Sonntag

Heute war der Tag lange eher – ungut komisch. Bis mir klar wurde, dass morgen meine Auszeit vorbei ist.

Dass ab morgen wieder Termine anstehen. Der Alltag wieder losgeht. Auch wenn „Alltag“ noch nicht stimmt, denn die üblichen Termine starten erst Mittwoch, morgen und Dienstag sind die Termine quasi vertauscht.

Außerdem weiß ich noch nicht, ob der Betreuer ab Donnerstag wieder da sein wird oder wie es da diese Woche ausschaut.

Am liebsten würde ich noch ein paar Tage dranhängen. Der Dienstag wäre eventuell möglich und Mittwoch etwas zu kürzen, aber ganz absagen wäre diesmal blöd. Der Wohnungstermin ist mehr als dringed nötig und Physio Mittwoch auch.

Ich bin auch nicht sicher, ob es einfach eher die Angst ist wieder im Hamsterrad zu laden. So für mich, zu Hause, ohne Termine, schaffe ich es auf Grenzen zu achten, mich auf mich zu konzentrieren und mit mir achtsam umzugehen.

Draussen ist das anders – da kippt das schnell ins „irgendwie funktionieren“.

Vom Kopf her ist klar, dass ich das lernen muss – und das auch nur „draussen“ lernen kann, trotzdem hab ich davor auch etwas Angst.

Ehrlichgesagt kann ich aktuell nicht sagen, ob es noch zu früh ist oder eben grad richtig. Im Endeffekt werde ich das in den nächsten Tagen eh sehen.

Seit es mir dann klar wurde, woran es liegt, wurde der Tag dann auch besser. Außer dass ich heute zwei Sossen verhauen hab (passiert mir äußerst selten und 2x bisher gar nicht).  Erklären kann ich es mir auch nicht – zumal die zweite noch ne Tütensosse war. Wusste gar nicht, dass man die verhauen kann.

Im Ofen schmurgeln grad Kartoffeln und jetzt noch etwas fern sehen und später hoffentlich gut schlafen.

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Samstag

Ich male wieder. Im Moment beschränkt es sich auf maximal 2 Farben, aber es gelingt mir wieder einzutauchen. Abzuschalten. Es macht Spaß mit den Farben zu spielen.

Für Momente kann ich damit wieder ganz im hier und jetzt sein. Es sind nur kurze Momente, maximal ne Minute – aber das ist mehr, als seit vielen Monaten möglich war.

Ich bin auf dem richtigen Weg.

Nebenher laufen Serien oder der Fernseher,  spiele ich etwas Scrabble oder die Bonsai-Tiger wollen bekuschelt werden und nachdem gestern der Wirbelwind einen wirklich schlechten Tag hatte, ist heute hier alles schön friedlich. Allerdings schlafen die drei auch dschon den ganzen Tag – da ist friedlich sein leicht.

Mir ist diese Woche viel klar geworden. Nicht nur im Kopf – es ist auch einiges angekommen. So langsam kann ich es auch annehmen, akzeptieren, kämpfe nicht mehr ständig gegen an, sondern habe angefangen wieder für mich zu kämpfen, für ein weiter und vor allem dafür aus diesem Tief mich wieder raus zu arbeiten. Und es wird Arbeit.

Ich hab die nötigen Kenntnisse, die nötigen Möglichkeiten, die nötigen Skills – ich muss sie nur einsetzen. Es darf nicht mehr nur um funktionieren gehen, ich muss meine Grenzen neu kennen lernen und wieder neu lernen, dies auch zu achten. Neu lernen Stopp zu sagen. Nein zu sagen.

Nicht das Nein anderen gegenüber, sondern Nein zu meinen eigenen Ansprüchen. Aufhören ständig Druck zu machen. Das sind die nötigen Schritte um rauskrabbeln zu können ohne ständig wieder abzurutschen.

Um einen Weg raus zu bauen, der auch trägt.

So schwer diese Erkenntnis fiel und so ungern ich es eingestehe – ist es jetzt, wo ich es auch akzeptieren kann, auch eine Erleichterung. Eben weil ich nicht mehr gegen mich ankämpfe, alles „können muss“. Es ist einfacher – einfach zu machen.

Aber es ist ja nicht so, dass ich nichts tun kann – im Gegenteil – ich kann die Kraft für was Konstruktives nutzen. Statt blind im Kreis zu rennen, zeigt sich langsam eine Richtung an – und den Weg kann man dann schaffen, wenn man weiss wohin es gehen soll.

