Thera heute

War ein Termin in dem mehr geredet, erklärt, sortiert wurde, mit mehr Distanz, wenig Gefühl.

Dennoch wichtig, ich war überrascht, dass der Thera etwas, was für mich immer klar war, sehr anders sah. Dass die inneren Kämpfe nicht ein „das nur gute gegen das nur böse“ ist, sondern eher das Ringen um mehr Spielraum und Entscheidungsmöglichkeit.

Für mich war das immer klar, für ihn nicht. Grade deshalb sind solche Termine auch wichtig.

Aber auch für mich sortiert es sich natürlich anders, wenn ich es jemand anderen erklären muss. Und zwar so, dass es auch ankommen kann, sich also auch außerhalb des Drehwurms, den ich ja selbst oft hab, verständlich wird.

Für mich ist aber dann der Wechsel zu hinspüren oder Gefühle zulassen oder so – nicht so einfach. Zu sehr ist das getrennt. Zu sehr ging es heute dann eben auch um verstehen, erklären, Fragen beantworten. Um Worte, um Kopf und Verstand. Damit auch klar nicht ums Gefühl.

Das ist immer noch sehr  getrennt  – entweder oder. Was es oft ja auch so schwierig macht, weil eben hin und her wechseln nicht möglich ist. Aber wenn was ausgelöst wird, wäre es ja sehr hilfreich, wenn ich das dann auch erklären könnte, Worte hätte und diese auch sprechen könnte.

Der Wechsel hin zum Gefühl geht in der Thera eher als der zurück. Im Alltag ist es eher umgekehrt – da geht es nur darum weg vom Gefühl – hin zum Kopf, Verstand, Distanzieren und zur Not eben auch Funktionieren.

Da ich immer noch sehr distanziert von mir bin, war es heute auch gut so. Es klärte glaub ich ein paar wichtige Dinge. Öffnete neue Blickwinkel und vielleicht damit auch Möglichkeiten.

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Montag

Ein Tag mit auf und ab, aber soweit im Rahmen.

Mit etwas Glück wird sich diese Woche entscheiden, ob es einen neuen  Betreuer ab September gibt. Das bringt in dieses Thema mehr Unruhe rein als mir lieb ist – aber nun denn.

Mit Betreuer das Antibiotikum abgeholt, das mir der Urologe nachträglich geschickt hat. Ist ein Granulat um Auflösen und damit wird es eh schwierig es zu nehmen. Säfte, Tropfen und Co gingen schon als Kind nicht. Leider hab ich das zu spät mit- und dann nicht mehr gesagt bekommen, dabei mag ich die Mitarbeiter „meiner“ Apotheke sehr gern und hab da sonst auch kein Problem. Heute ging es nicht.

Mal sehen wie ich das mache.

Ansonsten sehr viel an @weristderChef gedacht, Daumen gedrückt, Kerzen angezündet, gebetet und viele gute Wünsche und Gedanken geschickt.

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Sonntag

Geplant war für heute nicht viel: die aktuellen Testberichte fertig schreiben und sonst den Tag einfach auf mich zukommen lassen.

Einer der besseren Tage. Die Gedanken sortieren sich langsam.

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dies und das

Betreuungstermin ganz gut geschafft, auch wenn ich für die Klamotten (sortieren – auch die im Schrank, zusammenlegen und neu einräumen) deutlich länger gebraucht hab, als geplant.

Bin gespannt ob diesmal bei der Balkon-Insektenschutztür der Magnet hält (zusätzlicher Magnet unten, nur Silikon hat leider nicht gehalten, was evt auch an der Hitze liegen könnte).

*****

Den Bonsai-Tigern geht es wieder gut. Bin sehr froh darüber.

*****

Am frühen Nachmittag von MissMutig eingesammelt worden, erst etwas gestrickt und dann noch eine Runde unterwegs.

War wie immer schön.

*****

Wieder daheim, gab es erstmal was zu Essen und gleich noch ein Wassereis und etwas lesen und dann hoffentlich gut schlafen.

