiert, wenn die mir in der Klinik den Transportschein nicht ausstellen wollen (warum auch immer) und überhaupt und sowieso.

Als ich dann den Schein für hin abholte, hatte er mir schon den für zurück dazugelegt.  Dass es nicht anders geht ist ja klar, die Angst auch eher unbegründet, aber bisherige Traumaklinik-Erfahrung waren ja eher ziemliche Katastrophe.

Mittlerweile sind alle Schlüssel (außer die für MissMutig) und Telefonnummern verteilt und auch sonst alle informiert, die informiert werden müssen. Ebenso sind die Arzttermine alle abgesagt bzw für nach dem Aufenthalt neu vereinbart.

Der Nachsendeantrag sollte ab Ende der Woche dann auch laufen, alle Adressen für Bestellungen sind auf Klinikadresse geändert, so dass auch Bestellungen dann richtig ankommen sollten.

Jetzt hab ich noch drei Stunden, dann kommt der Betreuer, wir machen nochmal die Wohnung komplett und räumen die Sachen für die Bonsai-Tiger zusammen.

Als würden sie es ahnen, sind beide heute sehr „kuschelbedürftig“, was ich natürlich genieße.

Direkt im Anschluss geht es dann ja schon zu MissMutig und dann mit ihr, ihrem Freund und ihrem Sohn zum Essen. Ich freu mich riesig darauf die beiden wieder zu sehen – ihren Freund sah ich ja zwischendrin auch, aber MissMutig und den Jungen hab ich seit sie in die Reha sind nicht mehr gesehen (außer auf einem Foto, dass sie mir zu Ostern geschickt hatten). Beide haben mir unheimlich gefehlt und werden mir sicher auch in Dresden sehr fehlen.

Tja und dann geht es ins Bett – denn morgen früh wollen wir um halb sieben losfahren – also so ab viertel nach Sieben schauen dass ich die vielen Koffer und Taschen schon mal rüberfahre (wir bringen bis auf den Rucksack heute schon alles runter in die Garage, teilweise ist es ja auch schon dort). Es ist viel. Wirklich viel.

Schon allein weil das CPAP-Gerät samt Zubehör, der Klavierhocker und das E-Piano schon jeweils eine eigene Tasche haben – den Keyboardständer hab ich auf die Tasche des E-Pianos gebunden. Dann noch zwei Koffer und der Rucksack – in dem natürlich die Sachen drin sind, die ich zum einen heute noch brauche (Laptop) und zum anderen, was halt für die Anmeldung und Erstgespräche benötigt wird (ärztliche Unterlagen, Medikamente (das ist eine Riesentüte geworden, ich hab mich für Blister plus Beipackzettel bzw Karton entschieden, aber da einige ja in diesen Glasflaschen ist, ist es halt trotzdem noch viel), Skillsliste und wie sie auf best. Situationen – Flashbacks, Panikattacken usw – reagieren sollen.

Den Rucksack möchte ich dann heute schon weitestgehend fertig machen, wenn ich auch für die Katzen alles zusammenpacke – Laptop brauch ich dann heute nicht mehr und der muss ziemlich zuerst eingepackt werden, sonst passt das alles nicht. So dass ich da morgen nur noch die beiden Kissen draufschnallen muss.

Online werde ich wohl erreichbar sein, zwar muss ich noch schauen wie das vor Ort geht, aber bis dahin kann ich übers Handy online gehen. Es wird also hier weiter Einträge geben – wie viele oder welche weiß ich noch nicht.

So – jetzt noch zweieinhalb Stunden Kuschelzeit.

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Sonntag

Eine Mischung aus Ruhe und Unruhe – irgendwie immer noch im Funktionier- und Organisier-Modus. Ein wirklich zur Ruhe kommen ist grad nicht möglich, dazu ist zu viel Unsicherheit da.

Es ist aktuell nicht wirklich Angst – wobei das wohl eher daran liegt, dass ich Gefühle grade nicht so wahrnehme. Dafür motzt der Körper etwas mehr – aber noch im Rahmen.

Im Prinzip ist alles vorbereitet – alle medizinischen Infos zusammengeschrieben, ebenso die Medikamentenliste und was für mich wichtig ist (also wie reagieren wenn ich nicht mehr reagiere/Flashbacks habe usw, eine Skillsliste usw usf.), dann eine Gießanleitung für die Pflanzen und das Wichtigste für die Bonsai-Tiger.

Morgen dann um elf nochmal zum Ersatzthera – Transportschein und Co einsammeln und wenn ich es schaffe danach zur Bücherei – wenn nicht hoffe ich, dass es für MissMutig in Ordnung ist (sie hatte es ja schon angeboten).

Um 16 Uhr kommt der Betreuer  und ich möchte mit ihm wirklich alles schon fertig packen – außer dem CPAP-Gerät, dass ich dann am Dienstag früh einpacke – aber alles andere – inkl. Laptop und Kissen – soll dann schon fertig sein.

Um 18 Uhr holt MissMutig und ihre Familie die Bonsai-Tiger, den ganzen Katzenkram und mich ab. Wir bringen die Bonsai-Tiger in ihre Wohnung und lassen sie in einem Zimmer frei – wir selbst verschwinden dann alle wieder und gehen essen. So haben die beiden Zeit sich erstmal mit dem neuen Raum vertrauter zu machen.

Eine Briefmarke (für die Post die bis Donnerstag noch kommt, die mir dann MissMutig nachschicken wird) und einen Nagellackentferner muss ich noch besorgen – das krieg ich aber da, wo wir essen gehen wollen – ist also auch kein Problem.