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Freitag

Ich hab heute einen – wirklich kurzen – Termin wahrgenommen. War ok, aber auch deutlich: ich bin noch nicht bereit dafür.

Dafür, mich mit der Welt auseinander zu setzen.

Mit Menschen, mit den Geräuschen – oder eher Lärm, den vielen Sinneseindrücken, aber auch den Informationen.

Die Auszeit ist gut und richtig und tut vor allem gut und ja – nächste Woche kehrt hier auch wieder Alltag ein. Aber bis dahin sperre ich weiter die Welt aus und versuche wieder bei mir oder mehr im hier und jetzt anzukommen.

Bis Montag also nochmal Welt aussperren, Montag dann den Wohnungstermin mit Vertretungsbetreuer und dann wieder Alltag.

Aber heute auch etwas gesagt bekommen, das mich nachdenklich zurückliess (ich kenne ihn seit über 15 Jahren):

„Sie haben jetzt über 6 Jahre immer gezittert, gebangt, sind verzweifelt und wussten nicht was morgen sein wird, waren einer Entscheidung ausgeliefert, die für Sie absolut existenziell war, mussten mit dieser Ohnmacht jeden Tag, jede Stunde leben, nie wissend, wann das Damoklesschwert fallen wird. Dann trat das ein, wovor sie über 6 Jahre Angst hatten und das hat sie fast zerstört und Sie in ein Tief geworfen, welches ich in all den vielen Jahren bei Ihnen nie erlebt habe.

Dann bekamen Sie unerwartet doch eine Bewilligung und haben zum ersten Mal seit über 6 Jahren Ruhe in dieser Beziehung.

Und Sie wundern sich, warum sie total ausgebrannt sind?“

Ja – ich wunder mich. Aber ich glaube das liegt mehr daran, dass es für mich neu ist psychisch wirklich absolut ausgebrannt zu sein, aber körperlich geht es  noch. Klar merke ich es auch da, aber es geht noch. Bisher streikte immer der Körper vorher.

„Nur“ pschisch ausgebrannt zu sein – ist neu für mich.

Nichts desto trotz – Erkenntnis ist der erste Schritt zur Möglichkeit der Veränderung. Im Kopf ist es klar, im Bauch ist es da, aber wohl noch nicht verständlich genug – noch nicht „formulierbar“ oder so. Aber es tut sich was und ich weiß, dass es grad einfach nur wichtig ist und gut tut – diese Auszeit zu nehmen und zu nutzen. Mehr braucht es im Moment auch nicht.

 

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Donnerstag

Heute war es ein wirklich ruhige und gemütlicher Tag. Ich merke, dass langsam wieder Interesse an Dingen aufkommt, an Hobbies usw. Malen, Stricken, Singen usw – gibt ja einiges. In letzter Zeit war da gar kein Interesse oder gar Lust darauf da – weil irgendwie eh immer hinter her hinkend und einfach die nötige Ruhe dafür fehlte.

Ich bin – ausgebrannt. Das lässt sich nicht in wenigen Tagen wieder ausbügeln, aber so langsam wird klarer, was dafür nötig ist. Erstmal wirklich noch ein paar Tage Ruhe und in denen schauen, dass ich das aufkeimende Interesse weiter steigern kann und dann eben auch umsetzen.

Da beim Malen zum Beispiel grad viele Farben überfordern, hab ich mir ein paar Sachen ausgedruckt, die mit ein oder zwei Farben machbar sind. Hab hier zwar auch Malbücher die zum Beispiel mit fünf Farbabstufungen arbeiten, aber die sind mir zu groß – ich brauch erstmal was kleineres.

Nicht gleich wieder zu große Schritte, gleich überfordern.

Es ist schwer – nach vielen Monaten ausschließlich irgendwie funktionieren und machen wieder auf Grenzen achten, hinspüren. Die Grenzen sind ja auch wo anders – früher streikte der Körper vor der Psyche, das tut er nicht mehr (Gott sei Dank!), aber so muss ich mehr drauf achten. Denn wenn der Körper dann sein Stopp setzt, bin ich schon meilenweit über der Grenze.

Grenzen wahrnehmen, aber durchaus auch an- und austesten – sind ja tagesformabhängig oft unterschiedlich.

Aber vor allem der Wechsel von nur nach außen gerichtet, funktionieren, wieder hin zum schauen was geht wirklich und wo kann ich einen Kompromis finden. Funktional bleiben, aber nicht mehr um jeden Preis, sondern dabei versuchen wieder achtsamer mit mir umzugehen um vom ausgebrannt sein wieder in einen grünen (im Moment würde mir schon der gelbe reichen) Bereich zu kommen.