 

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2 Wölfe

Da ich mich ja häufiger darauf beziehe – wie eben grade im vorigen Eintrag – wollte ich das hier mal anführen – nur dass ich es weniger auf Gefühle beziehe, sondern eben Täterintrojekte/Widersacher/destruktive Gedanken und das was mich weiterbringt, das hier und jetzt – und morgen, der Teil, der etwas ändern will, sich weiter entwickeln will :

 

Ein alter Indianer sitzt mit seinem Sohn am Lagerfeuer und spricht:

“Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen.

Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Neid, Eifersucht, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.

Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.”

Der Sohn fragt:„Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Indianer schweigt eine Weile.
Dann sagt er:„Der, den du fütterst.“

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Gedanken

Ich bin zur Zeit sehr nachdenklich. Das ist nicht schlecht oder so – zumindest solange ich nicht alles nur noch anzweifle. Doch das merke ich in der Regel früh genug, so dass ich das auch im Griff habe.

Was ist für mich bei einem Betreuer wichtig? Was hat sich da auch in den letzten Jahren geändert?

Das lässt sich nicht in einem Satz beantworten.  Manches ist greifbarer geworden – vor allem seit für mich klarer ist, was mich am Zusatzstunden-Betreuer so triggert. Auch da bekomme ich es eher getrennt, kann für mich akzeptieren, dass es jetzt für diese wenigen Stunden, die noch zur Verfügung stehen, eben so ist. Dass ich das nutze, was ich nutzen kann: die Möglichkeit zu Läden/Ärzten zu kommen, ohne dass es die regulären Stunden mindert und auch die Möglichkeit Angebote in Läden zu nutzen, auch wenn das bedeutet eben 2 oder 3 Läden aufzusuchen.

Ich hab akzeptiert, dass es eben kein Einaufs-Angst-Training gibt und auch anderes, was dafür geplant war (Tiefkühle, Garage usw) eben nicht möglich ist.

Es hat mir bei den regulären Betreuungsstunden etwas Luft verschafft  – das war ja auch im Endeffekt der Hauptgrund für den Antrag.

Und für mich wurde klarer, was ich brauche, wo es für mich Spielraum gibt bei der Betreuerauswahl und was gar nicht geht. Das war im Endeffekt gut – da genau das für mich jetzt wichtig ist zu wissen.

Ich hab mir Gedanken darüber gemacht was ich erreicht hab, was gut läuft, aber auch wo es durchaus auch Spielraum für Veränderung gibt. Woran ich auch in der Betreuung (weiter) arbeiten will.

Aber auch der letzte Theratermin hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ein Thema, dass immer wieder da ist: Täterintrojekte und Widersacher und meiner Weigerung, mich denen zu stellen.

Nicht weil ich mich nicht stellen will – sondern es zum aktuellen Zeitpunkt nicht kann.

Sie benennen, darüber reden,  bedeutet aktuell, ihnen Macht zu geben. Als würde ich sie damit hervorrufen.

Ich kann ihnen nichts entgegnen, sie sind zu laut, zu massiv – immer noch zu mächtig. Das einzige was geht ist, die Aufmerksamkeit auf was anderes zu richten – auf das hier und jetzt. Zu prüfen was wirklich grade ins heute gehört und was altes ist.

Selbst das klappt noch nicht all zu lange. Und ja – ich bin immer noch überzeugt, dass es nicht möglich ist, über die zu reden, mich ihnen zu stellen, ohne dass sie mich total überfluten.

Troztdem: ich drehe mich auch im Kreis. Denn diese Anteile verhindern auch nachhaltig, dass ich einen konstruktiven Umgang mit den Gefühlen finde.

Genauso wie das Thema „Schuld“. Das ja wiederum die Täterintrojekte füttert.

Nach wie vor denke ich, dass der Weg da sein muss, eben die Anteile zu stärken, die konstruktiv sind. Wie bei der Parabel mit den Wölfen.

Ich will den füttern, der was ändern kann in meinem Leben, der auch unbedingt was ändern will. Der einen Umgang mit Gefühlen und Gefühlsäusserungen finden, der nicht von meiner Vergangenheit geprägt ist, sondern dem heute angemessen ist.

Der mir helfen wird, die Vergangenheit weiter hinter mir zu lassen, damit abzuschließen, damit sie nicht mehr mit dem massiven Ausmass mein heute bestimmen. Obwohl das nicht mehr nötig oder zielführend ist.