Tja dann noch eine Nacht schlafen (und hoffen, dass das auch klappt) und Dienstag früh geht es dann los.

Morgen noch zu klären ist ob dem Taxiunternehmer der Transportschein reicht oder er noch was von der Krankenkasse schriftlich will  (dann muss ich dort anrufen, damit sie es mir gleich mailt oder ihm faxt) – und ob das mit dem Auto am Dienstag so klappt wie geplant (wegen E-Piano benötige ich da ja einen Kombi, was eigentlich kein Problem sein sollte).

Zum morgigen Termin fahre ich dann eh mit dem selben Fahrer wie übermorgen und kann so die restlichen Sachen direkt klären. Und ich darf nicht vergessen zu schauen, dass ich einen einzelnen 5-Euro-Schein in der Tasche hab – Trinkgeld wegen viel Gepäck und so.

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Samstags-Dies-und-Das

Heute war der Betreuer wieder da – er hatte ja Urlaub und ich merkte heute deutlich den Unterschied – mit ihm ist es einfacher, ich muss mir keinen Kopf machen, was er macht, kann mich auf meinen Kram konzentrieren, meine Sachen machen. Das ist sehr erleichternd.

*****

Den restlichen Tag versuche ich jetzt möglichst viel Ruhe zu geben. Der Körper streikt sehr, da war die letzten Tage einfach zu viel. Das fällt mir irgendwie grad sehr schwer.

*****

Die noch zu packenden Sachen möchte ich Montag fertig machen – sind halt Dinge, die ich auch jetzt noch brauche. Theoretisch sollte das auch alles klappen. Nur über die Kissen mach ich mir noch nen Kopf – das ist so ein mondförmiges und ein halbrundes – beide sind dringend nötig, da ich mit normalen Kissen nicht gut klar komme und Nackenschmerzen bekomme. Aber zur Not werden die halt irgendwo draufgeschnallt.

*****

Montag muss ich irgendwann den Transportschein abholen – da weiß ich noch nicht wann das möglich sein wird und warte entsprechend noch auf Antwort. Eigentlich würde ich gern noch Wäsche waschen, aber das kriege ich wohl nicht mehr unter.

Am Nachmittag werde ich dann mit dem Betreuer die Katzensachen zusammenpacken (ist ja mit allem drum und dran was die halt brauchen auch eher eine größere Menge), dann möchte ich noch die restlichen Lebensmittel in ein Foodshare-Regal packen und vielleicht noch die letzten Sachen erledigen, wenn ich das vorher nicht geschafft hab.

Und abends geht es dann erst mit den Katzen zu MissMutig und dann mit ihr, ihrem Freund und ihrem Sohn zum Essen – sozusagen ein Willkommens- (für sie und Sohnemann) und Abschiedsessen.

*****

Morgen wäre tatsächlich wirklich Ruhe geplant. Zu tun ist dann nichts mehr – also nichts was morgen machbar wäre. Vielleicht einen schönen Spaziergang – mal sehen.

*****

Es ist bei mir immer noch nicht angekommen – dass mit der Klinik. Dazu war auch zu viel funktionieren in den letzten Tagen – auch nötig. Vielleicht hab ich auch Angst zur Ruhe zu kommen, weil damit natürlich auch die Ängste mehr in den Vordergrund rücken. Solange ich also was organisieren/erledigen muss, muss ich mich nicht mit mir und dem Rest auseinandersetzen.

 

 

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Thera heute und sonst so

Da ich vor der Klinik gerne noch einen Termin mit meinem Thera wollte, fragte ich ihn, ob wir den Termin vorverlegen könnten. Zwar war mit der Klinik abgesprochen, dass ich eventuell erst am Nachmittag komme (für den Fall dass das Verschieben niccht geklappt hätte, wäre ich erst nach meinem regulären Termin losgefahren), aber so war es mir lieber und deutlich weniger Stress.

Mir ging es zum einen darum meinen Turm abzuholen, aber auch nochmal meine Ziele und Ängste vor der Klinik anzusprechen.

Wir haben jetzt ausgemacht, dass ich mich bei ihm melden kann, wenn es vor Ort schief läuft und für mich nicht mehr klar ist ob das jetzt grad alter Mist meinerseits ist oder eben nicht – oder zumindest wie viel davon.

Für mich ist das oft schwer auseinander zu halten – vor allem Frauen gegenüber vermischt sich da alter Mist oft ganz gewaltig und ich schaffe es da auch nicht immer das dann anzusprechen und zu klären.

Den Thera da als „Mailjoker“ zu haben ist für mich hilfreich und  beruhigend. Er kennt mich, kennt die Vorgeschichte und auch die Fallstricke die da sind und kann auch die andere Seite sehen – so dass er dann vielleicht für mich mehr Realität reinbringen kann, wenn ich das allein nicht schaffe und es auch nicht direkt geklärt bekomme.

Natürlich hoffe ich, dass ich ihn nicht brauche.

Auch sonst ist für mich das ein oder andere klarer geworden.

Ich finde es schade, dass ich grade jetzt in die Klinik gehe, weil wir grad wirklich gut gearbeitet haben und in einem guten Prozess waren. Und ich hoffe, dass wir das danach wieder aufgreifen können.

Die Ängste sind nicht neu, es wird nicht einfach werden, aber das wusste ich vorher. Ich hoffe nur, dass es trotzdem passt. Für beide Seiten.