Das ist leider nichts was ich schnell erreichen kann, aber es ist definitv machbar und bedarf Geduld und Zeit. Letzteres hab ich ja, nur an ersterem mangelt es mir oft, grade wenn es um mich geht.

Was aber auch klarer wurde ist, dass ich irgendwie „drüber“ schwebe. Über Gefühlen. Kein richtiger Zugang, wie hinter einer Glaswand oder so. An schlechten Tagen fühl ich mich eher wie ein Zombie – zwar alles wahrnehmend, aber nicht spürend, fühlend.

Das liegt zum Teil sicher auch an den Medikamenten. Nicht umsonst hab ich diese während Therapie nie genommen – weil eben Therapie dann gar nicht wirklich möglich war – weil sie das so abschwächen.

Für mich ist das ok so. Es macht es – handhabbarer.  Das ist grad wichtiger.

So – jetzt gibt es noch Germknödel (nach einem Nachmittag Dauerkuscheln mit einem Gnömchen  auf der Brust und in den Armen in der Hängematte, hab ich jetzt echt Hunger – kann ja nicht aufstehen und was machen, wenn der kleine Gnom grad mal wirklich so ausgiebig kuschlen will und so eine schlafende Katze ist einfach nur süß), noch ein bissen fern sehen und dann lesend ins Bett.

Insgesamt war heute ein guter Tag!

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Mittwoch

Die Nächste sind grad unruhig und sehr schlaflos. Das war gestern schon so und heute wieder. Heute stand ich dann genervt um drei Uhr auf (und schlief dafür am Vormittag nochmal ne Stunde).

Im Moment eher Serienmarathon (aktuell die letzte Staffel Outlander – die Bücher kenn ich schon, die Verfilmung ist – naja, aber ich hab nur noch 3 oder 4 Folgen und die will ich jetzt schon noch fertig schauen).

Ich merke mit jeder Faser wie richtig die Entscheidung war mir diese Auszeit zu gönnen. Wirklich die Welt aussperren. Aber auch wie tief diese Müdigkeit sitzt, die das nötig macht.

Außerdem hab ich jetzt „meinen“ Joghurtpot gefunden. Die Firma mag ich sowieso gern und hab auch einiges von denen. Aber meine Suche nach einem Joghutpot zum Mitnehmen, der wirklich dicht ist, 500ml fasst und nach Möglichkeit ein Extra Fach für Müsli/Obst hat, war bisher eher – mau.

Irgendwie sind mir „Lunch Pot“ von Rosti Mepal immer durchgerutscht (dabei kenne ich die Snack Pot sogar, nur halt nicht in der Kombi). Den werde ich mir in einer schlichten Farben zu Weihnachten gönnen.

Jetzt gleich noch werde ich die Suppe fertig machen (Möhren-Eintopf: da nehm ich immer eine Dose von Aldi mit den Hackbällchen Möhren-Eintopf, die ich mit einem Kilo Möhren und Kartoffeln un Brühe zu einem großen Topf mit 2 Liter mache, Möhren und Kartoffeln sind jetzt gar, also kommt jetzt noch die Dose dazu und dann nochmal abschmecken), essen, noch etwas fern sehen und dann lesend ins Bett.

 

Nachtrag: doch nicht ohne Kontakt, weil mein Amazon-Konto grad Probleme macht. Da waren gestern schon verdächtige mails (laut Kundenservice Fishing-Mails) und heute tauchen plötzlich Bewertungen auf, die nicht von mir sind.  Nachdem es auch da erst hiess – nur Fishing-Mails, merkte ich dann, dass diese Bewertungen leider sehr real sind. Also nochmal Kontakt aufgenommen, diesmal über Chat um die Links schicken zu können und jetzt muss ich wohl abwarten, bis sich die technische Abteilung per mail meldet.

Fand das vorhin schon komisch, weil der mail-Absender UND die Web-Adresse amazon-identisch waren (das war gestern anders, da war die mailadresse des Absenders etwas verfälscht), aber nun denn.

Gemeldet ist es, passieren kann hoffentlich auch nichts weiter, aber sowas hinterlässt bei mir immer arg viel Unsicherheit. Zumal diese e-mail-Adresse sonst niemand kennt.

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Dienstag

Betreuer sollte ja heute nach seinem Urlaub wieder da sein – ist er auch, aber leider krank. Mindestens bis einschließlich nächsten Dienstag.