Damals war das wichtig und überlebensnotwendig, doch heute ist es leider nur noch destruktiv.

Also frage ich mich, wo ich in diesem Kreislauf etwas ändern kann. Wo könnte es anders weitergehen, als es das eben tut. Gibt es Alternativen dazu?

Mache ich mir was vor? Gibt es Ausfahrten aus dem Kreislauf, die ich bisher nicht gesehen habe, sehen konnte? Oder die heute unter bestimmten Umständen gingen? Und wenn ja – was sind das für Umstände?

Das einzige was klar ist: direkt Täterintrojekte/Widersacher/Automatismen aufgreifen, anschauen oder gar benennen – geht nicht. Nicht weil ich nicht will, sondern weil ich ihnen nichts entgegensetzen kann.

So wie der  Begriff „Mutter“ vor 5 Jahren noch ein Trigger war und es damit nicht möglich und auch nicht sinnvoll war, das Thema aufzugreifen. Weil die nötige Stabilität und – Selbstsicherheit – fehlte.

Heute geht das. Es ist schwierig, aber es geht.

Und irgendwann wird das auch mit den Täterintrojekten und Co gehen – da bin ich mir sicher. Dann ist es auch gar keine Frage, dass ich das auch angehen werde.

Ich weiß nur nicht wie ich da hin kommen kann.

Ein Grund meiner Weigerung ist auch, weil sobald das Thema ist – es für mich keine Möglichkeit mehr gibt die Hilfe des Theras anzunehmen. Aber diese brauche ich, wenn ich da weiterkommen will.

Muss ich also eher schauen, wie wir es schaffen können, dass ich die Hilfe auch annehmen kann, wenn die destruktiven Anteile das blockieren? Sei es, dass wir uns dann auf das konzentrieren was dem entgegen steht oder eben nur auf das hier und jetzt (Aufmerksamkeit weg vom destruktiven, das konstruktive „füttern“)?

Das ist der Punkt, wo ich mich am meisten frage, ob ich mir was vormache.

Ein Schritt nach dem anderen. Dummerweise weiß ich nicht so ganz, was der nächste Schritt ist.

Ich weiß nur was ich will: ich will die Hilfe annehmen, will das mit dem Thera zusammen erarbeiten und ihn nicht ständig rausschmeissen. Und ich will daran arbeiten, dass die Vergangenheit nicht mehr so viel Macht über mich hat.

Ich wünschte, ich könnte einfach weinen. Tränen zulassen, Gefühle zulassen. Und ich hätte nicht so viel Panik davor die Kontrolle zu verlieren oder es nicht auszuhalten. Den Halt zu verlieren, mich darin zu verlieren, aufzulösen, oder dass der Schmerz und die Sehnsucht nach Trost, nach (aus-)gehalten werden und die Einsamkeit, so heftig wird, dass ich endgültig daran zerbreche.

Es ist ja jetzt schon meistens kaum auszuhalten.

Was also sind die nächsten – gangbaren! – Schritte? Was ist die Richtung? Was steht im Weg und könnte weggeräumt werden?

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dies und das

Letzte Woche dicke Pfote und Fieber des einen Bonsai-Tigers, heute schwallartiges Erbrechen und Durchfall der anderen.  Die eine war dank Antibiotikum schnell wieder fit, die andere hängt noch etwas in den Seilen, aber Magen und Darm haben sich soweit wieder beruhigt. Heute also nochmal Schonkost (schadet auch der zweiten nicht) und halt im Auge behalten (zumal auch zu berücksichtigen ist, dass es dadurch ein Problem mit ihrem Medikamentenspiegel gegen die epileptischen Anfälle geben könnte).

Ich muss sagen, ich hab die Tierärztin in den letzten Jahren nicht wirklich vermisst.

Irgendwann sollten wir dennoch für ein Blutbild hin – das sollte ja eigentlich regelmäßig gemacht werde. Da das aber immer extremen Stress für den betroffenen Bonsai-Tiger bedeutet und der wiederum Anfälle auslösen könnte, sie gleichzeitig keinerlei Symptome sonst hat und es ihr gut geht – haben wir das immer geschoben. Sollte aber wirklich mal gemacht werden.