Jetzt wo das meiste organisiert ist (es fehlt nur noch die Fahrtkostenübernahme), merke ich, dass es noch nicht angekommen ist bei mir. Ich pendel zwischen Angst und „geht mich nichts an“ und „wie krieg ich den Rest alles in den Rucksack“ hin und her.

Heute hoffe ich nur auf Schlaf. Die letzten beiden Nächte waren ne Katastrophe – gestern voller Alpträume und hin und her wälzen, heute war ab Mitternacht Schicht – hätte vor zwei Tagen nicht schreiben sollen, dass der Schlaf grad gut klappt.

Aber so bin ich wenigstens wirklich müde – und schlafe hoffentlich auch ohne zusätzliche Unterstützung.

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to-Do-Liste

  • Termine absagen: Endokrinologie, mein Hauptarzt – der Rest ist schon abgesagt – bei den beiden Praxen erreich ich keinen
  • dringend Shampoo, eine neue Bürste, neuen Rasierer, schwarzes und dunkelblaues Garn und Nackenhörnchen kaufen (sollte morgen nach der Thera klappen – alles schon länger fällig, hoffte auf Mai)
  • Büchereien – zumindest die eine, wenn ich die andere nicht schaffe, würde das zur Not MissMutig für mich erledigen
  • Vorbestellungen in der Bücherei stornieren!
  • mir überlegen wie ich den Karton Medis mitnehme – sollen ja „originalverpackt“ sein
  • Liste für die Katzen schreiben
  • und dann für die Bonsai-Tiger alles zusammenstellen
  • Schlüssel verteilen – und Telefonnummern für Ersatzleute
  • Pflanzen zusammenstellen und Gießanleitung schreiben und dranpappen
  • Passfoto organisieren (wo krieg ich das auf die Schnelle her?)
  • Montag Foodshare-Regal anfahren und Vorräte abliefern
  • Adressen ändern (Amazon, Testprodukte usw) – teilweise schon erledigt
  • einen Satz Schlüssel an den gesetzlichen Betreuer schicken (für alle Fälle)
  • Hoffen dass die Fahrtkostengenehmigung rechtzeitig kommt
  • Transportschein abholen
  • Liste machen mit Leuten, die informiert werden müssen
  • Bankunterlagen mitnehmen!

Die Liste ist sicher noch nicht vollständig – aber ein Anfang.

 

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und plötzlich

Heute sollte frei sein. Auch dringend nötig frei. Ich versuchte erst einen Termin beim Handchirurgen zu kriegen – was unmöglich war. Erst im August dann. Ok.

Dann kam eine WhatsApp – Kostenübernahme ist in der Klinik angekommen, ich könnte am 25. April kommen, sonst wird es deutlich später werden. Ich muss möglichst schnell zusagen, da die Klinik schon mehrfach angerufen hat.

Ich schrieb zurück, dass ich eine Stunde brauche, dann kann ich sicher zu-/absagen.

MissMutig ist ja grad auf dem Weg von der Mutter-Kind-Reha, die alles andere als erholsam war leider, zurück nach Hause. Telefonisch war sie erst nicht zu erreichen. Aber davon hängt es hauptsächlich ab – kann sie ab Montag die Katzen schon übernehmen?

Aber auch sonst: der MRT-Termin – da hängen einige Anträge ab, die Fahrtkostenübernahme muss noch bestätigt/beantragt werden (ist zwar nur Formsache, aber eben dennoch – eng), da ich unbedingt noch einen Termin bei meinem Thera möchte (zumal bei ihm noch mein Turm steht), auch da angefragt, ob wir vorher einen Termin machen können bzw in der Klinik, ob es reicht wenn ich bis 15 Uhr auflaufe (dann würde ich am Di nach meinem regulären Termin losfahren). Für beides gab es später ein Ja und ich entschied mich für den vorverlegten Termin auf morgen.  Zumal ich dringend noch zur Bücherei muss – eigentlich in zwei Büchereien – die eine kann ich morgen nach der Thera erledigen.

Mit der Buchbinderei musste ich klären was ich morgen alles mitnehmen muss bzw dort lassen kann und ob ich den aktuellen Auftrag wirklich anfangen soll – da ich ja nur morgen noch da bin (und da ja eh früher gehen muss).

Mit dem Taxifahrer musste ich auch absprechen ob das alles klappt. Da der Chef diese Woche nicht da ist, muss ich da noch klar stellen, dass ich wirklich mit diesem einen Fahrer fahren möchte (und dass er an dem Tag nen Kombi braucht).

Doof ist, dass tatsächlich die eine oder andere Sache noch finanziert werden muss: Nachsendeantrag, ein paar Sachen für die Katzen, die sie mitnehmen sollen, Wäsche waschen usw. Das war natürlich alles erst für Mai eingeplant.

Nun denn – mal sehen wie ich es jetzt mache, zur Not muss ich eine andere Überweisung verschieben.

Also erstmal die Klinikliste ausgedruckt. Das E-Piano ist verpackt und verschnürrt, ein Koffer ist mit Strick-, Zeichen-, Malzeug vollgepfropft. Ein weiterer mit Klamotten und Technikkram wartet noch auf Befüllung.

Achja und der ganze Kosmetikram muss auch noch irgendwie untergebracht werden. Das wird – eng.

Für Montag muss ich dann auch noch hier die Lebensmittel wegbringen – schätze wir werden das im Betreuungstermin machen und bei einem Foodshare-Regal abgeben – zumindest das was MissMutig nicht möchte oder nicht eingefroren werden kann.

Wie ich das K. morgen  beibringe, weiß ich noch nicht. Bei ihm fiel grad eh so viel weg und jetzt auch noch der regelmäßige Termin mit mir. Das tut mir für ihn wirklich sehr leid.