Vertretung ist – schwierig. Wir konnten jetzt mit dem Vertretungsbetreuer für nächsten Montag wenigstens einen Wohnungstermin vereinbaren.

Für mich blöd, dass diese Woche alles ausfällt.

Hat mir auch erstmal den Boden unter den Füßen weggezogen, aber im Nachhinein ist es zwar blöd, aber vielleicht auch gut für mich.

Ich hab für morgen und Donnerstag jetzt alle Termine abgesagt – Auszeit von der Welt. Einfach wieder aufhören hinterher zu hecheln und im hier und jetzt ankommen.

Es fühlt sich stimig an, ist also grad wirklich das Richtige.

Freitag hab ich nur einen kurzen Termin in der Stadt – den werde ich wohl wahrnehmen, aber sonst ist hier dann erstmal wirklich Ruhe. Das scheint grad dringend nötig und da ich die Möglichkeit habe, werde ich die jetzt auch einfach nutzen.

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Montag

Buchbinderei. War ok. Wobei – eigentlich nicht wirklich, eher – machbar.

Hab mein Projekt fertig gemacht, aber bin sehr – abgeschottet. Zu laut, zu viel Trubel, dabei war heut gar nicht so viel.

Ich sei anders – sagt sie. Wie eine Mauer um mich herum, abgeschottet. Dissoziiert – aber anders als sonst. Nicht nach außen gerichtet, aufs funktionieren – sondern – eben wie hinter einer Mauer.

Sie kennt mich gut. Sie hat recht, denke ich.

Heute sehr abgeschottet, zu viel Welt da draußen. Selbst mit dem Rad die Schleichwege gesucht – weg von den Menschen, weg von der Welt.

Nicht weils mir schlecht geht, sondern weil ich eher den Rückzug suche. Auszeit. Zeit für mich. Zum Sammeln. Hinter her kommen. Zu viel unterwegs in letzter Zeit.

Also auch danach keine Radrunde, sondern nur ein kleiner Abstecher auf einen parkähnlichen Friedhof, kurz Sonne tanken und dann entscheiden – nein – ich will heute nicht, will heim.

Heim gefahren und dort der Ruhe und Auszeit Raum gelassen.

Es ist ok so heute. Gut so. Grenzen erkannt und mich danach gerichtet.

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Sonntag

Heute hab ich tatsächlich frei!

Also nachgeholt, was so liegen blieb: Testberichte schreiben (und vorher natürlich alles testen), den Nägeln einen neuen Streifenhörnchen-Look verpassen, Bonsai-Tiger bespielen (und Krallen stutzen usw), endlich den überbackenen Karfiol gemacht, auf den ich mich seit einer Woche freue, bisschen rumkruschteln, mich weiter mit Fahrradsicherheit gekümmert und ein paar Entscheidunen getroffen:

  • es werden jetzt doch für Speichenreflektoren, weil die meisten Autofahrer halt nicht Dreiräder erwarten und das somit früher deutlich wird
  • da ich nicht bereit bin (und es auch nicht drin ist) über 50 Euro für eine Sicherheitsweste in passender Größe aszugeben, werden es zwei dieser „Gurt“-Westen, aus der ich dann eine mache, die auch mir passt. Warum gibt es da nichts Gescheites in Übergröße, das auch bezahlbar UND sicher ist?
  • außerdem Aufklebereflektoren, die sowohl auf Helm, als auch an diverse Stellen aufs Rad kommen (muss noch klären, ob ich weiße zusätzlich zu den roten auch hinten anbringen darf, war aber zu sehr überrascht, dass mein sauteures Rad noch nicht mal die Mindestvorraussetzungen erfüllt um in D als verkehrssicher zu gelten um mich da jetzt noch einzulesen)
  • für die Arme gibt es diese Sicherheitsbänder, damit ein Abbiegen auch wirklich gesehen wird.
  • ich hätte noch gern so eine seitliche Fahne, aber das ist in D tatsächlich schwierig, daher schau ich erstmal wie viel ich da mit Reflektoren schon absichern kann.

Das mag alles übertrieben scheinen, aber wir sind eine Fahrradstadt, in der sich kaum ein Fahrradfahrer an die Regeln hält. Entsprechend rechnen Autofahrer da schon gar nicht mehr mit – und sind auch sauer auf Fahrradfahrer.  Das ist hier tatsächlich ein ewiger Kampf zwischen diesen zwei Parteien. Mit dem Dreirad hab ich da schon mehr Glück, weil knapp überholen geht nicht, solange Gegenverkehr herrscht.