Aber erstmal soll sie wieder fit werden.

Nachtrag: super, jetzt fäng die zweite auch mit Übergeben an.

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Den Einkauf mit dem Zusatzstunden-Betreuer soweit gut über die Bühne gebracht. Bis auf das Pfefferminzeis auch fast alles bekommen.

Bin aber auch nicht zornig drüber, dass nächste Woche der letzte Termin mit ihm ist.

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Festgestellt, dass ich nicht ein einziges T-Shirt oder Top habe, dass keine Flecken oder Löcher hat. Nicht alles lässt sich durch Aufbügler abfangen, also ein Shirt und ein Top in die Filiale bestellen lassen. Bisschen ungünstig, aber nicht zu allen Terminen sind Shirts mit Aufbügler an unterschiedlichen Stellen angebracht. Bei den meisten Terminen ist es aber egal, die Leute wissen ja nicht, dass das was drauf ist nur was kaschieren soll.

Muss trotzdem dringend für September noch 2-3 Shirts einplanen.

Leider hat auch meine Weste ein weiteres Loch (also ein weiterer Aufbügler, leider hatte ich mir da ja beim Fahrrad aufsteiegen schon Löcher reingerissen gehabt ohne es zu merken, weil die Lenkstange da dran scheuerte) und die andere einen nicht entfernbaren Fleck. Hoffe also, dass ich heute Abend eine gute Nachricht von einer Dame bekomme, die eine Weste eingestellt hat (die soll Farbabweichungen/Ausbleichungen haben, daher ist sie so günstig, ich muss also klären ob das groß auffällt oder nicht).

Aber das ist nicht so wichtig. Erstmal die T-Shirts.

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Bin etwas nachdenklich, aber im großen und ganzen alles im Rahmen, besser als letzte Woche, da näher bei mir ohne dass es gleich eskaliert.

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Betreuung

Ich werde meinen Betreuer wirklich sehr vermissen!

Nachdem die Koordinatorin sich bei mir nicht gemeldet hat, bot er an, dass er sich mit ihr in Verbindung setzt. Das hat er auch getan und heute bekam er auch eine Rückmeldung zum aktuellen Stand.

Sie hat jemanden im Auge, der eigentlich übernehmen soll, doch da hat sich jetzt ergeben, dass erst nächste Woche klar ist, ob er kann. Aus organisatorischen und beruflichen Gründen kann er das eben erst nächste Woche klar sagen.

Das beruhigt mich ja schon, zeigt es doch, dass die da wirklich auch dran sind. Ich frag mich nur, warum man das mir gegenüber nicht einfach sagt.

Für mich ist es ok, wenn sie sagt, sie kann erst nächste Woche klar was dazu sagen – dann weiß ich wenigstens dass da was in Bewegung ist.

Trotzdem hätte ich nach wie vor gern einen Termin bei ihr. Denn wenn das nun nicht klappt – wird es eng. Da sollte sie dann schon wissen, was eben nötig ist, was gar nicht geht oder wo es Spielraum gibt, damit einfach schon mal überlegt werden kann, wer denn sonst noch in Frage käme.

So viel Zeit ist ja nun nicht mehr.

Die erste Septemberwoche macht der aktuelle noch, eventuell auch die zweite oder einen Teil davon. Aber dann ist Schicht. Wäre schon schön, wenn ich vorher wüsste, ob es jemanden gibt, mit dem ich auch klarkomme und der auch mit mir und den Umständen klar kommt. Das ist ja auch nicht selbstverständlich.

Er hat ihr das nun auch geschrieben, dass ich den Termin bei ihr dennoch gern hätte. Und dass ich auch bereit bin die Fahrten dazu selbst zu übernehmen, da ich durchaus weiß, dass sie zeitlich grad so gar keine Luft hat. Daher erwarte ich nicht, dass sie mich erst abholt, wir dann ins Büro fahren und sie mich danach wieder nach Hause bringt.

Das muss nicht sein und ich übernehme da die Fahrten gerne selbst. Weil mir das sehr wichtig ist.