Die NF-Sachen sind abgesagt/weitergegeben/geklärt.  Einige Arzt- und sonstige Termine stehen noch auf der Liste zum Absagen.

Dann fehlen natürlich noch sonstige Sachen wie Zimt, Tasse, Trinkflaschen, Ohrenstöpsel, medizinischer Kram usw. Wie ich das alles in einen Koffer kriegen soll, ist mir ein Rätsel.

So Pause beendet – jetzt erstmal weiter schauen – vor allem welche Klamotten evt doch noch gewaschen werden müssen.

Wohnung kann ich am Samstag mit dem Betreuer soweit fertig machen. Das ist auch zu schaffen, so schlimm ist es grad gar nicht.

 

 

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uff

Irgendwie sind die Mittwoche aktuell sehr voll und anstrengend. Normalerweise Buchbinderei, dann 2 Stunden Pause in der Uniklinik, dann  Physio, dann knapp 2 Stunden Pause zu Hause und dann Betreuung.

Heute war die Betreuung direkt im Anschluss an die Physio und die Zwischenzeit war irgendwie nervig, weil im Wartebereich, in dem ich normalerweise sitze, jemand laut ausländische Videos anschaute. Also in einen anderen gegangen: dort wurde laut Musik gehört – und im dritten sehr lautstark telefoniert (und die Hoffnung, dass der irgendwann ja fertig ist zerschlug sich nach einer Dreiviertelstunde – dann wanderte ich weiter. Solange bin ich auch nur geblieben weil es immer wieder ein „na tschüss dann“ gab, dass Hoffnung auslöste). Im ersten wurden dann zwar keine Videos mehr angeschaut, aber eine Gruppe von Menschen hat sich sehr lautstark unterhalten – so wie man das von Jugendlichen kennt, mit anrempeln, lachen usw – nur dass die Leute zwischen 30 und 50 waren.

Achja das war alles IN der Klinik.

Vor der Buchbinderei war heute Termin beim Ersatzthera – es ging um Dresden. Die haben im Dezember die Kostengenehmigung zurückgeschickt (warum weiß irgendwie keiner). Also muss das grad neu beantragt werden, sollte aber schneller gehen als letztes Mal. Ich hab jedenfalls Behandlungsvertrag und Fragebogen dann heute (in der Buchbinderei) fertig gemacht und weggeschickt.

Tja und dann hab ich mit dem Ersatzbetreuer für nächsten Donnerstag den MRT-Termin ausgemacht, dann kam ein Anruf von meinem alten Betreuer (dem, mit dem es sehr ungut zu Ende ging!), er solle mich nächste Woche begleiten, was ich dann mit „hat sich erledigt“ abgelehnt hab, dann die Koordinatorin angerufen und zum einen gesagt, dass der, der heute vertreten hat, kann und sie bitte den alten von meiner Vertretungsliste streichen soll – und dass sie sich die Gründe von ihrem Kollegen erklären lassen kann, der das damals ja dann ausbügeln musste (der ist diese Woche in Urlaub, daher kam es wohl überhaupt dazu).

Somit steht jetzt auch der MRT-Termin und ich muss jetzt noch einen Termin beim Handchirurgen in der Woche drauf ausmachen, was eh schwierig wird, weil da schon Endokrinologie vor der Thera dran ist und der Handchirurg ist nur Di und Do da. Mal schauen wie wir das alles hinkriegen.

Jetzt bin ich einfach nur alle – zum Essen gab es frisches Brot mit Butter und Honig oder Schnittlauch. Gleich noch etwas Bonsai-Tiger-Kuscheln und dann werde ich früh ins Bett gehen. Morgen hab ich frei – und ich freu mich drauf!

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Thera heute

Es ging um die Familie. Auslöser dafür war seine Frage, ob ich denn wirklich Zweifel habe, ob das alles (so) passiert ist. Obwohl der Vater es doch zugegeben hatte.

Und ja – die Zweifel sind da. Die Frage, ob ich mir, wie meine Mutter in ihrer Zuckerwattenwelt, eben auch eine Art „Realität“ geschaffen habe, die mit der eigentlichen nichts zu tun hat.

Vielleicht sogar vermischt mit einer verqueren Art vom Münchhausen-Syndrom.

Ich kenne es ja so – es wird eine Realität geschaffen, die mit der eigentlichen nichts zu tun hat. Aber an die so sehr geglaubt wird, dass es die einzig „wahre“ wird.

Da kommt bei mir dann nicht an, dass ja Flashbacks, Körpererinnerungen oder auch sonst mein Verhalten doch eigentlich sehr deutlich sind – weil das ja dann irgendwie dazu gehört.

Es kommt auch nicht an, wenn der Thera (und auch jeder davor) sagen, wie sie es sehen, empfinden, wahrnehmen. Im Endeffekt sind immer beide verwirrt – der eine, weil er nicht versteht, warum da Zweifel sind und ich, weil ich irgendwie nicht klar machen kann, dass es nichts gibt, was diese Zweifel ausräumen kann. Keiner kann es wirklich wissen.

Was das heute für mich im Alltag bedeutet, fragte er dann. Nichts. Wenn ich keinen Kontakt mit der Familie hab, ist das außen vor. Nicht weil die Zweifel nicht da wären, sondern weil ich heute soweit bin, dass ich das aktuelle sehe: da ist ein Problem/Flashback/Körpererinnerung/was auch immer – das mich einschränkt, dass ein normales Leben unmöglich macht – und  ich möchte daran arbeiten, dass es mich nicht mehr so einschränkt, ich mich davon befreien kann.