Trotzdem werde ich regelmäßig geschnitten, die Autofahrer verschätzen sich beim Abstand und streifen meinen Rückspiegel oder übersehen mich ganz.  Besonders gern übrigens von den Stadtbussen, die dann zu früh wieder auf ihre Spur ziehen usw.

Daher will ich die Eckpunkte des Rades auf jeden Fall sichtbar haben – auch im Dunkeln.

Durch diesen „Dauerkampf“ ist leider auch keinerlei Rücksicht zu erwarten – weder von Rad- noch von Autofahrer.

Tagsüber geht es für mich, aber in der Dämmerung und im Dunklen fühle ich mich nicht wohl. Da reicht auch keine Lampe am Helm und ähnliches.

All das oben wird es also in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach geben. Ich hoffe, dass ich genug geschafft hab, bis ich wirklich im Dunklen fahren muss. Im Moment ist es nnoch nur eine kurze Strecke, aber spätestens mit der Zeitumstellung bin ich morgens im Dunkeln unterwegs. Noch dazu im Berufsverkehr.

Zur Zeit kann ich das ja noch ausfallen lassen, wenn es mir zu riskant erscheint (bzw es auch im Kleinen üben), aber ab nächstes Jahr ist geplant, die Fahrten mit dem Rad zu machen und so von der Fahrtkostengenehmigung unabhängig zu sein. Da muss es dann klappen.

Ich bin froh, dass die Entscheidung jetzt gefallen ist. Die vielen Möglichkeiten und Varianten haben mich die letzte Zeit ziemlich kirre gemacht. So fühlt es sich erstmal stimmig an und der Rest wird sich finden.

So – jetzt weiter Bonsai-Tiger-Kuscheln und fern sehen, evt. Stricken und später gibt es die zweite Hälfte des überbackenen Karfiols. Vielmehr ist heute nicht mehr geplant.

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Samstag

Neben einem Termin, stand heute auch ein größeres Angsttraining an. Mich allein (wenn auch abgesichert) in größerer Menschenmenge bewegen.

Heute war zum einen eine große Evakuierungssituatin in der Stadt (direkt die Randbereiche der Innenstadt) und das auch zur selben Zeit wie der Community Day (Pokemon Go). Samstag an sich bedeutet schon viele Leute in der Innenstadt, die beiden Sachen für sich ebenfalls  – entsprechend war klar, dass es heute wirklich voll sein wird.

In erster Linie ging es nicht mal darum das auszuhalten, sondern Grenzen zu erkennen und mir dann Rückzugsorte zu suchen, in denen ich mich mit Skills wieder so weit runter fahren kann, dass ich dann wieder raus gehen kann und weiter machen – ohne immer weiter in Dissoziation zu versinken.

Es war – anstrengend. Und viel. Sehr viel. Aber ich hab es geschafft, mir immer wieder Pauen zu verschaffen, Auszeiten. Leider war meist auch erst dann wirklich die Möglichkeit zu schauen wo ich grad stehe usw. Also entschied ich mir einfach in regelmäßigen Abständen solche Auszeiten zu suchen, weil das prüfen in der Situation für mich heute nicht möglich war.

Von daher lief es nicht so gut wie gehofft, aber es geht immerhin in die richtige Richtung.  Und dafür, dass es dann doch eine größere Aktion war – war es schon ok.

Vor allem, dass sowas überhaupt wieder möglich ist zeigt, dass es langsam aufwärts ging.

 

 

 

 

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Freitag

Mit Betreuer erst die Pflanzen vom Balkon ins Wohnzimmer geholt, Nematoden ausgebracht, drei noch schnell umgetopft (in kleinere Töpfe, weil die draußen in Baueimern stehen und die haben Löcher und ich war zu faul dafür die selben Eimer ohne Löcher aus der Garage zu holen und außerdem ist der Platz knapp), danach Pfand weggebracht und Getränke gekauft. Außerdem meine Lieblingsmarmelade (Samt Mango), weil die grad im Angebot ist.

Zurück ging es dann über den Fairteiler, der mir Brot, Obst und Radieschen bescherte.

Den restlichen Tag damit verbracht wieder etwas runter zu kommen – das Einkaufen und mein Angsttraining morgen, mach(t)en mir doch sehr zu schaffen heute. Wird schon werden.

Achja – und die vielen Pflanzen wieder so hinstellen, dass man auch wieder das Wohnzimmer betreten kann.

Gleich noch ein bisschen fernsehen und dann ab ins Bett – zur Zeit brauch ich wirklich viel Schlaf. Hoffe, das ist nur das Wetter.

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