Bin also gespannt ob und wann ich von ihr höre.

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Heute im Betreuungstermin dann mal die Tiefkühle gemistet, da ich das alleine nicht hinbekomme und dabei dringend die Hilfe und Unterstützung des Betreuers brauche.  Allein würde ich mich darin verlieren und irgendwann wohl alles außerhalb der Tiefkühle rumfliegen haben und heulend vor Überforderung zusammenklappen.

Grund ist, dass ich erstens keinen Überblick mehr habe was meinen Eisbestand (Wassereis, weil ich ja nach wie vor Probleme mit dem Trinken hab) habe und dringend Platz schaffen musste für zwei bis drei Pakete Eiswürfel (weil Wasser mit Zitronengrasstängel und sehr sehr sehr vielen Eiswürfeln – und da müssen es auch die gekauften sein, weil selbstgemachte ausflocken und dann kann ich das nicht mehr trinken vor Ekel) Platz schaffen.

Ja ich weiß, dass ich da ein Problem habe und versuche es halt auf meine Weise zu lösen. Neben Cola Zero mit Eiswürfel (da dürfen es die selbstgemachten sein, weil ich das Ausflocken ja nicht sehe, dafür muss es zwingend Coca Cola sein) geht nur ein Zitronengrasstengel im kleinen Teesieb in die Wasserflasche, diese mit Eiswürfel bis oben hin voll füllen (Crushed Ice geht übrigens nur im Notfall, weil das einfach zu schnell schmilzt und daher nicht lang genug kalt hält), dann mit Vitell/Volvic auffüllen. Trinkflasche kommt noch in so einen Thermoschutzüberzug und dann geht das von morgens bis etwa 15 Uhr für mich – danach wird es zu warm. Manchmal kommen auch noch 2-3 Minzblätter mit ins Teesieb oder ein klitzekleines Stückchen Ingwer.  Letzeres aber sehr selten.

Alles andere geht nicht. Auch keine anderen Wassersorten. Klar gibt es noch andere Getränke die gehen (Fritz Melone oder Vio Orange, 100%-Säfte usw), aber eben nicht als Dauerlösung, sondern eher mal als was besonderes. Aus sowohl finanziellen als auch kalorientechnischen Gründen.

Jedenfalls brauche ich um wenigstens auf eine Grundmenge an Flüssigkeit zu kommen viele Eiswürfel. Die sind ab morgen im Angebot und da ich bei dieser Hitze im Monat gut 3 Pakete brauche, wollte ich heute Platz dafür schaffen.

Der zweite Grund war der fehlende Überblick über meinen Eisvorrat. Aktuell notwendig, da ich damit dann tatsächlich auf eine Mindestmenge an Flüssigkeit komme.

Nur ist das mit dem Einkaufen ja grad eher schwierig, weil das Angsttraining nicht wirklich umsetzbar ist. Aktuell laufen ja Einkäufe mit dem Zusatzstunden-Betreuer und naja – ich bin dabei dauerdissoziiert.

Das hat generell eher zur Folge, dass ich dann nicht mehr weiß, was ich gekauft habe oder von etwas größere Mengen kaufe (obwohl nicht im Angebot oder so), das aber beim nächsten Mal nicht mehr weiß und das gleiche nochmal hole.

Meine Tiefkühle ist völlig vereist und vollgeramscht – auch mit Dingen, die gar nicht mehr essbar sind (war leider vor einiger Zeit mal für 24 Stunden offen – auch da war klar, dass ich das alleine nicht schaffe und das mit dem Betreuer machen muss – was ursprünglich eben für den Zusatzstunden-Betreuer geplant war und dann ja nicht ging). Und vor allem – eben völlig unklar ob ich noch 5 Eis habe oder 50 oder so.

Bevor ich also morgen den Großeinkauf starte, war wichtig, da heute etwas Luft rein zu kriegen (und danach das selbe gleich nochmal mit dem Kühlschrank zu machen) – und überhaupt zu schauen, was noch da ist und was ich brauche.

Fazit: Wassereis hab ich genug, da hab ich wohl den einen oder anderen Einkauf doppelt gemacht, aber Pfefferminzeis wäre ok. Da ist zwar auch noch was da, aber eher in normalen Mengen, während ersteres wohl für den nächsten Monat reicht.