Und in dem Moment ist es egal ob das damals real war oder nicht – es geht nur darum die aktuelle Einschränkung zu bearbeiten.

Das war ein langer Weg dahin.

Ich merke im Moment an vielen Ecken und Enden, dass der Kontakt zur Familie nicht gut ist. Damit mein ich nicht den Kontakt zum Bruder – sondern das drumherum. Auch wenn ich nicht direkt mit der Mutter zu tun hab, ist das Thema im Raum, da der Bruder grade dort wohnt. Es ist quasi nicht möglich das voneinander zu trennen – denn sie sind aktuell in seinem Leben sehr wichtig und notwendig.

Dazu kommt, dass das ganze halt bewusst macht wie  „verquer“ unsere Beziehungen sind. Wie anders und – unnormal. Wie seltsam und auch ungut.  Und wie sehr das schon unsere Beziehungen und Kontakte miteinander einschränkt. Aber noch mehr, wenn halt für den einen der Teil der Familie, mit dem ich gebrochen habe und auch der, der daraufhin mit mir gebrochen hat so unglaublich wichtig grade ist.

Was ja auch gut ist – ich bin froh ihn versorgt zu wissen.

Heute ging es dann auch darum, wie das grade ist – nicht nur für mich – auch für die anderen. Dass es kein wirkliches Gesprächsthema gibt, weil über allem immer eine Drohung hängt – von einer dritten Person – der Mutter. Zu merken, wie im Kontakt diese Macht da ist, die sie hat – über unseren Kontakt – ohne dass sie dabei ist.

Mir ist einiges klarer geworden.

Und die Zweifel – sie waren nie weg, sind immer da. Meist mehr im Hintergrund, aber durchaus bewusst. Und wenn das Thema Familie auftaucht immer auch mehr im Vordergrund.

Mein Bruder sagte einen Satz: Du warst dann in einer anderen Welt zu der ich keinen Zutritt hatte. Das stimmt und stimmt auch nicht – ja ich habe die bekannte (Zuckerwatten-)Welt verlassen, mich geweigert da weiter mitzuspielen, mich weiter manipulieren zu lassen. Und es stimmt auch, dass er da keinen Zutritt hatte – aber nicht weil ich ihn verwehrt hab, sondern weil das bedeutete, sich eben genau damit auseinanderzusetzen, dass das bekannte, manipulative eben nicht gut ist. Weil es bedeutet hinzuschauen – und dann wird man vor die Wahl gestellt: mitmachen oder gehen.

Gehen heißt nicht nur den Kontaktabbruch zur Mutter (die ja hier grad das Problem ist), sondern auch zum Vater und zumindest einen Teil der Geschwister, für die die Mutter bis heute „heilig“ ist  – und das ist nicht übertrieben  formuliert oder so – sie ist ihnen wirklich heilig.

Das geht nicht zusammen mit einem hinschauen und die Spielchen eben nicht mehr mitmachen. Gleichzeitig ist ein mitmachen nach einem hinschauen kaum noch richtig möglich.

Ich habe mich auf die Suche nach einer Realität gemacht, die eben auch real ist – und nicht nur im Kopf eines Menschen. Habe versucht rauszufinden, was ich mag – und nicht was ich bisher zu mögen hatte. So banal das klingt – ich saß manchmal da, aß etwas und fragte mich ob ich das wirklich mag, oder ob das eben so ein „hast du zu mögen“ war. Das war in vielen Fällen für mich nicht beantwortbar.

Auch das war ein sehr sehr langer Weg.  Ich lebe in einer anderen Welt als meine Familie. Dazu hab ich mich bewusst entschieden und der Ausstieg war sauschwer.

Bereut hab ich ihn nie. Was ich aber bereue ist, dass es eben nicht nur der Abbruch zu den Leuten die es betrifft ist, sondern dass es auch bedeutet dass manche Brüder nichts mehr mit mir zu tun haben wollen – habe ich doch ihre heilige Mutter beleidigt und verletzt.

Das war mir auch vorher schon klar. Was mir aber aktuell wieder klar wurde ist, dass auch ohne direkten Kontakt – die Mutter mit unglaublicher Macht die Beziehungen und Kontakte beeinträchtigt und teilweise beherrscht.

Das find ich erschreckend. Auch wenn das nicht neu ist oder so – war das halt in den letzten Jahren nicht wirklich Thema.

Es macht mich auch traurig. Ich habe viele Geschwister und doch keine Ahnung wie es sich anfühlt wirklich Geschwister zu haben, weil wir eigentlich alle keine wirkliche Beziehung zueinander hatten – das war auch nicht gewollt. Außer man spielte zu 100% in der Zuckerwattenwelt mit und kam nicht mal auf die Idee da etwas in Frage zu stellen.

Für mich wurde deutlich – es tut mir nicht gut. Es löst alte und destruktive Verhaltensweisen aus – und auch wenn ich das direkte Selbstverletzen hinter mir gelassen hab, ist das indirekte nach wie vor da. Und auffallend ist – immer beim Thema Familie krieg ich das auch nicht so wirklich in Griff – was mir sonst ja schon gelingt.

Im Moment also: achtsam sein, sich dessen bewusst werden, gut für mich sorgen und darüber in Kontakt bleiben, hinschauen und versuchen etwas früher  gegenzusteuern. Aber estmal es überhaupt merken und formulieren.

 

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(Oster-)Montag

Die Nächte sind im Moment Gott sei Dank ok. Der Schlaf ist auch dringend nötig – spätestens ab Nachmittag sehne ich dann den Abend herbei, weil einfach nur noch müde.

Emotional immer noch ziemlich instabil und aufgewühlt – aber Ablenken klappt ganz gut.

Heute Mittag hab ich mich mit K. getroffen, wir sind Essen gegangen – in einem kleinen indischen Imbiss, ein Ableger eines größeren Restaurants, sehr lecker und günstig.

Danach spazierten wir noch durch die Stadt, aßen ein Eis und unterhielten uns noch ne Weile. Ich fand das heute sehr schön. Anstrengend, aber auch schön.

Zuhause kümmerte ich mich weiter um die Computerdateien und vor allem um meine Ausleihen von der Bücherei, denn die wollte ich morgen eigentlich mitnehmen um sie nach der Thera zurückzubringen.

Alles in allem: die Feiertage und der Urlaub des Theras sind ganz gut zu überbrücken gewesen. Bis Freitag lief es sogar sehr gut, ab da gab es dann halt immer wieder mal schwierigere Momente. Ablenken klappte aber trotzdem recht gut. Auch was die Dateien angeht bin ich sehr gut vorangekommen, endlich Ordnung in Musik und Hörbüchern, vor allem bei letzterem war halt doch viel Chaos und auch die Dateien nicht gut benannt, so dass das Abspielen dann oft in falscher Reihenfolge passierte – das sollte jetzt endlich Geschichte sein.

Von daher bin ich ganz zufrieden, es ist ganz gut gelaufen und ab morgen sollte dann ja wieder Alltag einkehren. Spätestens ab nächster Woche dann auch wieder mit allen Terminen und gewohnten Leuten (ab Samstag ist „mein“ Betreuer Gott sei Dank wieder da).

 

 

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(Oster-)Sonntag

Heute war einer der schwierigeren Tage. Wobei tagsüber ging es eigentlich – erst am Nachmittag wurde es – emotionaler.

Und da ich ja nach wie vor keine Ahnung habe, wir man sinnvoll damit umgehen kann, wurde es halt schwieriger.

Dabei kann ich gar nicht so genau sagen woran das liegt. Oder was Auslöser wären. Ich merke, dass Tränen in die Augen steigen, dass es innerlich wieder arg aufgewühlt ist, wobei das grade eher ein Tränenmeer ist, glaub ich.

Jedenfalls wird Ablenken schwieriger und selbst Werbung schafft es mir Tränen in die Augen zu treiben – natürlich ohne dass ich weiß warum oder wieso.

Also werde ich heute wohl eher ins Bett verschwinden. Zur Not mit medikamentöser Unterstützung, wobei ich da aktuell noch versuche es ohne hinzukriegen.

Ansonsten: die letzten Tage hat sich zunehmend eine Entscheidung herauskristallisiert. Ich dachte ja, dass ich das mit Musik/Hörbuch hören übers Handy ganz gut hinkriege und damit doch keinen neuen mp3-Player brauche. In letzter Zeit bedeutete das aber auch, dass mittags der Akku damit auch dann leer ist. Klar geht Powerbank, aber grade beim Sport oder wenn ich eben den ganzen Tag unterwegs bin – ist das sehr ungut und sorgt für Unsicherheiten. Das ist grad eine zusätzliche Hürde, die ich zur Zeit nicht brauchen kann.

Generell ändert sich grade – teilweise auch zwangsläufig – einiges bei meinen Skills. Auch das ist gut so. Bisher lief das so nebenher, das meiste auch unbewusst – ich möchte da wieder bewusster drauf achten, auch etwas ausmisten und an heute anpassen.

Der mp3-Player ist da ein weiterer Schritt. Schon seit Wochen tu ich da jetzt hin und her und es fühlt sich jetzt so richtig an.

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Karsamstag

Ein ruhiger, gemütlicher Tag, bei den Computerdateien komme ich gut voran, schätze es fehlt noch etwa ein Viertel.

Den Tieren geht es gut, die meiste Zeit schlafen sie vor sich hin. Hundespaziergänge sind zumindest beim Hund grade nicht beliebt – zu nass und windig und überhaupt.

Ich find das ja ganz schön – so hab ich die Wege für mich allein. Es tut mir grad gut mal keine Menschen zu treffen.

Die Stimmung ist gemischt, aber im Rahmen.

 

 

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Karfreitag

Dem Hund geht es heute wieder gut. Schon gestern Abend merkte ich dann, dass er wieder fitter ist.

Sogar so fit, dass auch mal ein „längerer“ Spaziergang möglich war.

Darüber freu ich mich natürlich sehr.

Ansonsten – viel Ruhe, weiter an den Computerdateien arbeiten, die letzten Fotos der noch offenen Produkttests bearbeiten, Hund- und Bonsai-Tiger-Kuscheln und in einer Stunde geht es dann los zu K.

Alles in allem ist heute ein guter Tag.

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Donnerstag

Vormittags kümmerte ich mich erst um den Hund, denn ich dann um neun auch wirklich mal weckte, dann um die Computerdateien und dann um Hund und Wohnung, weil er leider ziemlich heftigen Durchfall hatte und vor lauter Irritation im Wohnzimmer kreiselte und alles voll machte. Wird also einen extra Waschtag geben.

Das hat den armen Hund auch so entkräftet, dass raus gehen quasi unmöglich war.