Pfefferminzeis ist aber sowieso schwierig zu kriegen, das ist meistens ausverkauft.

Also heute nur noch den Einkaufszettel für morgen anpassen und dann noch das übliche Wassereis (heute wohl zwei, weil Trinkmenge noch nicht reicht).

Morgen um halb acht werde ich dann zum Einkauf eingesammelt.

 

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Wahrnehmung

Für mich ist das Thema „Wahrnehmung“ grade ganz vorne.

Was ist wirlich real – und was nicht?

Welche der Körperwahrnehmungen gehören wirklich ins hier und jetzt und was ist alter Mist?

Was hat der Thera gestern wirklich gesagt/gemeint, oder was ist nur durch eine Täterintrojekt-Brille angekommen.

Gestern bekam ich das nicht mehr getrennt. Eine Antwortmail vom Thera half da wieder Klarheit zu bekommen.

Wie so oft war die Wahrnehmung meines Gegenübers wichtig für mich. In der Regel traue ich der Wahrnehmung meines Theras mehr als meiner, ist es auch wichtig, dass er da klar ist, Dinge benennt.

Grade in den letzten Wochen hab ich gemerkt, dass ich meiner Wahrnehung zur Zeit nicht so wirklich trauen kann. Die Grenzen wieder arg verschwommen sind.

Für die Umstände nicht ungewöhnlich. Es ist wieder mehr Arbeit – das trennen.

Das gehört zum Prozess. Es zeigt aber auch, dass ich noch einen sehr langen Weg vor mir habe. Und das macht mir Angst.

Wie wird das werden, wenn nächstes Jahr die Thera zu Ende ist und evenetuell auch die Betreuung nicht grad ideal läuft?

Überhaupt  – die Betreuung – wie wird es werden? Warum höre und lese ich nichts von meiner Koordinatorin. Hab doch nur noch einen knappen Monat.

Stopp! Nein – nicht dran denken. Nicht bis ich wieder was tun kann – was anderes als abwarten und hoffen. Nicht aushebeln lassen. Nicht in Zweifel und Täterintrojekte verfallen.

Nur hier und jetzt. Atmen. Ein- und vor allem langsam ausatmen. Es wird werden.

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Vergangenheit und Gegenwart

An manchen Tagen ist die Vergangenheit so präsent, sind die Geister und Dämonen von damals so mächtig.

Mit etwas Glück (und Übung) – erkenne ich das. Es bekämpft bekommen ist jedoch nochmal was ganz anderes.

Manchmal sehe ich mich da sitzen, gefühlsmäßig irgendwo in der dunklen Vergangenheit. Auch der Körper fühlt das damals.

Zwar sehe ich, dass manche der Wahrnehmungen nicht zu dem passen, was ich sehe, aber das macht es nur abstrakter.

Meistens schaffe ich es mich mit Hilfe von Skills da wieder  zusammen zu finden. Das was ich von außen sehe und das was ich wahrnehme wird wieder eins.

Dennoch gibt es auch die Tage oder (länger andauernde) Momente, an denen das nicht so klappt. Dann bin ich froh, wenn es eine Art Waffenstillstand gibt. Beides sein kann, nebeneinander. Der Körper und die Gefühle/Wahrnehmung in der Vergangenheit und der kleine Teil, der von außen auf diesen Körper sieht und eine Verbindung zur Gegenwart schafft, die dieser nicht mehr herstellen kann.

Es sind die Tage, an denen die Vergangenheit gewinnt.

Gott sei Dank sind diese Tage selten geworden. Und ich hoffe sehr, irgendwann sind sie einfach nur Vergangenheit.

Bis dahin geht es (weiter) darum, diese Tage so selten wie möglich zu halten und wenn sie mal da sind, diese auszuhalten/zu überstehen.

Das ist ok, darin hab ich Übung und es gibt weit schlimmeres. Solange dieser „Waffenstillstand“ anhält – lässt es sich aushalten. Zumal ich weiß, dass es in der Regel spätestens am nächsten Tag vorbei ist.

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