Entsprechend unwohl war mir beim Gedanken zur Buchbinderei zu fahren. Da Pebbels dann schlief, bin ich dennoch los. Beim zurückkommen schlief sie immer noch  und war nur mühsam zum rausgehen zu bewegen. Scheint ihr aber wieder besser zu gehen.

Ansonsten kämpfe ich mich durch Dateien und CD’s, die sich nicht einlesen lassen – und bin mittlerweile etwas genervt davon. Ist ein pfleglicher Umgang mit CD’s, die man sich ausgeliehen hat, wirklich so schwierig?

Eine mündliche Zusage fürs MRT haben wir auch – ich soll jetzt den Termin ausmachen – also nächste Woche. Eigentlich würde ich ja lieber auf die schriftliche Zusage warten, aber da diese Ansage vom Betreuungsverein kam, werde ich das jetzt so machen (würden ja eh die dann drauf hängenbleiben wenns Probleme gäbe – wovon ich jetzt aber auch nicht ausgehe).

Gleich gibt es noch eine Hunderunde (wenigstens kurz draußen bisschen schnuppern), dann die große Raubierfütterung und im Anschluss werde ich den Abend einläuten.

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uff

Ein sehr voller Tag, der auch zeigte, wie viel eine funktionierende Betreuung ausmacht.

Erst Buchbinderei, mit einem großen neuen Auftrag, auf den ich mich freue. Dann die Pause in der Uniklinik, die heute schwierig war, aber ich hab es geschafft.

Physio dann das aktuell doofe Thema angesprochen, dass trotz dranbleiben im Moment nur mit Müh und Not der aktuelle Stand gehalten werden kann – und dass statt besserer Kondition schlechtere rauskommt. Sei es dass da ein Fibroschub sich ankündigt oder es am Cortison liegt oder sonst was – irgendwas ist da gewaltig im Busch und das finde ich nicht gut. Aber ich bleib dran.

Dann Betreuung, mit der Nachricht, dass der morgige Termin ausfallen muss. Was richtig blöd ist, weil ja Bücherei geplant war – da komme ich sonst nicht hin.

Immerhin nimmt er die Sachen, die zurückgegeben werden müssen mit und bringt sie morgen dort vorbei.

Aber ich merke, dass die Betreuung im Moment wieder mehr Stress als Hilfe ist. Kurzfristige Änderungen, das Gefühl immer in Hab-Acht-Stellung zu sein, weil er zu viel entsorgt/irgendwie verräumt usw – dazu die kurzfristigen Anfragen ob Ändern geht und statt der zugesagten 3 Termine sind es wieder zwei Wochen mit je nur zwei.

Nächste Woche vertritt wer andere – nur einen Termin – das war aber auch so abgesprochen, weil am Samstag „mein“ Betreuer wieder da ist.

Aber es haute mich gewaltig auf die Schnauze.

Dann noch ein Schreiben vom Betreuungsverein, dass der Antrag wegen MRT noch nicht gestellt werden konnte und mir zugeschickt wird.

Tja – und dann saß ich da – mit dem Briefumschlag in der Hand und bekam das alles überhaupt nicht nicht. Nicht mal das Öffnen, geschweige denn ein Unterschreiben und entweder direkt abschicken oder wieder an den Betreuungsverein.

Also versucht den gesetzlichen Betreuer zu erreichen, der leider morgen nicht in Göttingen ist – den Antrag eingescannt (und dabei ziemlich durchgedreht) und einfach hoffen, dass der das jetzt erledigt und es möglichst schnell eine Entscheidung gibt.

Achja – und dann noch die mail von der Buchbinderei, dass morgen vormittag nur ne Stunde wäre, ich aber auch nachmittags für 2 Stunden kommen könnte.

Es ist also mal wieder jegliche Planung durcheinandergeworfen.

Das mit dem Betreuer ließ es dann auch kippen. Seitdem versuche ich zu funktionieren – mit medikamentöser Hilfe.

Kurz nach  vier kam dann Pebbels – auf die ich mich echt freute, aber nicht wusste, ob sie wirklich kommt, weil zwischenzeitlich hieß es dass er doch nicht fährt – jetzt aber scheints doch – jedenfalls freu ich mich drüber.

Meine ehemalige Nachbarin A. kam dann auch für ne gute Stunde noch vorbei, sie war grad in Göttingen und hatte gestern angefragt, ob ich Zeit hab – auch das war sehr schön.

Zu viel Instabilität, braucht nur wenig um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Und ich merke grade sehr deutlich wie wichtig eine funktionierende, stabile und unterstützende Betreuung ist – wie viel das ausmacht.

 

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frei

Ich hatte heute frei. Da ich dienstags sonst Thera hab, achte ich ziemlich drauf, dass da kein anderer Termin mit reinkommt und da Thera wegen Urlaub ausfiel hatte ich eben frei. Das war heute auch gut so.

Ich hab was die Dateien angeht wirklich viel geschafft, hab jetzt insgesamt mehr als die Hälfte davon meinem System einverleibt.

Durch Zufall stieß ich dann heute auf eine Software, die ich seit Jahren suche, von der mir aber der Name entfallen war. Da freu ich mich drüber, zumal ältere Versionen sehr günstig zu kriegen sind.

Letzte Woche wollte ich ein paar gelbe T-Shirts färben (ich mag gelb, aber es macht mich blass – von daher war von vornherein klar, dass die umgefärbt werden – aber bei 17 Euro für 5 Shirts konnte ich da nicht nein sagen – das zahl ich sonst für eins) – mit Simplicol. Da bei dem Fixierer die Linie zum Aufschneiden unterschiedlich hoch war (ich färbte mit 2 Farben zum mischen), rief ich bei der Hotline an, tat was sie sagten und musste am Ende feststellen, dass einer der Fixierer nicht ausgespült wurde (also aus der Packung – interessanterweise sogar der, der weiter unten aufgeschnitten wurde). Also nochmal angerufen, gebeten worden das einzuschicken und gestern kam der Ersatz – statt je einer Packung, bekam ich von der einen Farbe zwei und der anderen drei – was ich echt toll finde. Also wird die Tage nochmal nachgefärbt. Diesmal aber nur mit Grün.

Dass nenn ich mal Service – und bin da wirklich zufrieden.

Alles in allem war es heute ein sehr bewegungsarmer, aber sonst sehr produktiver Tag. Morgen dann Buchbinderei, dann  muss ich 2 Stunden in der Uniklinik rumkriegen, dann Physio und direkt im Anschluss Betreuung – also alles eher – stressig.

Im Moment ist es ja so, dass die Stimmung sehr plötzlich kippt. Gestern lag es an dem blöden Knethaken, der dann alles eskalieren ließ, heute weiß ich den Grund nicht.

Vermutlich ist es eher so, dass ich sonst eben funktioniere, mich auch abgelenkt bekomme – und wenn dann was blödes passiert – oder es eben einfach auf das Tagesende hingeht – wird es dann schwierig.

Trotzdem – alles in allem könnte es weit schlimmer sein und ist es schon soweit ok.

 

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Vertretung oder so

Am heutigen Tag hab ich wohl MissMutig in ihrem Chaosland vertreten.

Morgens aufgestanden und erstmal das Frühstück runtergeworfen.

Dann kam der Vertretungs-Betreuer, wir fingen mit Wohnung an und als ich den Brotbackautomat wegräumen wollte, fehlte der Knethaken. Da der Vertretungs-Betreuer immer sehr schnell mit wegwerfen ist, haben wir – nachdem natürlich erstmal alle Schränke und Schubladen durchsucht wurden – den Müll durchwühlt.

Da er leider im Gelben Sack neben Biomüll noch eine fast volle Milchpackung entsorgt hat (keine Ahnung wie oft ich ihm das noch sagen soll, dass das da NICHT reingehört), die natürlich ausgelaufen war – war das alles andere als lustig – zumal der Gelbe Sack dann eine Milchspur hinter sich herzog, was die nächste Reinigungsaktion nach sich zog. Dass ich mich dabei dann – wieder mal – an einem Katzenfutterdosendeckel geschnitten hab, ging da schon fast unter.

Ok – da war er nicht, also den Restmüll durchwühlt – war auch nicht leckerer.

Aber nichts.
Ich fragte ihn noch, dass er ihn doch hoffentlich nicht in die Toilette geworfen hat – mit irgendwelchen Sossen oder so – und dass man das ja dann auch deutlich hört, aber er meinte wohl nicht.

Also suchten wir über eine Stunde, ich verleibte mir das eine oder andere Tavor ein, weil ich echt am durchdrehen war. Dann musste ich los – also Suche abgebrochen.

Ich geh ins Bad – und sehe irgendwas Dunkles unten in der Toilette – siehe da – da war er der Knethaken. Lecker.

Den erstmal rausgefischt, damit nicht noch die Toilette Schaden nimmt. Mich fertig gemach und dann gings zum Termin.

Wieder zurück wollte ich den Produkttest mit der Haarfarbe machen. Die Farbe ist etwas arg flüssig und es war eine unglaubliche Sauerei. Mit so manchem Fleck an Stellen, an denen ich eigentlich keinen wollte.

Ich trage die ja nie am Ansatz auf, sondern immer untere Hälfte der Haare und versuche einen Verlauf hinzukriegen – dann muss man nicht wegen Ansatz nachfärben.

Unter der Dusche dann beim Auswaschen hatte ich stränenweise Haare in der Hand. So viel, dass selbst ich langsam Angst bekam. Ich hab wirklich sehr sehr viele Haare – wirklich viele – so dass ich jetzt weniger Angst hatte kahl zu werden, aber diese Mengen Haare waren schon heftig.

Klar wurde das blöde Wasser auch nach dem 17. Spülgang nicht – einfach doof.  Dafür gab es weiterhin viele Haare in der Hand.

Danach war das Haar – rot. Also nicht leicht rotstichtig kupfer – wie auf der Verpackung – sondern knalle rot. Ähm – eher die Farbe von MissMutig als meine – aber nun denn – drin ist drin.

Fazit: ich testete Schwarzkopf colorexpert und kann da nur abraten. Auch die anderen Tester beschrieben schon, dass es etwas flüssig ist und die Farbe dunkler ausfällt als auf der Abbildung (bei den brauntönen) bzw eben etwas intensiver bei rot (hätte ich wohl vorher durchlesen sollen). Da ich ja schon zu den dunkleren Ausgangsfarbe gehöre, hab ich damit nicht gerechnet, auf den Abbildungen ist ja schon immer die hellste/intensivste Variante angezeigt.

 

Das Bild mit den ausgefallenen Haaren erspar ich euch.

Dann hab ich nach einem Ersatzknethaken gesucht – denn egal wie sehr ich den wasche und desinfiziere – sorry – den kann ich nicht wieder nehmen, zumal man da im Drehgelenk nicht richtig ran kommt.

Mit den Computerdateien bin ich heute nicht wirklich weiter gekommen. Hab nur einen Ordner gemacht – auch eher pro forma, weil ich mir das unbedingt vorgenommen hab. Morgen muss ich da wirklich dranbleiben.

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